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Crime TV. Lexikon der Krimi-Serien Gebundene Ausgabe – 2000

5.0 von 5 Sternen 2 Kundenrezensionen

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"Auf diesen Seiten wird gelobt, jubiliert, verachtet, gemetzelt und juristisch am Rande zur üblen Nachrede über unfähige Serienmacher hergezogen. Objektivität, nein danke. Man kann doch wirklich nicht Für alle Fälle Fitz oder Die Sopranos gleichwertig mit Grossstadtrevier oder SK Kölsch behandeln. Also: Ärgern Sie sich nicht, sondern lachen Sie mitleidig über den Deppen, der Jahre seines Lebens dafür geopfert hat, diese nicht immer leicht zugänglichen Informationen zusammenzutragen."

Darüber lachen, nein, auf Knien danken muss man Martin Compart für dieses Lexikon, einer wahren Bibel für alle Krimi-Serien-Fans. Lachen darf man über seine gnadenlosen Verrisse der unzähligen Schrottserien mit ihren nicht minder öden Hauptdarstellern. Wie schreibt Compart so treffend: "Für wertfreie Räume sind Politiker zuständig, nicht dieses Lexikon." Nicht umsonst gilt er als einer der härtesten Kritiker überhaupt. Ein schwer erkämpfter Ruf, den es hier zu verteidigen gilt.

Dennoch, ein Lexikon aller je im deutschen Fernsehen gesendeten Krimiserien ist schon ein hartes Stück Arbeit. Aber wer wäre dafür geeigneter als "Deutschlands Krimi-Papst" Martin Compart, der seit nunmehr fast dreißig Jahren seiner Passion frönt. Als Kritiker, Drehbuchautor und nicht zuletzt als Herausgeber der ambitionierten Kriminalliteraturreihe DuMont Noir.

Und das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen. Rund 800 Serien auf knapp 500 Seiten. Dazu Porträts der wichtigsten Stars, Autoren, Regisseure und Produzenten, Stichworte zu Sachthemen und Hunderte bibliografische Hinweise: Da müssen natürlich auch irgendwo Abstriche gemacht werden. Wer also Infos zu Sendeterminen und -titeln der einzelnen Folgen, vollständige Besetzungslisten und dergleichen mehr vermisst, sollte ergänzend zu Jovan Evermanns Serien-Guide greifen. Mit den beiden Büchern zusammen ist man jedenfalls bestens ausgestattet. --Stephan Fingerle

Autorenkommentar

Mindestens zehn Jahre Arbeit stecken in dem Buch
Es ist nun endlich erschienen. Mindestens zehn Jahre habe ich mit Unterbrechung an diesem Lexikon gearbeitet. Alle Serie, die wichtigsten Personen und Stichworte (wie Privatdetektive, Courtroom-Drama) und ausführliche Bibliographien (zu Sekundärlit., Romane oder Comics zur jeweiligen Serie) sind erfasst. Manchmal bin ich ziemlich bösartig (wenn mich eine Serie geärgert hat). Über den reinen Gebrauchswert (Just the Facts Maám)habe ich versucht, unterhaltsam zu schreibe, damit das Stöbern und ziellose Lesen auch Spaß macht. Das Vorwort schrieb übrigens Horst Königstein. Es war gerade in den letzten Jahren ein Knochenjob und ich hoffe, daß es trotz des stolzen Preises (Dafür aber auch 510 Seiten zweispaltig und jede Menge Fotos) die Leser zufrieden stellt.

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Von Ein Kunde am 25. August 2001
Format: Gebundene Ausgabe
Eines kann man „Crime TV - Lexikon der Krimi-Serien" nicht vorwerfen: Objektivität! Nein, unvoreingenommen ist Martin Compart nicht, wenn es darum geht, alle, und zwar wirklich alle Krimi-Serien, die jemals im deutschen Fernsehen gezeigt wurden, aufzulisten und vorzustellen. Und das sind rund 800 Stück! Der Artikel zu „Derrick" wird beispielsweise mit folgenden Worten eingeführt: „Das Unheil begann am 20. Oktober 1974." Noch Fragen? Auf rund 500, reich bebilderten Seiten fasst Compart zusammen, was den deutschen Fernsehzuschauer in mehr als 40 Jahren ans Fernsehen fesselte (oder die Umschalttaste bedienen ließ). Ob „Das A-Team", „Akte X", „Derrick", „Twin Peaks", „Profiler", „Kommissar Rex", „Miami Vice" oder der ersten, heute weitestgehend vergessenen ARD-Krimiserie „Kommissar Freytag" - „Crime TV" macht vor keiner Serie halt! Dabei verzichtet Compart auf die Büchern dieser Art oft leider anhaftenden Geschwätzigkeit. Seine Sprache ist klar verständlich. Was schreibt er zum Beispiel zu „SK Babies"? „[Die Handlung] klingt wie ein ganz mieses Plagiat von ‚21 Jump Street' - und ist es auch. Leider ist ‚SK Babies' von ‚21 Jump Street' so weit entfernt wie Helmut Kohl von Slim Fast." Ebenfalls deutlich sind seine Äußerungen zur bislang teuersten Sat 1-Serie, „Der König von St. Pauli" und deren Macher Dieter Wedel: „In quälender Dauer zeigt er eine Striptease-Probe nach der anderen. Strips, die selbst im ostfriesischen Loppersum keinen Zuschauer in die Dorfkneipe gelockt hätten, geschweige denn auf St. Pauli.Lesen Sie weiter... ›
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Format: Gebundene Ausgabe
Vollständig ist ein recht großes Wort, aber auf dieses Buch ist es wohl zutreffend:
Herausgeber Martin Compart hat in dieser Publikation alle in Deutschland jemals bis dato im Fernsehen gesendete Krimiserien aufgelistet samt Angaben zu Darstellern, Machern, Hintergründen. Bis heute gibt es kein vergleichbares Werk. Während im neuen Jahrtausend eine Menge Filmbücher veröffentlicht wurden, die sich hauptsächlich auf seichte, wohl bekannte Infos und überdimensionierte Bilder reduzierte, derweil einst kompetente Reihen leider eingestellt wurden (,Heyne Filmbibliothek', ,Cinema Filmbücher'), ist das vorliegende Buch noch eins vom alten Schlag:Kompetent, umfassend, klasse recherchiert. Allerdings schlachtet Martin Compart dabei auch schon einige heilige Kühe, also diverse liebgewonnene Kultserien:'Starsky & Hutch' hat einen schweren Stand, ebenso 'Vegas' oder der deutsche Ausnahmekrimi ,Peter Strohm' oder ,Zorc'. Dagegen finden wenig bekannte oder in Vergessenheit geratene britische Serien wie ,Minder' und ,Man In A Suitcase' lobende Erwähnung. Manches mutet auch seltsam an:Martin Compart verreißt genüßlich den britischen Actionkult ,Die Profis', lobt jedoch eine eher statische Serie wie 'The Sweeney'.

Zugegeben:Viele Informationen könnte man im Internet recherchieren, aber alles gebündelt in einem Buch zu haben, ist schon eine feine Sache! Allerdings ist es Zeit für eine aktualisierte Ausgabe, mal sehen, wie Martin Comparts Meinung zu neuen Produktionen wie ,CSI' oder Post 9/11-Serien wie ,24' oder ,Alias' oder auch deutschen Produktionen wie 'Im Angesicht des Verbrechens' ist ...
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