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Das Treibhaus. SZ-Bibliothek Band 27 Gebundene Ausgabe – 18. September 2004

3.7 von 5 Sternen 7 Kundenrezensionen

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Produktinformation

Produktbeschreibungen

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Er reiste im Schutz der Immunität, denn er war nicht auf frischer Tat ertappt worden. Aber wenn es sich zeigte, daß er ein Verbrecher war, ließen sie ihn natürlich fallen, lieferten ihn freudig aus, sie, die sich das Hohe Haus nannten, und welch ein Fressen war es für sie, welch ein Glück, welche Befriedigung, daß er mit einem so großen, mit einem so unvorhergesehenen Skandal abging, in die Zelle verschwand, hinter den Mauern der Zuchthäuser vermoderte, und selbst in seiner Fraktion würden sie bewegt von der Schmach sprechen, die sie alle durch ihn erlitten (sie alle, sie alle Heuchler), doch insgeheim würden sie sich die Hände reiben, würden froh sein, daß er sich ausgestoßen hatte, daß er gehen mußte, denn er war das Korn Salz gewesen, der Bazillus der Unruhe in ihrem milden trägen Parteibrei, ein Gewissensmensch und somit ein Ärgernis. Er saß im Nibelungenexpreß. Es dunstete nach neuem Anstrich, nach Renovation und Restauration; es reiste sich gut mit der Deutschen Bundesbahn; und außen waren die Wagen blutrot lackiert. Basel, Dortmund, Zwerg Alberich und die Schlote des Reviers; Kurswagen Wien Passau, Fememörder Hagen hatte sich's bequem gemacht; Kurswagen Rom München, der Purpur der Kardinäle lugte durch die Ritzen verhangener Fenster; Kurswagen Hoek van Holland London, die Götterdämmerung der Exporteure, die Furcht vor dem Frieden. Wagalaweia, rollten die Räder. Er hatte es nicht getan. Er hatte nicht gemordet. Wahrscheinlich war es ihm nicht gegeben zu morden; aber er hätte morden können, und die bloße Vorstellung, daß er es getan hatte, daß er das Beil gehoben und zugeschlagen hatte, diese Annahme stand so klar, so lebendig vor seinen Augen, daß sie ihn stärkte. Die Mordgedanken liefen wie Ströme hochgespannter Energie durch Leib und Seele, sie beflügelten, sie erleuchteten, und für eine Weile hatte er das Gefühl, es würde nun alles gut werden, er würde alles besser anpacken, er würde zupacken, er würde sich durchsetzen, er würde zur Tat gelangen, sein Leben ausschöpfen, in neue Reiche vorstoßen - nur leider hatte er wieder nur in seiner Phantasie gemordet, war er der alte Keetenheuve geblieben, ein Träumer von des Gedanken Blässe angekränkelt. Er hatte seine Frau beerdigt. Und da er sich im bürgerlichen Leben nicht gefestigt fühlte, erschreckte ihn der Akt der Grablegung, so wie ihn auch Kindtaufen und Hochzeiten entsetzten und jedes Geschehen zwischen zwei Menschen, wenn die Öffentlichkeit daran teilnahm und gar noch die Ämter sich einmischten. Dieser Tod schmerzte ihn, er empfand tiefste Trauer, würgenden Kummer, als der Sarg in die Erde gesenkt wurde, das Liebste war ihm genommen, und wenn auch das Wort durch Millionen Trauerkarten glücklicher Erben entwertet war, ihm war das Liebste genommen, die Geliebte wurde verscharrt, und das Gefühl für immer für immer verloren ich werde sie nicht wiedersehen nicht im Himmel und auf Erden ich werde sie suchen und nicht finden das hätte ihn weinen lassen, aber er konnte hier nicht weinen, obwohl ihn nur Frau Wilms auf dem Friedhof beobachtete. Frau Wilms war seine Aufwartefrau. Sie überreichte Keetenheuve einen Strauß geknickter Astern aus dem Schrebergarten ihres Schwagers. Zur Hochzeit hatte Frau Wilms einen ähnlichen Strauß geknickter Astern gebracht. Damals sagte sie: "Sie sind ein schönes Paar!" Jetzt schwieg sie. Er war kein schöner Witwer. Immer fiel ihm Komisches ein. In der Schule hatte er, statt dem Lehrer zuzuhören, an Lächerliches gedacht, in den Ausschüssen, im Plenum sah er die würdigen Kollegen wie Clowns in der Manege agieren, und selbst in der Lebensgefahr war ihm das immer auch Groteske der Situation nicht entgangen. Witwer war ein komisches Wort, ein schaurig komisches Wort, ein etwas verstaubter Begriff aus einer geruhsameren Zeit. Keetenheuve entsann sich, als Kind einen Witwer gekannt zu haben, Herrn Possehl. Herr Possehl, Witwer, lebte noch in Eintracht mit einer geordneten Welt; die kleine Stadt respektierte ihn. Herr Possehl hatte sich eine Witwertracht zugelegt, einen steifen schwarzen Hut, einen Schwalbenschwanzrock, gestreifte Hosen und später eine immer etwas schmutzige weiße Weste, über die sich eine golde- ne Uhrkette spannte, an der ein Eberzahn hing; ein Symbol, daß das Tier besiegt sei. So war Herr Possehl, wenn er beim Bäcker Labahn sein Brot kaufte, eine lebendige Allegorie der Treue über den Tod hinaus, eine rührende und achtbare Gestalt der Verlassenheit. Keetenheuve war nicht achtbar, und er rührte auch niemand. Er besaß weder einen steifen noch einen gewöhnlichen Hut, und zur Beerdigung hatte er seinen windig modischen Trenchcoat angezogen. Das Wort Witwer, das Frau Wilms nicht gesprochen hatte, das ihm aber bei Frau Wilms' geknickten Astern eingefallen war, verfolgte und verbitterte ihn. Er war ein Ritter von der traurigen, er war ein Ritter von der komischen Gestalt. Er verließ den Friedhof, und seine Gedanken eilten seinem Verbrechen zu. Er handelte diesmal im Denken nicht intellektuell, er handelte instinktmäßig, wutgemäß, und Elke, die ihm stets vorgeworfen hatte, daß er nur in der Welt der Bücher lebe, Elke würde sich gefreut haben, wie geradewegs und folgerichtig er auf seine Tat zuging und dabei noch auf Sicherheit bedacht war, wie der Held eines Filmes. Er sah sich die Althändlergasse durchstreifen, sah sich in Kellern und Winkeln die Witwertracht kaufen. Er erstand die gestreifte Hose, den Schwalbenschwanzrock, die weiße Weste (schmutzig wie bei Herrn Possehl), den steifen würdigen Hut, eine goldene Uhrkette, und nur den Eberzahn vermochte er nicht aufzu treiben und so auch keinen Sieg über das Tier zu erringen. Im großen Kaufhof trug ihn die Rolltreppe in die Abteilung für Berufskleidung, und er erwarb einen weißen Mantel, wie ihn die Viehtreiber brauchen. Auf einem Holzplatz stahl er das Beil. Es war ganz einfach; die Zimmerleute vesperten, und er nahm das Beil aus einem Haufen Späne und ging langsam davon.


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