Facebook Twitter Pinterest
  • Alle Preisangaben inkl. MwSt.
Nur noch 3 auf Lager (mehr ist unterwegs).
Verkauf und Versand durch Amazon. Geschenkverpackung verfügbar.
Menge:1
Das Umkehrspiel: Erzählun... ist in Ihrem Einkaufwagen hinzugefügt worden
Gebraucht: Sehr gut | Details
Verkauft von super-buecher
Zustand: Gebraucht: Sehr gut
Möchten Sie verkaufen?
Zur Rückseite klappen Zur Vorderseite klappen
Hörprobe Wird gespielt... Angehalten   Sie hören eine Hörprobe des Audible Hörbuch-Downloads.
Mehr erfahren
Dieses Bild anzeigen

Das Umkehrspiel: Erzählungen Taschenbuch – 1. Januar 2001

3.5 von 5 Sternen 2 Kundenrezensionen

Alle Formate und Ausgaben anzeigen Andere Formate und Ausgaben ausblenden
Preis
Neu ab Gebraucht ab
Taschenbuch
"Bitte wiederholen"
EUR 8,50
EUR 8,50 EUR 1,14
57 neu ab EUR 8,50 12 gebraucht ab EUR 1,14

Die Spiegel-Bestseller
Entdecken Sie die Bestseller des SPIEGEL-Magazins aus unterschiedlichen Bereichen. Wöchentlich aktualisiert. Hier klicken
click to open popover

Hinweise und Aktionen


Wird oft zusammen gekauft

  • Das Umkehrspiel: Erzählungen
  • +
  • Tristano stirbt: Ein Leben
  • +
  • Der Rand des Horizonts: Roman
Gesamtpreis: EUR 23,90
Die ausgewählten Artikel zusammen kaufen

Es wird kein Kindle Gerät benötigt. Laden Sie eine der kostenlosen Kindle Apps herunter und beginnen Sie, Kindle-Bücher auf Ihrem Smartphone, Tablet und Computer zu lesen.

  • Apple
  • Android
  • Windows Phone

Geben Sie Ihre Mobiltelefonnummer ein, um die kostenfreie App zu beziehen.

Jeder kann Kindle Bücher lesen — selbst ohne ein Kindle-Gerät — mit der KOSTENFREIEN Kindle App für Smartphones, Tablets und Computer.



Produktinformation

Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Antonio Tabucchi, am 23. September 1943 in Vecchiano bei Pisa geboren, verstorben am 25. März 2012 in Lissabon, promovierte an der Universität Pisa in moderner Literatur. Er war Ordinarius für portugiesische Sprache und Literatur an der Universität Genua sowie Leiter des italienischen Kulturinstituts in Lissabon. Lehrtätigkeiten an den Universitäten Pisa und Siena. Er schrieb Romane und Kurzgeschichten, Essays und Bühnenstücke. Sein Werk wurde in mehr als 40 Sprachen übersetzt und mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u.a. mit dem Premio Campiello, dem Premio P.E.N. Club, dem Prix Médicis Etranger und dem Österreichischen Staatspreis für Literatur. Tabucchi war Mitglied und Mitbegründer des International Parliament of Writers.

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

"Madame empfing mich zu dem Gespräch auf der Terrasse. Sie lag auf einer sehr spartanischen Binsenliege ohne Kissen, Modell Yoga-Meditation, und trug einen blaßblauen Kimono. Bis zum letzten Augenblick war ich unentschlossen gewesen, ob ich den blauenPlisseerock mit dem roten Pullover anziehen sollte, im Stil "junges Mädchen aus guter Familie, das im Tennisklub verkehrt", oder das nussbraune Tweedkostüm mit der beigen Bluse. Schließlich hatte ich mich für das Kostüm entschieden, nicht ohne mich selbst zu wundern, denn die Jahreszeit war keineswegs ideal für diesen eher schweren Tweed. In jenem Jahr verlängerte ein leuchtender Oktober scheinbar mühelos einen Sommer, der majestätisch gewesen war, und die allerletzten Touristen schlenderten noch in Shorts am Seeufer entlang, als wollten sie die letzten Sonnenstrahlen aufspeichern.
Aber verdammt noch mal, dieses Kostüm hatte mich fast ein ganzes Gehalt gekostet, obwohl ich es letzten Winter im Schlussverkauf erstanden hatte, außerde m hatte ich noch keine Gelegenheit gefunden, es anzuziehen. Es war ein Saint-Laurent-Modell mit maskulinem Einschlag - Hosenrock, eckige Schultern mit fester Polsterung im Stil der vierziger Jahre und breite Revers mit zwei Knöpfen. Eine todschicke Angelegenheit: In der Vogue trug Deborah Kerr, an der Veranda ihrer Ranch lehnend, haargenau das gleiche. Aber wer in der blöden Schule hätte schon ein Saint-Laurent wie dieses zu schätzen gewusst? Meine Kolleginnen erschienen morgens gauenvoll hergerichtet, es fehlten nur noch die Schürze und die Lockenwickler. Da konnte ich ebensogut zum Gespräch mit Madame das Saint-Laurent anziehen, so würde es wenigstens einmal jemand würdigen. Zumindest nahm ich das an, und wie ich glaubte, aus gutem Grund. Ich meine, so eine Villa passte einfach nicht zu einem dieser dümmlichen Geschöpfe vom Typ reiche Metzgersgattin, wie sie die Hügel rund um den See mit Häusern verunstaltet hatten, die es an Geschmacklosigkeit mit Disneyland aufnehmen konnten , und wie sie zu Saisonende, wenn der Chef die "Versteigerung ohnegleichen" veranstaltete, in die Galerie einfielen und mit Schinken davonzogen, bei deren Anblick einem Pferd schlecht geworden wäre, um sie an den Wänden ihrer Stadtdomizile aufzuhängen. Im übrigen brauchte man sich nur das schmiedeeiserne Tor zu betrachten, von dem zwei schnurgerade Zypressenreihen ausgingen, die arabeskenverzierten Türmchen im Stil der Jahrhundertwende, jedes mit eigenem Blitzableiter, den italienischen Garten und die von Bougainvilleen überwachsene Terrasse. Und außerdem war ich der Ansicht, dass sich mit Scharfsinn auch an einer einfachen Zeitungsannonce das Format einer Dame ablesen ließ. Die Stellenanzeigen, die ich samstags begierig überflog, strotzten nur so von plump sich anbiedernden oder bestenfalls dürftigen und leicht durchschaubaren Angeboten, wo sich hinter der "Chance für eine brillante Karriere"das elende Klinkenputzen mit einer Enzyklopädie für schwachsinnige Kinder verbarg . Ein Angebot wie dieses für die Stelle einer Sekretärin kam nicht häufig vor: "Intelligenz, Diskretion, Kultur. Französisch unerläßlich."
Ich war überzeugt, dass ich diese vier Vorzüge eindeutig besaß. Schade nur, dass weder der Schuldirektor, der sich aufregte, weil ich mit den Kindern über die Maja desnuda sprach, noch der Galerieinhaber, dem es nur darum ging, die Vareser Damen zu rupfen, es jemals bemerkt hatten. Ihr Pech.
" -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe.


Welche anderen Artikel kaufen Kunden, nachdem sie diesen Artikel angesehen haben?

Kundenrezensionen

3.5 von 5 Sternen
5 Sterne
1
4 Sterne
0
3 Sterne
0
2 Sterne
1
1 Stern
0
Beide Kundenrezensionen anzeigen
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel

Top-Kundenrezensionen

Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
"Namen enthalten die Zeit, die man miteinander verbracht hat" Wem ein solcher Satz nichts sagt, braucht nicht weiterzulesen. Wer aber davon angerührt wird, ist beim Italiener Tabucchi - der lange in Portugal gelebt hat - in den richtigen Händen. Ein stiller, eindringlicher Erzähler entwirft Lebenspanoramen mit nachhaltiger Wirkung. Einen Protagonisten lässt er sagen, "in jedem Buch...sei ein Mensch enthalten". In guten Büchern sicherlich, in denen des Antonio Tabucchi auf jeden Fall - in jeder seiner Erzählung ist das so.
Kommentar War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein Feedback senden...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte erneut versuchen
Missbrauch melden
Format: Gebundene Ausgabe
In letzter Zeit ist die mehr als ärgerliche Mode zu beobachten, dass alte Geschichten bekannt gewordener Autoren als "Neuerscheinung" verramscht werden. António Lobo Antunes, Javier Marías und nun auch Antonio Tabucchi.
Tabucchi ist einer meiner absoluten Lieblingsautoren, Das Indische Nachtstück und Erklärt Pereira gehören zum wundervollsten, was ich überhaupt gelesen habe. Aber das Umkehrspiel enttäuscht vor diesem Hintergrund in jeder Hinsicht.
Warum wird nicht deutlich herausgestellt, dass das Umkehrspiel eine Neuauflage von "Der kleine Gatsby" ist, die gerade mal um drei Geschichten erweitert wurde? Wir haben es hier mit Geschichten aus der Zeit von 1978 bis 1983 zu tun. Tabucchis Schreibweise hat hier wenig mit seinem träumerischen Stil zu tun, den er in den Neunzigern entwickelt hat. Enttäuschend. Und die Geschichten: Kurz sind sie, aber leider keine Kurzgeschichten. "Theater" ist wohlgemerkt eine Perle, aber sie hat mich nur dazu veranlasst, wieder mal Fitzgerald zu lesen und vielleicht auch mal Joseph Conrad anzugehen. Die meisten Geschichten sind zwar irgendwie rätselhaft, aber nicht so, dass die zum Träumen und Nachdenken anregen, sondern eher zum Wundern und Weglegen. Fragmente, die in keinen Roman gepasst haben und die auch nicht genug Atmosphäre für eine abgeschlossene Short Story hergeben. Schlichtweg eine Kompilation von Gedanken, die Tabucchi wohl interessant fand, aber nicht richtig verwerten konnte. Tabucchi-Fans sollten eher auf die nächste echte Neuerscheinung warten.
Kommentar 4 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein Feedback senden...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte erneut versuchen
Missbrauch melden

Ähnliche Artikel finden