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Das Schloss: Roman Taschenbuch – 2003

4.1 von 5 Sternen 81 Kundenrezensionen

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Produktinformation

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

Grauen und ein Lachen zugleich im Leser erwecken."
(Ludwig Winder, in "Bohemia", Januar 1927) -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe.

Rezension

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

Das Schloss
OA 1926 Form Roman Epoche Moderne
Das letzte, von Januar bis September 1922 entstandene Romanfragment von Franz Kafka greift das in Der Prozess entworfene Thema der unendlichen, letztlich scheiternden Suche des Individuums nach Erkenntnis auf. In Form einer Parabel auf die Existenzsituation des Menschen der Moderne schildert Kafka, wie eine anonyme Macht – das Schloss – die Sehnsucht des Menschen nach Wahrheit und Sinn manipuliert, den Suchenden bannt, unterdrückt und vernichtet.
Inhalt: In einer Winternacht gelangt der Landvermesser K. in ein Dorf, das von einem mysteriösen Schloss und dessen »Beamten« beherrscht wird. Erfolglos versucht K. während der kommenden sieben Tage ins Schloss vorzudringen. Hilfe erhofft er sich von den Dorfbewohnern, obskure und tragische Gestalten, die K. in undurchschaubare Ereignisse verstricken, deren widersprüchliche Hinweise er aber nicht zu entschlüsseln vermag. K. konzentriert seine eigennützigen, irrationalen Anstrengungen alsbald auf den Schlossbeamten Klamm: Er verführt dessen Geliebte, dringt nachts in Klamms Kutsche ein und berauscht sich am Cognac des Beamten. Als diese Provokation der autoritären Instanz scheitert, schließt sich K. einem Schlossboten an, dessen Familie im Dorf geächtet wird, seitdem sich die Schwester einem Beamten verweigert hat. Die Ereignisse überstürzen sich, als K. zu einem »Verhör« bestellt wird: Klamms Geliebte, die vom Besuch bei der verfemten Familie erfahren hat, trennt sich von K.; während ein Sekretär dem entkräfteten K. versichert, dass das Amt seine Bitten nun erfüllen würde, fordert ihn ein anderer Sekretär auf, Klamms Geliebte freizugeben. Bevor der zu Tode erschöpfte K. in tiefen Schlaf sinkt, beobachtet er die hektische Betriebsamkeit der Schlossdiener und erfährt, dass seine Anwesenheit das Amt erheblich behindern würde. Nachdem ein Zimmermädchen K. am folgenden Morgen anbietet, fortan bei ihr zu wohnen, bricht die surreale Handlung ab.
Max Brod (1884–1968), Herausgeber der Werke von Kafka, berichtet, dass geplant war, den Roman mit K.s Tod enden zu lassen; im gleichen Moment sollte dem Protagonisten vom Schloss die endgültige Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis erteilt werden.
Aufbau: In höherem Maß als Der Prozess verweigert sich Das Schloss eindeutigen Interpretationsversuchen. Bot Der Prozess mit Begriffen wie »Gesetz«, »Gericht« oder »Schuld« noch konkreten Assoziationsfreiraum, liefert Das Schloss solche Anhaltspunkte kaum mehr. Dies bedingt vor allem die den Aufbau bestimmende Kreisstruktur, die als zentrale Grundfigur des Romans alle geschilderten Ereignisse, Dialoge und Erzählebenen dominiert: K.s Versuche, ins Schloss zu gelangen, führen ihn stets kreisförmig an den Ausgangspunkt zurück; aussichtsreiche Gespräche enden, ohne dass K. Aufklärung erhalten hätte. Die Sehnsüchte K.s und der Dorfbewohner kreisen um das Schloss, werden jedoch immer wieder enttäuscht. Besonders die Frauengestalten heben dies hervor: Über Generationen hinweg werden sie von den »Beamten« verführt, missbraucht und fallen gelassen, ohne diesen Teufelskreis je durchbrechen zu können. Selbst die Naturgesetze folgen dieser in den Abgrund weisenden Spirale: Im Verlauf der 25 Romankapitel scheint sich der Wechsel zwischen Tag und Nacht zu beschleunigen und immer eher zwingen Müdigkeit und Entkräftung K. in einen todesähnlichen Schlaf. Ins Zentrum dieses Bannkreises, der K. und die Dorfbewohner gefangen hält, setzt der Autor das unerreichbare Schloss bzw. das Phantom des übermächtigen Klamm. Schloss und Beamte sichern ihre absolute Machtposition, indem sie vorgeben, das Ziel aller menschlichen Sehnsüchte zu sein, sich zugleich aber jedem Verlangen nach deren Erfüllung entziehen.
Wirkung: Wie Der Prozess hat Das Schloss eine Vielzahl psychologischer, soziologischer bzw. theologischer Deutungsversuche nach sich gezogen. Die bleibende Faszination, die der Roman bis heute ausübt, resultiert aus dem Verzicht des Autors, einen eindeutigen Sinngehalt anzubieten. Die »offene« Struktur, die schon Der Prozess aufwies, beeinflusste die moderne Dichtung maßgeblich und trug mit dazu bei, dass Das Schloss weit über die Grenzen der Literatur hinaus Aufmerksamkeit fand. T. S. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch.

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Kundenrezensionen

Top-Kundenrezensionen

Format: Audio CD
Hier wird von grandiosen Sprechern wie Gerd Westphal als Josef K., dem herumirrenden Protagonisten, ein großartiges Stück Literatur von Kafka in Szene gesetzt. Diese Inszenierung passt sich durch ihre Gesamtkomposition gekonnt an die absurde Welt, in der der Landvermesser Josef K. sich bewegt, an. Seien es 'die Gehilfen', die ständig wie wahnsinnig lachen, sei es eine Lautkulisse, die in den richtigen Momenten ruhig ist und dann plötzlich ins aggressive umschwingt ' alle Mittel helfen dem Hörer, sich in diese typisch kafkaeske Gegend rund um das Schloß hineinzufinden.
Egal, ob man sich dieses Hörspiel anhört, um mit Kafka vertraut zu werden und sich ihm anzunähern, oder ob man das Schloß hören möchte, um einer interessanten Interpretation des Romans zu lauschen, um das Gelesene zu vertiefen ' beide Seiten tun gut daran, sich diese Doppel-CD zu Ohren zu führen.
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Format: Taschenbuch
Man muß dieses Buch selber lesen. Ich bin gerade dabei es zu lesen und ich kann mit keiner der obenstehenden Interpretationen etwas anfangen, zum Teil ist das, was oben steht auch wirklich falsch, K. wurde NICHT als Landvermesser gerufen und hat dann festgestellt, daß man ihn nicht braucht. Er selbst hat sich zum Landvermesser gemacht, als er sich als solchen ausgibt. Ich finde, dieses Buch ist fast wie eine Droge, man wird davon total verschickt. Man kann nicht davon lassen, obwohl man den Inhalt kaum mehr ertragen kann. Ich hab noch nichts sonst von Kafka gelesen außer ein paar Ausschnitten aus Kurzgeschichten und seinem Tagebuch und ich bin sehr, sehr, sehr beeindruckt, ich finde es erstaunlich, daß Kafka dieses Weltbild so gut in Worte fassen kann. Ich würde es als den Kampf eines Menschen, der versucht im Leben Fuß zu fassen, interpretieren, mit dem "Schloss" als das Lebensziel (was man nicht erreichen kann) und "Klamm" als Gott. Aber man muss dieses Buch selber lesen, es ist ein sehr subjektiv zu lesendes Buch.
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Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
Kafka sagte einmal von sich " Mein Leben ist das Zögern vor der Geburt ". Einer Geburt in die Welt der kulturellen Selbstverständlichkeiten, der Vertrautheit und Gewohnheit. Sein ganzes Leben war von dem Versuch geprägt über jene Brücke, die er seinen Landvermesser K. gehen ließ selbst zu gehen. Doch Kafka zögert aus Angst vor der Welt, er befürchtet während des gesellschaftlichen Umgangs in Strukturen zu verfallen aus denen er nicht mehr hinauskommen würde. In seinem Schlossroman überquert der Landvermesser nun stellvertretend diese Brücke und erblickt eine neue Welt voller geheimnisvoller Sinnstrukturen.
Sein ursprüngliches Ziel als Landvermesser im Dorf zu arbeiten scheitert an bürokratischen Fehlern die schon lange zurückzuliegen scheinen. Nach und nach kristallisiert sich für K. die Gewissheit heraus, dass ein ominöses Schloss das Dorfleben beherrscht . Da K. von den Dorfbewohnern die Wahrheit des Schlosses nicht erfährt und man sich ihm gegenüber im Dorf so abwesend verhält, wendet er sich an die höchste Instanz um eine Wahrheit zu erfahren die seinen Aufenthalt legitimieren würde. Der Landvermesser möchte dazugehören und das Spiel der Gesellschaft unten im Dorf verstehen , doch der Weg in das Schloß offenbart sich als schier unmöglich . Anstatt zu arbeiten uns sich seinen Platz zu erobern, sucht er unnachgiebig eine explizite Wahrheit. Eine Suche die ihn vom eigentlichen Lebensprozess immer weiter entfernt.
Mit diesem Bestreben lässt er auch die Dorfbewohner unruhig werden, die aufgeweckt durch den Eindringling das Geheimnis ihrer Lebenskraft offenbaren sollen.
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Format: Kindle Edition Verifizierter Kauf
Kafka ist mir in den letzten Jahren sehr ans Herz gewachsen und so habe ich seine Werke, eins nach dem anderen, mit meinem Kindle genossen.
Das Schloss ist ganz nach seiner unverwechselbaren Art geschrieben. Wer einem Kafka 1-2 Sterne gibt, sollte sich eben doch eher an seichte Literatur halten. Dass einen hier kein spannungsgeladener Thriller erwartet, sollte eigentlich klar sein.

Ich habe das Schloss sehr gern gelesen, allerdings sprang bei mir nicht so der Funke über wie beim Prozess oder etwa der Strafkolonie.
Schade auch, dass es unvollendet blieb. Ich hätte an dieser Stelle doch lieber die Ausgabe mit dem alternativen Ende gehabt.
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Format: Taschenbuch
Im letzten und düstersten der drei Kafka-Romane spielt der größte Teil der Handlung nachts; die Tage sind so kurz, dass das Tageslicht nur wenige Stunden andauert. Selbst an Sommertagen fällt gelegentlich noch Schnee. Der Protagonist K. hält sich wie ein ungebetener Gast im Dorf auf. Beim Versuch, über eine Seitengasse in Richtung Schloss zu gelangen, sinkt er im Schnee ein, kommt nicht weiter. Die Naturgesetze folgen der hier herrschenden Ordnung des Schlosses ebenso wie die Dorfbewohner und die Beamten.
In dieser magischen, finsteren, ländlich-ärmlichen Welt des Dorfes kämpft K. um sein grandioses Ziel, ins Schloss zu gelangen. Dabei werden Müdigkeit, Obdach und Schlaf zu einem immer größeren Problem der Hauptfigur. Einmal äußert er die Bitte, "ein Brett auf die Fässer legen" und schlafen zu dürfen, worauf man ihm "irgendein Kissen" hinwirft. Eines Nachts im Herrenhof beim Beamten Bürgel könnte K. alles erreichen. K. scheitert an seiner Müdigkeit, sein Kampf um Fortschritt ist längst absurder Leerlauf. Im ersten Kapitel sagt K.: "Ich will immer frei sein." Davon bleibt im Romanverlauf nichts übrig. K. lernt, seine Persönlichkeit, seine Ziele und Bedürfnisse dem übergeordneten Zweck, dem herrschenden Prinzip unterzuordnen. Bei Kafka "irrt und kämpft" (Grönem.) der Mensch vergeblich. Ob er sich anpasst oder kämpft, das Schloss ist unabhängig davon freundschaftlich oder feindselig orientiert. K. hat keine Möglichkeit der aktiven Auseinandersetzung mit der ihm gegenüberstehenden Ordnung. Diese entzieht sich jeder Überprüfbarkeit und Erfahrbarkeit. Alle Widersprüche und Absurditäten dieser Ordnung sind unangreifbar.
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