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Das demokratische Weltparlament: Eine kosmopolitische Vision Taschenbuch – 13. März 2017
von
Jo Leinen
(Autor),
Andreas Bummel
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Seitenzahl der Print-Ausgabe464 Seiten
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SpracheDeutsch
-
HerausgeberDietz, J H
-
Erscheinungstermin13. März 2017
-
Abmessungen15.6 x 3.8 x 21.5 cm
-
ISBN-103801204928
-
ISBN-13978-3801204921
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Produktbeschreibungen
Über den Autor und weitere Mitwirkende
Jo Leinen, geb. 1948 in Bisten, Mitglied des Europäischen Parlaments und Präsident der Europäischen Bewegung International. Zuvor war er saarländischer Umweltminister. Studium der Wirtschafts- und Rechtswissenschaften.
Andreas Bummel, geb. 1976 in Kapstadt, leitet die internationale Kampagne für ein Parla-ment bei der UNO und gehört dem Council des World Federalist Movement-Institute for Global Policy an. Zuvor tätig bei einer Unternehmensberatung.
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Produktinformation
- Herausgeber : Dietz, J H (13. März 2017)
- Sprache : Deutsch
- Taschenbuch : 464 Seiten
- ISBN-10 : 3801204928
- ISBN-13 : 978-3801204921
- Abmessungen : 15.6 x 3.8 x 21.5 cm
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Rezension aus Deutschland vom 18. Mai 2017
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Verifizierter Kauf
Das Buch enthält die beste, aktuellste und zugleich umfassendste Darstellung zu dem Thema. Es ist für alle interessierten Bürger, Lehrer, Politiker, Diplomaten, sowie Studenten, Doktoranden und Professoren der Politik-, Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, der Geschichte und Philosophie zu empfehlen. Der Umfang des Buches mag für den Einsteiger abschreckend wirken, aber dem Leser bietet sich eine Schatztruhe von Detailkenntnissen, die man in dieser gesammelten Form nirgendwo sonst lesen kann. Den Autoren gelingt es, die vielen Hintergründe und Initiativen zusammenzuführen, ohne dass dadurch der rote Faden (Weltparlament) verloren ginge. Es handelt sich um eine sehr anschauliche Darstellung in der Praxis und Theorie zusammenfinden, weil die Autoren Ihre eigenen langjährigen praktischen Erfahrung der politischen Arbeit mit den konzeptionellen Ideen verbinden können. Man erhält dadurch zugleich einen konkreten Überblick über die gegenwärtigen Akteure, die weltweit die Idee des Weltparlaments vorantreiben. Als Leser gewinnt man den Eindruck, man sei mittendrin. Wer sich für die Ideengeschichte interessiert, wird in Teil 1 fündig, wer sich für den Bezug zu den aktuellen, globalen Themen interessiert wird in Teil 2 fündig (obwohl die hierin beschriebenen Lösungen sicherlich parteipolitisch unterschiedlich bewertet werden) und hinsichtlich des "Wie" bietet Teil 3 den Einstieg. Das Buch ist nicht nur ein echter Glücksfall für den deutsch-sprachigen Raum, sondern eine solche Darstellung ist auch international einzigartig und eine Übersetzung ins Englische und weitere Sprachen wäre wünschenswert. Zu den heutigen Herausforderungen, eine "globale Perspektive" zu finden (Martin Luther King), oder die "Globalisierung gemeinsam zu gestalten" (so noch Merkel/Obama in ihrer letzten gemeinsamen Erklärung), haben die Autoren eine wertvollen und substantiellen Beitrag geliefert. Das Buch hat das Potential zu einer Bibel für engagierte Kosmopoliten zu werden, und ein bietet ein starkes Fundament für dieses zentrale Projekt unserer Zeit.
11 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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Rezension aus Deutschland vom 25. August 2018
Die Autoren stellen in ihrem umfangreichen Werk umfassend dar, vor welchen globalen Herausforderungen die Welt steht und warum wir ein (demokratisches) Weltparlament brauchen. Die Hinführung zum Thema - ausgehend vom alten Griechenland - ist absolut schlüssig und man stellt sich die Frage, warum es ein Weltparlament nicht schon längst gibt.
Wenn man aber das Buch "Unsere globale Welt erfordert globale Lösungen – Gedanken zu einer neuen Weltordnung" von Jimi Balladeer gelesen hat, kommen einem Bedenken, ob eine UNPA wirklich der Weisheit letzter Schluss ist. Hat nicht die UN in der Vergangenheit schmerzlich gezeigt, dass sie nicht in der Lage ist, unsere globalen Problem zu lösen? Brauchen wir nicht – wie Jimi Balladeer es fordert – eine Organisation, die deutlich mehr Macht als die UN hat?
Dennoch ein wirklich wichtiges Buch und daher 5 Sterne.
Wenn man aber das Buch "Unsere globale Welt erfordert globale Lösungen – Gedanken zu einer neuen Weltordnung" von Jimi Balladeer gelesen hat, kommen einem Bedenken, ob eine UNPA wirklich der Weisheit letzter Schluss ist. Hat nicht die UN in der Vergangenheit schmerzlich gezeigt, dass sie nicht in der Lage ist, unsere globalen Problem zu lösen? Brauchen wir nicht – wie Jimi Balladeer es fordert – eine Organisation, die deutlich mehr Macht als die UN hat?
Dennoch ein wirklich wichtiges Buch und daher 5 Sterne.
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Rezension aus Deutschland vom 21. April 2017
Dass die globalen Herausforderungen die Nationalstaaten überfordern, ist ganz offensichtlich. Dass wir nach der ersten Phase der Demokratie, den Stadtstaaten im antiken Griechenland, und nach der zweiten Phase, den nationalstaatlichen Demokratien, den Sprung zu einer dritten Demokratisierungsphase brauchen, ist ebenfalls unbestreitbar. Die Autoren befürworten eine föderale Weltrepublik - im Unterschied zu einem vereinheitlichten Weltstaat, eine Horrorvorstellung - ein weltweites Rechtssystem, das effizient genug ist, um die theoretisch bereits in der „Charta der Vereinten Nationen“ von 1945 und der „Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte“ von 1948 formulierten Rechte eines jeden Weltbürgers weltweit durchzusetzen, um die gerade derzeit wieder drohenden kriegerischen Auseinandersetzungen durch eine effektive internationale Schiedsrichterrolle zu verhüten und um die Welt vor dem Klimakollaps zu retten, was noch so gesicherte ökologische Einsichten (selbst wenn sie weniger bestritten wären) ohne durchgreifende politische Steuerungsinstrumente allein nicht leisten können. Diesen Grundeinsichten in die dringende Notwendigkeit einer kosmopolitischen Haltung kann man nur lebhaft zustimmen.
Teil I „Die Idee eines Weltparlamentes: ihre Geschichte und Pioniere“ bringt auf 120 Seiten unvergleichliche Kenntnisse über immer neue Ansätze und Fehlschlage zur Verwirklichung dieser Idee, Detailkenntnisse, die aus jahrzehntelangem Einsatz für ein Weltparlament bei der Vereinten Nationen (UNPA = United Nations Parlamentary Assembly) hervorgegangen sind.
Teil II „Regieren im Anthropozän“ fügt auf 240 Seiten der Grundidee die ökologische Perspektive und andere sachbereichsspezifische Problemfelder hinzu: die Tragödie der Gemeingüter, die weltweite Wachstumsproblematik, Turbokapitalismus und Finanzkrise, Weltwährung und Steuerproblematik, Souveränität und Transsouveränität, Atomare Gefahr, Terrorismusbekämpfung, internationale Strafverfolgung, Welternährungsproblematik, Wasserpolitik, globales Armuts- und Gerechtigkeitsproblem, Weltrecht und Subsidiarität. All diese kenntnisreich und unpolemisch auf den Punkt gebrachten Probleme münden ein in die Forderung nach einer dritten demokratischen Transformation und das hoffnungsvolle Entstehen eines neuen planetarischen Bewusstseins bei allen halbwegs Denkenden.
Teil III „Design und Verwirklichung einer Weltdemokratie“ fassen auf gut 30 Seiten abschließend die praktischen Umsetzungsprobleme ins Auge. Das europäische Parlament wird fragwürdiger Weise als positives Muster genommen. Das neue Weltrecht wird mit dem bestehenden, allzu oft zahnlosen Völkerrecht verglichen. Eine „Weltlegislative mit zwei Kammern“, nämlich einer Kammer für Direktwahl der Bürger und einer Staatenkammer (vergleichbar dem deutschen Bundesrat für die Länder) sowie ein Weltverfassungsgericht wird vorgeschlagen. Ganz zum Schluss werden die Erfolgsaussichten mit einer „Revolution von unten“ wie „von oben“, nämlich von den bestehenden Institutionen her, relativ realistisch erwogen.
Dieses enzyklopädische Werk ist gekonnt gemacht, spürbar mit Lebensblut verfasst, doch ohne Schaum vor dem Mund. Nur eine Frage wird nicht beantwortet bzw. ein Einwand nicht beachtet, den ich einem der beiden Autoren, Andreas Bummel, vor Jahren persönlich unterbreitet habe, leider vergeblich: Ist denn unser jetziger Parlamentarismus irgendwie befriedigend? Wäre es wirklich ein großer Schritt, ihn in seiner jetzigen offensichtlichen Defizienz auf Weltebene zu installieren? Ich bin weit entfernt, den Parlamentarismus als solchen in Frage zu stellen, was leider heute allzu häufig geschieht – auch im Namen der direkten Demokratie, als würde Demokratie sich im Organisieren von Mehrheiten erschöpfen, als hätte sie nicht wesentlich auch mit Delegation (Vertrauensübergabe) und Beratung (heute nicht mehr in Stadt- oder Bauernversammlungen, sondern eben im Parlament kompetenter Vertrauensleute der Bevölkerung) zu tun.
Eine Kompetenzdemokratie, die auch den Wähler aus seinen schrecklichen Dilemmata befreit, kommt jedoch erst aus der Gliederung der großen Sach- und Wertbereiche. Diese sind, in systemtheoretisch fundierter Reihenfolge: 1. Wirtschaft (Medium: Geld), 2. Politik im engeren Sinn der Machtkompetenzen (Medium: Recht), 3. Kultur (Medium: Sprache und künstlerische Metasprache), 4. Grundwerte (Medium: philosophisch-religiöse Prinzipien und Riten). Solange diese Systemebenen mit ihrer hierarchischen Stufung nicht unterschieden und geordnet aufeinander bezogen werden, würde sich auch auf Weltebene nur das Elend des jetzigen Parlamentarismus wiederholen: die strukturelle Unsachlichkeit aller Parteien (die für alles zugleich und daher für nichts gewählt werden) sowie die Dominanz der Wirtschaft und des Geldes. Ich habe dies vielfach ausführlich dargestellt. Dass diese konstruktiven Einwände gegen den jetzigen Parlamentarismus für seine Installation auf Weltebene nicht berücksichtigt werden, ist intellektuell unverzeihlich und, bleibt es dabei, ein tödlicher Fehler sowohl des sonst so wertvollen Buches wie der ganzen Bewegung für ein Parlament bei der UNO.
Übrigens ist die unabdingliche systemische Viergliederung und Vierstufung auf Weltebene schon eher vorbereitet als auf europäischer und nationaler Ebene: Es gibt bereits internationale Wirtschaftsinstitutionen wie den IWF, es gibt bereits einen kulturellen Teil der Vereinten Nationen, die UNESCO, und es gibt bereits wenigstens zaghafte, sporadische Ansätze für ein Weltparlament der Religionen, welches auf Weltanschauungen und Ethik erweitert werden könnte. Dass die Autoren fast allein auf den politischen Teil der UNO fixiert sind, ist Folge der gängigen Nicht-Differenzierung. Anstatt nun ihre Vorschläge wegen ihrer klar ersichtlichen Defizienz abzutun, fordere ich ihre konsequente Weiterentwicklung: sachbereichsspezifische Wahlen für jede der großen System- und Wertebenen. Dies ermöglicht die Lösung eines im letzten Teil des Buches offensichtlich unbewältigten Problems: wie denn eine Weltbevölkerung von über 7 Milliarden halbwegs aus Einsichten und nicht aus emotionalem Aufschreien einigermaßen sachkompetente Vertreter in Parlamente entsenden kann. Was ohne die besagte Gliederung auf nationaler Ebene bei weitem nicht gelingt und so gar nicht gelingen kann, würde auch einen Parlamentarismus auf Weltebene zu einem totgeborenen Sorgenkind, einem weiteren ineffizienten bürokratischen Apparat, machen. Doch es geht anders. Dass die Autoren diese Möglichkeit nicht einmal ins Auge fassen, spricht für wieder einmal die derzeitige Ohnmacht der Vernunft, auch und gerade in unserer heimischen, angeblichen Diskursgesellschaft und ihrer auch in diesem Buch gern zitierten Wortführer! Diese Ohnmacht müssen die Denkenden zuallererst einmal in Richtung Aufklärung und Kritik der etablierten Zitierkartelle überwinden.
Teil I „Die Idee eines Weltparlamentes: ihre Geschichte und Pioniere“ bringt auf 120 Seiten unvergleichliche Kenntnisse über immer neue Ansätze und Fehlschlage zur Verwirklichung dieser Idee, Detailkenntnisse, die aus jahrzehntelangem Einsatz für ein Weltparlament bei der Vereinten Nationen (UNPA = United Nations Parlamentary Assembly) hervorgegangen sind.
Teil II „Regieren im Anthropozän“ fügt auf 240 Seiten der Grundidee die ökologische Perspektive und andere sachbereichsspezifische Problemfelder hinzu: die Tragödie der Gemeingüter, die weltweite Wachstumsproblematik, Turbokapitalismus und Finanzkrise, Weltwährung und Steuerproblematik, Souveränität und Transsouveränität, Atomare Gefahr, Terrorismusbekämpfung, internationale Strafverfolgung, Welternährungsproblematik, Wasserpolitik, globales Armuts- und Gerechtigkeitsproblem, Weltrecht und Subsidiarität. All diese kenntnisreich und unpolemisch auf den Punkt gebrachten Probleme münden ein in die Forderung nach einer dritten demokratischen Transformation und das hoffnungsvolle Entstehen eines neuen planetarischen Bewusstseins bei allen halbwegs Denkenden.
Teil III „Design und Verwirklichung einer Weltdemokratie“ fassen auf gut 30 Seiten abschließend die praktischen Umsetzungsprobleme ins Auge. Das europäische Parlament wird fragwürdiger Weise als positives Muster genommen. Das neue Weltrecht wird mit dem bestehenden, allzu oft zahnlosen Völkerrecht verglichen. Eine „Weltlegislative mit zwei Kammern“, nämlich einer Kammer für Direktwahl der Bürger und einer Staatenkammer (vergleichbar dem deutschen Bundesrat für die Länder) sowie ein Weltverfassungsgericht wird vorgeschlagen. Ganz zum Schluss werden die Erfolgsaussichten mit einer „Revolution von unten“ wie „von oben“, nämlich von den bestehenden Institutionen her, relativ realistisch erwogen.
Dieses enzyklopädische Werk ist gekonnt gemacht, spürbar mit Lebensblut verfasst, doch ohne Schaum vor dem Mund. Nur eine Frage wird nicht beantwortet bzw. ein Einwand nicht beachtet, den ich einem der beiden Autoren, Andreas Bummel, vor Jahren persönlich unterbreitet habe, leider vergeblich: Ist denn unser jetziger Parlamentarismus irgendwie befriedigend? Wäre es wirklich ein großer Schritt, ihn in seiner jetzigen offensichtlichen Defizienz auf Weltebene zu installieren? Ich bin weit entfernt, den Parlamentarismus als solchen in Frage zu stellen, was leider heute allzu häufig geschieht – auch im Namen der direkten Demokratie, als würde Demokratie sich im Organisieren von Mehrheiten erschöpfen, als hätte sie nicht wesentlich auch mit Delegation (Vertrauensübergabe) und Beratung (heute nicht mehr in Stadt- oder Bauernversammlungen, sondern eben im Parlament kompetenter Vertrauensleute der Bevölkerung) zu tun.
Eine Kompetenzdemokratie, die auch den Wähler aus seinen schrecklichen Dilemmata befreit, kommt jedoch erst aus der Gliederung der großen Sach- und Wertbereiche. Diese sind, in systemtheoretisch fundierter Reihenfolge: 1. Wirtschaft (Medium: Geld), 2. Politik im engeren Sinn der Machtkompetenzen (Medium: Recht), 3. Kultur (Medium: Sprache und künstlerische Metasprache), 4. Grundwerte (Medium: philosophisch-religiöse Prinzipien und Riten). Solange diese Systemebenen mit ihrer hierarchischen Stufung nicht unterschieden und geordnet aufeinander bezogen werden, würde sich auch auf Weltebene nur das Elend des jetzigen Parlamentarismus wiederholen: die strukturelle Unsachlichkeit aller Parteien (die für alles zugleich und daher für nichts gewählt werden) sowie die Dominanz der Wirtschaft und des Geldes. Ich habe dies vielfach ausführlich dargestellt. Dass diese konstruktiven Einwände gegen den jetzigen Parlamentarismus für seine Installation auf Weltebene nicht berücksichtigt werden, ist intellektuell unverzeihlich und, bleibt es dabei, ein tödlicher Fehler sowohl des sonst so wertvollen Buches wie der ganzen Bewegung für ein Parlament bei der UNO.
Übrigens ist die unabdingliche systemische Viergliederung und Vierstufung auf Weltebene schon eher vorbereitet als auf europäischer und nationaler Ebene: Es gibt bereits internationale Wirtschaftsinstitutionen wie den IWF, es gibt bereits einen kulturellen Teil der Vereinten Nationen, die UNESCO, und es gibt bereits wenigstens zaghafte, sporadische Ansätze für ein Weltparlament der Religionen, welches auf Weltanschauungen und Ethik erweitert werden könnte. Dass die Autoren fast allein auf den politischen Teil der UNO fixiert sind, ist Folge der gängigen Nicht-Differenzierung. Anstatt nun ihre Vorschläge wegen ihrer klar ersichtlichen Defizienz abzutun, fordere ich ihre konsequente Weiterentwicklung: sachbereichsspezifische Wahlen für jede der großen System- und Wertebenen. Dies ermöglicht die Lösung eines im letzten Teil des Buches offensichtlich unbewältigten Problems: wie denn eine Weltbevölkerung von über 7 Milliarden halbwegs aus Einsichten und nicht aus emotionalem Aufschreien einigermaßen sachkompetente Vertreter in Parlamente entsenden kann. Was ohne die besagte Gliederung auf nationaler Ebene bei weitem nicht gelingt und so gar nicht gelingen kann, würde auch einen Parlamentarismus auf Weltebene zu einem totgeborenen Sorgenkind, einem weiteren ineffizienten bürokratischen Apparat, machen. Doch es geht anders. Dass die Autoren diese Möglichkeit nicht einmal ins Auge fassen, spricht für wieder einmal die derzeitige Ohnmacht der Vernunft, auch und gerade in unserer heimischen, angeblichen Diskursgesellschaft und ihrer auch in diesem Buch gern zitierten Wortführer! Diese Ohnmacht müssen die Denkenden zuallererst einmal in Richtung Aufklärung und Kritik der etablierten Zitierkartelle überwinden.
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