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Kundenrezensionen

4,7 von 5 Sternen
111
4,7 von 5 Sternen
Format: Kindle Edition|Ändern
Preis:8,99 €


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am 6. Januar 2015
Als Fan historischer Romane macht man leider nach vielen Büchern, die sich als solche bezeichnen, die Erfahrung, dass einige immer nach dem gleichen Schema geschrieben sind. Nicht so dieser Roman. Mit mehreren parallel laufenden Handlungssträngen, die jederzeit gut nachzuvollziehen sind, lässt er den Leser in das Nürnberg bzw. Venedig von 1490 - 1508 eintauchen.
Es gelingt der Autorin in einzigartiger Weise, uns sowohl in die Welt der Patrizier als auch in die der armen Leute hinein zu versetzen. Neben den hervorragend beschriebenen Haupt-Protagonisten schildert die Autorin jede einzelne Figur so detailliert und emotional, dass man meint, sie berühren zu können. Ein wirklich außergewöhnlich hochwertiger historischer Roman, wie man ihn leider nur selten findet. Wenn ich könnte, würde ich 10 Sterne +++ vergeben.
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am 4. August 2015
Mit diesem Roman ist Sabine Weigand ein Meisterwerk gelungen. Die Beschreibung von Nürnberg zur Zeit von Albrecht Dürer ist sehr dicht und authentisch, auch Venedig erwacht schillernd zum Leben. Die Protagonisten sind durchweg facettenreich und liebenswert geschildert, als Leser fiebert, leidet und liebt man mit. Sehr empfehlenswert!
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am 22. Juli 2015
Dieses Buch habe ich verschlungen und wollte es gar nicht mehr aus der Hand legen. Die Autorin hat einen wunderbaren Schreibstil, beschreibt die Personen und das mittelalterliche Leben anschaulich und gut vorstellbar. Für Liebhaber von historischen Romanen ein Genuss!
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am 16. März 2014
Dieses Buch war gut und flüssig zu lesen.Sabine Weigand hat dieses Werk sehr gut recherchiert.Man wurde sehr gefesselt von der Handlung. Was führte die Helene für eine schreckliche Ehe.
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am 8. Februar 2007
Ein ausgezeichnet recherchierter historischer Roman mit interessanter, spannender Handlung, glaubhaften Figuren und einem originellen Schluss. Bei der Lektüre lernt man viel über das Leben damals, wie Ehen arrangiert wurden, wie vor allem Frauen darunter gelitten haben, über Glauben und Aberglauben, die Macht der Kirche und der Räte und wie der Handel funktionierte. Die Autorin hat einen überaus nachvollziehbaren -aber nicht vorhersehbaren- Handlungsfaden gesponnen, der sich über viele Jahre erstreckt. Die Figuren entwickeln sich, es gibt wenig schwarz-weiß-Denken. Man kann nicht aufhören zu lesen, und dann ist man traurig, wenn es vorbei ist und man sich von den Figuren verabschieden muss. Von diesem Buch können viele andere Autoren historischer Romane noch einiges lernen.
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am 13. August 2008
Die Schilderungen der ganz normalen Lebensabläufe war so detailreich und plastisch, dass man sich gut vorstellen konnte, wie es ist, in dieser Zeit zu leben. Die Lebensgeschichten der Hauptpersonen waren spannend und mitreissend. Das Ende hat mir einen Kloß in den Hals getrieben, obwohl ich sonst nicht so bin, weil ich mich total in die Handlung hineinversetzen konnte.

Nur etwas genervt hat mich der Klappentext.

Zitat:
... geben ihr noch Hoffnung - und das Perlenmedaillon, das sie zu Anna, der "Hübschlerin", führt. Mit Annas Hilfe wagt Helena das Unerhörte: sie begehrt gegen ihren Mann auf, ruft den Nürnberger Rat an.

Denn das stimmt so einfach nicht.

Aber das tut dem Buch an sich natürlich keinen Abrruch und ich kann es nur hundertprozentig empfehlen!!
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am 1. März 2007
Was für ein großartiger Roman den Sabine Weigand hier wieder geschrieben hat. Die Marktgräfin war auch ein wirklich gutes Buch, mit Das Perlenmedaillon hat sie sich noch einmal übertroffen. Nicht nur kennt sich die Autorin gut im historischen Nürnberg und seinen Gegebenheiten aus, sonder versteht es auch ihre Leser mit einer spannenden Handlung zu fesseln.

Die schöne Bürgerstochter Helena liebt ihren entfernten Cousin Niklas und erwartet von ihm ein Kind. Als das ihre Eltern erfahren, wird Niklas aus dem Haus gejagt. Helena muss das Kind heimlich zur Welt bringen und es wegegeben. Später wird sie an den ungehobelten Patrizier Konrad verheiratet. Die Ehe wird ein einziger Alptraum und Helenas einziger Lichtblick sind die Briefe die ihr Niklas aus dem fernen Venedig schreibt, wo er das Diamantenschleifen erlernt. Albrecht Dürrer und seine Frau Agnes stehen Helena und Niklas ebenso bei wie Philipp und die Hure Anna. Doch es gibt kein gutes Ende für die Liebenden.

Sprachlich ist das Buch gut geschrieben und auch das die Autorin Briefe und Dokumente schreibt wie es die Menschen damals taten ist interessant. Am Meisten hat mir allerdings gefallen wie Frau Weigand die Geschichte von Helena, Niklas, Helenas Bruder Philipp und der Hure Anna miteinander verwoben hat. Es ist zwar schade das das Buch traurig endet (ich musste sogar ein paar Tränchen vergießen), aber ansonsten ist es ein rundherum gelungener historischer Roman, den ich sehr empfehlen kann.

Frau Weigand bitte mehr davon!!!
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am 16. April 2008
Zuvor hatte ich mit Begeisterung "Die Markgräfin" gelesen. Meine Erwartungen sind bei "Das Perlenmedaillon" etwas enttäuscht worden.
Pluspunkte: die Geschichte ist spannend erzählt, wie sich die Handlung entwickeln wird, ist kein bißchen vorhersehbar.
Man erfährt witzige Details z.B. wie man damals Flöhe loswurde: mit kleinen Pelzkrägen, die man von Zeit zu Zeit ausschüttelte.
Leider folgt die Autorin inzwischen dem üblichen Strickmuster der gängigen Historienromane - alle hundert Seiten eine saftige Gewalt- oder Bettszene.

Aus dem an sich interessanten Buch wird so das übliche Bestseller-Einerlei.
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"Das Leben in der Natur gibt die Wahrheit der Dinge zu erkennen."
(Albrecht Dürer, Maler und Humanist)
Die Historikerin Sabine Weigand lässt ihren zweiten historischen Roman "Das Perlenmedaillon" mit einen Prolog in der südwestlich von Nürnberg gelegenen Stadt Schwabach, wo sie als Ausstellungsplanerin beim Stadtmuseum beschäftigt ist, im August des Jahres 2004 beginnen.....
.....und stellt der spätmittelalterlichen/frühneuzeitlichen Romanhandlung einen bis ins Jahr 1469 zurückreichenden Auszug aus dem Kirchenbuch der Pfarrei Schwabach voran, denn in jenem Jahr heirateten die Eltern der Romanprotagonistin Anna Schwab. So beginnt dann das erste Buch, des in fünf Bücher gegliederten Romans im Jahre 1490, mit dem Schicksal der späteren "Hübschlerin" Anna im heutigen Nürnberger Stadtteil Katzwang. Ein zweiter Handlungsstrang startet vier Jahre später im Hause des wohlhabenden Nürnberger Kaufmannes Heinrich Brandauer, der den Waisen Niklas Linck in seine Familie und als Lehrling in seine Goldschmiedewerkstatt aufnimmt. Nachdem sein ältester Sohn Philipp das Mönchsgelübde abgelegt hat, ruht Brandauers ganze Hoffnung um einen gesellschaftlichen Aufstieg auf seiner Tochter Helene. Deren heimliche Liebe zu Niklas bleibt jedoch nicht folgenlos. Während "Lene" zur heimlichen Geburt ihres Kindes in einem Kloster untergebracht wird, begibt sich der von Brandauer fortgejagte Niklas in die Lagunenstadt Venedig. Dort findet er eine Anstellung als Goldschmied, gerät damit jedoch in die kriminellen Machenschaften einer Bande, deren Anführer zu den Mächtigen der Serenissima zählt. Helene, der man ihr Kind sofort nach der Geburt weggenommen hatte, wird zur selben Zeit mit dem Nürnberger Ratsherren Konrad Heller verheiratet, der sich für die lieblose Eheschließung von Brandauer fürstlich entlohnen lässt, so dass auch hier das Schicksal seinen Lauf nimmt........
Der Autorin ist es dramaturgisch gelungen, mehrere Handlungsstränge parallel, auseinander und wieder zusammenlaufen zu lassen und dabei ihre Fiktion geschickt mit den historischen und geographischen Vorgaben zu verweben. Der im Roman agierende Nürnberger Maler und Humanist Albrecht Dürer dient hierbei als Bindeglied und Vermittler. Im Nachwort wird jedoch eine deutliche Trennung von Dichtung und Wahrheit vorgenommen. Während die Romanfigur der Helene Heller an die historische Patrizierin Dorothea Landauer angelehnt ist, handelt es sich bei den anderen drei Protagonisten Niklas, Anna und Philipp um fiktive Personen. Deren Schicksale in einer gewalttätigen Zeit von Krankheiten und Seuchen, wie Pest, Blattern, Syphilis und Lepra, inhumanen Ehe-/Familienrecht und Moralvorstellungen, diskriminierender Kleiderordnung und einer barbarischen Justiz mit ihren grausamen Strafen geprägt werden. Eine Zeit, die sich zwar mit dem beginnenden Humanismus vom Mittelalter zu lösen versuchte, jedoch vom Weltbild der Aufklärung noch über zwei Jahrhunderte entfernt war. Die in kursiver Schrift eingefügten Briefe und amtlichen Schreiben verleihen in ihrem zeitgemäßen ostfränkischen Dialekt der Handlung ein besonderes Lokalkolorit. Originell ist auch das Ende des Romans im Oberwolkersdorf des Jahres 1513, dessen Rahmen sich durch den Abschluss des einleitenden Prologes fast 500 Jahre später schließt.
"Das Perlenmedaillon" ist ein gelungenes Spiegelbild der heute als Zeitalters des Grobinanismus bezeichneten Epoche. Neben seiner emotional ergreifenden Handlung zeichnet sich der zu Recht mit dem Prädikat historisch versehene Roman besonders durch seine Detailfreude aus. Er ist sehr empfehlenswert und mit 5 Amazonsterne zu bewerten.
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am 23. April 2007
Was für ein tolles, bewegendes Buch!

Ich bin schwer begeistert, vor allem, da ich zu Anfang dachte, ich würde nicht eintauchen können in die Geschichte. Aber plötzlich war ich drin.

Hier wird keine austauschbare Geschichte erzählt, keine modern anmutende Superfrau ist ihrer Zeit voraus, die Heldin profiliert sich nicht und kein Supermann errettet sie. Es wird einfach die Geschichte der Helena erzählt, die ein durchaus für damalige Verhältnisse normales, wenn auch trauriges, Leben führt. Sie bewegt sich im Rahmen des damals schicklichen und üblichen. Es ist eine sehr reale Erzählung, und deswegen umso fesselnder für mich gewesen. Auch Anna, Phillip und Niklas werden gleichberechtig behandelt und werden als Person plastisch. Einzig der Erzählstrang von Niklas erinnert an die Struktur anderer historischer Romane. Dafür ist er aber sehr unterhaltsam und informativ.

Ich bin jedenfalls in einen richtigen Leserausch geraten, und war zum Schluß ziemlich bewegt.

"Das Perlenmedaillon" hat mir besser gefallen als "Die Markgräfin", die ich allerdings auch gut fand. Nur hat sie mich nicht so sehr berührt wie das Medaillon.

Ich bin sehr gespannt auf den nächsten Roman von Sabine Weigand!
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