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am 17. März 2016
Wer sich mit der jüngsten Geschichte der Demokratischen Republik Kongo beschäftigt, gerät schnell in die große Ratlosigkeit, wo jede auch nur annähernde Übersicht verloren zu gehen droht. Zu viele Beteiligte, zu viele Parteien, zu viele bewaffnete Gruppen, von denen jeder dann auch noch - je nach Lage und Gewinnaussicht - kurzfristig die Seiten wechseln kann. Stearns Buch hat das ambitionierte Ziel, ein bisschen "Ordnung" in das Chaos zu bringen - ich weiß, das ist ein Widerspruch in sich, erst recht im Kongo! - oder zumindest, dem Leser zu helfen, das Gesamtbild nicht ganz aus den Augen zu verlieren. Und das ist ihm gelungen.
Er beschreibt und analysiert die Jahre von 1994 bis 2010 mit dem Völkermord in Ruanda als Ausgangspunkt und den zwei darauf folgenden "afrikanischen Weltkriegen" und ihren Konsequenzen. Das gelingt ihm deshalb besonders gut, weil er nicht nur chronologisch Abläufe nachzeichnet und bewertet, sondern beteiligte Personen - Entscheidungsträger wie die sogenannten "einfachen Leute" - zu Wort kommen lässt.
Das Erschreckendste ist, dass ein historischer Fortschritt nicht zu erkennen ist, anscheinend wiederholt sich der immer gleiche Kreis von Gewalt, Brutalität, schneller Gewinnmaximierung und dem allzu bereitwilligen Löcherstopfen durch die Gebergemeinschaft ewig aufs Neue. Dieselben "Techniken" der Tortur, die es im Völkermord in Ruanda gab, wurden von den verschiedenen Lagern auch im Kongo angewandt. Die als Demokraten, Befreier und Menschenrechtskämpfer angetretenen jungen Politiker, Militärführer oder Staatsbeamte, verfallen - einmal an der Macht - in dieselben für viele ihrer Opfer tödlichen Handlungsschemata wie ihre Vorgänger, die sie so entschieden bekämpft haben. Und die Gebergemeinschaft veranstaltet weiter fleißig Seminare über Transparenz und Rechenschaftslegung und sorgt sich, ihr Geld loszuwerden. Einen gangbaren Ausweg aus diesem sich unendlich reproduzierenden Deaster kann der Autor uns auch nicht weisen. Wie sollte er auch?
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am 6. November 2012
Eine Befassung mit der Tragödie des Kongos kann bedeuten, mit der Schilderung von Gräueln (medial verwertbare) Affekte zwischen Schock und Voyeurismus zu evozieren, vertraute Stereotypen zu pflegen von den unrettbar auf Krieg programmierten afrikanischen Warlords oder von den schuldig gewordenen einstigen Kolonialmächten oder von den imperialistischen US-Amerikanern. Es kann aber auch bedeuten: eine komplexe und hochgradig bildende Fallstudie zu entwickeln über die vielschichtigen Kräfte, die ein Staatswesen gelingen lassen - oder es in das fortgesetzte Inferno schicken.
Jason Stearns hat mit seinem Buch diese Fallstudie entwickelt. Am Ende seiner akribisch recherchierten und packend aufbereiteten Schilderungen stehen nicht sortenrein getrennt Opfer und Täter. Dafür tiefe Einsichten in das Wesen politischer und gesellschaftlicher Prozesse, die universal Gültigkeit haben.
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am 4. Dezember 2012
Es ist sicherlich ein sehr interessantes Buch, aber für mich oft schwer zu verstehen. Es werden zu viele Namen zitiert, das ich weniger wichtig finde und das eigentliche Geschehen rückt dabei etwas in den Hintergrund.
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