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Das Zeitalter des Irrationalen: Politik, Kultur und Okkultismus im 20. Jahrhundert Gebundene Ausgabe – Ungekürzte Ausgabe, 8. Juli 2008

4.0 von 5 Sternen 3 Kundenrezensionen

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Produktinformation

Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

James Webb (1946-1980) hat in wenigen Lebensjahren einige der wichtigsten kulturwissenschaftlichen Werke zur Erforschung der okkulten Strömungen in der Neuzeit vorgelegt. Geboren in Edinburgh, studierte er am Trinity College, Cambridge und erwarb sich umfassende Kenntnisse in europäischen Sprachen und neuer Geschichte. Von Hause aus einer skeptischen Aufklärung verpflichtet (ganz in schottischer Tradition),fing er in sehr jungen Jahren an, den Einfluss okkulter und esoterischer Gruppen und Ideen auf Politik, Kunst und allgemein europäische Kultur zu erforschen. Webbs drei große Monographien zum Okkultismus des 19. und 20. Jahrhunderts haben breite Anerkennung gefunden wegenihrer kritischen Sorgfalt, ihres weiten Problembewusstseins und ihrer geradezu unglaublich breiten Quellenbenutzung, die auch unpublizierte Texte (Briefe, Tagebücher, Interviews) mit heranzieht. Seine beiden großen Werke „The Occult Underground“ und „The Occult Establishment“ erscheinen in deutscher Erstübersetzung, herausgegeben von Marco Frenschkowski und Michael Siefener, jeweils mit neuem Vorwort und bibliographischen Ergänzungen.

Dr. Michael Stiefener, geboren 1961 in Köln, studierte nach dem Abitur Rechtwissenschaften an der Universität Köln. Promotion über 'Hexerei im Spiegel der Rechtstheorie.' Seit 1992 freier Schriftsteller und Übersetzer. Lebt abwechselnd in Hamburg und Manderscheid/Eifel.

PD Dr. Marco Frenschkowski, Jahrgang 1960, ist evangelischer Theologe und Religionswissenschaftler. Seine Forschungsschwerpunkte: Antike und moderne Religionsgeschichte sowie das Verhältnis von Religion und Kultur.


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Top-Kundenrezensionen

Format: Gebundene Ausgabe
Dieses Werk beschäftigt sich mit den okkulten Strömungen der Neuzeit. Es ist eine außergewöhnlich umfangreiche und minutiöse Darstellung der wichtigsten mystischen, magischen und okkulten Bewegungen des beginnenden 20. Jahrhunderts in Europa bis in die Gegenwart.
Verfolgt man die Beschreibungen, die der Autor über bekannte esoterische Geistesgrößen wie etwa Franz Hauptmann oder Rudolf Steiner gibt, fragt man sich unwillkürlich, ob dieser ganze esoterische Gedankenkreis ' aus dessen Quellen die heutige Esoterik ja sehr viel Orientierung bezieht ' wirklich noch mit dem gesunden Menschenverstand im Einklang steht. Dabei zeigt sich Webb als durchaus nüchterner und unparteiischer Chronist. Es geht ihm nicht darum, einen spektakulären Verriss der Esoterik zu leisten. Zugleich ist er auch kein kritikloser Anhänger der Esoterik, der alles was etwas mystisch klingt, in den Himmel hebt.
Hört man zum Beispiel, dass sich ein Mitglied der Theosophischen Gesellschaft darüber beschwert, nie Briefe von den rätselhaften Meistern aus dem Himalaya zu erhalten, und Franz Hartmann ihm vorschlägt, "er solle sich selbst ein paar Briefe schreiben und später behaupten, er hätte sie aus dem Blauen heraus erhalten, wie es bei den Mahatmas-Briefen üblich war" (S. 99), fragt man sich schon, ob mit diesen Leuten noch alles in Ordnung war. "Hartmanns Lösung war einfach: er erbot sich, auf einen Stuhl zu steigen und die Briefe auf Jugdes Kopf herabfallen zu lassen." (ebd.
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Von Mozartkugel TOP 500 REZENSENT am 10. November 2011
Format: Gebundene Ausgabe Verifizierter Kauf
Der außergewöhnliche und geniale, schottische Kulturhistoriker James Charles Napier Webb (1946 - 1980) hat in seinem kurzen Leben (er hat sich mit 34 Jahren erschossen) drei der wichtigsten kulturwissenschaftlichen Werke zur Erforschung der okkulten Strömungen in der Neuzeit vorgelegt:

1. "Die Flucht vor der Vernunft. Politik, Kultur und Okkultismus im 19. Jahrhundert" (2009); im Original: "The Flight from Reason" (1971), zweite Auflage: "The Occult Underground" (1974)
2. "Das Zeitalter des Irrationalen. Politik, Kultur und Okkultismus im 20. Jahrhundert" (2008); im Original: "The Occult Establishment" (1976)
3. "The Harmonious Circle. The Lives and Work of G. I. Gurdjieff, P. D. Ouspensky and Their Followers. With 26 Illustrations" (1980)

Es sind gewichtige Werke, dicke Bücher von jeweils circa 600 Seiten. Das dritte, das Gurdjieff-Buch, ist leider noch nicht aus dem Englischen ins Deutsche übertragen worden.
Von Hause aus einer skeptischen Aufklärung verpflichtet, fing James Webb in sehr jungen Jahren an, den Einfluß okkulter und esoterischer Gruppen und Ideen auf Politik, Kunst und allgemein europäische Kultur zu erforschen. Seine drei großen Monographien zum Okkultismus des 19. und 20. Jahrhunderts haben wegen ihrer kritischen Sorgfalt, ihres weiten Problembewußtseins und ihrer geradezu unglaublich breiten Quellenbenutzung große Anerkennung gefunden; von Kritikern hochgelobt, erreichen sie aber doch nur ein kleines und eher spezielles Publikum.
Webb lebte für seine Forschungen. Sein Geld (er hat etwas geerbt) gibt er für Bücher aus. Nach seinem dritten Buch, dessen Beendigung ihn ohnehin in ein seelisches Loch gestürzt hat, geht ihm das Geld endgültig aus.
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Format: Gebundene Ausgabe
James Webb beschreibt auf 608 Seiten die Entwicklung und Verknüpfungen der irrationalen Gesellschaft. Unheimlich genau und minutiös widmet sich der Autor auch noch der kleinsten Strömung und dem unbekanntesten Verfasser okkulter Beiträge.
Dabei verliert er teilweise den großen Zusammenhang aus den Augen und verzettelt sich in unnötigen Zerfaserungen. Wer sich ernsthaft mit dem Thema auseinandersetzen will, findet hier ein umfassendes Kompendium, das aber für die Masse der Leser schnell uninteressant werden wird. Webb ist bemüht stets sachlich zu sein und sich nicht irgendwelcher Spekulationen hinzugeben. Auch sollte man sich bereits im Thema und bei den auftretenden Personen auskennen, denn Webb gibt zu den bekannten Größen (Steiner, Olcott, Blavatsky, Crowley, Jung, u.a.) kaum Erläuterungen zu deren Dogmen, Weltanschauungen und Werken.
Wer also nicht derart vorgebildet ist, wird sich schnell in Beschreibungen über dutzende Strömungen und deren Verzahnung ineinander wiederfinden, die man schnell ermüdend und als sinnlos empfinden wird.
Es sollte an Hand dieses Werkes nicht überraschen, dass Webb Zeit seines Lebens, welches er durch Suizid im Alter von 34 Jahren beendete, leider keinen wirtschaftlichen Erfolg verbuchen konnte.
Dieses Buch ist etwas für alle, die sich bereits im Thema auskennen und nicht vor Detailfülle und Umfang zurückschrecken. Es ist nicht geeignet für die, die mal reinschnuppern wollen.
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