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Kommentar: 18,6 x 11,2 x 1,2 cm, Taschenbuch btb Verlag, 05.03.2007. 128 Seiten - besonderesbuch - gut erhaltene Ausgabe, Buch im guten Zustand ISBN: 9783442734702 Versand und Kundenservice erfolgen durch Amazon
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Das Badezimmer: Roman Taschenbuch – 5. März 2007

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Produktinformation

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

„Ein ebenso amüsantes wie überzeugendes kleines Meisterwerk.“ (Süddeutsche Zeitung)

Klappentext

"Der 1985 geschriebene Erstling dieses Meisters des heiteren Lebensernstes war jahrelang vergriffen und liegt nun dankenswerterweise in neuer schnörkelloser Übersetzung vor."
Iris Radisch, Die Zeit

"Ein wunderbarer, lange Zeit vergriffener Erstling, der kaum etwas von seiner provozierend berechnenden Rätselhaftigkeit und sprachlichen Suggestionskraft verloren hat."
Frankfurter Rundschau

"Lange war diese ironisch-philosophische Reflexion über die Kunst der Verweigerung, mit der Toussaint 1985 schlagartig berühmt wurde, vergriffen. Jetzt liegt eine neue, leichtfüßige Übersetzung von Joachim Unseld vor, mit der man sich wunderbar für einige Zeit zurückziehen kann."
Kulturspiegel

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Von Sunflower HALL OF FAME REZENSENTTOP 100 REZENSENTVINE-PRODUKTTESTER am 24. Februar 2007
Format: Gebundene Ausgabe Verifizierter Kauf
Der namenlose Ich-Erzähler verlegt eines Tages seinen Lebensraum in das Badezimmer seiner Pariser Wohnung, die er mit seiner Lebensgefährtin Edmondsson teilt. Zwischen Wanne und Waschbecken sitzend, sinniert er über die Vergänglichkeit des Lebens und den Tod und empfängt mehr oder weniger zufällig vorbeischauende Gäste.

Im zweiten der insgesamt drei Kapitel des Buches begibt sich der Erzähler auf eine Reise nach Venedig, wo er sich in einem kleinen Hotel einmietet. Das Hotelzimmer verlässt er allerdings nur selten, auch hier ist er die meiste Zeit damit beschäftigt, nachzudenken. Die Reise nach Venedig hebt die Weltentfremdung des Erzählers nicht auf, das Badezimmer wird im Grunde nur gegen ein Hotelzimmer getauscht.

Mit Edmondsson, die ihm auf seine Bitte hin nachreist, besucht er einige Museen und Kirchen. Doch nachdem er seine Freundin willentlich, aber grundlos mit einem Wurfpfeil verletzt hat, reist diese nach Paris zurück. Aufgrund einer Stirnhöhlenvereiterung verbringt der Erzähler danach einige Tage in einem Krankenhaus der Lagunenstadt, bevor auch er ebenfalls nach Hause zurückkehrt. Dort, in Paris, richtet er sich erneut in seinem Badezimmer ein.

Jean-Philippe Toussaints Roman spricht nicht nur von der Sinn- und Zusammenhangslosigkeit des Daseins, sondern bildet sie auch sprachlich und formal ab. So sind die drei Kapitel des Buches in insgesamt fünfzig nummerierte Paragraphen unterteilt, die gelegentlich aus nur einer einzigen Zeile bestehen und keinen Sprach- beziehungsweise Gedankenfluss entstehen lassen. Alles Sprachliche bleibt unfertig, fragmentarisch.
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Format: Kindle Edition Verifizierter Kauf
So ungewöhnlich die Handlung klingt, so faszinierend ist sie. Die Hauptfigur beschließt, sein Leben fortan im Badezimmer zu verbringen und gibt dabei fast sämtlichen Kontakt zur Außenwelt auf. Er widmet sich vielmehr dem Nachdenken über das Leben, dessen Tempo und anderen Dingen wie Glück und Liebe. Gestört wird er dabei nur durch seine Freundin und die Handwerker, die die Küche streichen sollen. Diese sind herrlich surreal dargestellt und ein Kontrast-/Berührungspunkt zwischen der Welt des Badezimmers und dem wirklichen Leben.

Im zweiten Teil begibt sich die Haputfigur auf die Flucht nach Venedig, um auch dort nachzudenken. Erst nach einer völlig grotesken Situation, indem er seiner Freundin einen Darts-Pfeil in die Stirn wirft, kommt er wieder zur Besinnung und kehrt schließlich zurück. Im Nachganz wusste ich bei diesen Szenen nicht, ob sie nur Traum sind oder wirklich passierten.

Dem Autor gelingt ein großes Werk über das Leben und viele weitere Dinge, die in der heutigen Zeit und deren Tempo vielfach in den Hintergrund rücken. Mit der knappen, aber sehr ausgefeilten und pointierten Sprache gewinnt das Werk zusätzlich.

Ich kann das Buch daher nur empfehlen.
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Format: Taschenbuch
Einfach ein Glas Sekt einschenken und dieses Büchlein (120 Seiten) auf dem Balkon grinsend in einem Zug durchlesen, so schnörkellos, ironisch und nihilistisch ist es geschrieben.
Der Held beschließt in Anbetracht der Sinnlosigkeit des Lebens, fürderhin nur noch in der Badewanne zu leben, was zu allerlei Komplikationen und Kapriolen führt. Natürlich bleibt er dort nicht auf Dauer, aber auch seine Ausflüge haben es in sich, zumal er auf seine Umwelt sehr eigenwillig reagiert.

In lakonischem, geradezu minimalistischen Stil schildert Toussaint Dinge wie Sinnsuche, Rückzug, Flucht, Sex und Kommunikationsversuche auf eine Weise, die alles ganz leicht erscheinen lässt - allerdings auch sinnlos da ohne dauernden Wert.

Diese Leichtigkeit wird durch die Aufteilung der Geschichte in 50 kleine Paragraphen verstärkt, die den Text stellenweise wie eine lose Sammlung von Gedankenblitzen oder Aphorismen wirken lassen.
Erst im Nachwort habe ich mich ernsthaft mit den oft erwähnten Parallelen zu Musil, Kafka und Beckett befasst, die diese Erzählung zu ,großer Literatur` machen. Tatsächlich war dies von Toussaint auch beabsichtigt, so nennt er den österreichischen Gesandten in Anspielung auf Musil Eigenschaften". Für ungetrübten Lesespaß und eine Stunde Dauergrinsen ist dieses Wissen aber keine zwingende Voraussetzung.
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Format: Gebundene Ausgabe
Bei ausführlicher Internet-Recherche habe ich mir die Bücher „Selbstportrait (in der Fremde)" und „Sich lieben" von Jean-Philippe Toussaint auf meinem amazon-Wunschzettel vorgemerkt. Ja, Leselust muss gestillt werden! Mit der Lektüre dieses Autors habe ich aber jetzt begonnen mit dem Spontankauf von „Das Badezimmer". Und ich bin durchaus begeistert. Mit glasklaren, schon beinahe als nüchtern zu beschreibenden Schreibstil, erzählt uns der genannte Autor aus dem Leben eines 27jährigen Mannes. Dieser beschließt, sein Leben in der Badewanne zu verbringen. Dabei will er lesen und seinen Gedanken nachgehen. Zuviel will ich nicht verraten, aber: Der Aufenthalt in der Badewanne währt nicht lange. Der Hauptdarsteller steigt um in einen Zug, der ihn in eine fremde Stadt bringt. Die Liebe reist hinterher. Trotzdem: Es passiert nicht viel. Am Ende scheint sich die Geschichte zu wiederholen. So ist das Leben. Aber die Lektüre fesselt. „Le Monde" stellt Toussaint neben Kafka und Becket. Ich füge hinzu: Auch zu Max Frisch darf er sich gesellen. Denke ich dabei vor allem an den „Homo faber". „Ich habe mich schon oft gefragt, was die Leute eigentlich meinen, wenn sie von Erlebnis reden", so Faber. Auch der hier besprochene Roman von Toussaint kann darauf keine Antwort geben. Und das ist gut so. 5 Sterne für „Das Badezimmer" und an die eigene Adresse: Lese weiter Toussaint!
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