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Kundenrezensionen

4,4 von 5 Sternen
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4,4 von 5 Sternen
Das Schloss, 1 DVD
Format: DVD|Ändern
Preis:8,09 €+ 3,00 € Versandkosten


am 10. Dezember 2007
Ich kann mich meinen Vorrednern leider nicht anschließen; mich hat Hanekes Adaption auf der ganzen Linie enttäuscht. Zwar ist die "szenische" Umsetzung des Romans an sich eine gute Idee, aber etliche Szenen wirken eher wie Proben zu einem Film, der dann doch nicht gedreht wurde. Die Atmosphäre des Buchs wird nicht einmal ansatzweise erreicht; Ulrich Mühe ist als K. ebenso eine Fehlbesetzung wie Susanne Lothar als Frieda. Immerhin sind einige andere Figuren, z.B. der Bote Barnabas, gut getroffen; deshalb noch 3 Sterne. Aber es bleibt dabei: die einzige Kafka-Verfilmung, die der Atmosphäre seiner Texte entspricht, ist Orson Welles' "Prozeß".
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am 22. September 2009
"Das Schloss" war der erste Haneke-Film den ich noch als Teenager im Fernsehen gesehen habe, und ich war hellauf begeistert davon, später auch von "Funny Games" - obwohl dazu, wie zu vielem anderen von Haneke, heute eine denkbar andere Einstellung mein eigen ist.
Das Kafka-Fragment las ich erst später und so mögen mir die Filmbilder aus den Neunzigern weiterhin Maßstab für diese Geschichte sein: eine Geschichte von Trost- und Ausweglosigkeit in einer kargen Welt, geprägt von absurder bürokratischer Gewalt. Trotz aller Bemühungen scheint es darin kein vorankommen zu geben, keine Hoffnung auf Fortschritt sinnvoll, keine Gewinnchance wahrhaftig aussichtsreich. "Das Schloss" halte ich so auch für Hanekes bislang einzigen fantastischen Film - der vermeintliche Scifi-"Wolfzeit" war doch auch etwas ganz anderes, und Fantastik in dieser Form bleibt bei jemandem der doch viel Realismus schaffen will gutmöglich weiterhin ein Unikat.
Liest man heute etwas über Hanekes "Schloss", dann ist dies meist negativ: der Film scheint allgemein als misslungen zu gelten. Auch aufgrund einer gewissen Distanz ist der Film für mich hingegen schon exemplarisch für die genaue Sprache die Haneke für viele andere scheinbar erst später (vollends) entwickelt hat. Über weite Strecken wirkt der Film dabei tatsächlich noch wie ein Making-of: vielleicht macht auch das den Unterschied zu anderen Filmen aus, denn als ich vor einigen Jahren den 1968er-Film mit Schell als K. und Helmut Qualtinger sah entfaltete sich keine grundsätzlich andere Erzählweise vor meinen Augen, obwohl der alte Film von einer szenischen Ausgestaltung wie sie hier vorgebracht wird denkbar weit weg ist. Eine wundervolle Abstraktion und wirklich zeitlose Geschichte also.
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am 26. April 2008
dieser Film ist trotz der in den vorigen Rezensionen gezeigten Schwächen, zum Teil eine gute Alternative zum Buch. Zumndest dann, wenn man diesen Film mit der Buchausgabe des Max Brod vergleicht.
Der Film richtet sich exakt nach der der Vorlage der Kritischen Ausgabe von Hans Gerd Koch, also der besten und umfangreichsten Ausgabe die es momentan von Kafkas Schloss gibt.
Auch wenn er an einigen Stellen stark gekürzt wurde.
Damit wird auch das Ende, welches Brod weggekürzt hat, im Film Wortgetreu wiedergegeben.

Der Film eignet sich für jene, die eine kurze Einführung in das Schloss wünschen. Allerdings werden einige Themen des Romanes im Film fast nicht bearbeitet. So z.B. der Konflikt der Familie Barnabas mit dem Dorf.
Ich denke der Film eigenet sich eher für eine Vorführung im Klassenzimmer eines Gymnasiums.

Ich finde diese Umsetzung eines Kafkaromanes übrigens wesentlich gelungener als die Process-Filmversion
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am 1. Februar 2006
Haneke schafft hier ein Beispiel für gute Romanverfilmungen.
Die -ewige- Suche, das langatmige, die ständige Wiederholung hat hier Methode und umschreibt die Frage nach dem Sinn, den Landvermesser K. vergeblich sucht. Das Schloß als Verkörperung des -Höheren- und Sinngebenden bleibt für Ihn unerreichbar.
K. hat nur eine Möglichkeit das Leben zu genießen. Nämlich seine
Fragen nach dem Sinn schlicht als -gottgegeben- zu akzeptieren und sich still dem Schicksal, das jemand anderer als er selbst
bestimmt, zu ergeben. Aber er bleibt ein ruhelos Suchender.
Ein wunderbar bedrückender Film.
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am 2. Januar 2017
Das Ziel des Landvermessers K. (Ulrich Mühe) ist das Schloss eines kleinen Ortes, in den er gereist ist, den Job als Landvermesser anzutreten. Aber er ist nicht wilkommen, niemand will ihm Unterkunft geben. Mit Mühe erreicht er den Ortsvorsteher (Nikolaus Paryla), der ihm erklärt, man brauche ihn nicht, man habe ihn bei Abteilung A angefordert, diese Anforderung dann bei Abteilung B widerrufen, nur sei die Übermittlung zwischen den Abteilungen (noch) nicht erfolgt. Zum Beweis läßt er seine Frau in einem Schrank voller gestapelter Akten suchen, der sich dann prompt als Papierhaufen auf den Boden ergießt, auch seine beiden des Landvermessens unkundigen Helfer Artur (Frank Giering) und Jeremias (Felix Eitner) suchen in dem Chaos, unnötig, da der Ortsvorssteher den Vorgang im Kopf habe und viel mehr Akten beim Schuldirektor ausgelagert seien.
In der Behörde gebe es viele Telefone, die bei einem Anruf von außen alle gleichzeitig läuteten und deshalb fast immer abgestellt seien, es sei ein Zufall, wenn ein alleine anwesender Beamter mal einen Anruf annehme.
Der Bote Barnabas (André Eisermann) hat nach drei Jahren seinen ersten Auftrag vom Schloss, er teilt K.mit, dass er als Schuldiener arbeiten solle.
Die Wirtshausbedienung Frieda (Susanne Lothar acquiriert K. quasi als Verlobten, muu sich aber von ihm wieder trennen, und K. der immer wieder die verschneite Dorfstrasse hinauf- und hinunterhetzt, ist seinem Ziel, dem Schloss, keinen Millimeter nähergekommen.

Reise nach Absurdistan- kafkaesk- ein typisches Beispiel für die Erzählungen oder Romanfragmente von Franz Kafka, in denen ein einzelner sich abstrampelt in einer höheren Ordnung, die er (und kein anderer) richtig durchblicken kann. Die Obrigkeit hat inmer recht, alles läuft richtig, ihr System ist so perfekt, dass niemand es verstehen kann und die Ergebnisse für ihn unverständlich bleiben, er geht Irrwege wie Charly Chaplin in dem Film "Moderne Zeiten" in dem gewaltigen Zahnräderwerk, das ihn vor und zurück, hinauf und hinunter befördert. Er ist wie ein Spielball, hin- und hergeworfen in einem Spiel, das er nicht versteht.

Ein Rezensent kritisiert, dass die Seelenqualen von K. in Hanekes Film nicht recht zum Ausdruck kommen. Ich kenne das zugrundeliegende Werk von Kafka nicht, ich sehe in K. eher einen Menschen, der zu Beginn noch aufbegehrt, sich aber schließlich in ein Schicksal fügt, von dem er nicht weiß, was es noch für ihn parat hält. Der Aberwitz der Bürokratie, in dessen Mühlen K. fast zerrieben wird, ist gut dargestellt. Was immer er auch monieren mag, die Bürokratie, hier verkörpert durch Nikolaus Paryla als Ortsvorsteher, funktioniert, nur der sie nicht verstehende Mensch ist zu hilflos, sie zu verstehen.
Und das ist gut so. Wie sagte Cyril N. Parkinson? "In jeder Organisation gibt es einen Menschen, der Bescheid weiß. Diese Person muss entdeckt und gefeuert werden, sonst kann die Organisation nicht funktionieren." Bei Kafka in "Das Schloss" ist diese Person das Schloss, zwar nicht gefeuert, aber unerreichbar.

Doc Halliday
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am 7. Dezember 2006
aber gut umgesetzt, kann man sagen!

einer der wenigen Filmen (vielleicht mit Ausnahme von "der Prozess" mit Hopkins, Adorf und co), der Kafkas schriftstellerische Leiden widergibt.

Düster und beklemmend, albtraumhaft und gleichzeitig traurig - das Schloß beinhaltet alles davon.
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am 3. Mai 2013
Eine erstklassige Interpretation des Meisterwerks von Kafka, die sich über die schauspielerischen Glanzleistungen bis in die kleinsten Nebenrollen definiert. Mühe und Lothar zeigen hier - sozusagen mal so kurzer Hand und nebenbei in einem Kammerspiel - was sie so drauf hatten. Aber eben auch die Kurzauftritte z.B. von Nikolaus Paryla als Gemeindevorsteher oder Norbert Schwientek als Bürgel! Ein Genuss! Und Haneke gelingt noch etwas ganz Besonderes mit seiner Lesart. Er macht nicht nur die in der Interpretation von Kafka so oft beschworene beschwerliche Atmosphäre (das Ausgeliefertsein an eine unbekannte, nicht zu fassende Bürokratie)vorstellig, sondern bringt eben über seine Schauspieler die m.E. oft übersehene feine Ironie und den feinen Witz Kafkas zum Vorschein. Was wirklich nicht einfach ist. Hier gelingt es. Und last but not least: Udo Samel als Off-Stimme! Das allein schon adelt den Film und macht ihn zu einem kleinen Meisterwerk.
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am 2. Februar 2007
Um der Rezension von Herrn Riyad Salhi entgegenzusteuern, möchte eins gesagt sein:

Wenn man natürlich den Film an Sich nur als Unterhaltungsmedium wahrnimmt und dann gerade bei einer so schwierigen Literaturverfilmung kritisiert, dass keine visuellen Effekte vorhandensind, kann ich nur daraus schließen, dass der Film nicht verstanden wurde.

Ebenso braucht dieser Film kein Underscoring, weil er auch ohne diesr Elemente, oder vielleicht aus diesem Grund, eine sehr sehr gute Wirkung erziehlt. Das Schloss muss man als Kunstwerk betrachten und nicht als Unterhaltungswerkzeug, weil er als zweiteres nicht geeignet ist.

Ich kann nur sagen dieser Film ist großartig und sollte von jedem Kafka-Fan unbedingt gesehen werden!

aus diesem Grund die volle Punkteanzahl
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am 9. Januar 2013
Ich großer Kafkaanhänger habe ich mich gefreut, viel originalen Text vorzufinden. Ein schnörkelloser Film - vielleicht etwas zu sehr in die Gegenwart transponbiert - mit dem erforderlichen abrupten Schluss wie im Kafka-Fragment.
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am 26. Juni 2016
Hallo, das Buch wurde schnell geliefert und ist in einwandfreiem Zustand. Es gibt nichts zu bemängeln. Gerne wieder mal. Grüße
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