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Das Tor des Verderbens (suhrkamp taschenbuch) Taschenbuch – 27. Februar 1994

4.3 von 5 Sternen 4 Kundenrezensionen

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Produktinformation

Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Howard Phillips Lovecraft wurde am 20. August 1890 in Providence, Rhode Island geboren und starb am 15. März 1937 ebenda. Im Alter von acht Jahren verlor er seinen Vater. Er wurde fortan hauptsächlich von seiner Mutter, seinem Großvater und zwei Tanten aufgezogen und zeigte bereits früh literarische Begabung. Als Kleinkind lernte er Gedichte auswendig und begann im Alter von sechs Jahren, eigene Gedichte zu schreiben. Sein Großvater unterstützte diese Neigung und erzählte ihm selbsterfundene Horrorgeschichten. 1914 wurde Lovecraft Mitglied einer Vereinigung von amerikanischen Hobbyautoren, deren Ziel es war, durch Kongresse den Austausch unter den Autoren zu fördern. Dieser Austausch mit Gleichgesinnten verlieh Lovecraft neuen Schwung: Die Kurzgeschichten The Tomb und Dagon erstanden in dieser Zeit. 1924 heiratete Lovecraft die sieben Jahre ältere jüdische Ukrainerin Sonia Greene. Einige Jahre später einigten sich die getrennt lebenden Sonia Greene und Lovecraft auf eine einvernehmliche Scheidung, die jedoch nie rechtswirksam vollzogen wurde. Lovecraft kehrte zurück nach Providence und lebte dort wieder mit seinen Tanten. Dieser letzte Abschnitt seines Lebens war der produktivste. Nahezu sämtliche seiner bekannten Erzählungen, wie Der Fall Charles Dexter Ward oder Berge des Wahnsinns stammen aus dieser Zeit. 1936 wurde bei Lovecraft Darmkrebs diagnostiziert. Bis zu seinem Tode ein Jahr später litt er an ständigen Schmerzen und Unterernährung.


Kundenrezensionen

4.3 von 5 Sternen
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Top-Kundenrezensionen

Von Ein Kunde am 14. Dezember 1999
Format: Taschenbuch
Ende der 70er Jahre erschien in der unscheinbaren HORROR-BIBLIOTHEK des Bastei-Lübbe Verlags August Derleths Roman THE LURKER AT THE THRESHOLD erstmals in einer deutschen Übersetzung - unter dem Titel DAS GRAUEN VOR DER TÜR. Seit einigen Jahren liegt in Suhrkamps herausragender Reihe PHANTASTISCHE BIBLIOTHEK die Neuübersetzung als DAS TOR DES VERDERBENS vor - vielleicht soll diese nicht ganz so trashige Version größere Leserschichten für das Buch interessieren. Es handelt sich um eine jener berühmt-berüchtigten 'posthumen' Kollaborationen zwischen Lovecraft und seinem Freund, Kollegen und Verleger August Derleth - weniger prätentiös ausgedrückt: Derleth hat sich von einem sehr kurzen Fragment Lovecrafts zu einem Roman anregen lassen, der im weiteren Umfeld des CTHULHU-Mythos siedelt. Auf diese Weise ist ein zwar sehr konventioneller, aber dennoch geradezu 'gruselig-gemütlicher' Roman entstanden, mit dessen Hilfe sich lange Winterabende trefflich verkürzen lassen. Die Geschichte ist schnell zusammengefasst: Ambrose Dewart, Privatier aus England, kehrt in das Land seiner Vorfahren und damit in ein altes Herrenhaus, gelegen in einem unheimlichen Wald zwischen Arkham und Dunwich, zurück. Nach diversen Instandsetzungsarbeiten macht Dewart sich daran, Grundstück und Bibliothek des Hauses zu durchstöbern - und entdeckt sowohl einen Steinturm, der sich im fortgeschrittenen Satdium des Zerfalls befindet, als auch zahllose alte und mysteriöse Bücher und Papiere - unter ihnen Fragmente des legendären NECRONOMICON.Lesen Sie weiter... ›
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Von Ein Kunde am 27. August 2001
Format: Taschenbuch
Im Vergleich zu 'Die dunkle Bruderschaft' bietet 'Tor des Verderbens' wesentlich gelungeneres Lovecraft-Ambiente und gehört wahrscheinlich zu den besten Nachahmungen. Derleth versteht es sehr gut, die anspruchsvolle längere Erzählung langsam auf ihren Höhepunkt zustreben zu lassen. Immer nur andeutungs- und happenweise wird einem das Puzzle zur Auflösung der Geschichte serviert. Derleth weiss Lovecrafts typische Ahnenstories (Urgrossvater, der sich mit ketzerischen Dingen befasste und dessen Geist sich scheinbar in einer seiner Nachkommen inkarniert) geschickt zu varieren. Der fünfte Stern hat Derleth nur knapp verfehlt, weil er nicht wirklich neue Ideen reingebracht hat (aber vielleicht ist dies ja gar nicht nötig). Also - für Lovecraft-Fans unbedingt empfehlenswert!
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Von R. Wenzl am 22. Februar 2016
Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
Habe schon einige Lovecraft-Geschichten gelesen. Dies hier steht für mich in einer Reihe mit "Berge des Wahnsinns".
Durch unterschiedliche Erzählperspektiven die chronologisch aufbauend angeordnet sind wird die Geschichte auf einem sehr guten Spannungslevel gehalten. Gleichzeitig wird durch den letzten Teil quasi eine Einführung in die Grundlagen des Cthulhu-Mythos gegeben. Insofern ist diese Geschichte auch für Einsteiger geeignet.
Weit weg vom gegenwärtigen 08/15-Fantasy-Horror-Geschreibe.
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Format: Taschenbuch
Schon einiges wurde über diesen 1945 erstmals im weltberühmten Spezialverlag ARKHAM HOUSE veröffentlichten Roman geschrieben - und das Fazit muss wohl lauten, dass die ernsthafte Lovecraft-Exegese mit diesem Buch nicht warm werden will.

Der Roman, bestehend aus drei längeren Erzählungen, gilt als erzählerisch schwach, der Mythos als verwässert, der 'cosmic horror' mehr Hilfskonstrukt als Blaupause. Dies mag alles sein, ergibt sich aber im wesentlichen aus der extrem hoch angelegten Messlatte: Lovecraft selbst ist der Maßstab, da kann ein zwar solider und fleißiger, aber eben doch eher mittelmäßiger Regionalautor wie Derleth nur verlieren.
Natürlich, Lovecrafts Name befindet sich ebenfalls auf dem Titel, sogar an erster Stelle... Nun ja, die Lovecraft-Forschung hat inzwischen mehr oder minder eindeutig nachgewiesen, dass lediglich ein kurzes, im Buch knapp eine Seite einnehmendes Fragment aus einem Brief Lovecrafts stammt - der Rest ist reiner Derleth, Lovecrafts Namensnennung war also schon immer ein reines Marketingtool.

Lovecraft hin oder her - DAS TOR DES VERDERBENS (engl. THE LURKER AT THE THRESHOLD) ist einer der besten Spukhaus-Romane überhaupt; spannend und unheimlich, gespickt mit Zitaten aus imaginären Büchern, Tagebuchauszügen und Briefen, abwechslungsreich und auf anheimelnde Art altmodisch, erzähltechnisch nur auf den ersten Blick einfach, auf jeden Fall beste Horror-Unterhaltung.
Natürlich kann man vom Ochsen nur Rindfleisch verlangen, ein Lovecraft ist das hier nicht und wird es auch niemals werden - aber das Ergebnis ist auf jeden Fall respektabel und steht für hohen Lesegenuss.
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