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Das Mädchen seiner Träume: Commissario Brunettis siebzehnter Fall (detebe) Taschenbuch – 26. Oktober 2010

2.9 von 5 Sternen 78 Kundenrezensionen

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Ariana Rocich ist höchstens zwölf Jahre alt, als ihre Leiche aus einem der vielen Kanäle Venedigs gefischt wird. Niemand hat das Mädchen als vermisst gemeldet, und so muss Commissario Brunetti all seine ermittlerischen Fähigkeiten ausspielen, um dem Rätsel ihres Todes auf die Spur zu kommen. Mit wem hatte das Roma-Mädchen sexuellen Kontakt? Und wem gehört die Taschenuhr und der Ehering in ihrer Vagina?

Der Fall um das ermordete – oder vielleicht doch nur bei einem Raubzug aus dem Haus gestürzte? – Roma-Kind nimmt im siebzehnten Buch rund um Donna Leons weltberühmten Commissario Brunetti, Das Mädchen seiner Träume, nur eine Nebenrolle ein – und wird ohnehin erst nach rund 150 Seiten aufgegriffen. Vorrangig geht es diesmal um die durch den Tod von Brunettis Mutter ausgelösten Fragen über Sinn und Unsinn der katholischen Kirche, vermeintlich kriminellen Machenschaften, Vorurteile der Gesellschaft (inklusive derer von Brunetti selbst) und die Krankheiten des italienischen Staats. Dabei wird wieder einmal deutlich, warum die Wahl-Venizianerin Leon ihre Bücher zwar in alle Weltsprachen, aber nicht ins Italienische übersetzt wissen will: Sie hätte wohl wirklich keine ruhige Minute mehr.

Ansonsten ist Das Mädchen seiner Träume wieder ein typischer Leon-Roman, in dem man minutiös erfährt, was die Brunettis essen, wie sie ihren Kaffee am liebsten mögen etc. pp. Diese eigentlich schwer erträgliche Detailverliebtheit wird durch eine durch Christa E. Seibicke bewundernswert flüssig aus dem Amerikanischen übertragene Sprache mehr als wett gemacht. Diese Sprache macht Das Mädchen seiner Träume einmal mehr zu einem reinen Lesevergnügen. - Stefan Kellerer

-- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Donna Leon, geboren 1942 in New Jersey, lebt seit 1965 im Ausland. Sie arbeitete als Reiseleiterin in Rom, als Werbetexterin in London sowie als Lehrerin an amerikanischen Schulen in der Schweiz, im Iran, in China und Saudi-Arabien. 1981 zog Donna Leon nach Venedig. Die ›Brunetti‹-Romane machten sie weltberühmt, doch die Barockmusik ist ihr nicht weniger wichtig. Sie förderte zahlreiche Einspielungen, neu das Orchester ›Il Pomo d’Oro‹. Heute lebt sie in Venedig und in der Schweiz.


Kundenrezensionen

Top-Kundenrezensionen

Format: Gebundene Ausgabe
ich habe gestern und heute "das mädchen seiner träume" von donna leon gelesen und war enttäuscht, ich bin ja bekennder fan von ihren büchern und habe bis jetzt auch alle gelesen, und deshalb war ich ja schon sehr gespannt auf ihr neuestes werk!

tja und nun, bin ich etwas enttäuscht, das buch ist nicht ganz so "typisch" comissario brunetti wie ich es "gewohnt" bin...

das buch beginnt mit dem begräbnis von brunettis mutter, welches sehr eindrucksvoll und auch empfindsam beschrieben ist, aber danach plätschert das buch fast 150 seiten dahin, bis es "endlich" zu dem fall kommt, der auch auf dem klappentext geschildert wird, in diesen 150 seiten erfährt der leser viel über den "menschen" brunetti und lässt ihn an den gedanken des comissario über erderwärmung, religion, korruption teilhaben, und ich gestehe ich fand diesen teil ziemlich langatmig, selbst für einen eingefleischten fan wie mich, ließ sich der eindruck nicht verwehren, dass hier einfach seiten mit irgendwas zu füllen waren, (ich kann es auch verstehen, es ist bestimmt nicht einfach für donna leon, jedes jahr ein buch abliefern zu "müssen" und dafür dichteste storys und spanndendes material zu finden)

jedenfalls nach 150 seiten, und mit dem leichenfund des toten mädchens beginnt für mich das eigentliche buch und die eigentliche story in altbewährter manier, brunetti wie er ermittelt mit vianello an seiner seite, die unterstützung der allwissenden ;-) elettra, wie er den vice questore patta um den finger wickelt und dessen handlanger tenente scarpa...
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Format: Gebundene Ausgabe
Sorry, aber das ist nicht mehr der "alte" Brunetti, wie wir Fans ihn lieben und von der ersten bis zur letzten Seite verschlungen haben. Die Fälle werden immer langweiliger, wirken konstruiert und das ewige Beleuchten von Randgruppen der venezianischen und europäischen Gesellschaft ist auf Dauer auch nur noch zum Gähnen. Wir haben alle bisherigen Fälle, aber dieses wird der letzte sein, da sich leider der Verdacht aufdrängt, dass hier das jährliche Pflichtbuch abgeliefert wird und der Autorin so langsam die Ideen ausgehen. Es ist schade, dass eine interessante Figur, wie der Commissario, den man als Leser geliebt hat, durch Massenproduktion zum Ende so ausgesaugt wird. Auch wenn es mir als Fan sehr schwer fällt, muss ich leider sagen, dass die Bücher immer teurer und qualitativ immer schlechter geworden sind. Da lobe ich mir Grisham!
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Format: Gebundene Ausgabe
Der neue Roman von Donna Leon um den venezianischen Commissario Guido Brunetti, seiner klugen, als Professorin für Literatur mit dem Spezialgebiet Henry James arbeitenden Frau Paola und den beiden fast erwachsenen, noch in der großen elterlichen Wohnung lebenden Sprößlingen Chiara und Raffi reiht sich ein in die Bücher der letzten Jahre. Er ist leicht und locker zu lesen, hat eine gewisse Spannung, ist voller nüchterner Beschreibungen italienischer Alltags- und Polizeirealität zwischen Mafia, Korruption und Ämterpatronage und besticht doch auch hier wieder durch das Anreißen von neuen Themen.

So beginnt das Buch mit der Beerdigung von Brunettis Mutter, die, wohl im hohen Alter, nach jahrelanger geistiger Umnachtung gestorben ist. Während der Schilderung der Trauerfeierlichkeiten begegnen wir aber nicht nur (erstmals ?) Guidos Bruder Sergio und seiner Familie, sondern erleben auch interessante theologische und philosophische Reflexionen Brunettis über den Tod und was evtl. danach kommt.

In einer Nebenhandlung, in der ein strafversetzter Priester und der Chef einer obskuren Sekte vorkommen, nutzt Donna Leon die Gelegenheit zu Überlegungen zur Religion als Lebensstütze von Menschen (z.B. von Brunettis Schwiegermutter, die ihm in diesem Fall sehr weiter helfen kann), und zur beißenden Kritik am Klerus und der römischen Amtskirche.

In der Haupthandlung jedoch geht es um ein 11-jähriges Zigeunermädchen, das ertrunken aufgefunden wird.
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Format: Gebundene Ausgabe Verifizierter Kauf
Ich oute mich mal gleich als großer Fan der Commisario Brunetti Romane von Donna Leon, deren tiefsinnige und meist auch spannenden Plots ich sehr schätze. Dementsprechend habe ich mich sehr auf den nun schon 17. Fall ihres venezianischen Commissarios gefreut... und bin schwer enttäuscht.

"Das Mädchen seiner Träume" steht im Einband ausschließlich im Vordergrund der Handlung, wohingegen es im Roman über 100 Seiten - extrem langweilige Seiten - braucht, bis dieser Handlungsstrang beginnt. Zuvor beschäftigt Brunetti das Anliegen eines mit seinem Bruder befreundeten Priesters, der ihn bittet, einen in seinen Augen unter dem Deckmantel des Glaubens agierenden Scharlatan zu überprüfen. Brunetti bringt allerdings dem anfragenden Padre Antonin ebenso viel Mißtrauen entgegen, wie dem selbsternannten Bruder Leonardo. Doch all die philosophischen Gedankengänge und Diskussionen zu Religion und Glauben, die Donna Leon ihren Protagonisten Brunetti erleben lässt, sind ziemlich langweilig, wirr und daher auch langatmig und vollkommen überflüssig.

Der zweite Fall, der Commissario Brunettis 17. Fall seinen Namen gab, beschäftigt sich mit dem Fund einer Mädchenleiche, die zunächst niemand zu vermissen scheint. Als sich herausstellt, dass das 11-jährige Mädchen zu einer Gruppe auf dem Festland lebender Roma gehört und dass es wohl im Hause einer angesehenen venezianischen Familie mit ihren Geschwistern eingebrochen und Schmuck gestohlen hat, hat Brunetti den Verdacht, dass das Mädchen aus dem Haus in den Cnale Grande gestürzt ist oder wurde. Seine Untersuchungen bringen ihn mal wieder in Konflikt mit der Politik und seinem Chef, Vice-Questore Patta.
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