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Das Mutanten-Korps. Perry Rhodan 02. (Perry Rhodan Silberband) Gebundene Ausgabe – 2004

4.6 von 5 Sternen 42 Kundenrezensionen

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Klappentext

Das Notsignal des auf dem Mond havarierten arkonidischen Schiffes lockt fremde Intelligenzen ins Solsystem. Die Menschheit, von Perry Rhodan gerade vor der atomaren Selbstvernichtung bewahrt, sieht sich den gefährlichen Individualverformern gegenüber. Perry Rhodan entdeckt auf dem Planeten Venus eine uralte Basis, die er in den Besitz der von ihm gegründeten Dritten Macht bringen kann. Dort schult er parapsychologisch begabte Menschen, positive Mutanten mit ungewöhnlichen Fähigkeiten. Doch kaum ist die Gefahr der Individualverformer von den Mutanten abgeschlagen, tauchen in dem nur 27 Lichtjahre von der Erde entfernten Wega-System neue Feinde auf, deren Ziel ursprünglich die Erde war. Zusammen mit seinen Freunden vom Mutantenkorps wagt Perry Rhodan an Bord des arkonidischen Beiboots GOOD HOPE den Sprung in das ferne Wega-System, wo der Arkonide Crest die Welt der Unsterblichkeit vermutet. Am Ziel trifft Perry Rhodan auf einen zu allem entschlossenen Gegner! , die Topsider. Wie er ihnen mit Hilfe des Mutantenkorps die Stirn bietet und außerdem noch das Volk der Ferronen vor dem Untergang bewahrt, schildert dieses Buch.

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Die beiden Männer in dem spartanisch eingerichteten Raum saßen schweigend in ihren Sitzen
und warteten. In Rhodans Gesicht zeigten sich die Anstrengungen der vergangenen Wochen,
trotzdem wirkte er gelassen. Reginald Bull dagegen, der zweite Mann, machte einen
ungeduldigen Eindruck. Als ein Summton erklang, beugte er sich mit einem Ruck über die
Funkanlage und schaltete auf Empfang.
Eine nervöse Stimme erklang:
,,Hier spricht das Sekretariat der Föderierten Weltmächte. Wir rufen Perry Rhodan, um ihm
nach Abschluß der Konferenz folgendes Ergebnis mitzuteilen, das gleichzeitig als
Kommunique über alle Nachrichtenstationen der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird:
Die Vertretungen der NATO-Staaten, des Ostblocks und der Asiatischen Föderation haben
heute über den völkerrechtlichen Status der sogenannten Dritten Macht beraten. Die Vorgänge
der letzten Tage, besonders die Ereignisse außerhalb der Erde, haben in allen Teilen der Welt
ernste Besorgnis hervorgerufen. Die zweifellos in feindlicher Absicht erfolgte Annäherung
eines Raumschiffs unbekannter Intelligenzen muß als eine Bedrohung der Erde angesehen
werden. Es wird von den Delegierten der NATO, des Ostblocks und der Asiatischen
Föderation eingeräumt, daß es allein dem Eingreifen der Dritten Macht zu verdanken ist,
wenn das unbekannte feindliche Raumschiff auf dem Mond vernichtet werden konnte. Die
Konferenzmächte halten daher eine gewisse Loyalität der Dritten Macht den gemeinsamen
menschlichen Interessen gegenüber für gegeben und haben beschlossen, die Dritte Macht in
ihrer gegenwärtigen geographischen Lage und Ausdehnung als souveränen Staat
anzuerkennen. Perry Rhodan wird gebeten, diese Nachricht zu bestätigen."
Bull drückte die Stoptaste und ließ sich wieder in den Sessel zurücksinken.
,Wir haben es geschafft", sagte Rhodan schlicht. ,,Langsam scheint die Menschheit zu
begreifen, daß nicht wir ihre Feinde sind, sondern daß Gefahr aus dem Weltraum droht,
Umfangreiche diplomatische Beziehungen sollen sich die Herren aus dem Kopf schlagen. Es
würde ihnen gefallen, mit uns drei Dutzend und mehr Botschafter auszutauschen, doch wir
sind ein Sonderfall in der Diplomatie. Man hat sich bereits langsam daran gewöhnt. Nimm
bitte folgende Antwort auf .
,,Willst du nicht selbst sprechen?" ,,Ich habe meine Gründe dafür, es nicht zu tun.“ Reginald Bull zuckte mit den Schultern. ,,Ich werde es durchgeben. Bitte sage ihnen, daß ich mich freue, eine so positive Antwort bekommen zu haben, daß ich die Einsicht lobe, mit der man in Genf gehandelt und entschieden hat, daß ich jedoch auf den Vorschlag betreffs diplomatischer Beziehungen später zurückkommen werde, da wir in unserem kleinen Reich vorläufig unter einer räumlichen Beschränktheit leiden, die die Anwesenheit diplomatischer Vertreter noch nicht rechtfertigt. Kontakte sind jedoch jederzeit möglich."
Bully verzog das Gesicht. ,,Ich werde mir den Kopfzerbrechen, wie ich den Text formuliere .
,,Du wirst sofort antworten, mein Lieber! Zum Kopfzerbrechen bleibt dir nicht viel Zeit. Mit
dem Tempo der heutigen Sitzung haben die Machtblöcke der Erde einen neuen Rekord
aufgestellt. Und du wirst dieses Tempo mithalten."
Bully sah nicht gerade begeistert aus, aber Perry Rhodan gab ihm keine Gelegenheit zu
protestieren, sondern fuhr fort: ,,Du kannst die Pekinger Vertretung in Genf auffordern, sich Gedanken über den Verkauf des Territoriums zu machen. Ich denke nicht daran, einen souveränen Staat auf gepachtetem Gelände zu gründen."
,,Und wie groß hast du dir unseren zukünftigen Staat vorgestellt?" wollte Bull wissen. ,,Im Zentrum das Kugelschiff. Ringsherum das Sperrgebiet der Dritten Macht. Wir brauchen mindestens einen Radius von fünfzig Kilometern."
Perry Rhodan verließ den Raum, ohne das bestätigende Kopfnicken des Freundes abzuwarten. So wichtig für ihn und die Welt die kommenden Verhandlungen waren, es gab noch entscheidendere Dinge für ihn zu erledigen. Dinge, die über eine bloße Kontaktaufnahme weit hinausgingen. Er trat ins Freie. Nicht weit von ihm - im Zentrum der auf zehn Kilometer erweiterten Energieglocke - lag das Kugelraumschiff der Arkoniden. Im Hintergrund stand der aus dem Arkonidenschiff ausgebaute positronische Riesenautomat, dessen mikrophysikalische Reaktionen der Menschheit helfen sollten.
Rhodan benutzte seinen Spezialanzug, mit dessen Hilfe er die Strecke innerhalb weniger Sekunden überbrückte. Draußen war kein Mensch zu sehen, und Perry hoffte, die Einsamkeit, die er jetzt brauchte, auch im Innern der großen Halle anzutreffen. Doch er sah sich enttäuscht, denn die Arkonidin Thora trat ihm entgegen. Sie sah ihn abschätzend an. ,,Oh, Thora! Zieht es Sie zum Altar Ihrer Macht?".
Die Arkonidin setzte eine verächtliche Miene auf. ,,Die Erde hat außer den Trümmern und
Resten einer arkonidischen Technik kaum etwas Reizvolles für eine Frau meiner Herkunft zu
bieten." Rhodan ließ sich von ihr nicht aus der Fassung bringen. ,,Die Gleichgültigkeit der
Arkoniden ist schwer zu begreifen. Wenn sie etwas reizvoll finden, dann ist es ihr eigenes
Milieu. Mir als Mensch ergeht es gerade umgekehrt: der Reiz liegt im Fremden."
Hinter ihnen erklangen Schritte. Crest' der letzte Abkömmling der herrschenden Dynastie
seiner Heimatwelt, kam herein. ,,Hallo!" sagte er freundlich, als habe er ein Leben lang keine andere als diese terranische Begrüßungsform gekannt. ,,Sie wollen sich mit dem Robotrechner beschäftigen, Rhodan?" ,,Ich habe einige Fragen an die Maschine, von deren Beantwortung das Schicksal der
Menschheit abhängt - das Schicksal der Menschheit im erweiterten Sinn."
,,Sie rechnen also auch uns dazu?" ,,Auch Sie", nickte Rhodan. ,,Wir sind uns einig darüber, daß alles in Gefahr ist, was wir unter der galaktischen Zivilisation verstehen. Es geht um unsere Sache, Crest. Sie dürfen uns nicht im Stich lassen!" ,,Das klingt wie eine Aufforderung und wie ein Vorwurf zugleich."
,,Verzeihen Sie, Crest! Ein Vorwurf Ihnen gegenüber wäre ungerecht. Nur durch Ihre Mittel war es mir möglich, das unbekannte Raumschiff, das ins Solsystem eingedrungen war, zu vernichten. Doch Sie wissen, daß dieser Überraschungsangriff nur die Andeutung der Gefahr ist, in der wir wirklich leben. Vielleicht haben wir lange Jahre Zeit, uns vorzubereiten. Vielleicht stehen wir aber schon morgen vor
der Aufgabe, die galaktische Zivilisation vor der Vernichtung zu schützen. Ich rechne mit dem
ungünstigsten Fall, deshalb drängt die Entscheidung."
,,Er macht sich zum Anwalt der galaktischen Zivilisation", sagte Thora aufgebracht. ,,Er bettelt um unsere Hilfe, die ihm Macht geben soll. Dabei vergißt er, wer wir sind." Rhodan ließ sich nicht provozieren. ,,Sie wissen selbst, wie sinnlos Ihr Vorwurf ist. Es ist noch nicht lange her, da waren Sie bereit, Ihr Urteil über die Menschheit Terras zu revidieren. Drängt es Sie immer noch, uns als unterentwickelte Halbzivilisierte abzutun? Verzichten Sie jetzt bitte auf die Antwort! Ich werde sie Ihnen selbst geben. Sie brauchen die Menschen von Terra, Sie, die beiden letzten Überlebenden der arkonidischen Expedition. Sie brauchen die Menschen, weil kein Weg mehr zurückführt, es sei denn mit unserer Hilfe. Und Sie werden wohl oder übel die Gefahren, Ängste und Sorgen mit den Terranern teilen müssen. Ihr von überspitztem Kastendünkel diktierter Widerstand schadet letztlich Ihnen selbst. Brauchen Sie mehr Beweise als die Ereignisse der letzten Tage?"
,,Die terranische Menschheit ist ein Konglomerat", erklärte die Arkonidin. ,,Ich stelle keineswegs in Frage, daß uns das Schicksal gemeinsame Interessen aufgezwungen hat. Doch ich zweifle die Fähigkeiten einer Menschheit an, die noch nicht einmal die Gegensätze auf dem eigenen Planeten überwunden hat. Sie sollten sich nicht beleidigt fühlen, Rhodan, wenn ich nach wie vor behaupte, daß Ihr Volk primitiv ist." ,,Es ist jung", versuchte Crest die Worte seiner...


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TOP 50 REZENSENTam 29. Mai 2015
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am 2. Juli 2017
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am 26. Juli 2013
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am 17. März 2013
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am 18. Juli 2003
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am 16. März 2007
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