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Das Löwenmädchen: Roman Gebundene Ausgabe – 19. Februar 2008

4.3 von 5 Sternen 21 Kundenrezensionen

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Produktinformation

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Er recherchiert genau, beobachtet intensiv, komponiert seine Geschichten durchdacht und verpackt bittere Wahrheiten in seine wunderschöne, poetische Sprache. [...] ein beunruhigender, trauriger und beschämender Gesellschaftsroman [...].« (Der Spiegel)

»[Erik Fosnes Hansen] meldet sich zurück in der europäischen Literatur. Und wir können uns nur darüber freuen.« (Vladimir Balzer Die Welt)

»Die Geschichte vom Löwenmädchen [...] ist eine kluge, sprachlich brillante, traurige Parabel [...].« (Stephan Opitz Süddeutsche Zeitung)

»Es gibt Bücher, bei denen man den Eindruck gewinnt, der Autor habe – auf wohltuende Weise – alles richtig gemacht. Das Löwenmädchen gehört zu dieser raren Spezies.« (Neue Zürcher Zeitung)

»Feinfühlig und unterhaltsam, humorvoll und zugleich ernst...« (Margarete von Schwarzkopf NDR 1)

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Erik Fosnes Hansen wurde 1965 in New York geboren. Er wuchs auf in Oslo, wo er heute lebt. Zwei Jahre studierte er in Stuttgart (und spricht hervorragend Deutsch), arbeitet als Rezensent und Literaturkritiker für die Zeitung Aftenposten und schreibt derzeit an einem neuen Roman.
Seinen ersten Roman Falkenturm schrieb er im Alter von 18 Jahren, - das Buch wurde gleich nach seinem Erscheinen 1985 in Norwegen als literarisches Ereignis gefeiert. In den Ländern, in denen dieser Mittelalter-Roman erschien (u.a. in Deutschland, Holland und Schweden), waren die Kritiker derselben Meinung wie ihre norwegischen Kollegen.
Choral am Ende der Reise erschien in Norwegen 1990 und wurde sofort zum größten Kritiker- und Publikumserfolg seit Jahrzehnten.
Der vielleicht auffälligste Aspekt des Buches ist Fosnes Hansens Fähigkeit, gute und mitreißende Geschichten publikumsfreundlich zu erzählen, ohne dabei die literarischen Qualitäten des Werkes zu vermindern. Seine Bücher sind von genauer Recherche, durchdachter Komposition und hoher sprachlicher Qualität geprägt. Für Choral amEnde der Reise wurde Erik Fosnes Hansen im Dezember 1990 mit dem Literaturpreis Riksmålsprisen ausgezeichnet. Dieser Preis ist eine der wichtigsten literarischen Preise Norwegens, und Erik Fosnes Hansen ist der bisher jüngste Träger dieser Auszeichnung.
Die Geschichte beginnt am 10. April 1912. An diesem Tag gehen im englischen Southampton sieben Musiker an Bord eines neuen Riesendampfers, der auf seiner Jungfernfahrt mehr als 2.000 Menschen nach New York bringen soll. Das Schiff heißt Titanic, und die Musiker bilden das Schiffsorchester, eine zusammengewürfelte Truppe aus aller Herren Länder. Da sind Jason, der ungeratene Sohn eines Londoner Arztes, und Alex, der vor der Polizei in St. Petersburg fliehen mußte; Leo, das einstige Wunderkind aus Württemberg, und David, der junge Jude aus Wien, den die Liebe in die weite Welt trieb, sowie schließlich Petronius, der von Marionettenspielern in Italien aufgezogen wurde. Während der fünf Tage, die ihnen an Bord verbleiben, lernt der Leser ihre so unterschiedlichen Lebensgeschichten kennen – Biographien voller Hoffnungen und Niederlagen, voller Leidenschaften und Verzweiflung.
Selten treffen in einem Roman literarisches Können, historische Recherche und spannende Unterhaltung so zusammen wie in Erik Fosnes Hansens Choral am Ende der Reise.

Kundenrezensionen

Top-Kundenrezensionen

Format: Gebundene Ausgabe
Der norwegische Schriftsteller Erik Fosnes Hansen wurde 1965 in New York geboren. Aufgewachsen ist er in Oslo, wo er heute auch lebt und arbeitet. Schon sein erster, mit 18 Jahren geschriebener und in Deutschland noch wenig beachteter Roman "Falkenturm" wurde von der norwegischen Kritik und auch von der in den anderen Ländern , in denen er erschien als ein literarisches Ereignis ganz besonderer Klasse gewürdigt.

Der große Durchbruch gelang Erik Fosnes Hansen mit dem 1990 erschienenen Roman "Choral am Ende der Reise", in dem er die letzten Stunden auf der 1914 untergegangenen Titanic beschrieb. Schon damals beeindruckten neben genauester Recherche die außerordentliche Komposition und die sprachliche Qualität des Buches. Ich habe es seit dieser Zeit mehrmals gelesen, und war jedes Mal aufs Neue begeistert von den bewegenden Lebensgeschichten der dort vorgestellten Musiker.

In seinem neuen Buch "Das Löwenmädchen" erzählt Hansen vom Schicksal einer Außenseiterin. Es ist eine Geschichte aus weiter Vergangenheit, ungefähr zur selben Zeit angesiedelt wie seine Titanic-Geschichte und doch ist seine traurige Botschaft aktuell wie nie zuvor: Wer vom gesellschaftlichen Ideal abweicht , wird ausgeschlossen, auf die eine oder andere Art und Weise.

"Das Löwenmädchen" ist die Geschichte eines Mädchens, das auf eine ganze besondere Weise ins Leben kommt. In einer kalten Winternacht des Jahres 1912 bekommt Ruth Arctander, die schwangere Frau des Stationsmeisters Arctander nach einem Sturz auf der glatten Straße zu früh ihre Tochter und verliert dabei ihr eigenes Leben.
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Format: Gebundene Ausgabe
Die Mutter stirbt bei der Geburt, das Kind lebt. Am 13. Dezember 1912 wird Eva geboren, ein Mädchen, das über und über mit hellblondem Haar bedeckt ist. Ein irreparabler Gendefekt. Vater Arctander, der pflichtbewusste und harte Stationsvorsteher in einem kleinen norwegischen Dorf, lehnt das Kind ab. Er versteckt es, er schämt sich seiner, es würde seiner bürgerlichen Reputation schaden, es ist eine Schande.

Erik Fosnes Hansen hat vor einiger Zeit mit dem internationalen Bestseller "Choral am Ende der Reise" erfolgreich auf sich aufmerksam gemacht. Gleiches dürfte ihm mit dem neuen Roman "Das Löwenmädchen" gelingen. Denn die bewegenden Geschichte einer Außenseiterin ist ein brillanter Roman, der nicht nur durch die außergewöhnliche Geschichte besticht, sondern auch durch die hervorragende literarische Behandlung.

Es ist ein schonungsloser Roman, der dem Leser nichts erspart, der den Leser mitnimmt in eine fremde und sehr bedrückende Welt. In die (Seelen-)Welt einer Außenseiterin, die ausgegrenzt und verachtet ihren Weg machen muss - und macht. Am Anfang war die Einsamkeit, abgeschottet von der Dorfgesellschaft, vom Vater pflichtmäßig versorgt, aber liebevoll betreut von einer Amme. Lediglich die Apothekerin und der Dorfarzt wissen um dieses Kind. Und der Bahnhofsfunker eröffnet Eva erstmals die Tür nach "außen", in dem er das Kind morsen lehrt. Doch das Geheimnis um Eva, "dieses merkwürdige Mädchen mit dem ungewöhnlichen Äußeren", spricht sich herum. Und später wird die Wissenschaft auf "den Fall" aufmerksam und macht das Löwenmädchen zum Objekt ihrer Neugier.
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Format: Gebundene Ausgabe
"Momente der Geborgenheit" vom selben Autor war für mich ein herausragendes Buch. Doch so erhebend die Lektüre jenes Buches war, so bedrückend empfand ich die des Löwenmädchens. Man sollte also keine "Momente der Geborgenheit, Teil 2" erwarten. Geschrieben ist das Buch wieder in einer schönen Sprache, wobei ich auch die überdurchschnittlich gute Übersetzung hervorheben möchte. (Da verzeiht man es dann gerne, dass an einer Stelle der Schaffner eine Flöte im Mund hat, wo vermutlich eigentlich eine Trillerpfeife sein sollte.)
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Format: Audio CD
Hansen erzählt in Das Löwenmädchen" die ergreifende Geschichte einer Außenseiterin. Für mich DAS Highlight des Buchjahres! Ein genialer Text, der von einer wunderbaren Sprecherin interpretiert wird. Thalbach schafft es, den Hörer zu packen und an das Schicksal des Löwenmädchens zu binden. Ihre Stimme ist genau, wie man sich die kleine und später auch große Eva vorstellt: Verletzlich und doch eigensinnig. Eine geniale Besetzung und wirklich die literarische Sensation des Jahres!
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Format: Taschenbuch
Lange hat man auf den neuen Roman von Erik Fosnes Hansen warten müssen - über 10 Jahre... Doch schließlich hat es sich gelohnt! Auch, wenn der ein oder andere enttäuscht sein mag, dass es nicht der 2. Teil der grandiosen "Momente der Geborgenheit" geworden ist... Diesmal sind es nicht - wie in den beiden Büchern zuvor - mehrere brilliant ineinander verwobene Geschichten, sondern Hansen erzählt die Lebensgeschichte (zumindest deren Anfang) de "Löwenmädchens" Eva. Wie gewohnt in seiner unvergleichlichen Sprache (nebenbei bemerkt auch hervorragend übersetzt von Hinrich Schmidt-Henkel!), die den Leser unverzüglich in ihren Bann zieht. Dem Autor ist eine wunderbare, auch exzellent recherchierte, Fabel gelungen, die man weiß Gott nicht "einfach herunterliest", aber dennoch in einem Stück - mit größtem Genuss. Bleibt zu hoffen, dass nicht wieder zehn Jahre vergehen, bevor der neue Roman von Erik Fosnes Hansen ercheint!
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