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Das Spiel Broschiert

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Spielen ist eine Kombination aus Glück und Verstand, die es den Mitspielern erlaubt, sich in eine vorteilhafte Position zu bringen, was im Regelfall wiederum auf Kosten der anderen Teilnehmer geschieht. Wie sehr dieses einfache Prinzip unser ganzes Sein bestimmt, davon ist in diesem ungewöhnlichen Buch des Chemikers und Nobelpreisträgers Manfred Eigen und seiner Mitarbeiterin Ruthild Winkler die Rede. Dabei schlagen sie einen Bogen von den Gesetzen der Naturwissenschaften über die Prinzipien wirtschaftlicher Zusammenhänge bis hin zu den Regeln von Sprache und Musik.

Definiert man Spiel als ein Regelwerk aus Strategie und Zufall, so trifft dies auch auf die Evolution zu. "Das Spielprinzip der Evolution ist Naturgesetz" schreiben die Autoren und sie meinen damit die natürliche Selektion als Antrieb für evolutionären Fortschritt. Glück, Pech, Zufall und Wunder bekommen in diesem globalen Spiel einen festen Platz. Dabei werden die Karten zwar ständig neu gemischt, dennoch sind mathematische Regeln und Logik die Grundlage des Spiels. Immer wieder räumen die Autoren der Diskussion der Spielregeln einen großen Raum ein. Philosophen und Theologen kommen genauso zu Wort, wie Physiker und Biologen. Diese überaus komplexen Zusammenhänge kann der Leser spielend erlernen, denn das Buch wird durchzogen von Spielen, die mit einfachen Regeln nachgespielt werden können, und die in anschaulicher Weise verdeutlichen, wie sich das Konzept der Spieltheorie auf die Prozesse im Mikro- und Makrokosmos übertragen lassen.

Das überaus packende und umfangreiche Werk ist für all diejenigen gedacht, die -- inmitten des großen Spiels -- die Spielregeln beherrschen wollen und dem Zufall wenigstens hin und wieder ein Schnäppchen schlagen wollen. --J. Schüring


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Top-Kundenrezensionen

Dieses Buch des Chemikers und Nobelpreisträgers Manfred Eigen und seiner Mitarbeiterin Ruthild Winkler beschäftigt sich einerseits mit grundlegenden Fragen der Spieltheorie, andererseits nimmt die Interpretation der Resultate auf Prozesse im Mikro- und Makrokosmos einen breiten Raum ein.

Im Mittelpunkt des Ganzen stehen Spielregeln und Zufall, oder wie wir ihn beim Spielen je nach eigener Lage benennen "Glück" und "Pech".

Durch die Definition des Spiels als Regelwerk aus Strategie und Zufall tut sich sofort die Parallele zur Evolution auf, oder wie die Autoren schreiben: "Das Spielprinzip der Evolution ist Naturgesetz". Sie widmen sich aber nicht nur in anschaulicher weise den Grundlagen der Spieltheorie und den Gesetzen der Naturwissenschaften wie Biologie und Chemie, sondern spannen den Bogen bis hin zu wirtschaftlicher Zusammenhängen und Regeln von Sprache und Musik.

Die Komplexität der Sachverhalte wird an Beispielen aus der Spieltheorie erläutert und damit für denjenigen, der sich die Zeit nimmt, diesen Beispielen in die Tiefe zu folgen, sehr gut verständlich aufbereitet.
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Das Buch ist an vielen Stellen sehr weitschweifig formuliert. Den meisten Abschnitten fehlt es an einer klaren Aussage oder wenigstens einer Zusammenfassung der erzielten Ergebnisse.

Die verschiedenen Spiele werden zum Teil sehr ausführlich dargestellt, ohne dass dabei ausreichend herausgestellt wird, was sie genau demonstrieren sollen. Dies machte die Lektüre ausgesprochen ermüdend.

Mitunter schienen mir manche Aussagen auch problematisch zu sein. Beispielsweise behaupten die beiden Autoren, dass die natürliche Selektion experimentell bewiesen worden wäre. Andere Autoren stellen demgegenüber klar, dass die dabei verwendeten Populationen über einen integrierten Automatismus zur Selbstreproduktion verfügen. Davon kann aber in der Natur nicht generell ausgegangen werden, bei höheren Tierarten wie dem Menschen sowieso nicht.

Das Buch ist unter anderem eine Auseinandersetzung mit den Thesen Jacques Monods, der in Zufall und Notwendigkeit. Philosophische Fragen der modernen Biologie. die Menschheit als reines Zufallsprodukt in der Weite des Universums sah. Diese Teile sind durchaus lesenswert. Angenehm ist auch, dass sich Eigen und Winkler auf keine religiösen Auseinandersetzungen einlassen, sondern davon ausgehen, dass die Gott- und Glaubensfrage von den Naturwissenschaften nicht entschieden werden kann.

Schließlich äußern sich die Autoren zu allerlei gesellschaftlichen Problemen, z. B. der zukünftigen Energieversorgung. Hier erfolgt ein klares Plädoyer für den Ausbau der Kernenergie und Investitionen in die Kernfusionstechnik.
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Wie Unzählige vor ihm spricht der Autor und Nobelpreisträger hier aus der Sicht der Molekularbiologie eine der Grundfragen allen Seins überhaupt an: ob es nämlich dem Zufall oder der Notwendigkeit entsprungen sei. Nachdem die Menschheit spätestens seit Darwin die Rolle des Zufalls in die Beschreibung und Darstellung ihrer eigenen Entstehungs-und Entwicklungsbedingungen hat integrieren müssen, wird in diesem sehr anschaulich geschriebenen Buch das Weltbild eines großen Naturwissenschaftlers sichtbar, dem es im Kern um den Nachweis der unabänderlichen Koexistenz von Zufall und Notwendigkeit im Weltgeschehen geht. Hochkomplexe Sachverhalte werden über weite Strecken "spielerisch" anhand von manchmal etwas zu ausgedehnten Beispielen aus der Spieltheorie verständlich erläutert und im Interesse eines grundsätzlich offenen undogmatischen Weltbildes dargestellt. Dies zeigt auch die von großem Respekt getragene Auseinandersetzung mit den Thesen Jacques Monods, der in "Zufall und Notwendigkeit" die Menschheit als reines Zufallsprodukt in ihrer totalen Verlassenheit an den "Rand des Universums" gestellt hatte. Vor diesem Hintergrund überrascht es dann auch nicht, wenn Eigen äußerst bescheiden in der Tradition der wirklich großen Naturwissenschaftler und im Bewußtsein der schnell erreichten Grenzen menschlicher Erkenntnis eher beiläufig einfließen lässt, dass von der Naturwissenschaft weder Gottesbeweise noch Plädoyers für die Verabschiedung des Glaubens erwartet werden dürften.Lesen Sie weiter... ›
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It's necessary to be opposite the side of the error in thought that macroscopic law can arise statistically, via the law of large numbers, from total microscopic lawlessness. As an example, one cannot obtain a Gaussian as approximation to data without assuming equal probabilities for basic step sizes in an underlying discrete random walk. The constant equal probabilites describe, crudely, an underlying dynamic invariance that permits one to apply the notion of randomness. Given other probabilities for step sizes, one does not obtain a Gaussian at all, as in market data for stocks, bonds and foreign exchange. There, position-dependent step probabilities give rise macroscopically to an exponential distribution, which in no way violates the law of large numbers because the underlying dynamic invariance is different. Another point: the idea of equlibrium, or near-equilibrium, cannot be used to describe real market data correctly.
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