Fashion Sale Hier klicken Neuerscheinungen Cloud Drive Photos Learn More sommer2016 Slop16 Hier klicken Fire Shop Kindle WalkingOnCars Summer Sale 16

Kundenrezensionen

4,0 von 5 Sternen
173
4,0 von 5 Sternen
Format: Kindle Edition|Ändern
Preis:8,99 €
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 30. Oktober 2011
Über den Inhalt brauche ich wohl nichts mehr zu sagen, darüber wurde genug geschrieben.
Gekauft habe ich dieses Buch da ich von Kate Mortons Romanen begeistert bin und es ihren Lesern empfohlen wurde. Die Story ist ganz interessant und die verschiedenen Zeitebenen machen ja den besonderen Reiz von Geschichten dieser Art aus.

Aber: Während Kate Mortons Figuren absolut überzeugen, sind jene von Katherine Webb beschriebenen eher blass und oberflächlich, die Handlung wirkt auch teilweise etwas arg konstruiert. Als Urlaubsschmöker ist dieses Buch absolut in Ordnung, wenn man gerade nichts Besseres vorhat. K. Mortons Bücher habe ich allerdings ungern zur Seite gelegt bevor sie zu Ende waren, bei diesem Buch war das nicht so.
0Kommentar| 26 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Nachdem ihre Großmutter Meredith im hohen Alter verstarb, erben ihre beiden Enkelinnen Erica und Beth überraschend das Anwesen Storton Manor, das sich schon viele Jahre im Familienbesitz befindet. Bereits Merediths Mutter, Caroline, die das hohe Alter von hundert Jahren erreichte, bevor sie starb, lebte dort.

Erica und Beth waren in ihrer Kindheit oft in den Sommerferien zu Besuch auf Storton Manor und liebten es im Park herumzutollen und im Teich zu baden. Auch Griesgrämigkeit und Standesdünkel der damals schon betagten Caroline und ihrer Tochter Meredith konnten den Mädchen das Leben nicht schwer machen. Einzige Ausnahme war jedoch ihr bösartiger Cousin Henry, der ebenfalls seine Sommerferien in Storton Manor verbrachte und sich einen Spaß daraus machte, Beth, Erica und ihren Freund Dinny zu quälen.
Eines Tages verschwand Henry spurlos und wurde nie wieder aufgefunden, obwohl die Polizei ermittelte und Erica und Beth kehrten seit diesem Sommer nie wieder zurück nach Storton Manor. Als sie jedoch nun nach so vielen Jahren zurückkehren, ahnt Erica instinktiv, dass Beth ihr über Henrys damaliges Verschwinden etwas verschweigt. Mehr noch, es scheint Beth immer noch, nach so vielen Jahren zu beschäftigen- denn Beth ist hochgradig depressiv und weicht Erica, die nachbohrt, stets aus.

Um Beth ein wenig Ablenkung zu beschaffen, beginnt Erica damit, sich näher mit der weiter zurückliegenden Familiengeschichte zu beschäftigen und findet bei ihren Nachforschungen auf dem Dachboden ein Photo dass Caroline mit einem dunkelhaarigen Baby zeigt. Doch laut Papieren hatte Caroline zu der Zeit als das Bild gemacht wurde, noch kein Kind und war auch noch unverheiratet. Wie kann das sein? Und dann fallen Erica auch noch Briefe in die Hände, die in ihr einen bösen Verdacht aufkommen lassen und ihr den Grund für Carolines und Merediths unterkühltes Verhalten anderen Dörflern und den Zigeunern zu denen auch Dinny gehörte, gegenüber liefern.

Der Kreis schließt sich, als nach Beth und Erica auch noch Dinny nach so vielen Jahren wieder zurückkehrt nach Storton Manor. Ist er der Schlüssel zur Auflösung rund um Henrys Verschwinden?

Wer rätselhafte Romane liebt, in denen zugleich die Geschichte einer Familie geschildert wird, wird genauso wie ich, sicherlich sehr viel Lesefreude an 'Das geheime Vermächtnis', haben, denn der Roman verbindet die Elemente Familiensaga und Spannung auf gekonnte Art und Weise zu einer unterhaltsamen Lektüre.
Im Mittelpunkt der Geschichte steht zwar Erica, die die Geschehnisse der unmittelbaren Gegenwart in 'Ich-Form' erzählt und den Leser auch immer wieder in Rückblenden an Geschichten ihrer Kindheit teilhaben lässt, doch man erfährt auch abwechselnd die Lebens und Liebesgeschichte von Urgroßmutter Caroline, die um die Jahrhundertwende ihr Glück im wilden Westen suchte. So wird das Geheimnis der Großmutter für die Leser etwa ab der Mitte des Romans gelüftet, während Erica immer noch im Dunklen tappt. Dennoch ist dieser Roman ein echtes Lesehighlight für mich gewesen, denn die Autorin hat einen wunderbar eindringlichen, sehr bildhaften Schreibstil und die Atmosphäre rund um Storton Manor bleibt trotz allem nicht weniger düster. Schließlich gilt es auch noch für Erica herauszufinden, was damals mit ihrem Cousin geschah. Ich kann nur allen neugierigen Lesern empfehlen, es tunlichst zu unterlassen zunächst die letzten Seiten zu lesen, es würde viel von der Spannung nehmen und das wäre schade.

Während Erica eine sympathische Hauptfigur ist, die man sehr schnell in sein Leserherz schließt, hat man dafür mich Sicherheit größere Probleme bei Caroline. Man wird sie nicht unbedingt mögen, aber dank der Tatsache dass die Autorin Caroline sehr gut charakterlich beleuchtet und auch schildert, was sie zu der unterkühlten Frau hat werden lassen, kann man zumindest Verständnis für sie aufbringen. Sowohl Spannung, Dramatik, Liebe und Familiensinn werden in diesem Roman groß geschrieben und man liebt und leidet mit den Romanfiguren mit.
Ein fesselnder, rätselhafter Roman, den man nicht eher zur Seite legen kann, bis man die letzte Seite gelesen hat. Unbedingt lesen und nicht verpassen!
88 Kommentare| 97 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Die Schwestern Beth und Erica erben, nachdem ihre Mutter und Onkel enterbt wurden, das Herrschaftshaus "Storton Manor". Die einzige Bedingung ist, dass sie dort zusammen wohnen sollen. Beth, geschieden und allein erziehende Mutter sträubt sich dagegen, nur ihrer Schwester Erica zuliebe lässt sie sich darauf ein, wenigstens Weihnachten dort zu verbringen, um die Sachen zu sichten.
Zuviel ist dort in Storton Manor in der Vergangenheit geschehen, auch Geschehnisse, die Beth und Erica unmittelbar betreffen, denn während eines Urlaubes dort verschwand ihr Cousin Henry. Zu dieser Zeit waren die Geschwister 8 und 12 Jahre alt, Beth hat die Ereignisse nie verwinden können, Erica hingegen kann sich an nichts erinnern und will dem Geheimnis um das Verschwinden von Henry endlich auf die Spur kommen.
Beim Sichten der Papiere stösst Erica auf alte Briefe und Fotos, die noch aus der Zeit sind, als ihre Urgroßmutter dort im Haus wohnte. Welches Geheimnis verbirgt sich hinter dem Foto, auf dem Caroline mit einem Baby abgelichtet ist? Das Foto ist vor der Hochzeit mit ihrem Urgroßvater gemacht worden und wer ist das Baby?

Der Roman gliedert sich auf in 3 Zeitstränge. Im Jahr 1902 erlebt der Leser wie Caroline sich für die Liebe mit Corin entscheidet und ihre herrschsüchtige Tante Bathilda sich von ihr abwendet, weil dieser nur ein einfacher Farmer im Westen Amerikas ist. Ihr Leben auf der Farm und die weiteren Ereignisse dort sind der Grundstein, warum Caroline der Mensch wird, den die Geschwister Erica und Beth noch kennenlernten. Sie wurde eine böse, alte, verbitterte Frau, die über 100 Jahre wurde und die von ihrem begangenen Unrecht ihr Leben lang geplagt wurde.
Das nächste einschneidende Ereignis findet sich in den 80-er Jahre des 20. Jahrhunderts, um die Zeit sind Erica und Beth 8 und 12 Jahre alt. Sie verbringen ihre Urlaube mit ihren Eltern auf Storton Manor, wo noch die ebenfalls verbitterte Maribeth lebt. Sie ist die Tochter von Caroline und die Großmutter der beiden Mädchen. Dort verschwindet während eines Aufenthaltes ihr ebenfalls 12-jähriger Cousin spurlos. Auch nach Jahren wurde nie eine Spur gefunden oder ein Hinweis darauf, was mit ihm passiert sein könnte.
Die 3. Zeitschiene führt die Geschwister in der Gegenwart nach Storton Manor, das sie beide geerbt haben, unter der Bedingung, dass sie dort zusammen wohnen.
Aufgrund der gefundenen Briefe, Fotos und der Begegnung mit ihrem alten Jugendfreund Dinny fügen sich die 3 Zeitschienen zusammen und ergeben für alles einen Sinn.

Der Schreibstil war insgesamt flüssig, wenn auch zwischendurch stellenweise etwas zäh. Zum Ende hin wurde das Tempo noch einmal richtig angezogen, so dass man das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte.
Im ganzen ein wirklich fesselnder Roman, der bis zum Schluss mit der Auflösung des Rätsels um Henry wartet.
Ich kann dieses Buch guten Gewissens weiterempfehlen.
0Kommentar| 13 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
VINE-PRODUKTTESTERam 5. Oktober 2011
Format: Taschenbuch|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
"Ein fesselnder Roman für alle Leserinnen von Kate Morton" - damit wird "Das geheime Vermächtnis" von Katherine Webb angepriesen. Und tatsächlich, schon in der Aufmachung sind sich die Bücher der beiden Autorinnen sehr ähnlich. Die Cover wirken geheimnisvoll und romantisch, und selbst in der verwendeten Schriftart lassen sich Parallelen erkennen. Schade eigentlich. Ist Katherine Webb keine eigenständige Autorin? Oder lässt sich ein Erstlingswerk heutzutage nur noch auf diesem Wege vermarkten?

Wie dem auch sei. Ich persönlich war von "Das geheime Vermächtnis" begeistert und empfehle es gerne weiter - insbesondere jetzt, wo die Tage kürzer (und kälter!) werden, und man sich gerne mit einem guten Buch unter der Bettdecke verkriecht.

Aber worum geht es eigentlich? Im Grunde genommen werden zwei Geschichten erzählt. Zunächst einmal die von Erica und Beth. Die beiden Schwestern erben nach dem Tod ihrer Großmutter das Anwesen Storton Manor - allerdings nur, wenn sie dort auch einziehen. Beth fällt die Rückkehr in das Herrenhaus nicht leicht. Sie ist depressiv und zieht sich immer mehr zurück. Vielleicht auch deshalb, weil sie auf dem Landsitz die Erinnerung an ihre Kindheit wieder einholt. Die Erinnerung daran, dass ihr Cousin Henry mit zwölf Jahren spurlos verschwunden ist. Erica stattdessen arrangiert sich schnell mit der neuen Situation. Selbst die Begegnung mit Dinny, ihrem Spielkameraden aus Kindertagen, wirft sie nicht aus der Bahn. Eines Tages findet Erica die Briefe ihrer Großmutter. Von da an ist ihr klar, dass sie Storton Manor nicht verlassen wird, solange das Geheimnis um ihre Familie nicht gelüftet ist...

Den zweiten, nicht weniger interessanten Erzählstrang bildet die Geschichte rund um Caroline. Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts verliebt sich die junge Frau Hals über Kopf in Corin und folgt ihm ohne groß nachzudenken ins Oklahoma-Territorium. Schnell muss sie feststellen, dass das Leben auf der entlegenen Farm ein anderes ist als das in New York - ein Leben, in dem die vornehme Blässe weniger zählt als das Geschick zu reiten. Von der Einsamkeit zermürbt wünscht sich Caroline nichts sehnlicher als ein Baby...

"Das geheime Vermächtnis" ist in meinen Augen ein wunderbarer Roman - ein Roman, der es verdient hat, aus dem Schatten von Kate Morton herauszutreten. Katherine Webb überzeugt durch einen angenehmen, flüssigen Schreibstil. Ihre Charaktere wirken sympathisch, authentisch und glaubhaft, ebenso die ganze Handlung. Dafür gibt es von mir fünf Sterne!
0Kommentar| 34 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 21. Mai 2012
Dieser Roman ist mal wieder ein gutes Beispiel, dass Bücher, die zum Bestseller wurden, nicht unbedingt meinem Geschmack entsprechen. Ich kaufte es mir u.a. auch, weil ich Romane des Genres "Schatten der Vergangenheit" sehr mag, dieser Roman hat mich jedoch von Anfang an gelangweilt. Nach einem guten und spannenden Einstieg mittels des Prologs konnte mich die Geschichte, in der Ich-Form von Erica erzählt, einfach nicht begeistern. Unnötige Szenen und Dialoge dümpelten vor sich hin udnd ich wartete auf den Beginn des im Klappentextes angekündigten Familiengeheimnisses, was aber einfach nicht kam. Besser wurde es erst wieder, als die Geschichte der Caroline begann, die ich anfangs auch recht gern gelesen habe. Bei dem erneuten Zeitsprung in die Jetztzeit überlas ich zuerst die Seiten recht schnell, bis es mit Caroline wieder weitering, später dann überblätterte ich sogar die Seiten, weil ich es nur langweilig fand. Leider wandelte sich Carolines Geschichte dann auch in Unglaubwürdigkeiten (von historischen Fehlern mal ganz abgesehen ...) und sie und ihr eh so guter und verständnisvoller Ehemann ging mir nur noch auf die Nerven und kurz hinter der Hälfte habe ich aufgeben.
Faszit: Es liegt wohl an mir, dass mir dieser Roman überhaupt nicht gefallen hat, da es zahlreiche andere Leser anders sehen. Auf jeden Fall werde ich mich nicht mehr auf das Label "Spiegel Bestseller" verlassen.
0Kommentar| 17 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 2. November 2011
Format: Taschenbuch|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
Das geheime Vermächtnis von Katherine Webb ist ein facettenreicher, spannender Familienroman. Die ungeliebte Großmutter stirbt und hinterläßt ein Erbe mit Verpflichtungen. Ein grosses Landgut in England wird zur Verpflichtung und zur Chance. Nur wer in dem Haus fünf Jahre lebt hat Anspruch auf das Erbe. Die Chance in Form einer Konfrontation mit einer geheimnisvollen Vergangenheit durch das Verschwinden eines Familienmitglieds wird zum zentralen Thema des Romans.
Auf zwei zeitlichen und Familiengeschichtsebenen wechselt der Roman in Amerika und England. Die Gegensätze von städtischen Leben und Erziehung, so wie das Leben und Sein auf dem Lande werden in Bildflächen gegenüber gestellt. Auswirkungen früherer Familienthemen werden zu Verstrickungen der Protagonisten der nächsten Generationen.
Besonders gut haben mir die Passagen über die Kindheitserfahrungen und die Ausprägungen für die Charaktere gefallen. Die Sprache ist fesselnd und die Übersetzung gibt das packende Moment der Originalausgabe The Legacy wieder. Spannende Lektüre für Herbstabende.
0Kommentar| 29 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 25. August 2014
Ich habe dieses Hörbuch bei audible erworben.

ACHTUNG AM ENDE IST EIN SPOILER !!!!!

'selten so ein langweiliges Hörbuch gehört!
Es ist eine abstruse und hanebüchene Geschichte, die nur so vor sich hin dümpelt.

Zuerst ist Caroline ja noch ganz ok - Dann fängt es aber langsam an:
Sie hat eine Abneigung gegen Indianer in der Nähe/Nachbarschaft und die Tierlaute
kann sie bald auch nicht mehr ertragen.

Ab Mitte der Geschichte wird es schlimmer - Caroline verändert sich total und
benimmt sich absolut unglaubwürdig. So verhält sich kein normaler Mensch!!

Die einzig authentische Figur war Carolines Ehemann Corin.

Anna Thalbach ist einfach furchtbar und als Leserin für mich völlig ungeeignet.
Sie liest teilweise VIEL zu schnell - ihre Stimme überholt dann sich beinahe und
überschlägt sich fast dabei.

ACHTUNG SPOILER ACHTUNG SPOILER ACHTUNG SPOILER ACHTUNG SPOILER ACHTUNG SPOILER !!!!

Ich brauche nicht immer ein Happy End, aber in dieser Geschichte wäre es von Vorteil gewesen. Blöde Geschichte ' blödes Ende
22 Kommentare| 4 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 17. Mai 2015
In diesem wundervollen Roman gibt es nicht nur eines, sondern gleich zwei davon.
Erika und Beth erben das Familienanwesen Storton Manor von ihrer verstorbenen Großmutter Meredith nur unter der Voraussetzung, dass sie dort auch leben. Ansonsten wird es zugunsten wohltätiger Zwecke verkauft.
Beth möchte von vornherein ablehnen, aber Erica überredet ihre ältere Schwester, zumindest hinzufahren und die Weihnachtszeit dort zu verbringen. Sie hofft, Beth damit auch ein wenig aus deren depressiven Phasen heraus holen zu können, in die sie seit Jahrzehnten immer wieder versinkt.
Als Erica beginnt, die Sachen ihrer Großmutter zu sichten und sortieren, fällt ihr ein Foto ihrer Urgroßmutter Caroline mit einem männlichen Baby auf ihrem Schoß sowie ein edler Beißring aus Elfenbein in die Hände. Sie kann sich das nicht erklären, denn Caroline hatte keinen Sohn – zumindest soweit es in der Familie bekannt ist. Wer ist also dieses Baby?
Außerdem sehen sich Erica und Beth mit ihrer Kindheit und Jugend konfrontiert, als sie ihre Sommerferien bei Meredith verbrachten. Ihre Großmutter war streng gegenüber den Mädchen und ließ ihrem Enkel Henry, dem Cousin der Schwestern, fast alles durchgehen. Henry wiederum nutzte diese deutliche Bevorzugung aus und petzte jeden Regelverstoß genießerisch.
Meredith hasste die Zigeuner, die am Rand des Geländes Wohnrecht haben, aus tiefstem Herzen und verbot den Kindern jeglichen Kontakt. Umso größer war die Anziehungskraft, und so waren die Mädchen häufig mit Dinny und den Zigeunern zusammen.
Auch heute begegnen sie ihnen wieder. Was weiß Dinny über das damalige plötzliche Verschwinden Henrys? Haben die Zigeuner ihn entführt oder gar ermordet? Eine Leiche wurde trotz intensiver Suche nie gefunden. Seitdem leidet Beth unter Depressionen, die später sogar ihre Ehe zerstört haben. Nur ihr Sohn vermag es, sie aufzumuntern. Erica vermutet, dass die Depressionen mit Henry zu tun haben, aber Beth weigert sich vehement, ihr Wissen preiszugeben.
Besonders hervorzuheben ist Carolines Geschichte, die parallel erzählt wird. Der großen Liebe wegen zieht die junge, wohlerzogene Frau aus sehr gutem Hause in den wildesten Westen mitten im Nirgendwo. Ihre Ängste vor der Weite, der Hitze, der Einsamkeit und vor den Indianern entwickeln sich zu Phobien. Ihr Ehemann liebt sie sehr und versucht, ihr zu helfen, wo er nur kann, aber er scheitert. Als er stirbt, bricht Carolines Welt endgültig zusammen.
In einer einfühlsamen Art schreibt Katherine Webb über die vier Generationen Frauen, die alle ihre unterschiedlichsten Erfahrungen machen und jede Frau anders damit umgeht.
Ich bin beeindruckt von den Geschichten, die eindringlich gezeigt haben, dass wir nicht nur Produkte unserer Gene, sondern auch unserer Erziehung, Umwelt, Zeit und vor allem Erfahrungen sind.
Fazit: ein stimmungsvoller Schmöker, der zum Nachdenken anregt!
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 27. April 2013
Die Schwestern Erica und Beth erben das Herrenhaus ihrer Großmutter Meredith. Um entscheiden zu können, ob sie darin leben wollen, was an viele Auflagen geknüpft wäre, oder ob sie es einfach nur ausräumen und verkaufen, verbringen sie die Tage um Weihnachten und Neujahr dort. Obwohl sie viele schöne Erinnerungen haben an dieses Haus, verbinden sie auch viel Negatives damit. Vor allem die Sticheleien und Stänkereien ihres Cousins Henry sowie ihre bösartige Großmutter haben sie sehr geprägt. Und nicht zuletzt, dass Henry mit 11 Jahren von dem Grundstück spurlos verschwand. Erica will aber auch noch etwas anderes dort: Sie sucht nach Antworten. Was genau passierte, als Henry verschwand? Warum ist Beth so depressiv und warum weicht sie immer aus, wenn das Thema Henry angesprochen wird? Weshalb war Meredith so eine bösartige Frau? Was hatten sie und ihre Urgroßmutter Caroline gegen die Zigeuner, die mit Erlaubnis von Carolines Ehemann auf dem Grundstück kampierten? Warum war Caroline auf einer Sommerparty so ausgerastet, als sie eine dunkelhäutige junge Frau sah?
Immer mehr Erinnerungen kommen während des Sortierens der Hinterlassenschaft in Erica hoch. Als dann noch ihr alter Jugendfreund Dinny, der zu den Zigeunern gehört, die dort campieren, wieder auftaucht und sie anfängt, Merediths Briefe an Caroline zu lesen, kommt sie allen Geheimnissen auf die Spur.
Gleichzeitig erzählt uns die Autorin die Geschichte von Caroline, die Ende des 19. Jahrhunderts in New York geboren wurde. Die junge Frau ist verwaist und wächst bei einer strengen, ewig nörgelnden Tante auf. Als Caroline 18 wird, lernt sie den nicht standestauglichen Corin kennen. Sie heiraten so schnell wie möglich und Caroline folgt ihm in die Prärie. Damals waren die heutigen USA noch nicht vollkommen erschlossen. Mit Entsetzen muss Caroline feststellen, dass ihr ihr perfektes Aussehen und das gute Benehmen draußen in der Wildnis nichts nützen. Sie ist nicht in der Lage, den Haushalt zu führen oder ihrem Mann ein anständiges Essen vorzusetzen. Es gibt nichts als Hitze, Rinder und endlose Leere. Caroline wird depressiv und bekommt schließlich sogar Angst davor, das Haus zu verlassen. Dazu hat sie ständig die junge Indianerin Magpie vor Augen, die ihr im Haushalt hilft und alles scheinbar vollkommen mühelos schafft. Caroline wird eifersüchtig und glaubt schließlich, dass Corin und Magpie eine Affaire haben, sowie dass Magpies Baby von Corin ist. Als Corin bei einem Reitunfall ums Leben kommt, wodurch Caroline eigentlich die Leitung der Farm übernehmen muss und kurz darauf noch eine schreckliche Krankheit ausbricht, brennt es in Carolines Kopf durch und sie tut etwas Ungeheuerliches ... Mehr will ich hier nicht verraten.
Der Anfang war ein wenig zäh und es fiel mir schwer, dabei zu bleiben. Es ist keines von den Büchern, das gleich zu Anfang den Knalleffekt loslässt und dann nach und nach alles aufdröselt, bis die Geschichte erklärt ist. Gut, der Einstieg handelt gleich davon, wie Caroline ein Baby aussetzt, aber nach und nach werden dem Leser immer mehr Geheimnis-Brotkrumen hingestreut. Es geht nicht nur darum, warum Caroline das tut. Immer mehr Dinge kommen ans Tageslicht, die schwer auf jeder Generation der Familie lasten.
Anfangs wusste ich auch nicht, wie ich Erica und Beth einschätzen sollte, konnte sie mir nicht vorstellen. Ich hielt sie zunächst für zwei Frauen über 50, dabei sind sie erst Anfang bzw. Mitte 30. Doch trotz allem konnte ich die Finger nicht von dem Buch lassen. Immer mal hier und da ein paar Seiten, die immer spannender wurden, immer mehr Fragen aufwarfen. So ab Seite 120 konnte ich nicht mehr aufhören und habe das Buch in einem Rutsch durchgelesen. Ich war förmlich mittendrin und vergaß alles um mich herum. Ich hockte mit Caroline in der schrecklichen Prärie und trauerte mit ihr um ihre toten Kinder. Ich wühlte mit Erica auf dem Dachboden in alten Kisten und sprang mit ihr als Kind sowie mit Beth und Dinny in den Teich. Ich verabscheute "unseren" schrecklichen Cousin Henry abgrundtief und vermisste die Spiele mit Dinny.
Das Buch ist in einer wunderbaren Sprache geschrieben, die bildlichen Vergleiche sind vollkommen treffend und ganz anders als ich es bisher aus anderen Büchern kannte. Die Autorin schreibt sehr ruhig und gleichmäßig, schafft es aber trotzdem, dass die Nerven zum Zerreißen gespannt sind. Und sehr faszinierend fand ich auch, wie die Autorin es schafft, die Wandlung der Psyche der Protagonisten so greifbar und verständlich zu machen, ohne mit weitgreifenden Erläuterungen zu langweilen. Am Anfang denkt man noch: Was für schreckliche Menschen! Doch je weiter die Geschichte voranschreitet, desto nachvollziehbarer wird es, warum Caroline und Meredith so sind wie sie sind bzw. waren und man fragt sich unwillkürlich, ob man unter solchen Umständen nicht auch so gehandelt hätte bzw. geworden wäre.
Bis auf den etwas schwierigen Einstieg habe ich an dem Buch wirklich nichts zu bemängeln. Es war einfach eine faszinierende Geschichte, die mich wirklich mitgerissen hat. Daher 5 Sterne.
Etwas bedauernswert finde ich nur, dass nicht wirklich alles zu 100 % geklärt wird, vor allem in Bezug auf die Farm oder warum Henry so ein bösartiges Kind war. Aber wie sagt Erica so schön? Die Geschichte braucht nicht schließbare Lücken, denn das macht sie so interessant.
0Kommentar| 3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 8. Juni 2012
Eigentlich schreibe ich keine Rezensionen über Bücher, die ich noch gar nicht gelesen habe - aber ich quäle mich nun auf Seite 63 herum und weiß nicht recht, ob ich weiterlesen soll - wirds denn nochmal besser werden? Bisher: Mehrere angefangene Geschichten, wovon mich bisher nur eine interessieren könnte - vielleicht. Immer wieder unterbrochen von neuen Anfängen oder Fortsetzungen - nicht in der Weise, die Spannung aufbaut, sondern eher ärgerlich - wie die Reklame im Fernshen. Leider kommen auch die Charaktere im Buch alle eher kühl, ja eigentlich fast schon unsympathisch rüber. Es fehlt das Liebevolle - Vogelgezitscher wird beispielsweise als störend beschrieben, Hunde als abstoßend, man schlägt in der Natur um sich - alles wird irgendwie negativ gezeichnet. Manche Sätze scheinen nicht zu passen - die Übersetzung ist da vielleicht nicht gut gelungen. Ich ertappe mich oft dabei, dass ich abschweife, an etwas anderes denke. Die Handlung nimmt mich einfach nicht mit. Obwohl die Autorin oft langatmig Szenen zeichnet(was eher langweilig ist) kann ich mir oft nicht wirklich vorstellen, was sie eigentlich beschreiben will, es entsteht kein wirkliches Bild, es erscheint alles irgendwie leblos, die Handlung dümpelt zäh dahin, Szene an Szene aneinandergereiht, ohne Verbindung. Mal sehen, ob ich es fertig lese....
44 Kommentare| 8 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

Haben sich auch diese Artikel angesehen


Benötigen sie kundenservice? Hier klicken

Gesponserte Links

  (Was ist das?)