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Alexander Kluge kennt man seit seinem 1962 er Erstlingswerk "Lebensläufe" als unermüdlichen Sammler von Entwürfen einer besseren Welt und so vereint dieses Buch auf wunderbare Weise zu einem großen Teil Geschichten, die bereist in früheren Büchern veröffentlicht wurden.

Die Texte, die zu fünf Kapiteln angeordnet sind, stellen den jeweiligen fokussierten Gegenstand aus unterschiedlichen Perspektiven dar. Das Wort Liebe wird man dabei vergeblich suchen, es ist aber im Status der Figuren als Unausgesprochenes zu entdecken. Alexander Kluge beschwört die widerständige anarchische Kraft der Liebe und zeigt das sich in der Fähigkeit des Menschen sich zu binden seine Stärke begründet ist, dabei ist das Ausmaß der Liebesgeschichten, wie beim Autor gewohnt, weitläufig und verwoben.

Privates und Politisches, Literatur und Musikgeschichte, Fiktion und Realität, Wissenschaft und alltägliche Banalitäten denkt der Autor auf umstürzlerische Weise in diesen 166 Liebesgeschichten zusammen. An Stelle von Liebe tritt in zahlreichen Geschichten herzlose Kälte und es ist sicher vom Autor gewollt, dass man sich in diesem Labyrinth der Gegensätze verirrt und als Leser aufgefordert wird die offenen Stellen mit eigener Erfahrung und eigenen Reflektionen zu füllen.

Die Hauptfigur dieses Buches leiht sich der Autor von Marie-Madelaine de La Fayette, so begibt sich die psychologische einfühlsame "Princesse de Clèves" als sensitive Mediatorin auf die Suche nach den Motiven der Emotionen, wohl wissend, dass die Aufklärung der Gefühle Ingenium bewirkt, um diese in ihrer Vollständigkeit und Verschiedenartigkeit zu beschreiben, auch wenn kompromisslose Schluss bei der "Princesse de Clèves", gemäß dem der Mensch besser sein Seelenheil sichern als nach irdischem Glück streben sollte, heute schwer vermittelbar ist.

Ein wunderbares Buch über die Gefieder der Seele und die Notwendigkeit Liebe nicht als "Attraktor" zu betrachten, sondern immer zu bedenken, dass dabei auch immer die Beobachtung der so genannten zweiten Ordnung eine zentrale Rolle spielt.
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am 20. Februar 2010
Das Leben schreibt die besten Geschichten, heißt es immer. Es bedarf jedoch meistens eines "Arrangeurs", der diese Geschichten als findet, ordnet und so bearbeitet, dass sie nicht einfach nur gut, sondern auch noch (nach-)erzählenswert sind. Ein solcher ist Alexander Kluge.
Dabei ist er nicht auf das "Krawallige" aus, sondern geht sowohl bei der Auswahl als auch bei der Darstellung der Stoffe sehr subtil vor. Deswegen enden die Geschichten häufig völlig pointelos, lösen sich einfach auf im Nichts. Wie die Liebe selbst, manchmal...
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