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Das Dritte Ohr: Vom Hören der Welt Taschenbuch – 1. September 1988

4,3 von 5 Sternen 35 Sternebewertungen

Produktinformation

  • Herausgeber ‏ : ‎ Rowohlt Taschenbuch
  • Erscheinungstermin ‏ : ‎ 1. September 1988
  • Auflage ‏ : ‎ 13.
  • Sprache ‏ : ‎ Deutsch
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe ‏ : ‎ 480 Seiten
  • ISBN-10 ‏ : ‎ 3499184141
  • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3499184147
  • Kundenrezensionen:
    4,3 von 5 Sternen 35 Sternebewertungen

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Joachim-Ernst Berendt
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4,3 von 5 Sternen
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Spitzenrezensionen aus Deutschland

  • Bewertet in Deutschland am 28. April 2011
    Formatieren: Gebundenes BuchVerifizierter Kauf
    Als Mensch, der Musik und Sprachen liebt und aufmerksam unterscheidet, bin ich immer schon eine Hörende. Berendt habe ich es zu verdanken, dass ich noch aufmerksamer höre und spreche, bewusster singe und schweige. Das Dritte Ohr ist ein unerschöpflicher Schatz an Erfahrungen, Wissen und Einsichten in unsere klingende Welt. Eine Reise, die jedem Leser viel Freude bringen und innere Räume erschliessen kann. Dem Verlag gebührt grosser Dank dafür, dass sie dieses Buch aufgelegt haben. Es ist auch als Geschenk sehr geeignet für Menschen, die Musik lieben und gern mehr darüber erfahren wollen, warum sie die Welt so interpretieren, wie sie sie vernehmen. Erzählend mit profundem Wissen und heiterer Leichtigkeit ist Berendt ein Autor ( gewesen, aber immer präsent ), dem man sehr gern zuhört und nachsinnt.
    12 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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  • Bewertet in Deutschland am 14. Januar 2023
    Formatieren: TaschenbuchVerifizierter Kauf
    Habe das Buch bei einer Bekannten angelesen und es interessiert mich.
    Schneller Versand, Buch wie beschrieben.
    Danke!
  • Bewertet in Deutschland am 6. August 2021
    Formatieren: TaschenbuchVerifizierter Kauf
    Eine Pflichtlektüre, gerade in der heutigen Zeit. Wieder hat mich ein Buch "gefunden", dass mir sehr viele Aha-Momente bescherte und vieles bestätigte, welches mir lange schon bewusst war. Unglaublich spannend geschrieben und vor allem sehr lehrreich. Ein wahrer Schatz!
  • Bewertet in Deutschland am 18. Juni 2019
    Formatieren: TaschenbuchVerifizierter Kauf
    Das Produkt besticht durch sein ausgewogenes Preis-/Leistungsverhältnis. Die Qualität ist wie angegeben sehr gut. Die Lieferung erfolgte zu dem angegebenen Termin.
    Eine Person fand diese Informationen hilfreich
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  • Bewertet in Deutschland am 8. April 2002
    Formatieren: Taschenbuch
    ... zwischen Ganzheitlichkeit und Totalitarismus.
    Die dem Buch zugrunde liegende Idee ist durchaus einnehmend und charmant: In der Bevorzugung des Optischen und der Vernachlässigung des Akustischen spiegelt sich die ganze Einseitigkeit des modernen Kultur- und Geisteslebens wieder: Obwohl das menschliche Gehör unsere Sehfähigkeit sowohl an Umfang als auch an Differenzierung der Wahrnehmung weit übersteigt und obwohl entwicklungspsychologisch das Hören bedeutsamer zu sein scheint als das Sehen, baut unsere Gesellschaft nach wie vor überwiegend auf das penetrative, aggressive und gehetzt umherschwirrende Auge statt auf das aufmerksame und bedachte Ohr. Der Autor belegt diese Grundaussage mit zahlreichen, zum Teil originellen, zum Teil etwas eklektischen Beispielen und flicht interessante Verbindungen zwischen dem Mikrokosmos unserer Sinne und dem Makrokosmos unserer Umwelt ein.
    Problematisch werden diese "Parallelverschiebungen" dort, wo die Schlussfolgerungen aus den dargestellten Argumenten auf eine "Flucht nach hinten" deuten. Da kommt dann plötzlich eine scheinbar fraglos gegebene "Natürlichkeit" ins Spiel, die keine Kritik und keine analytische Untersuchung zulässt, sondern einem nicht falsifizierbaren, esoterischen Konglomerat von Mystik, Spiritualität und (Grenz-)Wissenschaftlichkeit zu entspringen scheint. Vergessen scheinen da die dunklen Seiten der Unaufgeklärtheit. Als aufmerksamer und kritischer Leser vermisst man eine Abgrenzung des in diesem Buch benutzten Begriffs der Ganzheitlichkeit gegenüber Konzepten und Aussagen so mancher totalitärer Geisteshaltungen, deren ideologischer Grundzüge denen dieses Buches teilweise auf fatale Weise ähnlich sind.
    So stürzt der Autor - sicher ohne sich dessen bewusst zu sein - am schmalen Grat zwischen Ganzheitlichkeit und Totalitarismus mehrfach auf hässliche Weise ab. Das gilt vor allem dort, wo er es verabsäumt, seine Gedanken mit demokratischen, zukunftsweisenden Bedeutung zu füllen und statt dessen auf historische, teilweise auch anachronistische Inhalte rekurriert.
    47 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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  • Bewertet in Deutschland am 21. Dezember 2018
    Formatieren: Gebundenes Buch
    Berendts außerordentliches Buch über das Hören ist sehr persönlich inspiriert. Es werden zwar eine Reihe von wissenschaftlichen Erkenntnissen und Studien aufgeführt, aber wir haben es nicht mit einem wissenschaftlichen Buch zu tun, was Berendt ausdrücklich betont. Hingegen lesen wir ein sehr spannendes, inspirierendes und mit vielen Beispielen und Analogien angereichertes Buch über eine Sinnestätigkeit, der wir ständig ausgesetzt sind, die wir aber in unserer rationalen, patriarchalen Welt, in der wir die Dinge fokussieren und damit vereinzeln, kaum wertschätzen. Für uns steht das Sehen im Vordergrund, eine Sinnestätigkeit, die nicht wie das Hören nach innen, sondern nach außen gerichtet ist. Mit dieser Richtungsbetonung erklärt Berendt die Yin- bzw. Yangbetontheit der beiden Sinnestätigkeiten des Hörens bzw. des Sehens.
    Besonders erfreut war ich, in Berendt einen Gebser-Kenner zu entdecken. Er erwähnt den Kulturphilosophen und Bewusstseinsforscher Jean Gebser mehrfach und die Schlussfolgerungen, die Berendt insbesondere im Hinblick auf ein sich anbahnendes neues Bewusstsein zieht, sind an Gebsers Werk orientiert. Diesbezüglich spricht Berendt auch von defizienten Zeichen, die darauf hinweisen, dass sich unser auf das Außen der Dinge bezogene rationale und männlich dominante Bewusstsein allmählich einem intensiveren Bewusstsein öffnet, welches den weiblichen Aspekten des Daseins nicht mehr feindlich gegenüber steht und sich dem Inneren zuwendet. So spricht er etwa vom „Lärm als hörbarem Müll“ (S. 148) und davon, dass der „sehende Mensch“ diesen Lärm macht, der „verliebt in Explosionen“ ist (S. 160). „Der Mensch des 20. Jahrhunderts ist in neurotischer Weise auf Explosionen fixiert. Neurosen schlagen in Aggressivität um. Aggressivität will Waffen. Nicht zufällig kulminiert diese Fixierung in der Atombombe, die doch anders denn als Fixierung gar nicht erklärbar ist. Die Aggressivität der Atombombe ist die des optisch hypertrophen – sich ständig über sich selbst und die Welt täuschenden Menschen.“ (S. 161)
    Mit dem Öffnen bzw. sich öffnen nach innen, mit dem Hören und Zuhören, können wir uns den inneren Wesenskräften und dem Weiblichen in uns wieder öffnen, so dass die seit Jahrhunderten unterdrückten polaren Kräfte in unseren Seelen heute eine neue Chance haben und uns damit in ein ganzheitlich wahrnehmendes und intensiveres Bewusstsein führen, welches Jean Gebser als das integrale Bewusstsein bezeichnete.
    Mit einer Fülle an interessanten Beispielen aus den verschiedensten Bereichen, etwa der Quantenphysik, der Architektur, den Proportionen in der Natur, die sich in harmonikalen Intervallen ergänzen, verweist Berendt immer wieder auf den Klang, jene kosmische Harmonie, die in allem widergespiegelt ist. Ein sehr anregendes, spannendes, leicht zu lesendes und empfehlenswertes Buch.
    Marina Stachowiak
    Autorin und temporik-art Begleiterin
    Institut für integrale Bewusstseinsbildung, Reinheim
    www.temporik-art.de
    9 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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  • Bewertet in Deutschland am 12. Januar 2024
    Formatieren: TaschenbuchVerifizierter Kauf
    Entgegen der Anpreisung "neuwertig" enthielt das Exemplar unzählige Textmarkierungen und Anmerkungen mit Kugelschreiber => nicht mehr unbeeinflusst lesbar => grässlich!!