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am 28. Februar 2014
Ich muss gestehen, nicht ohne Skepsis in diesen Film gegangen zu sein! Western...Österreich....passt das zusammen?
-Die Antwort bekommt man bereits in den ersten Minuten des atmosphärisch glänzenden Filmes geliefert: JA!

Die triste Schneelandschaft, das gewaltige Bergpanorama und die Filmmusik, die hervorragend mit den markanten Bildern harmoniert, schaffen es, einen von Beginn an zu fesseln!

Man meint zwar, als Filmfan, den Verlauf der Story vorauszuahnen, aber es dauert doch ein Weilchen länger, bis man erahnt, "wo der Hund begraben ist"...Gegen Ende hin steigert sich das Szenario zu einem spannenden Höhepunkt und auf die teilweise nervenzerreißende Langsamkeit folgen Taten (...und WAS FÜR Taten...).

Obwohl der Film mit wenigen Dialogen auskommt, tut das der Unterhaltung keinen Abbruch. Im Gegenteil...Ich empfand es als angenehmes Novum, eine Geschichte ohne den exzessiven Einsatz von Sprache vermittelt zu bekommen.
Der österreichische Regisseur Andreas Prohaska präsentiert: ein raues Klima, epische Landschaftsbilder, markante, wettergegerbte, zerfurchte Gesichter...das alles zieht einen wie ein Sog in den Film hinein!

Der Einsatz von Sprache ist, wie bereits erwähnt, kurz gehalten, aber wenn geredet wird, dann hat das dafür eine besonders starke Wirkung. Die Dorfbewohner sprechen ein (mildes) Tirolerisch und Greider mit englischem Akzent! Dies verleiht dem Film einen zusätzlich individuellen Touch!

Die Schauspieler liefern allesamt einen hervorragenden Job ab! Da sie mit wenig Worten auskommen mussten, vermitteln sie viel mit Mimik und Gestik. Tobias Moretti gibt den "Bad guy" erschreckend überzeugend, Sam Riley nimmt man den geheimnisvollen Fremden sofort ab und Paula Beer, die als gebürtige Deutsche das Tirolerische exzellent spricht, haucht der Figur der Luzi Leben und Intensität ein.
Auch die Nebenrollen wissen zu überzeugen: Hans-Michael Rehberg als Patriarch spielt hervorragend, Thomas Schubert vermittelt gekonnt die Zerrissenheit seiner Figur und Heinz Ollesch mimt (in einer kurzen, aber beeindruckenden Sequenz) den wohl mächtigsten Dorfschmied der Filmgeschichte!

Ich muss gestehen, kein Western-Fan zu sein, aber diese besondere Kombination hat einen ganz speziellen (düsteren) Charme! Der Spagat zwischen Heimatfilm und Western ist m.M.n hervorragend geglückt! Es gibt keine Übertreibungen, keine Peinlichkeiten...nur nervenzerreißendes Understatement!

Fazit:
Der Film hat eine eigene Magie, auf die man sich einlassen sollte...Von mir gibt es eine ganz klare Empfehlung auch für Nicht-Western-Fans!
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am 24. September 2014
Ich habe das Buch von Thomas Willmann gelesen und konnte mir die Verfilmung dessen nicht entgehen lassen. Mein Fazit: Kongeniale Umsetzung, passende Schauspieler, perfektes Setting. Auf einer großen Kinoleinwand muss die Wirkung umwerfend gewesen sein.

Es ist viel geschrieben worden vom Alpenwestern - eine gewollte Übereinstimmung, die weder Autor noch Regisseur Prochaska leugnen. Dass es funktioniert liegt an dem guten, sicheren Handwerk, das beide verstehen: Es ist High Noon und Gary Cooper schlakst daher, die gekrümmte Hand Zentimeter vom Revolverhalfter. Im finsteren Tal stehen sich ein Fremder namens Greider und die sechs Söhne des Brennerbauern gegenüber.

Eine Landschaft in schwarz-weiß tut sich auf, als der Fremde auf seinem Pferd, die Winchester noch gut versteckt, den Eingang zum Tiroler Hochtal passiert. In stummer Größe, den Cowboyhut tief in die Stirn gedrückt, vor beißenden Winterwinden geschützt, bevor der erste Schnee fällt, der ihm die Rückkehr ins Tal verweigern wird. Im Buch ein Maler, ist er im Film Fotograf. Eine einzige Abweichung. Der Opener aber ist ein Stück vom Ende, es hält wach und interessiert am Warum. Als Nichtkenner der literarischen Vorlage ist man gespannt, was es mit der harschen Entdeckung des offensichtlich versteckten Paares auf sich hat. Eine Story, auf zwei Ebenen erzählt, die zum Grund von Greiders Besuch im Bergdorf wird.

Man muss nicht viel tun und den Film auf sich wirken lassen: lastende Stille, in der jeder knackende Zweig zum Kanonendonner wird. Greiders stummes Ausharren am Holzkreuz. Die Fotografie der Mutter. Die platzierte Offstimme Luzis, der Tochter seiner Herbergsmutter. Die lauernden Brennerbrüder. Die Trauer in Bräutigam Lukas' Gesicht. Irgendetwas läuft hier schief. Es lastet auf den Bauern und Krämern wie der Schnee auf ihren finsteren Holzhütten. Man spürt es als Zuschauer in jeder Zehe.

So getragen der Anfang ist, so gewaltig kommt die Lawine ins Rollen; ein Showdown, der Gary Cooper den schweißdurchtränkten Cowboyhut vom Kopf gefegt hätte.

"Hat halt net 'passt", meint Luzi ganz am Ende.

Gepasst haben mir vor allem die Schauspieler. Sam Riley als schweigsamer Greider auf Deutsch mit amerikanischem Akzent. Tobias Moretti als Brennersohn, Paula Beer als Luzi im passenden, tirolerischen Dialekt. Sämtliche Nebenbesetzungen, Kostüme, Schauplätze sind mit Sorgfalt gewählt, wie das interessante, 45minütige Making Of erzählt. Die passende Kulisse bot das Südtiroler Schnalstal, wo die Zeit auch in Wirklichkeit stehengeblieben sein mag.

Ein Wort zum Score: moderne Musik über historische Themen zu legen ist nicht neu, aber äußerst effektiv. Ich bin begeistert. Es verknüpft das Vergangene mit dem Heute und erzählt uns, dass diese Geschichte alter Traditionen keineswegs aus der Welt ist, solange es Menschen gibt, die sich zum Herren anderer aufschwingen. Das "Amen" des Priesters klingt dazu wie ein dröhnendes "Basta".

Ich empfehle den Originalroman von Thomas Willmann zu lesen und sich an der schönen Sprache zu erfreuen.
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am 22. August 2015
Wie das im Bonus befindliche Making Of deutlich macht, hatten die Macher von Beginn an einen Western im Hinterkopf als sie sich an die Umsetzung der Vorlage machten. Sie bedienen die Klischees geschickt, nutzen die Natur stimmungsvoll zur atmosphärischen Gestaltung aus und lassen vergessen, dass die Handlung in den Alpen und nicht den Rocky Mountains spielt. Die Kürzungen des Stoffes gelingen fast immer und die Änderungen sind stimmig. Einzig die zeitliche Straffung der Handlung lässt mehrfach Momente aufkommen, die nicht logisch wirken. Die Ausstattung macht ebenso Laune wie die Bildgestaltung. Wie bei den meisten Western weiß man als Zuschauer immer, was passieren wird, doch die Inszenierung lässt fast nie Langeweile aufkommen. Dazu kommt, dass die Darsteller gut ausgewählt wurden, denn keiner der Beteiligten agiert blass. Fans von Western werden den Film als Alternative sicherlich mögen, während Heimatfilm-Liebhaber sich anschauen können, wie bereits vor Jahrzehnten mancher Heimatfilm hätte aussehen können. Denn viele Heimat-Stoffe erzählen Geschichten, die im klassischen Western gängig sind. Der Film wird nicht jedem Zuschauer gefallen, ist es aber wert, eine Chance zu bekommen, dass man sich darauf einlässt.
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am 23. Juli 2015
Bei Western denkt man nicht automatisch an ein verschneites Bergdorf in Südtirol und dennoch schafft es Regisseur Andreas Prochaska (»In drei Tagen bist du tot«) die Buchvorlage würdig auf die Leinwand zu bringen.
Gegen Ende des 19. Jahrhunderts kommt der junge Mann und Fotograf Greider (Sam Riley) in ein winziges, abgelegenes Bergdorf, welches von dem alten Brenner-Bauern und seinen sechs Söhnen dominiert wird, um den Winter dort zu verbringen. Bald stellt sich heraus, dass der Mann nicht gekommen ist, um schöne Bilder aufzunehmen.
Auch wenn der Film die wochenlange Annäherung Greiders an die Dorfbewohner in der Breite nicht darstellen kann, schafft er es eine unglaublich eindrucksvolle Kulisse und Atmosphäre einzufangen, welche bei den großen Titeln aus den USA oft fehlen. Der Film lebt weder von der immer gleichen Rachegeschichte, noch einem Sam Riley, den man schon überzeugender gesehen hat. Vielmehr unterstützen die Darbietungen der Dorfbewohner und Antagonisten dieses wortkarge, bildgewaltige Werk. So mancher Zuschauer wird bei dem Dialekt jedoch ohne Untertitel seine Probleme haben.
Die Optik, das Tempo, die (Klang-)Atmosphäre und die durchweg überzeugenden Leistungen der 'einheimischen' Schauspieler machen »Das finstere Tal« zu einem düsteren aber eindrucksvollen Erlebnis, das sich zum Glück von dem deutschen Nazi- oder Krimifilmeinheitsbrei deutlich abhebt. Die Blu-Ray vermag dieses technisch hervorragende Werk kinoreif wiederzugeben.
Leider traut die Handlung den Dorfbewohnern kaum Eigeninitiative zu, sodass der amerikanische Held mal wieder alles richten muss.
[BLU-RAY]: Format: 2,35:1 // Laufzeit: 115min (uncut) // Audio: DTS-HD 5.1 Deutsch (Dialekt) // Untertitel: Deutsch // Extras: Trailer, Trailershow, Making of, Deleted Scenes, Audiokommentar des Regisseurs, Audiokommentar von Filmjournalist Christian Fuchs // Wendecover: Nein // Region: ABC // Sonstiges: -
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am 7. September 2015
Fast 200 Rezensionen already, was kann ich hinzufügen? Der Film hat etwas Märchenhaftes, Unwirkliches, und ist trotzdem durchgehend glaubhaft. Auf der Stelle glaube ich, dass es irgendwo solche Dörfer gibt. Und solche miesen Kerle kann ich mir auch gut vorstellen. Ein Western, in den Schnee verlegt, der einsame Rächer, der plötzlich aufkreuzt. Ach, ich liebe den Film. Allein die Szene in der Kirche ... Ja Moment mal, was redet denn der Pastor da? Ich will nichts verraten, seht ihn euch an.
88 Kommentare| 3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 4. Oktober 2014
Hallo
was soll ich sagen: WAS FÜR EIN FILM.
Ich möchte etwas anders anfangen, denn es gibt 3 Sachen die ich nicht gewusst habe:
1. Es ist ein Code für eine Digitale Kopie dabei
2. Wendecover, finde ich immer gut
3. Am Anfang kann man auswählen, ob man sich den Film als Hörfilm anhören möchte. Finde ich für Blinde oder für Menschen mit einer sehr starken Sehbehinderung echt Klasse und ich habe das bewusst vorher noch bei keinem Film gesehen.

Ich habe den Film letzten Samstag im Blitzangebot für 9,97 Euro gekauft und schwupp....Montag war er schon da. Also ganz schön fix. Eben habe ich die nötige Ruhe gehabt ihn mir anzuschauen und habe mich nun sofort hingesetzt um meine Bewertung zu schreiben.
Vielleicht sollte ich noch erwähnen, das ich bis zu dem Blitzangebot noch Nichts von dem Film gehört hatte. Ich habe mir dann den Trailer angesehen, Bewertungen hier bei Amazon gelesen und wusste das ich bei dem Film nichts falsch machen konnte. Und ich wurde nicht enttäuscht, ein beindruckender und sehr spannender Film.
Ich möchte jetzt gar nicht weiter im Detail darauf eingehen was genau passiert. Das haben ja schon genug andere geschrieben. Alleine den Spagat hinzubekommen einen Western in einem Alpendorf spielen zu lassen, ist schon bemerkenswert. Es passt wirklich alles perfekt. Die Musik ist einsame spitze und die famosen Landschaftsbilder und die Mimik der Schauspieler ersetzen Dialoge die manches so hätten nicht bewirken können.
Wer einen spannenden deutschen Film sehen möchte, der kein Heimatfilm ist sondern ein spannender Film über Rache und über die Abgrunde die sich in menschlichen Seelen auftun können, der kann hier bedenkenlos zugreifen. Ich habe mir nach dem Film noch das Making Off angeschaut und es war sehr interessant zu sehen was hinter den Bühnen alles passiert ist.
Mein Rat: Nicht lange überlegen und kaufen :) .
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am 14. Januar 2016
Ich bin absolut negativ in meiner Meinung, was deutsche Filmkultur betrifft. Zwar ist dies ein österreichischer Film, aber auch damit hatte ich bisher kaum gute Begegnungen und Erfahrungen. Ich bin jedoch Westernfan und so ließ ich mich darauf ein den Film im ZDF anzuschauen. Und was soll ich sagen? Der Film funktioniert trotz Ösi-Akzent und Alpenpanorama. Er ist sogar äußerst wirkungsvoll und spannend inszeniert und es gibt nicht eine Fehlbesetzung, nicht einmal in den Nebenrollen. Trotz meiner Vorurteile hat mich der Film von der ersten Minute an gepackt und ich hab ihn mir als Blu Ray geholt, weil ich den Audiokommentar und das Making of haben wollte, was ich mir nur bei den meiner Meinung nach besten Filmen gebe. Dieser ist einer davon. Toll fotografiert, spannend erzählt und sauber gespielt. Und die Musik kommt zur richtigen Zeit auf den Punkt und funktioniert auch mit einigen modernen Songs super. Geiler Western aus Österreich.
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am 3. Januar 2016
Ein Western in den Alpen? Was zunächst ungewöhnlich klingt, erweist sich beim Ansehen als geniale Kombination. Ein abgelegenes Tal in einer kargen, lebensfeindlichen und doch atmosphärisch dichten Winterlandschaft ist der Austragungsort eines Showdowns, dessen Anlass mehr als zwanzig Jahre zurückliegt. Beherrscht wird es von einer fiesen und rauhbeinigen Familien-Bande, deren Bösartigkeit und Sadismus denen der Bande von "Frank" aus "Spiel mir das Lied vom Tod" in nichts nachstehen. Doch es gibt einen Herausforderer, eine Art "jungen Clint Eastwood", der wortkarg und doch kaltschnäuzig sowie blitzgescheit Vergeltung in einer für ihn sehr persönlichen Angelegenheit übt. Mit im Gepäck hat der Fremde, der von vielen Dorfbewohnern argwöhnig beäugt wird, die neueste Technik aus Amerika, die im am Ende auch einen entscheidenden Vorteil verschafft...

Die Schauspieler sind allesamt grandios: Sam Riley überzeugt als "junger Eastwood" Greider (oder auch "Grider", wie es zu einem zünftigen Western passt) genauso wie Paula Beer, die als frischvermählte "Luzi" das nächste Opfer der Brenner-Bauern-Familie zu werden droht. Und Tobias Moretti, den viele noch als smartes Herrchen von "Kommissar Rex" kennen dürften, hat für seine Darstellung des Bösewichts "Hans Brenner" nicht zu Unrecht zahlreiche Filmpreise gesammelt. Er und seine Filmbrüder stehen den klassischen Bösewichten aus den italo-amerkanischen Filmen in Leistung und Überzeugungskraft in nichts nach.

Für mich persönlich war es einer der besten Filme, die ich seit langem gesehen habe. Die Geschichte, die zunächst einige Fragen aufwirft, nimmt nach ruhigem Anfang zusehens an Fahrt auf und mündet schließlich in einem spannenden Showdown. Für die ungewöhnliche Genre-Mischung aus Western und "Heimatfilm" (mich haben die Bilder an "Schlafes Bruder" erinnert) gibt es eine klare Kaufempfehlung.
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am 13. September 2014
So werden Filme gemacht. Story, Schauspieler, Musik und Sound passt einfach alles perfekt zusammen. Das Finstere Tal ist nicht einfach nur irgendein guter spannender Film, sondern hat das Gewisse Etwas zu einem Meisterwerk. Wer die alten Italo-Western wie "Zwei Glorreiche Halunken", "Spiel mir das Lied vom Tod" und vor allem "Leichen pflastern seinen Weg" zu schätzen weiß, wird auch diesen Film mögen. Wobei man hier sagen muss, dass es kein Film ist, den man irgendwie mögen oder nicht mögen muss, sondern er besitzt vielmehr eine starke Vision, die auch durch den österreichischen Dialekt geprägt wird, als dass er für den internationalen Erfolg zurechtgestutzt wurde. Dabei ist es kein typischer Western (man denkt dabei immer an Cowboys in der Wüste) sondern eher ein bildgewaltiges Drama in den verschneiten Bergen. Auf dem Cover steht: "Clint Eastwood würde es mögen". Ich kann nur sagen: "Ja, das würde er".

Dieser Film ist aber nicht nur etwas für Western-Liebhaber, sondern generell einer der besten modernen Filme. Ein Geheimtipp für jeden!
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Um 1880 kommt ein junger Mann zu Pferde in ein in seiner Abgelegenheit kaum auffindbares Alpendorf. Der Fremde (Sam Riley) nennt sich Greider und stellt sich als in Amerika aufgewachsener Fotograf vor. Nur nach Vorauszahlung wird ihm widerwillig ein Quartier für den Winter auf einem abgeschiedenen Hof gewährt, wo die junge Luzi mit ihrer Mutter wohnt. Greider, der angeblich nur fotografieren möchte, scheint auch noch andere Motive zu haben. Als nacheinander zwei Söhne des Dorfpatriarchen Brenner (Hans-Michael Rehberg) bei merkwürdigen Unfällen zu Tode kommen fällt der Verdacht auf den geheimnisvollen Fremden ...

Es ist kein "Fremder ohne Namen", der hier in das entlegene Tiroler Alpendorf einreitet - denn er nennt sich Greider. Dennoch haben für den in österreichisch-deutscher Produktion entstandenen Heimatfilm der ungewöhnlichen Art zahlreiche Genreklassiker des Rachewesterns als Inspiration gedient. Andreas Prochaska (*1964) gelang es mit der Verfilmung des gleichnamigen Romans von Thomas Willmann dennoch, etwas absolut neues zu schaffen. Die düstere Alpenkulisse spielt dabei besonders bei den Winteraufnahmen eine ganz wesentliche Rolle. DAS DÜSTERE TAL ist ein sehenswerter Film, den man auf sich wirken lassen muss und dessen ganze Dimension erst am Ende richtig klar wird. Die FSK-Freigabe ab 12 ist angesichts der genregemäßen Härten durchaus erstaunlich.

Die Blu-ray von WARNER/X-Edition bietet den Film in hervorragender Bild- und Tonqualität (DTS-HD MA 5.1). Neben deutschen Untertiteln für Hörgeschädigte ist auch eine Hörfilmfassung für Blinde vorhanden. Als Extras sind ein Audiokommentar mit Andreas Prochaska und Filmjournalist Christian Fuchs sowie Kinotrailer, entfallene Szenen und ein Making of vorhanden. Die Blu-ray verfügt über ein Wendecover ohne FSK-Logo und wird in der Startauflage mit einem bis September 2017 verwendbaren Einlösecode für Digital Ultraviolet Copy (gültig für Deutschland, Österreich, Schweiz) ausgeliefert.

Eine sehr empfehlenswerte Veröffentlichung für breiter sortierte Sammlungen!
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