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Das erste Hören eines neuen Reinhard Mey Albums ist für mich beinah ein heiliger Vorgang. Man hört es nun mal nur einmal zum ersten mal. Zu gespannt bin ich auf seine neuen Lied-Erzählungen, zu selten sind sie, als das mich irgendwer dabei stören dürfte. So ist es seit gut zwanzig Jahren, seit ich als Teenager begriff, daß es Musik gibt, die nicht nur nebenher im Radio dudelt oder die eine Party klanglich untermalt, sondern auch Musik, der man genau zuhören sollte, der man sich ganz zuneigt, wie einem Buch.

Früher alle zwei Jahre, seit 2004 leider nur noch alle drei Jahre, erscheint verlässlich Anfang Mai ein neues Studio-Album von Reinhard Mey, immer gefüllt bis an den Rand - unter 70 Minuten verlässt keine Mey-CD das Presswerk.
Und immer ist es dasselbe Ritual: Es kann das schönste Frühlingswetter sein, mich treibt nichts vor die Tür. Ich versammle mich vor meiner Anlage, das Booklet auf den Knien, die Kopfhörer auf den Ohren, die Lautstärke so, daß eventuelle Rufer mir nichts anhaben können und erwartungsvoll wird der Play-Button angetippt.

Noch nie hat mich bei diesem weihevollen Ersthören eines Mey-Albums irgendetwas dazu gebracht, den ersten Durchlauf der neuen Lieder zu unterbrechen - noch nie! Bis jetzt!
Nach einem wunderbar gefühlvollen und poetischen Einstieg in das Album mit "Wenn Du bei mir bist", was wie so oft gleich zu Beginn ein Lied ist, dass das Album unverzichtbar macht, folgt mit "Wenn schon Musik" eine Nummer, die gern hätte musikalisch etwas lockererer daherkommen können. Zu dem Augenzwinkern im Text, empfinde ich die Musik als zu getragen. Nun gut, Bewunderung bedingt nicht Kritiklosigkeit.

Wie oben erwähnt, lese ich im Booklet mit, und muss um zum Text von Lied drei zu gelangen das erste mal umblättern. Und während "Fahr dein Schiffchen durch ein Meer von Kerzen" läuft, schweifen meine Gedanken ab. Nicht weil das Lied langweilig oder belanglos wäre, nein ich überlege. Mit dem Lied wendet sich Mey an seinen Enkel und über dem Text sind zwei Fotos von ihm mit dem neuen Mini-Mensch auf dem Arm. An sich nichts besonderes, eher völlig unspektakulär, denn es sind nicht einmal besonders schön inszenierte Fotos. Auf einem steht Mey nebst Juniors Junior an einer Straßenkreuzung in Berlin, schaut nicht mal in die Kamera. An dem Bild ist etwas, was mich nicht loslässt. Das ist doch eine Botschaft, ein kleiner Gruß! Oder sollte ich irren? Es raubt mir die Ruhe, ich kann nicht konzentriert weiter hören, am Ende des dritten Liedes unterbreche ich dann tatsächlich das neue Mey-Album, gehe zum Plattenschrank, um das aktuelle Album von Meys engem Freund Klaus Hoffmann aus dem Regal zu holen. Also Meys "Dann mach's gut" raus, Hoffmanns "Berliner Sonntag" rein. Das erste Lied "Bevor die andern schlafen gehen" - und tatsächlich! Schon in der ersten Strophe singt Hoffmann die Zeile "... stehe hier herum, Schlüter-, Ecke Kant-, hab mir schon als Kind mein Herz an Dir verbrannt..."
Man beachte die Straßenschilder auf dem Foto im Booklet vom neuen Mey-Album...

Genau diese Detailliebe ist es, diese feinen Facetten, die Reinhard Mey und seine Musik so besonders machen. Nicht das Laute, das Offensichtliche, sondern die großen Geschichten die im Kleinen stecken. Dafür braucht man ein Gespür, sonst kann man mit seiner Musik wahrscheinlich nicht viel anfangen.

Wie in "Vaters Mantel" zum Beispiel. Man könnte sagen: Na toll, ein Lied über 'ne alte Jacke. Aber dann hat man nicht richtig hingehört. Anhand dieses Mantels erzählt Mey binnen weniger Minuten eine ganze Lebensgeschichte, charakterisiert einen Menschen, läßt ihn vor den Augen des Hörers sichtbar werden, und vermittelt nebenher noch einen Eindruck einer vergangenen Epoche, einer Zeit und einer Lebenswirklichkeit, die Jahrzehnte zurückliegt.

Ich will nun gar nicht das ganze Album siebzehn Lieder lang sezieren. Es ist beim 26. Album wie 25mal zuvor auch. Und doch war es 26mal anders. Immer lag gelebte Zeit dazwischen, neu Erfahrenes, bestätigte Überzeugung, aufkeimende Zweifel, Augenzwinkern und Tränen. Siebzig ist er inzwischen und doch wie eh irgendwie alterslos.
Ernster wird er mit den Jahren, intensiver, der Schelm blitzt seltener auf, das Leben hinterlässt Narben. Aber er verkopft nicht, verhärmt schon gar nicht, es ist auch nicht wirklich Melancholie, die das Album prägt, er wirkt zunehmend wie von einer emotionalen Weisheit beseelt oder von weiser Emotionalität. Vielleicht trifft es das ja am ehesten.

Es ist schon erstaunlich, Mey, der sich beharrlich der Boulevardpresse verweigert und bei aller Prominenz es stets vermochte, sich, sein Leben, seine Familie nicht der öffentlichen Unterhaltung preiszugeben, exponiert sich in seinen Liedern völlig. Er lässt sich in die Seele schauen, aber nicht auf die Terrasse. Er ist eben nicht oberflächlich.

"Es gehört zu einem guten Album, einem guten Buch... mit zum Lieferumfang eigentlich auch noch ein Taschentuch, wenn du hörst und liest und glaubst, dein Herz zerspringt..." singt Mey in einem der neuen Lieder. Und in der Tat, wenn ein Lied, ein paar Zeilen zu Tränen rühren können, dann erlischt jeder Zweifel, dann ist offenbar etwas Gutes gelungen. Bei "Dann mach's gut" hätte zum Lieferumfang ein Taschentuch dazu gehört.
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am 3. Mai 2013
Endlich ist die neue Mey-CD da. Gestern kam sie per Post und gleich am Abend nach der Arbeit legte ich sie auf und war - wie bei jedem Album - begeistert. Schon Monate vor der Veröffentlichung konnte man lesen wie der Titel des neuen Albums lautet. Manch einer hat sicher gedacht, dass dies sein letztes Album sein könnte. (Welch ein Verlust wäre dies!) Doch ich dachte mir, dass dies ein Abschied für seinen Sohn ist. Sozusagen ein Friedenspakt mit dem Schicksal. Mey verarbeitet seinen Schmerz, seinen Kummer. Reinhard Mey ist ein so großartiger Künstler. Ein wahrer Poet. Meiner Meinung nach würde er, wenn wir im Mittelalter leben würden, mit solch großen und fantastischen Barden wie z. B. Walter von der Vogelweide im gleichen Atemzuge genannt. Mey versteht es wie kein anderer, Texte und Melodien so harmonisch miteinander zu vereinen, dass sie tief in das Herz hinein gehen. Texte zu verfassen, die einem zum lachen bringen. Lieder, die einem einen Schauer über den Rücken laufen lassen und manchesmal so tief die Seele ergreifen, dass Tränen fließen. Ich bin ein großer Mey-Fan seit meinem Teenageralter (heute bin ich 37). Mey's Lieder haben mich mein Leben lang begleitet in Freude und in Traurigkeit und oftmals ist es, als sprächen seine Lieder einem aus dem Herzen.
Die neue CD ist wieder einmal nur toll. Wir alle wissen, wie furchtbar das Schicksal die Familie Mey getroffen hat. Sein Sohn, Max, liegt im Wachkoma. Wunderbar und gefühlvoll war sein letztes Album (Mairegen). Voller Trauer und Schmerz. Das neue Album zeigt einen Wandel der Gefühle. Mey hat sein Schicksal akzeptiert und Frieden geschlossen. Dies spiegelt er in seinen Liedern wider.
Auf jedem Mey-Album gibt es Lieder, die mir besonders gut gefallen. Auf diesem Album sind es: "Tiergarten", "Spielmann", "Dann mach's gut", "Lass nun ruhig los das Ruder".
Die Lieder handeln von ....
1.) "Wenn du bei mir bist". Dies ist sicherlich eine Liebeserklärung an seine Frau, in der er ausdrückt, wie wichtig es ist, dass sie bei ihm ist. Alles Leid, alle Not, aller Kummer, alle Ängste werden gut, wenn sie bei ihm ist. Ein sehr schönes Lied. Und immer wieder schön, die Liebeserklärungen an seine Frau.
2.) "Wenn schon Musik". Hier drückt er die Liebe zur Musik aus, die Mey durchfließt. Die Liebe und Faszination an Melodien und an Musikinstrumenten. Schön.
3.) "Fahr dein Schiffchen durch ein Meer von Kerzen". Dieses Lied ist für sein Enkelchen. (Mey ist Opa geworden!) Dieses Lied ist eine Mitgabe an sein Enkelkind. Ein in ein Lied gefasstes Wünschen und Hoffen, für ein gutes, glückliches Leben. Dafür, dass alles Übel fern bleiben mögen und Liebe das Kind auf allen seinen Wegen begleiten möge. So heißt es z. B. im Text "...Es sollen die Steine, die auf deinen Wegen liegen freundlich, sanft und weich zu deinen Füßen sein..." Einfach ein wunderschönes Lied.
4.) "Vaters Mantel". Ein schönes Lied über die Liebe zum Vater. Stimmt nachdenklich. (Erinnert mich etwas - auch wenn Text und Melodie völlig anders sind - an 51er Kapitän. Beide Lieder haben etwas so tiefes.) Macht nachdenklich und einmal eine Ode an alle Väter, die leben oder lägst verstorben sind.
5.) "Vater und Sohn". Hier geht es um eine Familiengeschichte. Aufmerksam zuhören.
6.) "Wolle" Ein Lied über Wolfgang Petry. Hört mal genau hin.
7.) "Spielmann". Ich finde es ganz toll, dass er dem Lied diesen Titel gegeben hat. Ein Lied, in dem es um ihn selbst und seine Liebe zur Musik geht und was er ist. Mey ist ein begnadeter Liedersänger. Das alte Wort "Spielmann", wie auch "Barde" finde ich passen zu ihm tausendmal besser als Sänger oder Liedermacher, da Mey wahrlich ein großartiger Poet ist. Ein sehr schönes Lied.
8.) "Lieber kleiner Silvestertag". Vielleicht zum Schmunzeln, aber auch zum nachdenken, wenn man genau hinhört. Ein Liedchen, dass den Silvestertag besingt, der sich so hübsch macht und von lauter Geballer und Gekrache und Konsumterror und übergroßer Feierlaune ins Eck gedrückt wird.
9.) "Alter Freund". Eine Ode an den Wein.
10.) "Das Taschentuch". Ein süßes Lied, das einmal die Nützlichkeit von Taschentüchern preist. Selbst über so scheinbar banale Dinge kann Mey ein großartiges Lied machen, dessen Text Wahrheit birgt und uns alle anspricht. Brauchen wir denn nicht alle hin und wieder ein Taschentuch zum Schluchzen?
11.) "Tiergarten". Ein wunderbares Lied. Ich bin ein großer Tierfreund und auch ich pflanze jedes Jahr auf meinem Balkon bestimmte Blumen, damit sich Bienen, Hummel, Schmetterlinge und Co. wohlfühlen. Was wirklich bezaubernd ist, ist der Kinderchor zum Schluß, wenn es dort heißt: ..."Wir lieben unseren Menschen, wir lieben unseren Menschen, der uns in Frieden und in Saus und Braus hier leben lässt!..." Ein Jubellied an die Natur und Gottes wunderbare Schöpfung.
12.) "Gute Kühe kommen in den Himmeln". Ein heiteres Lied. Ein typisches witziges Lied von Mey.
13.) "Spangen und Schleifen und Bänder". Eine Liebeserklärung an seine Tochter. Immer wieder schön, dass Mey seine Kinder und seine Frau in seinen Liedern verewigt. Toll!
Ab Lied 14 kommen nun die Juwelen des Albums.
14.) "Dann machs gut". Schon beim ersten Hören gleich geweint. Dieses Lied ist für Max (seinen Sohn, der seit ein paar Jahren im Wachkoma liegt). Erinnert an "Drachenblut" aus dem Album "Mairegen". Ein sehr trauriges Lied. Er erzählt, wie er seinen Sohn beim letzten Mal vom Bahnhof abgeholt hat und wie wortkarg sein Sohn doch manchesmal war. Mey nennt es den Elternmonolog. Dann erzählt er von der Umarmung. "...Ich musste mich etwas strecken, er sich etwas bücken." In der letzten Strophe singt er davon, dass er wenn nur einmal noch seinen Sohn am Bahnhof abholen könnte, ihn nur noch einmal umarmen könnte, seinen Seesack nur noch einmal tragen könnte, er alles tun würde, damit er ihn gebührend in Empfang nehmen könnte. Er wollte im Unwetter auf ihn warten, wenn nur noch einmal, nur ein einziges Mal ihn am Bahnhof abholen könnte. Zwischen jeder Strophe erklingen ganz zarte - fast asiatisch wirkende - Töne. Ein so tiefergreifendes Lied, dass ich weinen musste. Ein Lied über die tiefe Liebe eines Vater zu seinem Sohn, der niemals mehr aufwachen wird. (Welch schweres Kreuz ist Mey und seiner Familie auferlegt worden. - Möge Gott ihm und seiner Familie helfen, dieses schwere Kreuz zu tragen!!).
15.) "Lass nun ruhig los das Ruder". Dieses Lied ist auch für seine Sohn Max. Es scheint, als habe er das Los des Schicksals akzeptiert und ist bereit, seinen Sohn gehen zu lassen. Es scheint, wenn er singt "...Du bist sicher, Schlafes Bruder wird ein guter Lotse sein..." oder "Es kommt nicht der grimme Schnitter, es komnmt nicht ein Feind, es kommt, scheint sein Kelch auch bitter, ein Freund, der's gut mit dir meint..." Mey ist bereit, seinen Sohn gehen zu lassen. Den Weg, den wir alle einst beschreiten, wenn Schlafes Bruder uns nach Hause holt. Ein ebenso melancholisch-tiefsinniges-wunderbares Werk, wie das vorherige, welches zu Tränen rührt. (Das ich bei solchen Texten weinen muss, liegt vielleicht auch daran, dass ich eine Frau bin.)
16.) "Es ist an der Zeit" Ein sehr, sehr schönes Lied. Es ist ein Antikriegslied, dass in die Kategorie der Lieder "Nein, meine Söhne gebe ich nicht" oder "Kai" passt.
17.) "Sally". Reinhard Mey singt auf italienisch. (Leider verstehe ich den Text nicht. Werde schauen, dass ich ihn übersetzen lasse. Dennoch Reinhard Mey in einer anderen Sprache (auf Französisch kennen wir ihn ja) fantastisch!
Wahrlich Mey ist und bleibt, der größte Liedermacher, der größte Poet unserer Zeit. Wieder ein tolles Album. Seine Lieder geben so viel. Lassen einen nachdenken, einen lachen, einen weinen, einen dankbar sein für solche Worte. Kein anderer Liedermacher schafft es, dass ich so manchesmal weinen musste.
Ich hoffe, dass Mey noch viele Jahre Musik macht und unsere Herzen, unsere Seelen ergreift und erfreut.
Vielen herzlichen Dank, lieber Reinhard Mey und Gottes Segen für Sie und Ihre Familie - und vor allem für Max!
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Immer wenn sich Reinhard Mey nach 3 Jahren mit einem neuen Album meldet, ergeht es mir so, als ob ein alter, guter Freund wieder zurück gekommen ist. Mag man sich auch in den vergangenen Jahren etwas aus den Augen verloren haben, jeder hat ja irgendwie seinen Alltag zu bewältigen - sobald man seine Stimme wieder hört und die ersten Töne, ist alles wie immer. So als wäre er nie weg gewesen. Und so erging es mir auch dieses Mal.

Was könnte das Besondere an diesem Album sein? Vielleicht gibt das Cover einen guten Fingerzeig. Man sieht einen Reinhard Mey, der etwas gedankenverloren am Bahnhof stehend in die Ferne blickt. Ist er vielleicht am Ende einer Reise oder am Anfang? Sucht er etwas oder sieht er etwas? Oder denkt er einfach nur nach über sein Leben? Letzteres könnte vielleicht am ehesten zutreffen. Das ganze Album ist, bis auf 1-2 Ausnahmen, geprägt von einer Nachdenklichkeit, ja fast Melancholie.

Aber es ist auch kein wirklich trauriges Album. Nein, in ihm steckt auch viel Dankbarkeit. Dankbarkeit für all das und für all jene Menschen, die sein Leben bereichern, ja es eigentlich erst ausmachen. Ein Gefühl, das wohl jeder von uns kennt und deshalb nachvollziehen kann. Jedem dieser Menschen hat Reinhard Mey ein eigenes Lied gewidmet: sei es seine Frau, sein Sohn, seine Tochter, sein Enkel, sein Vater. Aber er beschränkt seine Dankbarkeit nicht nur auf Menschen, sondern zieht den Kreis weiter. Etwa wenn er beschreibt, was die Musik ihm gibt, die ja auch seine Berufung ausmacht (Spielmann). Oder was die Natur ihm bedeutet (Tiergarten). Selbst der Wein bekommt eine Art Hommage von ihm.

Manche Vorrezensenten kritisieren, dass das Album musikalisch nicht aufregend, nicht variantenreich genug wäre, dass irgendwie die "Ohrwürmer" wie "Über den Wolken" fehlen würden. Ich mag das als musikalischer Laie nicht beurteilen. Aber vielleicht ist es sogar die Stärke des Albums. Denn dadurch wirkt es für mich wie aus einem Guss - wie eine in sich geschlossene Einheit. Kein Lied "drängelt" sich vor, keins "versteckt" sich. Ja man kann die 17 Lieder hintereinander hören wie ein einziges großes Lied - ein schönes Lied, ein zu Herzen gehendes Lied, das still und gleichmäßig dahinfließt und den Hörer auf eine Reise aus dem Alltag mitnehmen möchte.
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am 26. Januar 2016
Seine Lieder bringen einen zum nachdenken....
Sind perfekte Kunststücke.
Reinhard Mey kann man nur empfehlen....!
5 Wörter: WORT, WORT, WORT.
Leute es geht nicht darum ob das Material der Verpackung beständig war oder nicht, sondern um die Qualität der Lieder. Und die sind genial!!!
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am 18. August 2015
Im Konzert ging Einiges in Tränen unter, zu traurig war es. Ein persönliches Schicksal (das wohl dem Titel den Namen gab) auf so beeindruckende Weise voll ehrlicher Gefühle in Kunst umzusetzen, zeugt von Stärke und Willenskraft. Aber das Leben geht weiter... Ganz ich Ruhe und mit etwas Abstand hörte ich mir diese CD wenig später zuhause an. Und das war gut so. Sehr zu empfehlen, nicht nur wegen des hier betrachteten Songs, und nicht nur für Mey - Fans.
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am 10. November 2015
Und seit langem ist dies m.E. auch wieder eine seiner besten CD. Reinhard May begleitet mich durch mein Leben wie ein aalter Freund. Möchte nie mehr auf ihn oder diese und andere CDs verzichten. Tolle Texte, nachdenklich und niveauvoll, wieder hat sich R.M. weiter entwickelt, seinem Lebensalter entsprechend verändert sich auch seine Musik und der Inhals seiner Texte. Ganz großer Künstler! Tolle CD.
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Drei Jahre sind nun seit dem letzten Studioalbum von Reinhard Mey ins Land gegangen.
Bei diesem Künstler wäre es unangemessen, wenn man nun auf neue Stilideen oder musikalische Experimente hofft

Wer den leisen Liedermacher in sein Herz geschlossen hat, der weiß genau, was hier auf
ihn zukommt. Feine Stücke, von Hand gemacht, mit liebevoll erdachten Texten. Mehr braucht es bei ihm einfach nicht.

So reiht sich auch bei seinem neuen Album eine Perle an die andere. Mit 17 Stücken liegt
eine stolze Anzahl von Neukompositionen vor. Dies freut jeden Fan und zeugt von der
anscheinend unerschöpflichen Textlaune von Reinhard.

Gespannt sitzt man vor den Lautsprechern und hört diesem einzigartigen Geschichtenerzähler
zu.

Einen Anspieltipp zu nennen, fällt mir sehr schwer. Es gibt nur schöne Stücke. Ausreißer oder
Lückenfüller sucht man hier erfreulicherweise vergebens. Er hat somit wieder mal alles richtig gemacht.

Ich kann ein paar Stücke nennen, die mich emotional ganz besonders berührt haben.
Diese wären "Fahr' dein Schiffchen durch ein Meer von Herzen", "Vater und Sohn", "Spangen und Schleifen und Bänder" und "Es ist an der Zeit".

Und wer schon immer mal wissen wollte, wie der Ruhestand von Wolfgang Petry aussieht,
der sollte das Stück "Wolle" mal genauer unter die Lupe nehmen.

Seine eigene Geschichte erzählt Reinhard mit "Spielmann". Und als Ode an seine eigene Zunft ist wohl "Wenn schon Musik" zu verstehen.

"Sally" wird von Reinhard komplett auf italienisch gesungen.

Ein ganz besonderes Album der ruhigen Töne. In unserem hektischen Alltagstrubel genau die
richtige Medizin.
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am 5. August 2015
Das konzert war super und dank der CD habe ich die Titel alle schon gekannt. Wie immer eine tolle CD und deutlich optimitischer als die letzten CDs. Für mich als Fan von Reinhard Mey ein absolutes Muß.
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am 26. September 2015
Wir lieben seine Texte, seine Musik, ein wunderbarer Musiker, der keine zusätzlichen "Hilfen" auf der Bühne braucht...ein Stuhl, die Gitarre und ER selbst, das ist es! Seine Auftritte in Kloster Banz, alljährlich, sind ein Genuss. Mit Wecker, Wader, Wartke usw. immer wieder gerne...
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am 5. Mai 2013
Es wurde viel und gut über das Album geschrieben. Viel zu ergänzen gibt es da nicht mehr. Ich danke RM für die zuverlässig wiederkehrenden Songqualitäten.
Das Album umfasst zu einem grossen Teil Personen seines familiären Lebens. Wahrscheinlich hat RM durch die Situation seines Sohnes Maximilian sein BLickfeld vorwiegend auf ebendiese ihm nahstehenden Menschen gerichtet. Textlich ist an seinen Werken einfach nichts zu rütteln.
"Lieber kleiner Silvestertag" bringt einen humorvollen und doch nachdennklichen Blick auf den 31.12. eines jeden Jahres. Wie schön, dass es ein Mensch schafft, dass jemand anderen ein Kalendertag leid tun kann.
Dass RM jemals ein Lied mit respektvoller Anerkennung auf Wolfgang Petry schreibt ("Wolle") durfte man wohl nicht erwarten. Aber in dem Kontext, indem RM hier die Person Petry stellt ist es nur logisch.
Bei der komplett auf italienisch gesungenen Fabrizio de Andre Coverversion "Sally" hätte ich mir ein paar erklärende Worte auf Deutsch gewünscht :) --> Erläuterung hierzu unter cantautori.at/main/fabrizio-de-andre

Meine persönlichen Highlights sind "Lieber kleiner Silvestertag", "Vaters Mantel" und vor allen Dingen "Dann mach's gut" das einige von Meys Gedanken zu eben seinem Sohn Max wiedergibt. Dieser Titel hat mich zu Tränen gerührt.

Der Biss einstiger Tage ist hier in den Hintergrund getreten. Wie auch, wenn einem eine Last auf der Seele liegt die in Worte nur von Mey zu fassen sind.
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