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Cryptonomicon Gebundene Ausgabe – 2001

3.8 von 5 Sternen 86 Kundenrezensionen

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Dank Snow Crash genießt Neal Stephenson Kultstatus unter Science-Fiction-Fans und Technologie-Freaks. Das Buch hat die konventionellen Vorstellungen der High-Tech-Zukunft derart neu definiert, dass es zu einer sich selbst bewahrheitenden Voraussage wurde. Wenn dieser Cyberpunk-Klassiker groß war, dann ist Cryptonomicon riesig, enorm, gewaltig -- nicht nur aufgrund seines schieren Umfangs (circa 900 Seiten), sondern auch in seinem Reiz. Es ist der zeitgemäße, lesenswerte Nachfolger von Die Enden der Parabel und der Illuminatus-Trilogie. Darüber hinaus ist es auch das erste Buch einer geplanten Serie.

Cryptonomicon zoomt durch die ganze Welt und rast verschwörerisch zwischen zwei Zeiten hin und her -- dem Zweiten Weltkrieg und der Gegenwart. Die zwei Helden aus den 40er-Jahren sind der glänzende Mathematiker Lawrence Waterhouse, ein außerordentlicher Kryptoanalytiker, und der übereifrige, morphiumsüchtige Bobby Shaftoe von den US-Marines. Sie gehören zum Sonderkommando 2702, einer Alliiertengruppe, die versucht, die Kommunikationskodes der Achsenmächte zu knacken. Gleichzeitig ist sie bemüht zu verhindern, dass der Feind dahinter kommt, dass ihre eigenen Kodes bereits geknackt sind. Unter dem Strich besteht ihre Aufgabe aus einer Täuschung nach der anderen. Dr. Alan Turing, der ebenfalls zum Sonderkommando 2702 gehört, erklärt Waterhouse die seltsame Arbeitsweise der Einheit: "Wenn wir einen Konvoi versenken wollen, schicken wir erst ein Beobachtungsflugzeug hinaus... Das Observieren ist natürlich nicht seine eigentliche Aufgabe -- wir wissen schon längst, wo sich der Konvoi befindet. Seine eigentliche Aufgabe besteht darin, selbst beobachtet zu werden... wenn wir dann kommen, um sie zu versenken, schöpfen die Deutschen keinen Verdacht."

Diese ganze Geheimnistuerei spiegelt sich in der Gegenwartshandlung wider, in der sich die Enkel der Weltkriegshelden -- der unnachahmliche Programmierfreak Randy Waterhouse und die schöne und starke Amy Shaftoe -- zusammentun, um in Südostasien eine Offshore-Datenoase zu schaffen und nach Möglichkeit auch den Verbleib von Gold aufzudecken, das für die Schatulle der Nazis bestimmt war. Um den paranoiden Ton der Geschichte abzurunden, taucht der mysteriöse Enoch Root, einer der Topangehörigen des Sonderkommandos 2702 und der Societas Eruditorium, mit einem nicht dechiffrierbaren Verschlüsselungskonzept aus dem Zweiten Weltkrieg auf, um die Protagonisten von 1990 mit verschwörerischen Verbindungen zu verwirren.

Cryptonomicon ist von der ersten bis zur letzten Seite Neal Stephenson vom Feinsten: knapp in der Handlung, aber erschöpfend präzise im Detail. Jede Seite enthält eine Mathematikaufgabe, einen zitierbaren Insider-Witz, eine faszinierende Idee oder ein Stückchen beißender Prosa. Cryptonomicon ist zudem voll gepackt mit wahrhaft seltsamen Figuren -- irren Technologie- und Kryptofreaks und mehr Kryptologie, als man jemals brauchen wird -- vom gegenwärtigen Computerjargon einmal ganz abgesehen. Vorsicht: Wenn Sie dieses Buch in einem Zug lesen, könnten Sie einer Informationsüberlastung (und dem Hungertod) zum Opfer fallen. --Therese Littleton

Pressestimmen

"Das aufwändigste literarische Projekt der Jahrtausendwende - und darüber hinaus." (Publishers Weekly)

"Stephensons respektlose Phantasie wirkt geradezu befreiend ..." (Neue Zürcher Zeitung)

"Fantastisch geschrieben! In diesem Roman kann man auf sehr unterhaltsame Art erfahren, wie die Internetgeneration tickt." (Wolfgang Herles, ZDF) -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Format: Taschenbuch
Als ich im November vorletzten Jahres mehrere Übernachtflüge innerhalb eines Monats zu bewältigen hatte, und man nicht nur im Flugzeug sondern auch an Flughäfen und auf dem Weg dorthin viel Zeit verbringt, schnappte ich mir ein dickes Buch aus dem Bücherschrank eines Freundes von mir, der bei der NASA arbeitet und dieses zu seinen Lieblingsbüchern zählt.
"Cryptonomicon" besteht aus zwei Handlungssträngen, einem zur Zeit des zweiten Weltkrieges, und einem in der Gegenwart (bzw. 1999), die auf unheimliche Weise miteinander verknüpft sind. Beide Handlungsstränge laufen zeitlich versetzt, aber dennoch parallel ab.

Zu den vielen Entwicklungen der Kriegszeit gehören nicht nur die Raketen- und die Nukleartechnik, sondern auch die ersten rudimentären Computer. Und es sollte der erste Krieg der Menscheitsgeschichte werden, der mit Hilfe von Rechenmaschinen gewonnen wird. Bereits ab 1940/41 wurde ein Grossteil mit der zur damaligen Zeit bahnbrechenden Enigma-Maschine verschlüsselten Funksprüche der deutschen Wehrmacht abgefangen und dechiffriert. Nur wie verhält man sich dass es nicht auffällt? Wie zufällig können Zufälle sein? Oder ist es Absicht dass die Alliierten bestimmte Informationen erhalten, damit die Wehrmacht die Reaktion erkennen kann?

Hier setzt der Handlungsstrang der Zeit des zweiten Weltkrieges ein, um reale Personen wie Alan Turing herum, einem der Erfinder des Computers. Es entstand eine komplett neue Wissenschaft, und die handvoll Menschen die hier an vorderster Front waren gehörten zu den wichtigsten Menschen des gesamten Weltkrieges; sie konnten über Sieg oder Niederlage entscheiden.
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Format: Taschenbuch
Bei einem Buch von Neil Stephenson würde man - nach Titeln wie "Snow Crash" oder "Diamond Age" - wieder einen Roman aus dem Science Fiction Bereich erwarten. Nun, um ein Werk der Fantasie ("Fiction") mit engem Bezug zur Wissenschaft ("Science") geht es hier schon; nur spielt die verzwickte Handlung nicht in der Zukunft, sondern zum einen in der Gegenwart, und zum anderen während des zweiten Weltkriegs. Es geht um einen Goldschatz, den die Japaner unter Nutzung deutscher U-Boote versteckt haben und um eine Reihe junger Leute, die beim Versuch, ihr Datenversteck auf einer kleinen Insel mit Leitungen ans Internet zu binden, auf ein U-Boot und damit auf Hinweise zum Schatz stoßen.
Die beiden Handlungsstränge sind auf viele geheimnisvolle Weisen miteinander verknüpft. So ist Randy, die Hauptfigur aus der Jetztzeit, der Sohn eines Kryptoanalytikers, der den Verschlüsselungstechniken der Deutschen im Krieg auf der Spur war. Und wenn die Handlung auch langwierig (über 1100 Seiten) und kompliziert ist, zieht sie den Leser doch so in den Bann, daß man das Buch nur ungern weglegt.
Eine besondere Stärke dieses Buches ist die außerordentliche Genauigkeit der Recherche. Zumindest dort, wo ich mich einigermaßen auskenne - IT allgemein und Kryptoanalyse im besonderen - beeindruckt die Präzision, mit der Stephenson technische Aspekte seiner Story ausarbeitet. Und daß eine der größten Autoritäten auf dem Gebiet der Kryptografie, Bruce Schneier, einen Verschlüsselungsalgorithmus (inklusive einer Erläuterung im Anhang) dem Buch beisteuert, trägt sicherlich ganz erheblich zu dem Kultstatus bei, den dieses Buch unter den technophilen "Geeks" hat.
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Format: Gebundene Ausgabe
Im Gegensatz zu den vielen und viel zu theoretisch erscheinenden Abrissen über die Entwicklung der Informationstechnologie ist "Cryptonomicon" von Neal Stephenson unterhaltsam, bis ins unerträgliche spannend und auch für Laien gut verständlich. Stephenson erzählt, wie in den meisten seiner Bücher, auf mehreren, auch zeitlich unterschiedlichen Handlungsebenen, die die aktuellen Probleme der Informationstechnologie, wie auch die Anfänge der digitalen Rechenmaschinen und Beweggründe zu deren Bau anschaulich und kritisch illustrieren.
Über die Zeiten verbindendes Element ist die Verwandtschaft der Protagonisten. So sind die "Helden" der Gegenwartsebene ganz einfach Nachfahren der Protagonisten der WWII-Ebene. Nach dem Motto, dass der Apfel nicht weit vom Pferd fällt beschäftigen sich die Nachfahren auch kongruent zu ihren Vorfahren in den entsprechenden Tätigkeitsbereichen. Der Enkel eines Kryptologen, der im Bletchley-Park Team mitarbeitete ist jetzt - na - ein Hacker, genau. Der Sohn eines WWII-Helden betätigt sich als Abenteurer und Tiefsee-Schatzsucher im pazifischen Raum. So bleibt es dem Leser, gespannt zu sein, ob denn diese Nachfahren auch dahinter kommen, dass sich bereits ihre Ahnen kannten. Dass dies nicht das einzige spannungsgebende Element ist, dürfte jedem der Neal Stephenson aus einem seiner anderen Werke kennt natürlich klar sein. Mehr will ich hier aber von der Storyline gar nicht enthüllen, nur so viel: Wer Cryptonomicon nicht kennt, verpasst das beste Buch, das je über die Geschichte der IT geschrieben wurde.
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