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Das Labyrinth der Wörter: Roman (Französisch) Gebundene Ausgabe – 15. Februar 2010

4.3 von 5 Sternen 153 Kundenrezensionen

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“Mit dem Nachdenken anzufangen ist etwa so, wie wenn man einem Kurzsichtigen ein Brille gibt.“ Ganz besonders gilt das für Ich-Erzähler Germain Chazes, den seine Mutter von Klein auf für einen Dummkopf hält. „Wenn Du unter einer Glasglocke aufgezogen wirst, kannst Du keine großen Höhenflüge machen.“ Dann trifft der großgewachsene Mann im Park die kleine Margueritte Escoffier. Die alte Dame liest ihm Albert Camus’ Die Pest vor. Oder Bücher von glücklichen Mutter-Sohn-Beziehungen und exotischen Amazonas-Indianern. Margueritte schenkt ihm ein Wörterbuch, „ein großartiges Labyrinth, indem man sich voller Glück verirrt!“ Weil sich die 86-Jährige wirklich dafür interessiert, was der 45-Jährige denkt, wird sie zu seiner Vertrauten.

Zur alten Muse und zu der zu Lebzeiten gefühlskalten Mutter, die Germain wie einen spitzen Kieselstein in seinem Schuh empfindet, gesellt sich Liebhaberin Annette. Immer wieder treffen oder prallen Mann und Frau aufeinander. Beim ungleichen Paar Margueritte und Germain entsteht Marie-Sabine Rogers ganz eigene Version eines Vorlesers. So reift Das Labyrinth der Wörter zu einem feinen kleinen Entwicklungsroman, für den die französische Autorin in ihrem Heimatland zu Recht viel Lob erhielt. Die Härten des Lebens umgarnt die märchenhafte Geschichte überraschend zart. Was manche Kritiker dabei für glatt gebügelt halten, nennen andere einen optimistischen Blick in die Zukunft. Ganz ohne Zweifel gelingt Roger ein liebevolles Loblied auf die heilende Kraft geschriebener Worte.
– Herwig Slezak

Pressestimmen

»Eine Geschichte, warmherzig erzählt, die so wunderbar ins Bild eines idyllischen Südfrankreich passt und die man sich am besten vorlesen lässt.« (Aachener Zeitung, 03.04.2010)

»wunderbar leicht und doch profund und voll ruppigem Charme […] ein Buch, das Lebensmut und Lebensfreude schenkt. Lesen Sie Das Labyrinth der Wörter!« (druckfrisch, ARD, 28.03.2010)

»Einfach schön!« (Aschaffenburger Stadtmagazin, 04.2010)

»mit herrlicher Leichtigkeit« (Börsenblatt, 11.06.2010)

»Roger erzählt ohne Sentimentalität von zwei Menschen, die zweierlei verbindet: gute Laune, von Anfang an, und die Liebe zu einer richtig guten Geschichte.« (Brigitte)

»Eine kluge, warmherzige und unsentimentale Liebes- und Lebensgeschichte […] Man kann nur staunen über dieses lebendig-leicht erzählte, wunderbar zarte, warmherzige Buch« (Buchprofile, 04.2010)

»Naive Lebens- und Lesefreude ist es, was diese Geschichten uns vermitteln – wenn wir uns auf ein modernes Märchen inklusive Happy End einlassen.« (BZ, 12.08.2010)

»Eine zauberhafte Liebesgeschichte« (Das Beste für die Frau, 04.2010)

»Das Labyrinth der Wörter' vermittelt das Glück des Lesens.« (denglers-buchkritik.de, 29.03.2010)

»ein besonders schönes Buch« (Deutschlandradio Kultur, 18.06.2010)

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Format: Gebundene Ausgabe
Germain sagt das, was er denkt, mit den Wörtern, die ihm zur Verfügung stehen. Und das sind nicht so viele, da er nicht der Schlauste ist. Germain, ein Hüne und etwas einfältig, lernt beim Tauben zählen im Park die kultivierte und feinsinnige alte Dame Margueritte kennen. Obwohl die beiden nicht unterschiedlicher sein könnten, freunden sie sich an. Bisher stand Germain nicht auf der Sonnenseite des Lebens, doch Margueritte bringt ihm die Anerkennung entgegen, die Germain noch nie erfahren durfte, sie begeistert ihn für die Welt der Bücher und verändert dadurch sein Leben.

Wenn man glaubt, das Buch ist lediglich eine nette Erzählung mit einem ungebildeten, einfachen Kerl als Hauptperson, der nicht einmal in der Lage ist, einen anständigen Satz zu bilden, ohne daß ein Haufen schmutziger Wörter darinsteckt, dann irrt man sich gewaltig. >Das Labyrinth der Wörter< hat viel mehr Tiefgang, als es vermuten läßt.

Es ist eine zarte Geschichte voller Menschlichkeit, Zuneigung und Gefühl erfrischend humorvoll erzählt. Eine Prise Nachdenkliches ist eingewebt, um die Lebensumstände von Germain zu erklären. Doch dieses ist niemals schwer, sondern erzeugt sprachliche Bilder vom Platz in der Gesellschaft und schließlich davon, dass man nur mit dem Herzen richtig sieht.

Der bodenständige Germain mit seinen frechen Aussagen, seiner nachvollziehbar klaren Denke und seiner sensiblen Seele wirkt ansteckend lebendig und liebenswert.
(Eine meiner Lieblingsaussagen von ihm: "Überlegen hilft mir beim Denken.")

Fesselnd ist dieses Buch, das mit seiner herrlich direkten Sprache und den knappen, aussagekräftigen Kapiteln den Zeitgeist trifft.
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Von Carl-heinrich Bock HALL OF FAME REZENSENTTOP 1000 REZENSENTVINE-PRODUKTTESTER am 9. Juni 2010
Format: Gebundene Ausgabe
Wunderbar, dass es auf dem Buchmarkt immer mal wieder diese unverhofften literarischen Entdeckungen gibt. Von der in Südfrankreich lebenden Autorin war bisher in Deutschland noch nichts zu lesen. Schon bei ihrem ersten Junior Roman "Rigolo, Dakil le Magnifique" den die Grundschullehrerin Rocher Anfang 2000 geschrieben hat, hatte sie Spaß im Umgang mit der Sprache, ja dem Erstellen einer neuen Sprache durch einen Gnom. "Das Labyrinth der Worte" erschien unter dem Originaltitel "La tête en friche" im Jahr 2008 und erhielt 2009 den Prix Inter. Der Roman wurde aus dem Französischen von Claudia Kalscheuer kongenial übersetzt.

Zum Plot: Der etwas ungewöhnliche Romanheld und Ich-Erzähler dieser märchenhaften und unkonventionellen Liebesgeschichte heißt Germain. Er ist kein Wunschkind, wurde von seiner Mutter streng erzogen, hat seinen Vater nie kennengelernt und sich mit "Ach und Krach" durch die Schule gequält. Ohne Schulabschluss führt er seither ein tristes Leben, verdient sich mit Gelegenheitsjobs gerade so viel wie er zum Leben benötigt. Er ist ungebildet bis an die Grenze zur Debilität, so dass ihn seine Freunde neckend den "Trottel" nennen. Dieser schrullige, kontaktarme 45 jährige Quartalstrinker Germain, 1,89 cm groß und 110 Kilogramm schwer, ist zwar ein Dummkopf, aber doch schlau genug um zu wissen wie beschränkt er ist. Er lebt in einem Wohnwagen auf dem Grundstück seiner Mutter, baut Gemüse an und schnitzt kleine Tiere aus Holz, vornehmlich Katzen und Hunde.

Wie kommt nun so ein Mensch zum Lesen? Davon erzählt Marie-Sabine Roger in diesem wunderbaren, einfühlsamen Buch.
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Format: Gebundene Ausgabe
Eine wunderbare Geschichte über einen beinahe analphabetischen Mann mitte vierzig, der mithilfe einer kleinen alten Frau nicht nur die Freude am Lesen entdeckt, sondern auch viel über seine Kindheit lernt. Der Ich-Erzähler Germain erzählt mit herrlicher Ironie und Naivität von seinem Leben. Dabei kommt man nicht nur ins Schmunzeln, sondern verliebt sich auch in die direkte Art von Germain.
Leider ist die deutsche Übersetzung nicht besonders gelungen, der Witz des französischen Originals geht teilweise verloren. Für jeden, der das Original nicht kennt ein herrliches Buch, für all jene, die sich in das französische Werk verliebt haben eine herbe Enttäuschung.
Trotz der mittelmäßigen Übersetzung ein schönes, abwechslungsreiches Buch, mit einem nicht ganz alltäglichen Thema.
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Format: Gebundene Ausgabe
Was für eine charmante Geschichte! Im Mittelpunkt steht der etwas unterbelichtete Germain, der im Wohnwagen haust und im Garten Gemüse züchtet. Seine Zeit verbringt dieser Hüne am liebsten im Park, wo er die Tauben zählt und seinen Namen auf das Gefallenendenkmal schreibt. Eines Tages lernt er im Park eine zierliche alte Dame kennen, die seine Faszination für die Tauben teilt. Überraschenderweise freunden sich die beiden an, und die kultivierte alte Dame nimmt sich das scheinbar Unmögliche vor: den ungebildeten Mann für die Welt der Bücher zu gewinnen ... Mehr will ich hier nicht verraten, denn der Roman wartet mit einigen Überraschungen auf. Eine zu Herzen gehende Geschichte, die von einer ungewöhnlichen Freundschaft und der Liebe zur Literatur handelt. Die Figuren gehen einem nicht mehr aus dem Kopf.
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