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Das Nein in der Liebe: Abgrenzung und Hingabe in der erotischen Beziehung Taschenbuch – 1. Februar 1993

4.0 von 5 Sternen 14 Kundenrezensionen

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Produktinformation

Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Peter Schellenbaum, geboren 1939, absolvierte nach dem Studium der Theologie eine Ausbildung zum Psychoanalytiker am C.-G.-Jung-Institut in Zürich. Er ist Lehranalytiker, Dozent in Zürich und Mailand, Leiter des von ihm gegründeten Instituts für Psychoenergetik im Tessin und Autor zahlreicher Bestseller.


Kundenrezensionen

Top-Kundenrezensionen

Dieses Buch eignet sich hervorragend für alle, die auch bereit sind, sich an die eigene Nase zu fassen. Kein "Ratgeber" im üblichen Sinne, aber erleichternd für alle, die sich "umklammert" fühlen, oder für diejenigen, die glauben, ihr Partner weise sie in unzumutbarer Weise ab.
Wer den Grundgedanken der Leitbildspiegelung erfasst hat, kann für sich selbst allein entscheiden, ob es in der jeweiligen Partnerschaft sinnvoll ist, die Anregungen des Autors aufzugreifen und auszuprobieren. Auch wer ohne Partner ist, kann die bislang erlebten Beziehungen nochmals Revue passieren lassen und vielleicht dabei den einen oder anderen Standpunkt revidieren. Und auch die oder der Suchende kann an sich selbst "überprüfen", wie es mit der Bedeutung des "Nein" im eigenen Denk"muster" bestellt ist.
Sehr erleichternd für alle, die nicht lernen durften, auch in enger Beziehung (zu den Erziehungspersonen) "Nein" zu sagen, ohne die benötigte Liebe und Zuwendung zu verlieren.
Und auch erleichternd für all diejenigen, die sich von Ihrem Partner durch ein "Nein" so furchtbar abgewiesen, ausgegrenzt und verletzt fühlen, denn hier wird sehr klar, dass das "Nein" zur Wahrung der eigenen Identität gemeint ist und nicht die gänzliche Ablehnung der anderen Person bedeutet.
Keine "leichte" Kost für "ungeübte" Leserinnen und Leser, aber sehr lohnenswert für alle, die ein "Nein" in der erotischen Partnerschaft schwer verdauen können oder Schwierigkeiten haben, "Nein" zu sagen.
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Schellenbaum errichtet ein faszinierendes Gedankengebäude über die Notwendigkeit der Abgrenzung in der Partnerschaft als Voraussetzung für echte Liebe. Beeindruckend vor allem sein Paradigmenwechsel von vom oft realen Zustand der Projektion zum idealen Zustand der Leitbildspielgelung.
Projektion stellt er dar als Versuch, meinem realen "geliebten" Gegenüber meine Idealvorstellung eines geliebten Gegenüber aufzupfropfen und mein reales Gegenüber in diese Richtung hin zu verändern.
Wenn das gelingt, "erspare" ich mir eine eigene Entwicklung. Diese eigene Entwicklung ist aber für Schellenbaum die unabdingbare Voraussetzung für eine wirklich liebende Beziehung. Die Vorstellung der Leitbildspiegelung fördert diese Entwicklung, denn sie lässt mich im geliebten Gegenüber meine eigenen unterentwickelten Persönlichkeitsanteile erkennen und fordert damit deren Entwicklung heraus.
So faszinierend die Darstellung dieses Paradigmenwechsels ist - das Buch ist durchwoben vom weltanschaulichen und wissenschaftlichen Hintergrund Schellenbaums als (moralischer)Theologe und (Freudscher)Psychoanalytiker . Möchte der Leser diesen Hintergründen nicht folgen, fallen ganze Erklärungsstränge Schellenbaums in sich zusammen. Das macht dieses Buch - neben seinem stark theologischen und weltanschaulichen Duktus - als praktischen Ratgeber untauglich. Eine lohnende gedankliche Auseinandersetzung bleibt es aber allemal und vielleicht gerade deswegen, weil es dem Leser die Freiheit und denn Anstoss bietet, die Dinge vor einem anderen Hintergrund entsprechend auch ganz anders zu sehen.
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Alle jungverliebten sollten dieses Buch lesen - und werden es nicht verstehen. Und selbst wen man viele "Lieben" hinter sich hat, fordert das Buch zum Widerspruch heraus. Und wenn man Peter Schellenbaum persönlich kennt, noch mehr. Aber nichts von dem, was er schreibt, ist deshalb falsch. Eine reife Liebe kann man nur erreichen, wenn man eine reife Liebe zu sich selbst gefunden hat. Und das bedeutet eben, dass man seinem Partner auch Grenzen zeigen muss, um sich selbst nicht zu verlieren. Erst wenn man ohne Wenn und Aber "ja" zu sich selbst sagen kann, ist man frei genuig, zu einem anderen Partner "ja" zu sagen. Und das gilt für beide. Genau darum geht es in dem Buch. Und das ist genau der Grund, warum so viele "Lieben" scheitern, weil man sich eben über den anderen definiert und überseiht, dass man ihn damit überfordert, und ihm nur ein verschwommenes Bild seiner selbst gibt.
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Es gibt wahrlich unendlich viele Bücher über das Thema "Liebesbeziehung" und ich habe sicherlich schon einige wertvolle gelesen. Dieses Buch hier hat mich am meisten fasziniert und mir vielleicht am meisten weitergeholfen. Ich vermute, dass dies vor allem daran liegt, dass ich immer die Sehnsucht hatte, einerseits mein Ich "zum Partner hin" zu "transzendieren", mit ihm zu verschmelzen, wenn Sie wollen, aber doch eigenständig, selbständig und "bei mir" zu bleiben. Erst durch die psychologisch wie philosophisch und weltanschaulich - wie ich finde - bewundernswerten Ausführungen des Autors habe ich begonnen, den Weg zu finden, beides miteinander zu vereinbaren. Genau dieses zentrale Thema bzw dieser Leitfaden des Buches ist ja im Untertitel "Abgrenzung und Hingabe ..." angesprochen.

Ein anderer Rezensent schreibt, dass das Buch als Ratgeber nicht geeignet ist. Ich kann diese Aussage insofern nachvollziehen, als das Buch nicht die üblichen Kochrezepte oder Checklists von Selbsthilfebüchern enthält und außerdem eine vergnügliche Lektüre wohl auch allgemeines Interesse an Psychologie und Philosophie voraussetzt. Für mich war es jedoch (siehe oben) ein ausgezeichneter Ratgeber und einigen meiner Bekannten ging es ebenso. Wer eher nur klare, knappe und ganz konkrete Ansagen erwartet (im Sinne von: wie lege ich es geschickt an, dezidiert "Nein" zu sagen und welche Technik wende ich bei einem darauf folgenden Konflikt an), ist mit diesem Buch aber zugegebenermaßen nicht so gut beraten. Da gibt es aber sicher andere Bücher.
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