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Das Buch der Kinder: Roman Gebundene Ausgabe – 9. September 2011

4.5 von 5 Sternen 6 Kundenrezensionen

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Produktinformation

Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

A. S. Byatt gelangte mit ihrem Roman ›Besessen‹, der 1990 mit dem Booker-Preis ausgezeichnet wurde, zu Weltruhm. Ihr Werk umfasst neun Romane, zahlreiche Erzählungen und literaturkritische Texte; für ihr Schaffen wurde sie vielfach ausgezeichnet und 1999 von der Queen zur ›Dame Commander of the British Empire‹ ernannt. A. S. Byatt kam 1936 in Yorkshire zur Welt, hat drei Töchter und lebt in London.

Melanie Walz, geboren 1953 in Essen, wurde für ihre A. S. Byatt-Übertragungen mit dem Heinrich-Maria-Ledig-Rowohlt Übersetzerpreis ausgezeichnet. Außerdem übersetzte sie Jane Austen, Charles Dickens, F. Scott Fitzgerald, Marcel Proust, Michael Ondaatje, Lawrence Norfolk, Annie Proulx und viele andere mehr.


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Top-Kundenrezensionen

Format: Gebundene Ausgabe
Seitdem ich Byatts Besessen" verschlungen hatte, habe ich jedes Mal, wenn von ihr etwas erschien, auf eine Wiederholung dieser Erfahrung gehofft... Wir waren damals verrückt nach dem Buch: drei Freundinnen, zusammen in ein Ferienhäuschen gefahren, rissen wir es uns unter den Nagel, sobald die jeweils andere es aus den Händen gelegt hatte... Doch Byatts folgende Bücher waren zwar sicher kunst- und anspruchsvoll, aber teils etwas zu gelehrt" und nicht so spannend. Das Buch der Kinder" ist nun wieder ganz eigen, nicht wie Besessen" - aber ich habe fast genauso geliebt. Es spielt vom endenden viktorianischen Zeitalter bis nach dem Ersten Weltkrieg, erzählt von einer Gruppe reformerischer Familien und vor allem deren heranwachsenden Kindern, versucht dabei (erfolgreich) Diskurse um Kunst, Freiheit, Emanzipation und Sexualität abzubilden und ein Bild der politischen Zeitläufte zu geben. Märchen wie die Grimmschen, aber auch Shakespears Sommernachtstraum und spätviktorianische Erwachsenenmärchen spielen eine große Rolle, und vielleicht kann man sich so auch am ehesten die Atmosphäre und Machart des Buches vorstellen. Die Erzählung verläuft nicht immer streng und geradlinig, sondern oft assoziativ und vermeintlich einem Traumgeschehen folgend; die (menschlichen) Charaktere erinnern bisweilen an Elfen, handwerklich begabte Zwerge und Dämonen. Eines dieser Bücher, wo man irgendwo nervös nachzugucken beginnt, wie viele köstliche Seiten denn hoffentlich noch vor einem liegen.
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Format: Gebundene Ausgabe
Vorab: "Besessen" habe ich sehr gemocht, die Romane von Antonia Byatt seitdem weniger. Nun habe ich mich mit großen Hoffnungen an dieses dicke Werk gemacht - und bin insgesamt enttäuscht.
Schon ganz am Anfang wird à la Charles Dickens ein armer Junge in einer gut situierten Familie aufgenommen. Allerdings habe ich bisher in Büchern dieser Art nicht vermisst, dass Byatt dann beschreibt, dass er in seinem schönen frischen Bett auf ein Taschentuch onaniert. Mehrfach ist von "Schwanz" und "Eiern" die Rede, und ich weiß nicht, ob dies an der - preisgekrönten - Übersetzerin liegt oder im Original tatsächlich vom Sprachniveau nicht zum sonstigen Schreibstil passt.
Der komplizierte Familienkosmos, den Byatt auf dem Hintergrund der Zeit von Königin Viktoria bis zum Ende des Ersten Weltkriegs entwickelt, hat mich streckenweise fasziniert, auch wenn manche Figuren nicht wirklich Gestalt annehmen.
Das Buch hat einige Längen. Das geht bis hin zu Auszügen aus Briefen von Politikergattinnen, die sonst nirgends vorkommen.
Interessant ist noch der Nebenschauplatz der Frauen, die studieren wollen.
Während mir die Gedichte in "Besessen" sehr gut gefallen haben, kann ich mit den wenigen Gedichten am Ende dieses Buches nichts anfangen.
Schade!
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Format: Gebundene Ausgabe
Ich habe dieses Buch auf Englisch gelesen - es zählt zu den großen Ereignissen in meinem literarischen Leben.
Ich kann keine Inhaltsangabe oder Kritik schreiben, die schnelle Information liefert und zum Kaufen dieser Lektüre animiert. Zu weit gefasst, zu groß sind die thematischen Bereiche dieses Buches, zu komplex, in menschlich-sozialer wie auch historisch-soziologischer Hinsicht zu einzigartig.
Ich kann lediglich versuchen, meine Eindrücke wiederzugeben, lediglich die ungeheure Fülle an personenbezogenen und zeitgeschichtlichen Ereignissen 'anreißen'.
Gottfried Kellers 'Grüner Heinrich' kam mir bei Byatts Lektüre in den Sinn, ein 'Entwicklungsroman', wie man das nennt, auf hohem literarischen Niveau, immer noch ein Muss für alle, die sich mit Literaturgeschichte befassen und dies nicht nur. In Byatts Roman sind es verschiedene Figuren, die sich über einen bestimmten Zeitraum hinweg entwickeln, beginnend im (noch) viktorianischen Zeitalter bis hin zum Sinnenrausch des 'Fin de Siècle', und schließlich der ernüchternden Zeit des Ersten Weltkriegs.
E.T.A.Hoffmann, den Byatt mehrfach literarisch 'verwendet', war mir schon früh vertraut. Wer überdies Offenbachs musikalische wie auch theatralische Umsetzung seiner Werke kennt, wird, obwohl Byatt keinen Bezug auf diese musikalische Variante nimmt, dadurch besonderen Zugang zu diesem ihrem Roman finden. Offenbachs 'Contes d'Hoffmann' geben Menschen und Puppen eine Bühne, auf der auch Byatts Figuren auftreten. Dies ist offenbar beabsichtigt, denn Puppenspielen ist ein wichtiges Element in diesem Roman, ein Gegenstück zum wirklichen Leben, das doch letztendlich diesen scheinbaren Widerspruch aufhebt.
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