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Das Mißverständnis: Roman Gebundene Ausgabe – 28. Oktober 2013

4.3 von 5 Sternen 4 Kundenrezensionen

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Produktinformation

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

„Ein bemerkenswerter Erstling und alles andere als nur eine Herz-Schmerz-Geschichte aus dem vorigen Jahrhundert.“ (Frankfurter Allgemeine Zeitung, Saskia Müller)

"Ein wunderbares Romandebüt." (Blick am Abend (CK))

"Ein detailliert beobachtetes Sittengemälde." (FÜR SIE (Heft 2))

"Ein wunderbar klarsichtiges Psychogramm“ (Zuhause Wohnen (Heft 2))

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Irène Némirovsky, 1903 als Tochter eines jüdischen Bankiers in Kiew geboren, floh mit ihren Eltern vor der Oktoberrevolution nach Paris und etablierte sich dort als erfolgreiche Autorin. Bei Ausbruch des Zweiten Weltkriegs zog sie mit ihrer Familie in die Provinz, wurde jedoch 1942 deportiert und starb in Auschwitz.

Susanne Röckel wurde 1953 in Darmstadt geboren. Von September 1997 bis Juli 1998 lebte die Schriftstellerin in Shanghai und lehrte dort Deutsch an der Universität. Susanne Röckel lebt und arbeitet in München.


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Format: Gebundene Ausgabe Verifizierter Kauf
Irène Némirovsky's erster Roman erschien erstmals 1926 in der Zeitschrift Les Oeuvres libres und 1930 in der Collection de bibliothèque bei Fayard in Paris, erstmals in Buchform bei Èditionn Denoel, Paris im Jahr 2010, Original-Titel: Le Malentendu. Die Autorin war also damals gerade 'mal 23 Jahre alt. Es ist dem Knaus-Verlag zu verdanken, dass wir doch in den letzten Jahren, so manche Übersetzung lesen dürfen, und diese Autorin (1903-1942) immer mehr entdecken können, immerhin liegen mittlerweile 14 Werke in Deutsch vor, insgesamt hat Irène Némirovsky 9 Romane, 38 Novellen und 1 Biographie veröffentlicht. Sie ist eine Meisterin im Beschreiben und Beobachten allzu menschlicher Verhaltensweisen, beschreibt fast immer den Verfall von Werten angesichts des Krieges, sehr oft kreisen ihre Romane um Menschen die sich lieben, jedoch oft unter schwierigen Umständen ihre Liebe nur bedingt wirklich erleben und geniessen können. Die Autorin hat beide Weltkriege bis zu ihrem Tod im Jahre 1942 (Auschwitz) miterlebt, ihr Werk ist unwiederbringlich mit den Kriegsgeschehnissen und Erfahrungen verbunden, erstaunlich daran ist u.A. wie sehr sich Irène Némirovsky trotz eigener Vertreibung, eigener Betroffenheit durch die Vehemenz dieser Zeit, sich die eigene Sensibilität erhalten und für ihre schriftstellerische Tätigkeit nutzen konnte. Dass der Verlag gerade dieses Werk in diesem Herbst bringt, dürfte wohl etwas mit der Aktualität des 1.Weltkriegs zu tun haben, der sich gerade vor 100 Jahren entwickelte und dazu derzeit reichlich Literatur neu erschienen ist.Lesen Sie weiter... ›
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Format: Gebundene Ausgabe
Irène Némirovsky lancierte in Paris zum Star in der Literaturszene - ganz zu Recht, mich hat ihr Schreibstil sehr an Françoise Sagan erinnert, die etwas später geboren wurde, aber genauso leidvoll und klug über die Liebe und die Leiden der Liebe schreiben konnte.

"Das Mißverständnis" ist eine feine, kleine Geschichte über Denise, verheiratet mit einem reichen Mann, die sich im Spanienurlaub in Yves verliebt. Yves stammt aus reichem Haus, muss nun aber ein langweiliges Angestelltendasein fristen und verspekuliert sich an der Börse.
Denise verliebt sich unsterblich und verbringt ihren Tag damit, an Yves zu denken, denn andere Sorgen oder Aufgaben hat eine reich verheiratete Frau in Paris zu dieser Zeit nicht. Yves wiederum kann seine Gefühle nicht ausdrücken und je mehr er dazu gezwungen wird, ihr endlich ihr lang ersehntes "Ich liebe dich" zu sagen, desto mehr wendet er sich von ihr ab.
Die Geschichte ist klug geschrieben, vor allem die Kommentare von Denises Mutter sind hilfreich und zum Teil auch philosophisch. Einerseits spürt man Unverständnis für Denise, denn wie kann sich eine Frau so aufgeben und einen Mann zu ihrem gesamten Lebensinhalt machen, den ganzen Tag auf seinen Anruf warten und ihm Szenen machen, weil sie das Gefühl hat, dass er sie betrügt. Andererseits wird in der Erzählung deutlich, wie die Rolle der Frau zu der damaligen Zeit war, dass reiche Frauen keiner Beschäftigung nachgingen und ihre Tage aus Spaziergängen und Einkaufen bestanden.
Und kennen wir nicht alle das Gefühl des qualvollen Leidens bei einer nicht erwiderten Liebe?
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Format: Gebundene Ausgabe
Irène Némirovsky, geboren 1903 in Kiew, wanderte mit der Familie wegen der Oktoberrevolution nach Paris aus und wurde 1942 als Jüdin nach Auschwitz deportiert, wo sie umgebracht wurde. Obwohl sie also nicht sehr alt wurde, hat sie ein umfangreiches erzählerisches Werk hinterlassen, das seit einiger Zeit wiederentdeckt wird. So liegt nun auch Das Mißverständnis auf Deutsch vor, ein Roman über eine unglückliche, außereheliche Liebschaft.

Schauplätze sind Hendaye an der Biskaya und Paris. Nimmt man noch die Zeit zwischen den beiden Weltkriegen dazu, liegt der Gedanke an die „lost generation“ (von Gertrude Stein geprägt) nicht weit und vielleicht auch an den sogenannten Fiesta-Roman von Ernest Hemingway, The Sun Also Rises. Und auf eine gewisse Art und Weise könnte man diesen Roman auch zwischen Hemingway und Flauberts Madame Bovary ansiedeln. Denise, eine reiche, verwöhnte Frau verliebt sich im Urlaub in Hendaye in Yves, einen einsamen Mann, der nicht nur sein Familienerbe verloren hat, sondern auch durch das Kriegserlebnis desillusioniert scheint. Fast ein Jahr halten sie auch in Paris ihr Verhältnis aufrecht, bis es zerbricht und Yves vor seinen Schulden nach Finnland flieht. Kein happy end also.

„ … vor dem Hintergrund der wogenden Tamarisken tauchte unversehens der Umriß dieser Frau auf wie eine anmutige Spiegelung, geboren aus Sonne und Schatten;“ keine Schaumgeborene sondern aus Sonne UND Schatten. Némirovskys Sprache ist klar, unprätentiös und kommt mit sehr schönen Bildern daher. „ … er weinte leise, doch ohne sich dafür zu schämen, und es schien ihm, als flössen Gift und Blut einer alten Verletzung aus ihm heraus;“ die Wiederentdeckung lohnt sich also wirklich.
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