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timediver® hatte sich bereits eingehend mit "Das Konstanzer Konzil. Essays" beschäftigt und war deshalb besonders gespannt auf den "Katalog", den ich natürlich zum Besuch der vom 27. April bis 21. September im Konstanzer Konzilsgebäude währenden Ausstellung mitnehmen sollte.

Nachdem ich am 12. Juli 2014 nach 1970 und 1995 zum dritten Mal in der altehrwürdigen Stadt am Bodensee eingetroffen war und trotz des samstäglichen, eidgenössischen Shoppingtourismus einen Parkplatz gefunden hatte, begab ich mich schnurstracks zu dem im Jahre 1388 als Warenlager und Umschlagplatz für Handelswaren am Konstanzer Hafen errichteten Konzilgebäude.

In dem dreigeschossigen, von einem Walmdach gedeckten massiven Steinbau fand nicht nur am 11.11. [sic!] 1417 die Wahl des Römers Oddo di Colonna zum Papst Martin V. statt, es ist vielmehr auch die Location der Ausstellung "1414 - 1418 - Weltereignis – Das Konstanzer Konzil". Das mit seiner Grundfläche von 23 x 50 Metern als größter erhaltener mittelalterlicher Profanbau in Süddeutschland geltende Gebäude beherbergt in seinem Erdgeschoss bereits seit 1912 ein Restaurant, während weitere Räume als Festsaal und Kongresszentrum genutzt werden. Der nicht die gesamten Ausmaße des einstigen Handelshauses einnehmende Ausstellungsraum befindet sich im ersten Obergeschoss. Die in einzelnen Abteilungen zu verschiedenen Themata zusammengestellten Exponate weisen in ihrer jeweiligen Kurzbeschreibung zwar eine Inventarnummer des jeweiligen Leihgebers (insgesamt über 100 europäische Museen, Bibliotheken, Galerien usw.) und in einigen Fällen auch eine Nummer für den Audioguide vor, eine durchgehende Nummerierung fehlt allerdings.

Bei dem 392seitigen, blau eingebundenen Band handelt es sich nicht um einen reinen Ausstellungskatalog im klassischen Sinne. In fünf Kapitel, die weder in ihren Überschriften noch Inhalten mit denen des ersten, goldfarben eingebundenen Essay-Bandes übereinstimmen zeichnen sich über 60 Autoren aus Deutschland und dem europäischen Ausland für ebenso viele "Katalog-Essays" verantwortlich. Während die Exponate, welche zur Visualisierung des Textes eingefügt wurden, in jedem Essay die Bezeichnung Abb. 1, Abb. 2 usw. tragen, werden insgesamt 270 Ausstellungstücke in jeweils unterschiedlicher Anzahl am Ende eines jeden Kapitels präsentiert. Die Erläuterungen zu den einzelnen Artfakten gehen, wie auch die Anzahl in ihrer breite und tiefe weit über das hinaus, was in der Ausstellung geboten wird. Am besten gefällt timediver® das letzte Kapitel zum Ausklang und Perspektive des Konzils sowie seiner 550jährigen Rezeption. Allen voran der etwa zwei Meter hohe Miniaturabguss der vom Bildhauer Peter Lenk geschaffenen Skulptur der "Imperia". Neun Meter hoch und 18 Tonnen schwer, aus Beton gegossen. Die Figur ist aus Beton gegossen, neun Meter hoch, 18 Tonnen schwer steht bereits seit 1993 als Wahrzeichen der Stadt auf dem Pegelturm des Konstanter Hafens. Damit man dies staatliche Erscheinung rundum bewundern kann, dreht sie sich mit Hilfe eines Rundtisches innerhalb von vier Minuten einmal um die eigene Achse.

Sicherlich kann auch dieser "Essay-Katalog" einen Besuch der Ausstellung und ihres Rahmenprogramms sowie der Stadt Konstanz nicht vollends ersetzten. Er eignet sich jedoch hervorragend für einem tieferen Einstieg zur Nachbereitung eines Ausstellungsbesuches und Erinnerungsstück. Auch anderen am Thema Interessierten, denen sich jedoch keine Möglichkeit für eine Reise an den Bodensee bietet, kann dieser hervorragende gestaltete Band nur empfohlen werden.

5 Amazonsterne.

Wem das immer noch nicht ausreicht, sei der Schuber-Doppelpack "Das Konstanzer Konzil. Katalog und Essays: 1414-1418. Weltereignis des Mittelalters" empfohlen.
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