Shop now Shop now Shop now Shop now Shop now Öle & Betriebsstoffe für Ihr Auto Jetzt informieren PR CR0917 Cloud Drive Photos Learn More Mehr dazu Hier klicken HI_PROJECT Mehr dazu Hier Klicken Shop Kindle AmazonMusicUnlimited AmazonMusicUnlimited BundesligaLive longSSs17

Kundenrezensionen

4,3 von 5 Sternen
4
4,3 von 5 Sternen
Das Tor des Verderbens (suhrkamp taschenbuch)
Format: Taschenbuch|Ändern
Preis:7,50 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime

am 8. Mai 2014
Schon einiges wurde über diesen 1945 erstmals im weltberühmten Spezialverlag ARKHAM HOUSE veröffentlichten Roman geschrieben - und das Fazit muss wohl lauten, dass die ernsthafte Lovecraft-Exegese mit diesem Buch nicht warm werden will.

Der Roman, bestehend aus drei längeren Erzählungen, gilt als erzählerisch schwach, der Mythos als verwässert, der 'cosmic horror' mehr Hilfskonstrukt als Blaupause. Dies mag alles sein, ergibt sich aber im wesentlichen aus der extrem hoch angelegten Messlatte: Lovecraft selbst ist der Maßstab, da kann ein zwar solider und fleißiger, aber eben doch eher mittelmäßiger Regionalautor wie Derleth nur verlieren.
Natürlich, Lovecrafts Name befindet sich ebenfalls auf dem Titel, sogar an erster Stelle... Nun ja, die Lovecraft-Forschung hat inzwischen mehr oder minder eindeutig nachgewiesen, dass lediglich ein kurzes, im Buch knapp eine Seite einnehmendes Fragment aus einem Brief Lovecrafts stammt - der Rest ist reiner Derleth, Lovecrafts Namensnennung war also schon immer ein reines Marketingtool.

Lovecraft hin oder her - DAS TOR DES VERDERBENS (engl. THE LURKER AT THE THRESHOLD) ist einer der besten Spukhaus-Romane überhaupt; spannend und unheimlich, gespickt mit Zitaten aus imaginären Büchern, Tagebuchauszügen und Briefen, abwechslungsreich und auf anheimelnde Art altmodisch, erzähltechnisch nur auf den ersten Blick einfach, auf jeden Fall beste Horror-Unterhaltung.
Natürlich kann man vom Ochsen nur Rindfleisch verlangen, ein Lovecraft ist das hier nicht und wird es auch niemals werden - aber das Ergebnis ist auf jeden Fall respektabel und steht für hohen Lesegenuss.

Für mich selbst war dieses Buch übrigens vor mehr als 30 Jahren, damals noch unter dem Titel DAS GRAUEN VOR DER TÜR (Bastei-Lübbe) die erste Berührung mit dem Cthulhu-Mythos überhaupt. Ich habe es seither sicher zehnmal gelesen und warte, wenn schon nicht auf eine angemessene Verfilmung, dann doch mindestens auf eine Hörspiel-Version (ein Tipp für Titanias Gruselkabinett-Serie) und auf eine Adaption als Graphic Novel.
0Kommentar| 4 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 14. Dezember 1999
Ende der 70er Jahre erschien in der unscheinbaren HORROR-BIBLIOTHEK des Bastei-Lübbe Verlags August Derleths Roman THE LURKER AT THE THRESHOLD erstmals in einer deutschen Übersetzung - unter dem Titel DAS GRAUEN VOR DER TÜR. Seit einigen Jahren liegt in Suhrkamps herausragender Reihe PHANTASTISCHE BIBLIOTHEK die Neuübersetzung als DAS TOR DES VERDERBENS vor - vielleicht soll diese nicht ganz so trashige Version größere Leserschichten für das Buch interessieren. Es handelt sich um eine jener berühmt-berüchtigten 'posthumen' Kollaborationen zwischen Lovecraft und seinem Freund, Kollegen und Verleger August Derleth - weniger prätentiös ausgedrückt: Derleth hat sich von einem sehr kurzen Fragment Lovecrafts zu einem Roman anregen lassen, der im weiteren Umfeld des CTHULHU-Mythos siedelt. Auf diese Weise ist ein zwar sehr konventioneller, aber dennoch geradezu 'gruselig-gemütlicher' Roman entstanden, mit dessen Hilfe sich lange Winterabende trefflich verkürzen lassen. Die Geschichte ist schnell zusammengefasst: Ambrose Dewart, Privatier aus England, kehrt in das Land seiner Vorfahren und damit in ein altes Herrenhaus, gelegen in einem unheimlichen Wald zwischen Arkham und Dunwich, zurück. Nach diversen Instandsetzungsarbeiten macht Dewart sich daran, Grundstück und Bibliothek des Hauses zu durchstöbern - und entdeckt sowohl einen Steinturm, der sich im fortgeschrittenen Satdium des Zerfalls befindet, als auch zahllose alte und mysteriöse Bücher und Papiere - unter ihnen Fragmente des legendären NECRONOMICON. Dewarts Vorfahren Alijah und Richard waren offenbar eigenartigen und schwarzmagischen Kulten zugeneigt - und je intensiver Dewart sich mit den Studien seiner Vorfahren beschäftigt, desto deutlicher werden die Anzeichen einer beginnenden Persönlichkeitsspaltung. Dewart ruft seinen Cousin Stephen Bates zu Hilfe, der sich ebenfalls in die unheilvollen Legenden, die sich um das Haus ranken, einarbeitet. Allerdings ist Bates von den beunruhigenden Geschichten weniger fasziniert als abgestoßen. Um Abstand zu gewinnen, verbringen Bates und Dewart die Wintermonate in Boston und kehren erst im Frühjahr in Dewarts Haus zurück. Jetzt ergreift 'das Böse' schlagartig Besitz von Dewart. Die Ereignisse beginnen sich zu überstürzen, rätselhafte Morde geschehen, Bates entkommt dem Höllentreiben mit knapper Not - DIE GROSSEN ALTEN erwachen zu neuen grauenhaften Taten... DAS TOR DES VERDERBENS erzählt eine Geschichte, die Lovecraft-Leser nicht sonderlich überraschen wird - die aber immerhin zu den besseren Arbeiten 'inspired by HPL' gehört.
0Kommentar| 14 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 27. August 2001
Im Vergleich zu 'Die dunkle Bruderschaft' bietet 'Tor des Verderbens' wesentlich gelungeneres Lovecraft-Ambiente und gehört wahrscheinlich zu den besten Nachahmungen. Derleth versteht es sehr gut, die anspruchsvolle längere Erzählung langsam auf ihren Höhepunkt zustreben zu lassen. Immer nur andeutungs- und happenweise wird einem das Puzzle zur Auflösung der Geschichte serviert. Derleth weiss Lovecrafts typische Ahnenstories (Urgrossvater, der sich mit ketzerischen Dingen befasste und dessen Geist sich scheinbar in einer seiner Nachkommen inkarniert) geschickt zu varieren. Der fünfte Stern hat Derleth nur knapp verfehlt, weil er nicht wirklich neue Ideen reingebracht hat (aber vielleicht ist dies ja gar nicht nötig). Also - für Lovecraft-Fans unbedingt empfehlenswert!
0Kommentar| 10 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 22. Februar 2016
Habe schon einige Lovecraft-Geschichten gelesen. Dies hier steht für mich in einer Reihe mit "Berge des Wahnsinns".
Durch unterschiedliche Erzählperspektiven die chronologisch aufbauend angeordnet sind wird die Geschichte auf einem sehr guten Spannungslevel gehalten. Gleichzeitig wird durch den letzten Teil quasi eine Einführung in die Grundlagen des Cthulhu-Mythos gegeben. Insofern ist diese Geschichte auch für Einsteiger geeignet.
Weit weg vom gegenwärtigen 08/15-Fantasy-Horror-Geschreibe.
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden



Brauchen Sie weitere HilfeHier klicken