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am 16. März 2016
sehr gute Qualität, Produkt wie erwartet, sehr guter Service, auf jeden Fall würde ich das Produkt weiterempfehlen. xx xx xx
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TOP 1000 REZENSENTam 4. April 2014
Mit diesem Satz beginnt die Erzählung, ein vergnüglicher Beitrag zur Schlüsselliteratur, obwohl der Klappentext das strikt verneint. Auch wenn «Das Treffen in Telgte» nicht gerade zu den erfolgreichen Büchern von Günter Grass gehört, sagt das ja bekanntlich nichts über literarische Qualitäten aus. Schon das von ihm selbst gezeichnete Titelbild einer Hand, die eine Schreibfeder hält, weist treffend auf die Thematik hin, es geht um die Dichtkunst in Zeiten, als man dazu noch Federkiel und Tinte brauchte. Ein Jahr vor den sehnlich herbei gewünschten Friedensschlüssen von Münster und Osnabrück, die den Dreißigjährigen Krieg beenden werden, im Jahre 1647 also, lädt Simon Dach, ein Königsberger Dichter, eine Reihe von Kollegen zu einem Treffen ein, an dem auch einiger ihrer Verleger teilnehmen. Das Buch ist erklärtermaßen eine Hommage an Hans Werner Richter, Grass hat es dem Gründer und Spiritus Rector der Gruppe 47 gewidmet. Er selbst war ja ein prominentes Mitglied und hat mit einer Lesung aus «Die Blechtrommel» in diesem Kreis seinen künstlerischen Durchbruch erlebt, ihm wurde der «Preis der Gruppe 47» verliehen, ein literarischer Ritterschlag zu jener Zeit.

Kurzerhand lässt Grass in seiner humorigen Erzählung eine ähnliche Zusammenkunft einfach dreihundert Jahre früher stattfinden, als Vorläufer quasi, bei der sich eine erlauchte Schar von barocken Wortsetzern in Telgte trifft, ganz in der Nähe vom Ort der Friedensverhandlungen im westfälischen Münster. Ein Ausweichquartier, nachdem der ursprünglich geplante Tagungsort von den Schweden in Beschlag genommen ist. Christoffel Gelnhausen, rotbärtiger und blattergesichtiger Führer eines Kommandos kaiserlicher Reiter und Musketiere, bietet uneigennützig seine Dienste an und vertreibt mit einer frechen Lüge in einer Nacht- und Nebelaktion sämtliche im Gasthaus einquartierten Gäste.

Die folgenden Tage sind nun ausgefüllt mit Lesungen der mehr als zwanzig anwesenden Poeten, die ganz im Stil der Gruppe 47 in anschließenden Diskussionen die Texte bewerten. Erzählt wird all das von einem namenlos bleibenden Ich-Erzähler, der selbst nicht in das Geschehen eingreift, sich lediglich als Chronist eines wichtigen Ereignisses sieht. Ausgiebig wird von den besorgten Dichtern auch das politische Chaos jener Zeit diskutiert und die Verwüstungen ganzer Landstriche als Folge der jahrzehntelangen Kampfhandlungen beklagt. Trotzig sieht man Sprache und Literatur als über den weltlichen Niederungen stehende, autonome Instanz von bleibendem Wert, erhaben in ihrer geistigen Fülle, dem Zeitlauf im besten Fall auf ewig entrückt. Von dieser Warte aus will man einen gemeinsamen Friedensaufruf formulieren, was erst nach langwierigen redaktionellen Überarbeitungen gelingt.

Günter Grass hat seine herrliche Geschichte in einer geradezu barocken Sprache verfasst, die einerseits seine fundierten Kenntnisse der Literatur aus jener Zeit belegt, andererseits aber auch unübersehbar ironisch wirkt durch einen ausgeprägt rhetorischen Stil, der ohne direkte Rede auskommt. Insoweit ist diese Erzählung keine leichte Lektüre, vor allem dann, wenn zitiert wird in einem damals noch keinen Duden-Regeln unterworfenem «Teutsch». Im umfangreichen Anhang sind weitere Texte der versammelten Poeten abgedruckt, die ihrerseits Zeugnis davon abgeben, in welchen mundartlichen Färbungen die gedruckte deutsche Sprache zu jener Zeit verbreitet wurde. Wer auch nur ein bisschen Geduld aufbringt, sich da einzulesen, wird zusätzlich belohnt, kommt vielleicht sogar auf den Geschmack und liest der «Simplicissimus» von Grimmelshausen, den Grass als Christoffel Gelnhausen listenreich ebenfalls in seine sehr wohl verschlüsselte Geschichte eingebaut hat, in der man auch so manchen seiner Weggenossen wiedererkennen kann.
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am 18. Juli 2013
Hier lässt uns Grass auf humorige Art Teil haben an einem Treffen barocker Dichter, die die wenigsten von uns noch kennen, aber gleichzeitig persifliert er ein Treffen der Gruppe 47 damit und zeigt so die Ähnlichkeit der menschlichen und poetischen Probleme auf. Aber er macht auch Mut sich einmal mit diesen lang verblichenen Poeten zu befassen und etwas über die Entwicklung unserer Sprache zu lernen. Schön, wie schon damals über die Verhunzung unserer Sprache durch allerlei Kauderwelsch geklagt wurde, aber die Entwicklung rollt darüber hinweg. Ich habe das Buch mit Genuss gelesen.
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am 19. Mai 2015
Dieser erste Satz eines Gedichtes (An sich) von Paul Flemming (1609-1640) scheint mir als Motto für eine Vielzahl deutscher Barockdichter geeignet, die trotz der Schrecken des Dreißigjährigen Krieges, Not und Entbehrungen den Mut nicht verloren und entschlossen waren, mit Gottvertrauen ihr Schicksal zu meistern - einige ihrer Nachfolger haben sich in einem späteren Jahrhundert diesen Leitgedanke auch zu eigen gemacht.
Rund zwei Dutzend Autoren treffen sich in dieser Erzählung im Sommer 1647 zu einer mehrtägigen Debatte über die deutsche Sprache und Literatur. Man möchte sich austauschen, sich Auszüge aus den Werken anderer anhören, über Stilrichtungen diskutieren und vielleicht sogar eine gemeinsame Erklärung an die hohen Herren aufsetzen, denen es im nahen Münster und Osnabrück immer noch nicht gelungen ist, einen Friedensschluss zustande zu bringen.
Das ursprünglich als Treffpunkt vorgesehene Gasthaus ist von Soldaten besetzt, was gleich am Anfang zu Missstimmung führt, aber ein Ausweichquartier wird dank Hilfe des etwas zwielichtigen aber tüchtigen Christoffel Gelnhausen, Führer eines Söldnertrupps, gefunden. Es ist zwar nicht ganz das, was man sich erhofft hatte, erweist sich aber doch als annehmbare Bleibe - Not macht bescheiden. Der Stoffel, erstaunlich in Literatur bewandert und an der Diskussion interessiert, erweist sich überhaupt als Gönner der Autoren und versteht es, ihnen nach anfänglich karger Kost ein vergleichsweise köstliches Mahl zu schaffen, das manche zwar bedenklich stimmt (wo kommt das alles her, wurde es rechtmäßig erworben?), aber dann von fast allen genossen wird, die des Stoffels Erklärungen dazu akzeptierten. Der Jammer ist groß als sich herausstellt, dass der Stoffel nicht nur gelogen, sondern auch geraubt und geplündert hat, wobei es eben auch ein paar Tote gab.
Es geht um Moral und Schuld, um Täter und Opfer, die Frage, wie man mit einem Täter umgehen soll, der auch Opfer ist (die Vorgeschichte des Stoffel macht klar, dass er lernen musste, sich zu behaupten), ob man selbst, wenn man, ohne es zu wissen, aus der bösen Tat eines anderen einen Nutzen zieht, zum Mittäter wird, oder doch wenigstens Mitläufer - wo liegt die Grenze zwischen Unschuld und Schuld? Durfte man sich mit der Erklärung des Stoffels zur Herkunft der guten Dinge zufrieden geben - auch wenn sie nicht sehr glaubwürdig klang - oder hätte man weiter nachfragen, nachforschen müssen? Ist Taub- und Blindstellen ein Vergehen? In wieweit müssen sich Schriftsteller der Realität stellen oder dürfen sich hinter ihrer Kunst verschanzen? Sie geben kein allzu imposantes Bild ab, die Herren Schriftsteller, finden gerne Entschuldigungen für sich und andere, sind sich ihrer eigenen Machtlosigkeit bewusst aber „wollen ... mit Hilfe der Poesie mächtig zukünftig sein und ihr Ansehen der Ewigkeit versichern.“
Ein Treffen in Telgte gab es nicht, aber die Widmung des Buches an Hans Werner Richter, der die Treffen der Gruppe 47 initiierte und leitete, macht deutlich, dass Grass hier die Fragen, die deutsche Autoren nach den Schrecken der Nazizeit bewegten, Vorgängern in den Mund legte und die Auseinandersetzung so literarisch zu bewältigen versuchte. Hat er damit auch versucht, sich und sein Verhalten (Mitgliedschaft in der Waffen-SS) zu entschuldigen, oder ist das Buch einfach nur eine Hommage an Richter, verbunden mit dem leisen Bedauern, dass die Tagungen 1967 endeten? Im Roman gehen die Autoren auseinander, ohne letztendlich ihren Friedensappell abgeschickt zu haben - ein Eingeständnis des Unvermögenst der Schriftsteller, die Realität zu beeinflussen?
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am 6. September 1999
Nach dem Ende des allzerstörenden Krieges treffen sich deutsche Dichter, uneins ob oder was für Literatur man angesichts des Schreckens machen kann, selbst gezeichnet von der großen Katastrophe. Das war die Situation der Gruppe '47. Dreihundert Jahre früher, 1647, war der Dreißigjährige Krieg 29 Jahre alt, Deutschland eine Wüste, die Dichter Chronisten des Unfaßbaren ("vnd wo wir hin nur schawn / Ist fewer, pest vnd todt / der hertz vndt geist durchfehret"). In dieser Situation siedelt Grass ein fiktives Treffen an: Literaten aller Richtungen diskutieren über den Krieg. Seiner Vorliebe für alles reich-barocke und natürlich für alles kulinarische freien Lauf lassend, tragen sich viele handfeste Geschichtchen zu in jenem Telgte, das als Treffpunkt auderkoren wurde. Reichlich Grillabende gibt es, Techtelmechtel mit Mägden, einen Brand und natürlich zahllose politische, literarische und religiöse Diskussionen zwischen den Autoren. Diese sind, zumindest zum Großteil, authentisch: Andreas Gryphius ist da, Simon Dach, Martin Opitz und Johann Michael Moscherosch. Und auch die Gespräche könnten so so oder ähnlich zugetragen haben - damals, und, mit nur geringen Änderungen, dreihundert Jahre später. Immer wieder schimmert diese Allegorie durch, aber nie wirkt sie aufgesetzt oder gezwungen. Das Buch ist ein lebendiges (und sehr kenntnisreiches!) Buch über den Barock und zeitlose Konflikte der Literatur. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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am 12. Juli 2007
auch mir wurde in der Schule so manche Lektüre verleidet und ich habe ca. 20 Jahre gebraucht, um mich wieder an Schiller zu wagen! Aber dennoch: Bitte nicht aus der Schulerfahrung über Bücher urteilen. Grass ist ein unvergleichbarer Sprachmeister, der im Treffen von Telgte sein Wissen um die Barockdichter (Grimmelshausen ist einer seiner Lieblingsautoren) geschickt nutzt, um die Treffen der Gruppe 47 auf einer Metaebene zu beschreiben. Das Buch erschließt sich eigentlich erst zu vollem Genuss, wenn man die Hintergründe und die einzelnen Barockdichter wirklich kennt. Das leistet zum Beispiel das zugehörige Reclam-Heft über die Materialen. Ich habe mir seinerzeit beide Bücher gleichzeitig gekauft und die Lektüre hat Riesenspaß gemacht.
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am 27. Juli 2016
"Riverrun, past Eve and Adam's, from swerve of shore to bend of bay, brings us by a commodius vicus of recirculation back to Howth Castle and Environs" - gleich der erste Satz von FINNEGANS WAKE nimmt Bezug auf Giambattista Vico, geboren 20 Jahre nach Beendigung des 30-jährigen Krieges im Jahr 1648. Vico gilt unter anderem auch als Begründer der Kulturwissenschaft und propagierte die Vorstellung, dass Geschichte zyklisch verläuft.
Und diese Vorstellung ist es auch, mit der Grass DAS TREFFEN IN TELGTE eröffnet:

"Gestern wird sein, was morgen gewesen ist. Unsere Geschichten von heute müssen sich nicht jetzt zugetragen haben. Diese fing vor mehr als dreihundert Jahren an. Andere Geschichten auch. So lang rührt jede Geschichte her, die in Deutschland handelt."

Gewidmet hat Grass das TREFFEN dem Begründer der Gruppe 47, Hans Werner Richter, zu dessen 70 Geburtstag. Und so, wie Richter nach dem Krieg Schriftsteller einlud zum Lesetreffen, die über ganz Deutschland verteilt lebten, so lädt im TREFFEN Simon Dach ein Jahr vor Ende des Krieges die weit versprengte Schar der Barockdichter nach Telgte. Und wie sehr ähneln sich die organisatorischen Probleme: Wo unterkommen, wie die Mäuler der hungrigen Truppe stopfen; wie den Frieden innerhalb der Autorengruppe wahren, in der es forciert durch das Zeitgeschehen unterschiedlichste politische und ästhetische Vorstellungen gibt?
Das TREFFEN ist eine liebevolle Hommage an Hans Werner Richter und erinnerte die Leser bei Erscheinen im Jahr 1979 daran, dass der Beginn der Nachkriegsliteratur nicht auf Rosen gebettet war. Richter hatte Großes geleistet, um die bedeutende Gruppe 47, in deren Nachfolge später der Bachmann-Wettbewerb und der Döblin Preis entstanden, zu gründen und zu erhalten. Wie Richter muss auch Dach die geladenen Dichter zur politischen Mässigung aufrufen, damit der Kreis nicht gesprengt wird: "Dach sah das alles ein. Als aber Rist und Moscherosch ihn bewegen wollten, anfangs ein Manifest verlesen zu lassen, welches die beiden (...) als Friedensappell der deutschen Dichter an ihre Fürsten richten wollten, war der Kneiphöfische Magister um den Halt seiner literarischen Familie besorgt. "Später, Kinder!" rief er. "Später! (...)". Wie die Gruppe 47 später dann doch an unüberbrückbaren politischen und ästhetischen Differenzen zerbricht, läßt sich wunderbar nachlesen in Jörg Magenaus Buch PRINCETON 66: DiIE ABENTEUERLICHE REISE DER GRUPPE 47.
Die Idee der Werkstattlesung, auch des "elektrischen Stuhls", auf dem der Autor sich der Kritik zu stellen hat, versetzt Grass nun also 300 Jahre zurück in eine Zeit, in der das spätere Europa nicht weniger als 1947 durch einen gigantischen Hegemonial- und Glaubenskrieg verheert und verwüstet war. Die Parallelen sind unverkennbar und reichen bis zu bei den Lesungen anwesenden Verlegern. Aber das TREFFEN ist mehr als eine tiefe Verbeugung vor Hans Werner Richter, es ist auch eine Darstellung der komplexen politischen Situation 1647 und eine kleine Literaturgeschichte der Barockdichter deutscher Zunge. Sehr passend hat Luchterhand seinerzeit 43 Barockgedichte als Anhang der Erzählung zugegeben.

Erzählt wird das TREFFEN mit der unverwechselbaren Sprachmächtigkeit, die Günter Grass eigen ist, barock, opulent, vor allem sehr musikalisch. Liest man die Sätze laut, hört man sofort Grass Stimme, seine Betonung. Es gibt sie, die Autoren, die die besten Leser ihrer Texte sind, dazu zähle ich neben Thomas Mann auch Günter Grass.
(Bemerkung am Rande: Der Zufall, dass ich gerade jetzt, wo Europa von Terrorwellen erschüttert wird, das TREFFEN noch einmal lese, ruft auf sehr beunruhigende Weise die eingangs erwähnte Vorstellung ins Gedächtnis, dass Geschichte zyklisch verläuft)

Warum hat mich das TREFFEN trotz all der unleugbaren Vorzüge nicht so mitgerissen, wie es hätte sein sollen? Das liegt vermutlich vor allem an mir: Ich hätte mir bessere Kenntnisse über den 30-jährigen Krieg gewünscht, auch über die Barockdichter. Viele kleine - und nicht nur die -, feine Anspielungen und Bezüge sind mir verborgen geblieben; an deren Stelle trat eine enervierende Häufung von Namen, die sich allzu oft wiederholte.
Die Differenzen und unterschiedlichen Anschauungen der Dichter des Barock, was der rechte Glaube sei und wie Gott am angemessensten zu huldigen wäre, haben für mich keine große Relevanz (schaut man allerdings in Richtung Türkei und weiter, muss man schon wieder an Vico denken). Da diese Diskussionen aber immer wieder aufgegriffen werden, habe ich das TREFFEN trotz seiner Kürze über mehrere Passagen hinweg als langatmig erlebt.

Im Fazit ist das TREFFEN IN TELGTE ein lesenswertes Buch, lange nicht das beste von Günter Grass, lange nicht das schlechteste.
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am 3. Juli 2016
Man muss wohl einen Nobelpreis gewonnen haben, um so etwas schreiben zu dürfen - und auch noch gelesen zu werden.
Mir selbst wurde gesagt: Viel zu viele Personen am Anfang - und riet mir zu reduzieren, zu erklären und vorzustellen. Gut, danke für den Rat; ich hab's dann geändert. Erstaunt war ich aber dann, als ich "Das Treffen in Telgte" aufschlug. Was macht da der Günter Grass? Er fährt ein Staffage auf wie sie im 30. jährigen Krieg an Zahl wohl kaum gestorben sein dürfte; und - das Beste ist, er gibt sich noch nicht einmal die Mühe sie, die Staffage, vorzustellen. Als wenn es nicht schon schwer genug wäre, dem gepriesenen Wortakrobaten in seiner Erzählung inhaltlich zu folgen. Nach Seite 47 oder bei Kapitel 7 habe ich dann "Das Treffen in Telgte" oder auch das ketten gleiche Wortgeschwurbel zugeklappt. Basta! Schade, denn "mir zur Hand", eine grasssche Formulierung, die sich des öfteren bei ihm, z.B. in beim Zwiebelhäuten oder auch hier findet, ist wartend "Ein weites Feld". Ob ich mir das antue?
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am 13. April 2015
Meiner Meinung nach ist "Das Treffen in Telgte" das beste Werk von Günter Grass. Die Sprache, die Grass hier platziert, ist so eigenständig und umwerfend, diese Sprache wird auch nach seinem Tod bleibt.
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am 27. Mai 2015
Eine Erzählung die noch lange nach wirkt. Die man immer wieder zur Hand nehmen wird. Sie vermittelt Einblicke in die Zeit des 30 Jährigen Krieges und zieht parallelen zu unserer Zeit
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