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Der Crash kommt: Die neue Weltwirtschaftskrise und wie Sie sich darauf vorbereiten Gebundene Ausgabe – 17. August 2006
- Seitenzahl der Print-Ausgabe304 Seiten
- SpracheDeutsch
- HerausgeberEcon
- Erscheinungstermin17. August 2006
- ISBN-103430200016
- ISBN-13978-3430200011
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Produktbeschreibungen
Amazon.de
Ottes Anklage gilt dem Machbarkeitsglauben der Ökonomen, durch die Steuerung der Geldmenge die Inflation beeinflussen zu können. Genau das kann sie nicht!, proklamiert Otte. Denn der Geldsegen aus der Notenpresse fließe vor allem in immer spekulativere Investments. Und irgendwann werde die Masse der Schulden unter ihrem eigenen Gewicht zusammenbrechen, prophezeit der Autor: Nach allem, was mir meine Daten sagen, ist eine Weltwirtschaftskrise in den nächsten fünf Jahren sehr wahrscheinlich. Die Globalisierung selbst hat eine große Blase erzeugt, die über kurz oder lang entweder schnell platzen oder langsam in sich zusammensinken muss. Die Folge: Vermögen wird vernichtet. Die Wirtschaft schrumpft. Deflation regiert -- mit drastischen Auswirkungen: Staatsbankrott, Währungsreform. Das Gespenst von 1929, der letzten großen Weltwirtschaftkrise.
Ottes Mahnung: Treffen Sie die notwendigen Vorbereitungen, seien Sie gelassen, und vermeiden Sie Verluste! Den Vorkehrungen gegen die kommende Krise ist der zweite Teil des Buches gewidmet. Otte verrät hier Anlagestrategien, die es ermöglichen sollen, eine Weltwirtschaftskrise zu überstehen. Seine Empfehlung: sich vorbereiten und seine Vermögensangelegenheiten in die eigenen Hände nehmen. Dabei kommen als antiquiert angesehene Formen der Wertanlage zu neuen Ehren: Bargeld und Gold sollen helfen, die Krise zu überdauern.
Ottes Warnungen sind drastisch. Ob man ihnen Glauben schenkt oder nicht, ist letztlich wiederum eine Frage des Glaubens. Oder der theoretischen Vorentscheidung: Ist man ökonomischer Pessimist oder Optimist? Sieht man in der Krise einen normalen Begleitumstand des Wirtschaftens oder hält man sie für eine vermeidbare Panne? Ob man richtig lag, weiß man leider immer erst nachher.-- Winfried Kretschmer
Über den Autor und weitere Mitwirkende
Produktinformation
- Herausgeber : Econ; 2. Auflage. (17. August 2006)
- Sprache : Deutsch
- Gebundene Ausgabe : 304 Seiten
- ISBN-10 : 3430200016
- ISBN-13 : 978-3430200011
- Amazon Bestseller-Rang: Nr. 172.051 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
- Nr. 202 in Globalisierung
- Nr. 20.305 in Politik & Geschichte (Bücher)
- Kundenrezensionen:
Informationen zum Autor

Max Otte ist unabhängiger Finanz- und Wirtschaftsanalyst, Politikberater, Gründer des Instituts für Vermögensentwicklung (IFVE), Fondsmanager, Unternehmer und Philanthrop. Von der Zeitschrift Cicero wurde er 2019 als Aufsteiger des Jahres unter Deutschlands Intellektuellen identifiziert.
Otte promovierte an der Princeton University und hatte Professuren an der Boston University, der Hochschule Worms und der Karl-Franzens-Universität Graz inne. Ende 2018 schied Otte auf eigenen Antrag als Professor und Beamter auf Lebenszeit aus dem Staatsdienst aus, um sich auf seine Analysen und unternehmerischen Aktivitäten zu konzentrieren.
Im Jahr 2006 gelang ihm mit Der Crash kommt und seiner zielgenauen Prognose der Finanzkrise ein großer Wurf, der Otte zu Deutschlands "erfolgreichstem Crash Guru aller Zeiten" (Daniel Stelter) machte. Unternehmen, an denen Otte beteiligt ist, managen mehr als eine Milliarde Euro. Der Max Otte Vermögensbildungsfonds (WKN: A1J3AM) gehört seit 2016 zu den erfolgreichsten deutschen Aktienfonds.
Der Philanthrop ist Stifter des Oswald-Spengler-Preises, der 2018 erstmalig an den französischen Schriftsteller Michel Houellebecq ging und Veranstalter des Neuen Hambacher Festes.
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Der erste Teil des Buches befasst sich durchgehend mit der derzeitigen Entwicklung und zieht dabei Parallelen zur Geschichte, wobei fast immer 1929 herhalten muss (als quasi der Worst Case). Was dabei sehr deutlich wird ist die durchgehende Schwarzmalerei. Auf mögliche Lösungen die eine Krise verhindern könnten, wird fast gar nicht eingegangen. Siehe z.B. die Staatsverschuldung Amerikas und die damit verbundene Währungsabwertung. Hier beschreiben andere Bücher (wie "der globale Countdown") diverse Strategien, die aus einer derartigen Falle hinausführen könnten (siehe Thema Weltwährung u.a.). Das gesamte Buch krazt so ziemlich an der Oberfläche ohne eigentlich mal ins Detail einzusteigen, so dass man sich von einer möglichen Krisenbeschreibung in die nächste geschmissen fühlt. Sicher, auf der einen Hand scheinen die derzeitigen politischen und ökonomischen Strukturen relativ blind und ohnmächtig zu sein (wie damals 1929), so dass man eine globale Katastrophe eher vermuten könnte, aber anderseits sind in der heutigen Welt Strukturen entstanden, die sich damals noch nicht abzeichneten und die so eine KAtastrophe verhindern könnten. Hierbei sei vor allem die Macht der aufstrebenden BRIC-Länder und ihr Einfluß auf das Kapital und die Ökonomie genannt. Aber was diese Thematik angeht, sehe ich den Autor eher als Vorzeigeprotektionisten, der eine Antiglobalisierungskampagne aus vollem Enthusiasmus heraus unterstützen würde.
Der zweite Teil ist dann im Grunde nicht anderes als die Illustration diverser Anlagestrategien, wie man sie in jedem BWL-Grundstudium ab dem ersten Semester kennenlernt. Unabhängig von Krise oder nicht. Hier wird einem nicht gerade etwas neues erzählt. Traurig eher, dass der Autor Strategien wie die "geschönigte" Steuerhinterziehung durch Kapitalabfluss in die Schweiz befürwortet und jenes Land dann entgegen jeglichem parasitären Verhalten, auch noch in Schutz nimmt für seine Kapitalpolitik.
Das Buch ist sicherlich eine nette Ergänzung zu anderen Lektüren, vor allem wenn man sich eher mit der betriebswirtschaftlichen Komponente beschäftigen möchte, aber ansonsten eher nicht zu empfehlen.
Ich finde, dass das Buch ein Muss ist, bevor man sich mit Investment, Aktien, Vermögensbildung startet.
Es ist die Einzige Art um sich zu Informieren.
Dieses Buch ist Ausführlich
Rainer Kohle
Aber ist dieses Buch wirklich für "das gemeine Volk" geschrieben? Rein äußerlich ja, im Detail nein. Warum das so ist, läßt sich leicht erklären: Die wenigsten Otto-Normalos können mit Ottes Hilfestellung real etwas anfangen. Aber der Reihe nach...
Das Buch ist in zwei Teile gegliedert. Teil 1 dreht sich um eine (nicht sooooo schlechte) Analyse der Situation und wie es dazu kommen konnte. Otte führt all die Grauslichkeiten auf, die sich da so ereignet haben: Spekulationsblasen, Hedge Fonds und Private Equity, und die allgegenwärtige Überschuldung von Staat und Privat. Er beleuchtet dabei die geschichtlichen Hergänge und betrachtet die verschiedenen Wirtschaftsräume im Detail (klar, daß Europa dabei am Schlechtesten wegkommt). Leider muß man sagen, hat Otte vieles selbst noch nicht verstanden. Zinsen sind für ihn kein Problem, und schon gar nicht Ursache des Problems. "Gesundes" Wirtschaftswachstum ist für ihn auch ein Dogma. Und er verliert keine Silbe darüber, wie es nach der Krise weitergehen soll. An dieser Stelle kann ich nur ein Zitat bringen:"Wer an unbegrenztes Wachstum in einem mit Grenzen vesehenen System glaubt, ist entweder wahnsinning oder Ökonom." Ich empfehle also jedem, der sich Ottes Analyse zu Gemüte führen will, dies nicht unrefektiert und unkritisch zu tun. Am besten, man ließt zuerst Bernd Senfs "Die blinden Flecken der Ökonomie", dann sieht man die Dinge klarer.
Nun denn, all dies könnte man noch als Streit verschiedener Strömungen der VWL abtun. Aber so richtig dicke kommts dann im Teil 2 - Wie man durch die Krise kommt. Otte empfiehlt, daß ein 4-Kopf Haushalt 300.000€ zur Seite legt und sicher anlegt. Hallo? Bei 30.000€ Jahreseinkommen wären das volle 10 Jahresgehälter, die man in einem Zeitraum von 3-4 Jahren (seit Ersterscheinung des Buches bis zur Krise) zurücklegen sollte. Wer kann denn das? Selbst die Minimallösung von 100.000€ ist für die wenigsten wirklich stemmbar. Daher Eingangs meine Kritik: Diese Tipps sind fürs gemeine Volk unbrauchbar, weil illusorisch. Und selbstredend. Wer 300.000€ mal so zur Seite legen kann, wird das auch sicher tun. Auch die anderen Weißheiten wie "Schulden abbauen", "In sichere Anlagen gehen", "breit gestreutes Einkommen (Zinsen mal wieder)" usw... sind Hausverstands-Sachen, für die ich keinen Max Otte brauche.
Fair wäre gewesen, offen darauf hinzuweisen, daß dieses Buch gewisse Grundvoraussetzungen verlangt, wie eben einen ausreichenden Kapitalstock. Dann könnte all diejenigen, die dies nicht haben, sich zumindest die 8€ für dieses Buch sparen. Das schmälert zwar Ottes "breites Einkommen", aber um einen guten Freund von "Helikopter"-Ben Barnanke braucht man sich keine Sorgen deshalb machen.

