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Das Buch des Vaters Stoffbilderbuch – 1. Januar 2004

4.2 von 5 Sternen 17 Kundenrezensionen

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Produktinformation

Produktbeschreibungen

[Urs Widmer: Das Buch des Vaters Hardcover (Gut) Diogenes 2004 ]


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Top-Kundenrezensionen

Format: Stoffbilderbuch
Dünn liegt dieses „Buch des Vaters" in den Händen. Nur 200 Seiten, aber was für ein Leben erzählt der Sohn des Vaters! Der Leser der auf der letzten Seite ankommt, ist beeindruckt über die Tiefe, das Mitgefühlte könnte er in einer Nacherzählung nur über 1000 Seiten schaffen. Diese Sprache ist so dicht, jedes Wort ist gezirkelt, ist notwendig. Das Leben des Vaters, das dieser den Büchern widmete, den Übersetzungen großer Franzosen, dieses Leben ist würdig aufgeschrieben von einem Sohn, der um die Bedeutung jedes Wortes wissen muss.
Es ist an dieser Stelle nicht notwendig, über den Inhalt des Buches zu sprechen, nein, es ist fast unmöglich. Jedes Wort über das Leben des Karl, seiner Frau Clara, seinen gelebten und fantasierten Lieben, seiner Bewunderung für Maler, seiner Koketterie mit dem Kommunismus in den Hitlerjahren, jedes Wort darüber würde schal schmecken, käme einem oberflächlich vor.
Ein wunderbares Buch, ein Buch über ein Buch, das schönste Buch eines Deutsch schreibenden Autors seit langem.
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Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
Das Buch des Vaters schreibt eigentlich der Sohn weiter, aber das erfährt man erst am Ende der Seiten. Sehr zu empfehlen für alle geschichtsinteressierten. Es bewegt eindrücklich das Gemüt mit den Sichtweisen der Bewohner im Hinblick auf das eigene Leben, berichtet von Traditionen und einer atemberaubenden Landschaft in der Schweiz.
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Format: Kindle Edition
Wie sagte Reich-Ranicki so schön: Literatur muss unterhalten! Das sicher leistet das vorliegende Buch von Widmer.

Es handelt sich um eine Erzählung über den eigenen Vater, äußerst leichtfüßig erzählt. In einem solchen Buch müssen sich Fiktion und Wahrheit, Phantasie und Realität notwendig vermischen. Zumal bei einem Vater, der für den Sohn meistens abwesend war und den dieser eigentlich kaum gekannt haben kann. Widmer schreibt immer mit einem frischen sympathischen und liebevollen Ton über die Obsessionen, Liebschaften, Verfehlungen, menschlichen Schwächen und Laster des Vaters. Ja, eigentlich schreibt er viel ausgerechnet über die väterlichen Unzulänglichkeiten und misslichen Mängel - nichts über die Liebe eines Vaters zu seinem Sohn, über sein Verhältnis zu ihm. Und trotzdem entsteht vor den Augen eine sympathische, meist in seine Arbeit vernarrte Figur, der man gerne alles verzeihen könnte. Schwächen gehören zum Leben und machen gerade dessen Würze aus.

Eine der Schwächen des bibliophilen Vaters: er konnte mit Geld nicht umgehen. So kaufte er Unmengen an Schallplatten und Bücher, sehr zum Leidwesen seiner Mutter. Eine weitere Charakterschwäche: der Vater konnte sehr sehr wütend sein. Dann schmieß er immer die Türe hinter sich wild zu. Einen Tag später war der Ärger aber wieder verraucht.

Der Sohn und Autor des Buches schildert den Vater doch seltsam unberührt, fast wie eine fremde Person.
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Von Diethelm Thom VINE-PRODUKTTESTER am 25. März 2014
Format: Taschenbuch
Wie umgehen mit dem eigenen Lebensmaterial, besonders wenn es so schwierig ist wie im Falle Urs Widmers? Schon ein kurzer Blick ins Internet zeigt, dass sowohl dieses Buch über seinen Vater wie auch das über seine Mutter ("Der Geliebte der Mutter") deren und seiner Lebenswirklichkeit sehr nahe kommen. Schwierig muss seine Kindheit gewesen sein, weil die Eltern offenbar sehr gegensätzliche Naturen waren und jeweils von ihrer eigenen Welt aufgezehrt zu werden drohten, wobei das Kind zwischen den Fronten stand und die unbegriffenen Ereignisse miterleben musste. Der Vater war jemand, der offenbar ganz in seinen unendlichen, überwiegend literarischen Projekten aufging und die Lebensrealität kaum wahrnahm, ein Enthusiast und Büchernarr, der ohne Rücksicht auf die Familie Schulden machte, um sich seltene Bücher anzuschaffen, ein begabter und rastloser Übersetzer und Förderer von künstlerischen Talenten, spontan und endlos begeisterungsfähig. Der Erzähler, d.h. der Sohn Urs Widmer, der gegen Ende selbst als handelnde Person auftritt, deutet zweimal an, dass er nicht von diesem Vater gezeugt sei, sondern von dem Geliebten der Mutter, dem Dirigenten Edwin Schimmel, der – laut Internet – in der Wirklichkeit dem Schweizer Dirigenten und Industriellen Karl Sacher entsprochen habe (S.83 und 183). Diese unglückliche Liebe muss für die Mutter so verhängnisvoll gewesen sein, dass sie sie zeitweise in den Wahnsinn und die Heilanstalt trieb.

Ich erwähne diese Zusammenhänge nicht um des Sensationsgehalts willen, sondern um die Spannungen und Probleme anzudeuten, die sich aus dieser Konstellation für den Sohn bei der Niederschrift dieses Buches ergeben haben mussten.
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Format: Taschenbuch
Das Porträt auf dem Umschlag könnte nicht treffender sein.
Es drückt die ganze unglaubliche und sehr liebenswerte Skurrilität dieses Mannes, des Vaters, aus, beschrieben vom Sohn, der nicht enttäuscht ist, das eigentliche Buch des Vaters nicht mehr lesen zu können, sondern es selbst neu schreibt. Er schreibt es mit der ganzen Einfühlsamkeit, Behutsamkeit und Treffsicherheit, die wir von Urs Widmer kennen, gleichzeitig gewinnt man einen Eindruck von alten und seltsamen Gebräuchen, die so nicht zu erwarten sind.
Es ist dies eine der besten Erzählungen, die Urs Widmer je geschrieben hat, man muß sie lesen und zwar in einem "Rutsch".
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