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am 17. Juli 2014
Wenn ein Mann und eine Frau über einen längeren Zeitraum zusammenarbeiten, dann muss sich nicht unbedingt eine Liebesbeziehung entwickeln, aber vielleicht eine innige Beziehung, vor allem wenn die Rollen passend verteilt sind. Genau das ist im Film DAS MÄDCHEN UND DER KÜNSTLER der Fall. Denn die Frau nimmt als unerfahrenes Model eine passive Rolle ein, während der Künstler den aktiven Part spielt, denn so kommen sich beide nicht in die Quere und werden mit der Zeit Einfluss auf den anderen ausüben.

Südfrankreich 1943. Marc Cros (Jean Rochefort) lebt mit seiner Frau Lea (Claudia Cardinale) in einem kleinen Ort nahe der spanischen Grenze. Marc ist bereits 80 Jahre alt. Er ist ein nicht unbekannter Künstler. Er zeichnet, malt und erstellt Skulpturen, wobei immer Frauen das Motiv sind. Doch eines stört ihn. Bis heute hat er seiner Meinung nach nichts Besonderes erschaffen. Nichts was ihn über seinen Tod hinaus berühmt macht. So lebt er nur noch vor sich hin, geht spazieren oder sitzt in einem Straßencafé.

Eines Tages gehen seine Frau und deren Haushälterin Maria (Chus Lampreave) auf dem Markt einkaufen. Dabei entdecken sie eine junge Frau, die sie mit zu sich nach Hause nehmen. Bei der jungen Frau handelt es sich um die Spanierin Merce (Aida Folch), die scheinbar vor dem Franco-Regime geflohen ist. Man bietet ihr Unterschlupf an, indem sie im Haus auf dem Hügel lebt, das gleichzeitig das Atelier von Marc ist. Als Gegenleistung muss sie als Model für Marc arbeiten. Wissend um ihre Situation, nimmt Merce das Angebot an.

DAS MÄDCHEN UND DER KÜNSTLER hat nur eine kurze Einleitung. Bereits nach wenigen Minuten posiert Merce das erste Mal für Marc. Marc sieht in ihr seine letzte Chance, doch noch etwas Großes zu schaffen. Aber es gelingt ihm nicht, denn er setzt sich selbst so unter Druck, dass ihm die entscheidende Idee wohl nicht kommen mag…

Der größte Teil des Films besteht aus der Zusammenarbeit zwischen der lebensfrohen Merce und dem mürrischen Marc, der nur noch auf seinen Tod wartet. Anfänglich ist es nur eine Zweckgemeinschaft, doch mit der Zeit entwickelt sich zwischen beiden eine Verbindung. So ist Marc entsetzt, wie wenig Respekt Merce vor Kunst hat und dass sie kaum etwas darüber weiß. So zeigt er ihr eine kleine Zeichnung von Rembrandt und wird ihr erklären, was darauf zu sehen ist. Das mit einer Begeisterung, die nicht nur Merce, sondern auch den Zuschauer richtig begeistert. Es ist eine von vielen wundervollen Szenen im Film.

Nicht nur die Arbeit im Atelier bestimmt den Film. Es gibt nebenher kleine Geschichten. Zum Beispiel Jungs, die noch nicht in der Pubertät sind und eine nackte Frau sehen wollen. Genauso aber wird auch daran erinnert, dass der zweite Weltkrieg noch nicht zu Ende und Frankreich von den Deutschen besetzt ist.

DAS MÄDCHEN UND DER KÜNSTLER ist durchgängig ein Schwarz-Weiß-Film. Das mag anfänglich vielleicht etwas ungewohnt sein, doch passt es zum künstlerischen Flair des Films und erinnert an die klassische Aktfotografie. Denn genauso werden viele Bilder im Atelier gezeigt.

Zu den Schauspielern muss man nicht viel sagen. Die Namen sprechen für sich. Und so bekommt man Schauspielkunst vom Feinsten zu sehen. Dennoch verdient sich Chus Lampreave in ihrer Nebenolle als anständige Haushälterin einen Extrastern. Allein die Brille die sie trägt, passt bestens zu ihr. Nicht nur deswegen sorgt sie mit ihren Auftritten für humorvolle Momente.

Mit seinen 105 Minuten Laufzeit ist DAS MÄDCHEN UND DER KÜNSTLER vielleicht etwas zu lang geraten, da sich manches im Atelier wiederholt. Doch das ändert nichts am Sehvergnügen. DAS MÄDCHEN UND DER KÜNSTLER ist ein wirklich sehr empfehlenswerter Film jenseits des Mainstreamkinos.

Bild und Ton der Blu-ray sind hervorragend!
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am 22. August 2014
Fernando Truebas -Das Mädchen und der Künstler- ist genau das. Ein Schwarzweiß-Film für Liebhaber der Kunst. Wer gern Filme schaut, um unterhalten zu werden, könnte an der Handlungsarmut von Truebas Film einen Grund zur Kritik finden. Wer sich jedoch für Malerei, Bildhauerei und die schönen Künste überhaupt interessiert, der wird zahlreiche magische Momente erleben. Mir persönlich ist da sofort die Szene im Kopf, als der alte Bildhauer Cros(Jean Rochefort) seinem Model Merce(Aida Folch) eine Rembrandt-Skizze erklärt. Wen das kalt lässt, der hat für Kunst nun wirklich gar nichts übrig...

1943 in den Pyrenäen, im französisch-spanischen Grenzgebiet. Die Widerständlerin Merce ist vor den spanischen Franco Truppen über die Grenze geflohen. Lea(Claudia Cardinale), die Frau des Bildhausers Cros wird auf sie aufmerksam, weil sie glaubt, dass Merce ein gutes Model für ihren Mann wäre. So bieten Lea und Cros der jungen Frau den Job als Model an, dafür darf sie in einer kleinen Berghütte des Malers leben, die gleichzeitig dessen Atelier ist.
Cros stürzt sich in die Arbeit und die geht tatsächlich voran. Doch dann taucht der verletzte Widerstandskämpfer Pierre(Martin Gamet) in der Berghütte auf. Das stört Cros Ruhe und der Bildhauer wird mit in das Kriegsgeschehen hineingezogen. Zu allem Überdruß verliebt sich der alte Cros auch noch in Merce. Es entsteht eine Situtation, in der Cros nur noch einen Ausweg sieht...

Es ist großes Schwarzweiß-Kino mit Anspruch und Tiefgang. Das auf jeden Fall. Angelehnt, jedenfalls wie ich finde, an das Leben Renoirs und noch ein paar anderer großer Künstler. Die Figur Cros, die fiktiv ist, kommt einem immer wieder bekannt vor. Rochefort und Folch sind Dreh- und Angelpunkt der Geschichte. Sie sind ungemein authentisch.

Wer sich für Malerei und Bildhauerei begeistern kann und von den großen, alten Meistern noch immer angetan ist, der sollte sich -Das Mädchen und der Künstler- auf gar keinen Fall entgehen lassen. Für alle anderen Filmfreunde gilt: Ausprobieren und selbst entscheiden. Mir hat der Film gut gefallen. Ich hätte mich allerdings nicht beschwert, wenn ein paar Längen weggefallen wären...
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am 29. Mai 2017
Das Mädchen und der Künstler ist ein wirklich gut gemachter Film. Ein Film über zwei Menschen, die unterschiedlicher nicht sein können. Ein alter Bildhauer und ein junges Mädchen. Ein Mann, der sein Leben schon hinter sich hat und eine junge Frau, die gerade erst anfängt zu Leben. Diesen Film kann man nicht leicht vergessen, er verführt einem zum nachdenken.
Auch ist dieses cineastische Werk mit guten Schauspielern besetzt.. In der Hauptrolle Jean Rochefort und sehr interessant, in einer Nebenrolle Claudia Cardinale. Mit einem Wort großes Schauspielkino.
Der Ton und das Bild sind auch perfekt.
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am 11. Juli 2017
Shot beautifully in black and white, story of an ageing sculpture inspired by a beautiful girl to start sculpting again during the German occuption of France. Jean Rochefort brilliant as the grumpy old sculpture and Claudio Cardinale as his wife ans ex-muse who finds a young beautiful refugee girl and hires him to be his model played by Aida Folch. Disappointed with the fact that it was advertised with English audio and subtitles but only has German and French audio.
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am 12. April 2017
Ein herrlicher Film mit Tiefgang, geschichtlichem Hintergrund, für einen besinnlichen Abend, ausdrucksstark trotz s/w, ruhiger Bildwechsel, schauspielerische Höchstleistung - Was will man mehr?!
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am 21. August 2014
Eine Ode an das Leben und die Liebe. Dieser Film ist eine Komposition aus intensiven Szenen, wenigen Worten und betörender Musik (9.Mahler). Wer das Leben zu genießen weiß, der wird diesen Film lieben. Der Film vereint Witz, Stille, Magie, Einfachheit und Liebe ohne Worte. Er zeigt tiefes Glück, wie man es nur erleben kann, wenn man ein offenes, reines, ehrliches Herz und keine Angst vorm Leben (und damit auch vorm Sterben) hat.
Ich habe nie etwas in vergleichbarer Weise gesehen! Ein Meisterwerk!
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am 28. März 2017
Zauberhafter Film , einfühlsam gespielt, gehört zu dem Genre der leisen Filme ohne großen Aktionen, man darf dem Film als Beteiligter beiwohnen .Schöööön!
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am 13. April 2016
Beide Filme sind total okay, auch der gebrauchte. Der eine kam kurz nach meiner Bestellung, der andere zum versprochenen Zeitpunkt. Danke
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am 30. Januar 2015
Ein wirklich schöner, ruhiger, einfühlsamer Film mit wunderbaren Schauspielern - in Schwarz-Weiß sehr passend zum einfachen, aber doch glücklichen Milieu und zur Stimmung während der Kriegsjahre.
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am 29. Oktober 2015
dieser frz.-spanische film hat vieles, was ich am nicht nur europäischen Film mag:

1. er erzählt seine kleine geschichte geradlinig, unspektkulär und v. a. unaufdringlich. Daraus entsteht die Poesie im kleinen.

2. dem ordnet sich auch die sehr schön dezente film-musik von mahler unter. Für mich ist das alergrößte Übel im heutigen Mainstream-(US-na klar, woher sonst)-Film, dass mir die Filmmusik penetrant-aufdringlich sagt, was ich wann zu fühlen habe. Wirklich sehr erstaunlich, wie wenig andere Filmkunden das zu ärgern scheint.

3. Die Darsteller sind wirklich gut gewählt. Aida Folch mimt die unbelesene und unbekümmerte Naturschönheit vom Lande überzeugend und J. Rochefort spielt hier eine seiner besten Rollen. Ich kann zur deutschen sync nichts sagen, denn zu 95% sehe ich Filme grundsätzlich im Originalton bzw. OmU. Zumindest entgeht mir so nicht die derbe Lache von Aida Folch, während sie mal wieder ihr Essen verschlingt.

4. vollkommen in ihren Bann hat mich aber die magische Kamera von Daniel Vilar gezogen. Er wählt hier frames und perspektiven - z. B. in der Künstlerklause - bei denen ich fasziniert wieder und wieder auf rewind drücken musste, so wundervoll war die Bildkomposition und das Licht. Da tanzt der Staub in der Luft, als die Sonnenstrahlen durchs Fenster fallen. Oder die Sinnlichkeit als sich die Kamera behutsam der schlafenden Aida Folch nähert um sie mit der Linse zärtlich abzutasten. All das hätte bei farbbildern eine völlig andere atmosphäre ergeben. Stattdessen erzeugt Vilar mit seinen verschiedenen Grautönen eine wunderbar poetische Bildsprache, die ich in dieser Qualität noch selten erlebt habe. Fantastisch!

...als kleiner Kritikpunkt wäre der eher einfallslose und sperrige Titel (auch im Original wörtlich "La modele et l' artiste") zu nennen, der nun wirklich nicht dafür sorgt, dass die Massen ins Kino strömen.
Ein etwas geheimnisvoller klingender Titel würde imho besser zum sujet passen.

cheers,>>>>>the notwister - Bewertung = 85% (also knappe 5 Sterne)
###########################################################################################################85%
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