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Das Ur-Evangelium. Was Jesus wirklich sagte. Gebundenes Buch – Februar 2006

3.2 von 5 Sternen 8 Kundenrezensionen

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Produktinformation

Produktbeschreibungen

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Wie die Evangelien entstanden
Paulus und die Jesus-Tradition

Ein Wort der Einleitung zum Sprachgebrauch: Wenn von den Evangelisten oder anderen angeblichen Autoren biblischer Schriften namentlich die Rede ist, etwa Markus, Matthäus, Lukas, Johannes, Paulus, dann sind nicht die Personen gemeint, die gewöhnlich als Jünger Jesu ausgegeben werden und die sich vermeintlich hinter diesen Namen verbergen. In Wahrheit kennt niemand die Autoren der Evangelien. Da sie Stückwerk sind und selber auf andere Texte zurückgreifen, kann die Urheberschaft auch nicht jeweils einer bestimmten Person zugeschrieben werden. Der Einfachheit halber verwende ich, allgemeinen Gepflogenheiten entsprechend, den Namen, der als Autor einem jeweiligen Evangelium vorangestellt ist, wenn ich von dem Text spreche.
Es verwundert nicht, daß die Texte des Neuen Testaments keine einheitliche Überlieferung widerspiegeln. Markus schrieb zu Beginn der 70er Jahre, also etwa vierzig Jahre nach der Kreuzigung und demENDe des öffentlichen Wirkens Jesu. Die "kleine Apokalypse", die Markus berichtet (Mk 13,1-37), ist eine Verarbeitung der furchtbaren Ereignisse während der Belagerung Jerusalems durch die Römer in den Jahren 66-70, die in ein eschatologisches Szenario gestellt wurden. Lukas und Matthäus verfaßten ihre Arbeiten kurz vor demENDe des ersten Jahrhunderts. Aus der Perspektive dieser beiden ist es, als ob heute ein Autor die Biographie eines Mannes schreibt, derENDe der 20er Jahre und zu Beginn der 30er Jahre für kurze Zeit Furore gemacht hatte, unter Zuhilfenahme einer kleinen Schrift aus den späten 70er Jahren und einiger anderer Texte, die Fragmente von angeblichen Reden dieses Mannes enthalten. Die Autoren der Evangelien selbst hatten keine Möglichkeit nachzuprüfen, was richtige Überlieferung und was Dichtung war. Sie mußten sich auf die vorliegenden Texte und auf die mündliche Tradition stützen.
Wie schwierig es ist, sich auf mündliche Traditionen zu verlassen, kann ein einfaches Beispiel zeigen. Stellen Sie sich vor, Sie hätten eben einem kurzen Vortrag in relativ leicht verständlichen Worten mit eindrucksvollen Metaphern und Beispielen gelauscht. Nun sollen Sie einer anderen Person diesen Vortrag wiedergeben. So lange er Ihnen noch frisch im Gedächtnis ist, wird es Ihnen wahrscheinlich nicht schwerfallen, die Kernaussagen zu vermitteln und das eine oder andere Beispiel wiederzugeben. Aber es wird Ihnen fast unmöglich sein, auch nur einen einzigen Satz in exakt den Worten zu wiederholen, die der Redner gebraucht hat. Seine Anhänger hörten Jesus zu. Sie machten keine schriftlichen Aufzeichnungen. Die wenigsten waren des Schreibens und Lesens kundig. Es ist offensichtlich, daß in den wenigsten Fällen die Worte Jesu exakt weitergegeben wurden. Als sie zum ersten Mal schriftlich niedergelegt wurden, waren es aller Wahrscheinlichkeit nach schon nicht mehr genau die Worte, die Jesus verwendet hat. Vergegenwärtigen wir uns kurz die historische Situation, in der die Jesus-Bewegung mit ihren verschiedenen Fraktionen entstand, aus der schließlich die Evangelien und die anderen Texte des Neuen Testaments hervorgingen. Die Zeit nach demENDe des öffentlichen Wirkens Jesu, zur Mitte des ersten Jahrhunderts, war für das jüdische Volk äußerst schwierig. Leidgeprüft in der römischen Fremdherrschaft, spitzten Wirtschaftskrisen in vielen Teilen des römischen Reiches und Spannungen mit der Besatzungsmacht die Situation zu. Der gesamte kleinasiatische Raum war bereits seit vielen Jahrzehnten ein Sammelbecken von Philosophien, Weltanschauungen und Religionen. Hier trafen orientalische und abendländische Geistesströmungen aufeinander und führten zu einem lebendigen, äußerst vielschichtigen intellektuellen Konglomerat. Von Griechenland bis Ägypten mischten sich die unterschiedlichsten Anschauungen - kynische Bedürfnislosigkeit, epikureische Ausgeglichenheit, buddhistische Weltabgewandtheit -, und allenthalben zogen über die Marktplätze der großen Städte und durch die Wüstendörfer des Hinterlandes wandernde Weise, die ihre Lehren als inspirierte Apokalyptiker, Philosophen und Demagogen verkündeten. In den Zeiten der Krise waren auch die Juden für Heilslehren aller Couleurs besonders anfällig. Dennoch, die jüdischen und halbjüdischen Missionare, die in jener Krisenzeit Mitte des ersten Jahrhunderts in Kleinasien, Syrien, Mazedonien und Griechenland einen neuen Mysterienkult verbreiteten, aus dem das Christentum hervorgehen sollte, fielen wohl kaum auf. Eine Gruppe von vielen, die einen Meister, einen Lehrer, einen Propheten verehrten, Heil von ihm erwarteten und jene Ansichten verbreiteten, von denen sie annahmen, daß sie die Lehre eben dieses Meisters seien. Paulus, ein Zeltmacher aus Zilizien, war der bekannteste dieser Missionare. Er entstammte einer reichen jüdischen Familie und hatte über seinen Vater das römische Bürgerrecht erhalten, das ihm gestattete, seinen jüdischen Namen Saul in Paulus umzubenennen. In jungen Jahren wurde er bei Gamaliel 1. in Jerusalem in pharisäischem Sinne erzogen, erhielt eine umfassende Bildung, beherrschte Griechisch souverän und kannte sich gut in Dichtung und Philosophie aus. Paulus war der erste, der konsequent versuchte, die Jesus-Anhänger, die in Jesus den Messias sahen und auf ein Kräftemessen mit den Römern hinarbeiteten, von solcher revolutionärer Gesinnung abzubringen. Was ihn beunruhigte, das war die jüdische Propaganda gegen die Römer im Namen Jesu. In dieser setzten revolutionäre Kräfte den Römern die Verheißung eines Himmelreiches auf Erden entgegen, das der Messias errichten würde. Ein Großteil der jüdischen Jesus-Anhänger folgte dieser Linie. Der römische Bürger Paulus indes wollte unter allen Umständen eine gewaltsame Auseinandersetzung mit Rom vermeiden. Er setzte deshalb alles daran, den Massen einen Messianismus zu verkündigen, der nicht materialistisch, sondern vergeistigt war. "So ging Paulus zu den Massen und sprach ihre Sprache. Er predigte eine Mysterienreligion, die den Jesus Christus der revolutionären Propaganda in einen göttlichen Geist verwandelte, durch den sterbliche Menschen zur Unsterblichkeit gelangen konnten. Er verlegte das Reich Gottes von dieser Welt in die kommende."


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Top-Kundenrezensionen

am 27. Dezember 2016
Format: Gebundene Ausgabe
Eine Person fand diese Informationen hilfreich
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TOP 500 REZENSENTam 15. März 2015
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am 13. Mai 2006
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am 1. Juni 2009
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