find Hier klicken Sonderangebote PR CR0917 Cloud Drive Photos UHD TVs Learn More TDZ Hier klicken Mehr dazu Hier Klicken Storyteller PrimeMusic AmazonMusicUnlimited Fußball longss17

  • Crank
  • Kundenrezensionen

Kundenrezensionen

4,5 von 5 Sternen
21
4,5 von 5 Sternen
Format: Taschenbuch|Ändern


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 29. Juni 2017
Das Buch "Crank" von Ellen Hopkins ist 544 Seiten lang und bei Carlsenverlag erschienen. Es ist in einer Hardcover- und Softcoverausgabe erhältlich.

Ich hab die Softcoverausgabe gelesen, welche in einer erstaunlichen guten Qualität mit dickem Einband und dicken Leseseiten verlegt wurde. Besonders an dem Buch ist das künstlerische Schriftbild, eine außergewöhnliche Versform. Jede Strophe und Zeilen auf den Seiten ergeben zusammen ein Muster oder ein Bild und passen zum Text.

Kristina ist ein Vorzeigemädchen. Sie ist bei ihrer alleinerziehenden Mutter sehr behütet und wohlerzogen aufgewachsen. In der Schule gibt es keine Probleme und auch sonst ist sie ein Mädchen, was sich Eltern wünschen. Doch dann fährt sie zu ihrem Vater, den sie viele Jahre nicht gesehen hat und dort kommt eine neue Seite von ihr zum Vorschein, Bree. Ihr zweites Gesicht Bree ist das Gegenteil von Kristina, selbstbewusst und außer Kontrolle. Bree trinkt Alkohol und auch Drogen spielen bald eine Rolle.

Zitat: Wer will im Leben schon alles gut und richtig machen? Chancen zu vergeben, heißt, Träume zu vergeuden.

Eine Abwärtsspirale beginnt...

Das Buch ist in einer Intensität geschrieben, welche man nur selten findet. Außergewöhnlich und fesselnd ist die Kombination aus Schriftbild und Schrift. Visuell und gedanklich wird der Leser stimuliert und in die Zeilen hineingezogen. Etwas verwirrend fand ich manchmal, dass Koks, Speed und Crystal teilweise miteinander vermischt werden, obwohl es unterschiedliche Drogen sind. Auch die Übersetzung "Eine Linie ziehen" hat mir zu schaffen gemacht, ich meine wer sagt schon: "Ich geh mal ne Linie ziehen!" Es heißt und bleibt aus dem englischen übernommen Line, aber das kann man überlesen, ohne das es die Intensität der Geschichte trübt. Es ist oft von Crank die Rede, von der Droge, dem Kraken, dem Monster.

Zitat: "Wisst ihr, Crank ist kein gewöhnliches Monster, sondern gleicht einem riesigen Kraken. Es schlingt seine Fangarme nicht nur um einen, sondern schlängelt sich durch einen hindurch."

Crank hat nicht nur Bree im Griff, sondern viele Jugendliche, die dann zu süchtigen Erwachsenen werden. Ich finde gerade für die Jugend ist es ein besonderes Werk, welches man durchaus weiterempfehlen kann und lesen sollte. Es klärt auf besondere Art und Weise auf, ohne Verbote auszusprechen. Es zeigt auf berührendem Weg wie ein Leben und eine Entwicklung aussehen kann, wenn man die falschen Entscheidungen trifft. Aber auch für erwachsene Leser kann ich es uneingeschränkt empfehlen.

Fazit: Absolut intensives Buch mit einem besonderen Schriftbild, welches fesselt, berührt und einen nicht mehr loslässt. Spannend von der ersten Seite bis zum Schluss. Außergewöhnlich, künstlerisch und für Jugendliche eine absolute Empfehlung zur ungewöhnlichen Aufklärung ohne Verbote auszusprechen, aber auch für erwachsene Leser ein absolutes "Must have".
review image review image
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 30. Juli 2013
Dieses Buch ist top. Ich habe es im Rahmen einer Veranstaltung zur Deutschdidaktik lesen müssen. Anfangs war ich skeptisch, doch dieses Buch ist einfach fesselnd. Auch für den Unterricht an Schulen super für Präventionen geeigenet, aber auch für stilistische Anlysen etc.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 26. April 2015
// Was passiert //
Kristina ist die perfekte Tochter: sie schreibt gute Noten, ist freundlich und macht keinen Ärger. Doch dann besucht sie in den Ferien ihren leiblichen Vater, der sich in den letzten Jahren einen Dreck für sie interessiert hat und plötzlich wird sie zu einer ganz anderen Person. Bree. Und Bree ist das genaue Gegenteil von der ach so tollen Kristina. Bree flirtet mit dem gefährlich aussehenden Nachbarsjungen Buddy, in den sie sich verguckt. Und Bree sagt auch nicht nein, als eben dieser ihr ein bisschen weißes Pulver anbietet. Mit jeder Line verschwindet Kristina mehr und mehr, bis am Ende nur noch Bree da ist und die Frage, wo sie ihren nächsten Schuss her kriegt.

// Was ich denke //
Kristina soll Urlaub bei ihrem leiblichen Vater machen und weiß nicht so recht, wie sie sich damit fühlen soll. Zum einen ist sie aufgeregt, ihn wieder zu sehen, doch wie soll sie sich auf den Mann freuen, der sich die letzten Jahre einen Dreck um sie gekehrt und es nicht einmal geschafft hat, eine Karte zum Geburtstag zu schicken? Tatsächlich ist er ein Loser, der in einem herunter gekommenen Appartement lebt und auf der Bowlingbahn arbeitet. Kristina ist enttäuscht. Zumindest bis sie den Nachbarn Buddy kennenlernt und mit ihm auch eine ganz andere Seite an sich selbst: Bree.
Und damit fängt ihr Abstieg an, denn mit Buddy kommt auch die erste Line Meth.
Ellen Hopkins schreibt in Crank über ein nicht einfaches Thema: Drogensucht von Jugendlichen. Noch bedrückender wird die Geschichte, wenn man bedenkt, dass sie auf den persönlichen Erfahrungen der Autorin beruhen, denn Kristina steht für ihre eigene Tochter. Doch auch ohne dieses Wissen ist Crank ziemlich harter Tobak. Wobei ich sagen muss, dass die Geschichte an sich mich gar nicht so sehr mitgerissen hat. Oder anders gesagt: sie hätte es nicht, wenn es sich um einen normalen Roman gehandelt hätte. Allerdings sind die Bücher von Ellen Hopkins eher kleine Meisterwerke, denn jede Seite ist anders gestaltet. Sie spielt mit Versen, mit der Aufteilung des Textes… ja, es ist schon poetisch und verdammt gut. Das ist auch der Grund, warum mich das Buch wirklich ab Seite Eins komplett in den Bann gezogen hat.

Die Story um Kristina hingegen fand ich weniger einnehmend. Natürlich war sie bedrückend und ich konnte Kristinas Gedanken auch teilweise nachvollziehen, aber ganz ehrlich: warum hat sie mit den scheiß Drogen überhaupt angefangen? Ich kann verstehen, dass sie von ihrem Vater enttäuscht ist und sich zu Tode langweilt und ja, Buddy ist schon irgendwie anziehend, aber sind das genug Gründe, auf einmal zu einer komplett anderen Persönlichkeit zu werden? Ich muss zugeben, dass ich das plötzliche Auftreten von Bree, Kristinas ‘zweiter Persönlichkeit’, irgendwie komisch fand. Ich kann durchaus nachvollziehen, dass Kristina sich gewünscht hat, etwas anders zu sein, aber das war eine 180-Grad-Drehung von jetzt auf gleich. Allerdings muss ich zugeben, dass der Rest der Geschichte dann zum Charakter Bree passt. Ich kann total sehen, wie sie sich dazu überreden lässt, Drogen auszuprobieren und sich dann in einem Strudel aus Liebe und Verlangen mit Buddy schmeißt.

Alles in Allem ist Crank ein gutes Buch, das einen in seinen Bann zieht und ja, auch berührt. Kristinas Geschichte nimmt einen mit auf die Reise von einem unschuldigen Mädchen zu einer Drogenabhängigen, immer auf der Suche nach dem nächsten Schuss. Und letztendlich auch Geborgenheit. Kristina sagt im Buch mehrmals, dass das Leben voller Entscheidungen ist und am Ende muss sie wichtigste ihres Lebens treffen. Durch die intensive Schreibweise kann man gar nichts dagegen tun, dass man mit ihr fühlt – egal wie gut man ihr Verhalten findet/nachvollziehen kann – und in den Strudel ihrer Gefühle und Gedanken eintaucht. Ich hatte zwischendurch wirklich Schwierigkeiten, das Buch weg zu legen, weil es mich einfach dermaßen gefesselt hat.

// Schlusswort //
Crank von Ellen Hopkins ist ein intensives Jugendbuch, das sich mit dem Thema Drogensucht auseinander setzt. Überzeugen konnte es mich weniger mit der Geschichte um die Protagonistin Kristina als viel mehr durch den genialen Schreibstil der Autorin. Trotz allem nimmt einen das Buch gefangen und man kann es kaum aus der Hand legen. Ich kann es euch nur wärmstens empfehlen.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 31. März 2012
"Dann kam mir kurz der ungute Gedanke,
dass alles, was ich kürzlich getan hatte,
in einer Katastrophe enden konnte.
Gab es noch ein Zurück?
Würde ich endgültig abstürzen?"
[Seite 308]

Manche nennen es Kokain, andere nennen es Crank, für Kristina ist es das Monster.

"Crank" war schon immer ein Buch, dass mich seit Veröffentlichung enorm gereizt hat, als ich es dann endlich in den Händen hielt, war ich jedoch sehr enttäuscht. Die Geschichte an sich ist unglaublich gut und ich bin nur so durch die Seiten geflogen, was sich aber Verlag und Autorin hier erlaubt haben, nimmt jeglichen Lesespaß, denn die Autorin spoilert ihre Leser bereits beim Vorwort, indem sie das Ende verrät. Wieso man dies hier nicht ans Ende der Geschichte gesetzt hat, ist mir schleierhaft.

Ansonsten gibt es aber nichts negatives über "Crank" zu sagen. Ellen Hopkins hat einen flüssigen, intensiven Schreibstil, der stellenweise nur schwer zu verarbeiten ist. Sie schreibt die Geschichte sehr schonungslos und lässt keine schmutzigen Details aus. Ein weiterer Pluspunkt gibt es dafür, dass die Geschichte in Versform geschrieben ist. Sämtliche Emotionen wurden gut auf Papier gebracht und lassen sich schnell lesen. Durch die Charaktere und Umstände in der Familie und im Freundeskreis, wirkt die Geschichte sehr authentisch.

Die Charaktere sind interessant, haben es aber auch immer wieder geschafft, mich hier und da zu schocken. Vor allem Kristina, aus deren Sicht die Geschichte erzählt wird, hat mich mit ihren Gedanken und Gefühlen oftmals berührt. Sie ist ein eher ruhiger Teenager, der in der Schule gute Noten schreibt und ansonsten eher eine kleine Außenseiterin ist. Durch den Aufenthalt bei ihrem Vater ändert sich jedoch einiges, denn schnell kommt sie mit Jungs und Drogen in Berührung, die ihr gesamtes Leben verändern. Sie wird abhängig von Kokain, was sie jedoch nur "Crank" oder "Das Monster" nennt. Sie kapselt sich immer mehr von ihrem Umfeld ab und lernt neue Menschen kennen, durch die sie immer tiefer in den Drogensumpf gerät.
Sie erschafft sich ein zweites Ich, dass sie Bree nennt. Als Bree ist sie mutig, respektlos und immer wieder auf der Suche nach Drogen, als Kristina versucht sie weiterhin ein normales Leben zu führen, was ihr immer wieder misslingt.

Es ist erschreckend zu erleben, wie ihre Gedanken immer mehr von Drogen geleitet werden. Sie kann kaum noch ein normales Leben führen, wird aggressiver und riskiert immer mehr ihre Zukunft. Ihre Gedanken drehen sich nur noch um Jungs, Drogen und wie sie weiterhin ihre Familie täuschen kann. "Crank" ist ein gutes Beispiel dafür, was Drogen aus einem Menschen machen können, wenn man sich ihnen hemmungslos hingibt.

Das Cover ist sehr schlicht und düster. Der Titel steht als Kokainspur auf schwarzem Hintergrund, was die Stimmung im Buch widerspiegelt. Die Kurzbeschreibung ist gelungen und macht direkt Lust auf mehr.

Insgesamt konnte mich Ellen Hopkins mit dem ersten Band ihrer Crank-Trilogie überzeugen. Charaktere und Orte sind so stimmig, dass man alles direkt vor Augen hat und Kristina wachrütteln und beschützen möchte. Ein ganz besonderes Buch, dass noch lange im Gedächtnis bleibt.
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 3. März 2011
Aus der Ich-Perspektive erzählt uns Kristina, wie sie von einer begabten und beliebten Schülerin zu einem drogenabhängigen Gespenst wurde.
Sie spielt die Rolle der perfekten Tochter. Alles ändert sich, als sie ihren Vater in Reno besucht. Denn dort trifft Kristina auf das Monster: Crank. Eine Droge, die sie unfassbar schnell vergessen lässt, wer sie ist. Oder ruft sie doch nur die echte Kristina hervor, die sich bisher im Verborgenen hielt? Zwischen der ersten Liebe, dem ersten Sex, dem Finden neuer Freunde und einer hilflosen Familie rutscht Kristina unaufhaltsam in die Abhängigkeit.

Ellen Hopkins beschreibt Kristinas überraschend schnellen Absturz sehr plastisch und lebensnah. Tatsächlich erklärt sie im Vorwort, dass diese fiktive Geschichte eine reale Inspirationsquelle hat: ihre eigene Tochter.
Die Autorin ist in jedem Moment in der Lage, die richtigen Worte zu wählen, um Kristinas Zustand zu beschreiben. Sie veranschaulicht die Bedingungslosigkeit der ersten Liebe und die verzweifelte Suche nach Halt und Orientierung während der Pubertät. Man ist als Leser quasi im Dauer-Schock-Zustand. An Kristinas unglaublich schnelles Abrutschen in den Drogensumpf reiht sich eine nicht enden wollende Kette unschöner, ja traumatischer Erlebnisse. "Monster" ist hier wirklich das passendste Wort, das man wählen kann, um die Wirkung der Drogen auf Kristina zu beschreiben.
Die freie Versform ist mal etwas anderes, eine nette Abwechslung, mehr aber auch nicht. An manchen Stellen ist sie nur überflüssiges Beiwerk, das chaotisch wirkt. Die zeitweilige Unklarheit, welche Strophe man als nächstes lesen soll, mag gewollt sein und der weitergehenden Veranschaulichung dienen. Meinen Lesefluss hat das Chaos aber gestört. Es hätte keiner weiteren Verdeutlichung des Erzählten durch eine Versform bedurft. Die Sprache wirkt von allein schon sehr eindrucksvoll.
"Crank" ist eine beeindruckende Darstellung, wie schnell man ohne Vorwarnung in den Drogen-Dschungel abrutschen kann. Da sich das Buch aber nicht von anderen Büchern mit diesem Thema besonders abhebt, gibt es vier von fünf Punkten.
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 10. November 2012
Das Monster der Sucht
Als Kristina beschließt ihren Vater zu treffen, war die Freude ihrer Mutter eher gering. Von ihrem Vater weiß Kristina nur wenig, und was sie weiß, ist meist negativ. Doch sie will ihn sehen und fährt in ihrem Sommerferien für drei Wochen nach Albuquerque in New Mexico. Aber schon bald muss sie erkennen, dass es ein Fehler war.
Bei ihrem Vater angekommen, fühlte sie sich wie bei einem Fremden, eine wahre Beziehung zwischen Tochter und Vater will sich nicht aufbauen. Dort wo ihr Vater lebt, lernt sie Adam kennen. Und mit Adam betritt sie eine andere Welt. Sie stellt sich ihm als Bree vor, als jemand, der sie gar nicht ist und sie verfällt den Monster. Mit einer Line wird sie abhängig von Crystal Meth und sucht seitdem nach dem Kick der Droge. Aus der perfekten Schülerin und Tochter wird der Fall, der immer tiefer sinkt… und das Monster hört nicht auf nach ihr zu jagen.

„Crank“ ist kein gewöhnlicher Absturzroman über eine Jugendliche, die im Kontakt mit der Droge, ihr vollends verfällt und ihr Leben endgültig abrutscht. Es ist vielmehr eine Geschichte, über das, was man gerne wäre, und das was man ist, die umso tragischer wird, wenn man weiß, dass Ellen Hopkins die Geschichte ihrer eigenen Tochter verarbeitet hat.
Aus der Sicht von der sechzehnjährigen Kristina erzählt Ellen Hopkins eine Geschichte, in einer Form, die man bei einem solchen Roman nicht erwartet. „Crank“ ist nicht prosaische Kunst, sondern lyrische und besteht aus Gedichten, die verschiedenartig die Handlung zum Ausdruck bringen. Es sind Gedichte, die oftmals mit freien Rhythmen arbeiten und anderseits sich der konkreten Poesie hingeben, die zusammen einen gesamten Roman bilden, mit einzelnen Gedichten die aufeinander aufbauen.
Der Aufbau der Gedichte hat dabei vor allem mehrere Funktionen: Durch ihre Brechungen und Trennungen lassen sie verschiedene Sichten zu, lassen einerseits Zwiespalt aufkommen und durch die einzelnen Einrückungen, werden bestimmte Aspekte betont, mit der vorübergehenden Strophe in einen anderen Kontext gestellt oder komplett herausgenommen. Die Einrückungen selbst erstellen einen neuen Text, nebst den eigentlich zu lesenden Strophen. Mit dieser Brechung baut sie auch oft die Gespräche auf: Auf der einen Seite die Gedanken von Kristina, auf der gegenüberliegenden Seite die Meinung der Anderen, oder aber auch die kontroversen Gedanken von Kristina und ihrer neuer Persönlichkeit Bree.
Mit einbezogen sind daber die Titel, die sich über mehrere Gedichte hinweg zu einen eigenen Text stellenweise entwickelt und somit einzelne Linien zwischen den jeweiligen lyrischen Texten schafft ein Gesamtkunstwerk erschaffen. Aber nicht nur die einzelnen Überschneidungen und Brechungen selbst strukturieren die Texte, sondern auch optisch bilden die Texte, durch die verschiedenen Anordnungen, eigene Figuren. Optisch repräsentieren die Gedichte den jeweiligen Inhalt und schaffen daraus weitere Verbindungen zwischen der jeweiligen Formatieren und Gestaltungen des Textes mit dem Inhalt, den die Autorin uns wiedergeben will.
Dabei achtet sie sprachlich auf eine poetische, aber doch harte, jugendliche Sprache, die ihre Protagonistin zum Ausdruck bringt. Mal verliert man sich in Sätzen, mal werden schlaghammermäßig einzelne Wörter genannt. Es ist mal ruhig, dann nehmen die Texte Fahrt auf und bilden einen eigenen Rausch, den man sich schwer wieder entziehen kann. Die dichte, poetische Sprache und die jeweilige Gestaltungsformen schaffen eine eigene Art der Erzählform, die mit vielen Gefühlen und doch großer Distanz auftritt. Eingezogen ins Geschehen, wird der Leser auch immer wieder angesprochen, zu ihr geholt, nach seiner Meinung gefragt und diese Formen machen „Crank“ weitaus als zu nur einem Absturzroman.
Denn plötzlich ist man Kristina nahe, man fühlt mit ihr, man begleitet sie auf ihren Weg und lernt sie zu verstehen, auf einen Weg, die man durch Prosa nicht hätte schaffen können. Als Leser steht mit mittendrin in der Handlung, als ein Bekannter, ein Zuhörer, der sich seine eigene Wertung erlauben darf. Einen Zeigefinger gibt es nicht und trotzdem werden die Gefahren durch die Drogensucht deutlich und klar, trotz der ungewöhnlichen Art der Romangestaltung.
Und nebst diesem Realismus, den Kristina ausstrahlt, haben die anderen Charaktere eine Menschlichkeit, die einem ans Herz geht. Nicht nur Kristina steht es im Zentrum, auch die sorgenden Eltern, die vergessenen Freunde und die falschen Momente, die falschen Entscheidungen, die man trifft und einen Weg eingeschlagen hat, den man nicht mehr verlassen kann.
Dadurch ist „Crank“ nicht nur ein Jugenddrama oder eine ernste Geschichte, sondern vielmehr ein Roman über unsere eigenen Entscheidungen, der Fähigkeit sich zu verändern und dem Gefühl, dass man schneller falsch abbiegt als man glaubt. Es ist die Geschichte eines Mädchen, welches fällt und im Begriff ist, ihren Fall zu begreifen.
Für den Leser bleibt ein Ende, welches keines darstellt. Ein Ende, welches man selbst bewerten muss, weil Kristina ihre eigene Einschätzung zur Situation nur schwach durchscheinen. So bald schlussendlich der Gedanke an eine Geschichten, deren Ende bewusst offen gehalten worden ist

Fazit
„Crank“ ist ein ungewöhnlicher Roman, der mit seiner lyrischen Erzählform, eine Emotionalität schafft, die dem Leser zu schaffen macht. Mit einzigartiger Sprache und Form und bitteren Realismus ist „Crank“ ein Roman, der ein Meisterwerk. Ungewöhnlich gut!
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Auf dieses Buch wurde ich durch die Lieblingsbuch- Challenge aufmerksam. Ich hatte vorab zwar gelesen, dass der Schreibstil besonders ist, da das Buch in Versform geschrieben ist, als ich es dann jedoch zum ersten Mal in den Händen hielt, und durchgeblättert habe, war ich doch sehr überrascht. Denn so wie es ist, hatte ich es mir irgendwie nicht vorgestellt. Ich hatte arge Bedenken, dass die Verse den Lesefluss stören und konnte mir auch nicht wirklich vorstellen, dass man so wirklich eine ausführliche und emotionale Geschichte erzählen kann.

Nun habe ich das Buch in einem Rutsch durchgelesen und habe lediglich eine zehnminütige Lesepause gemacht. Meine Vorurteile gegen das Buch haben sich als völlig unbegründet erwiesen. Die Verse hemmen den Lesefluss nicht. Interessant fand ich, dass man einige der Verse doppelt lesen kann. Einmal als Dialog und einmal als Gedanken der Protagonistin. Manchmal muss man auch ein bisschen quer lesen, um den Einstieg in den Vers zu finden. Dieses rumknobeln und ausprobieren hat mir Spaß gemacht.

Ellen Hopkins erzählt in 'Crank' die Geschichte ihrer Tochter Kristina. Das Buch ist dabei aus Kristinas Sicht geschrieben und es wird gut deutlich, wie sie immer tiefer in die Drogensucht abrutscht. Auch Kristinas innere Veränderung und vor allem der Weg, wie aus Kristina Bree wird, wird gut und nachvollziehbar dargestellt. Während des Lesens habe ich einen guten Einblick in Kristinas / Brees Gedankenwelt erhalten und konnte mir ein gutes Bild von ihr machen. Auch von den anderen Charakteren erhält man ein gutes Bild. Vieles wird im Laufe der Geschichte nur angedeutet und dennoch hatte ich das Gefühl, dass die Autorin manchmal nur durch einzelne Wörter eine ausführliche Geschichte erzählt. Überhaupt wird deutlich, dass die Autorin gut mit Wörtern umgehen kann. Jedes Wort sitzt und wirkt gut gewählt.

Obwohl die Geschichte tiefer gegangen ist, als ich erwartet habe, fand ich sie dennoch etwas zu oberflächlich. Dies liegt vor allem daran, dass es auf mich stellenweise so wirkt, als hätte jemand die Klischeekiste ganz weit geöffnet. Kristinas Geschichte ist sehr klassisch und rein vom Ablauf her bereits schon häufig dagewesen. Traurig ist nur, dass sie sich so oder so ähnlich noch zig Mal überall auf der Welt wiederholen wird.

Das Ende der Geschichte ist offen. Einerseits hätte ich mir ein geschlossenes Ende gewünscht, da mich einfach interessiert, was aus Kristina / Bree geworden ist. Andererseits fand ich das Ende gut so wie es ist. Vor allem finde ich es gut, dass Ellen Hopkins kein künstliches Happy-End erschaffen hat. Dadurch gewinnt die Geschichte für mich wieder einiges an Authentizität.

Fazit:

'Crank' hat mich positiv überrascht. Die Versform ist etwas völlig anderes und macht das Buch dadurch zu etwas Besonderem. Die Autorin erzählt die Geschichte ihrer Tochter auf eindringliche und mitreißende Art. Ich denke, dass die Versform nicht jedem Leser gefallen wird, empfehle aber allen, die neugierig auf die Geschichte sind, sich ein eigenes Bild davon zu machen.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
VINE-PRODUKTTESTERam 19. Februar 2012
Klappentext:

Das Leben war gut,
bevor ich es
traf,

das Monster.

Das Leben
danach

war großartig.

Auf jeden
Fall

für kurze Zeit.

Kristina ist gut in der Schule, freundlich und wohlerzogen. Doch dann begegnet sie dem Monster. CRANK. Der Droge. Und was wie ein Abenteuer anfängt, wird zu einem Kampf um ihren Verstand, ihre Seele ' ihr Leben.

Ellen Hopkins zeichnet mit ihrem in freien Versen geschriebenen Roman ein schmerzlich genaues Bild davon, wie unerbittlich die Sucht sein kann. Jede einzelne Seite ist ein kleines Kunstwerk, das den Leser die schwindelerregend schnell abwärts stürzende Spirale von Kristinas Welt mit hinunterreißt und ihm mit seiner Intensität den Atem nimmt.

Meine Meinung:

'Crank' ist das erste Jugendbuch der Autorin und ihm liegen wahre Begebenheiten zu Grunde.

Das Besondere an diesem Buch ist die Gestaltung der Seiten. Die Seiten sind beispielsweise wie oben die ersten Sätze des Klappentextes gestaltet. Manchmal sind die Sätze in Formen angeordnet. Manchmal müssen die Sätze vertikal oder schräg gelesen werden. Und wieder ein anderes Mal ergeben sie in zwei verschiedene Richtungen auch verschiedene Sätze.
Aber gerade das Herausfinden der Leserichtung hat mich manchmal gestört, weil es mich aus dem Lesefluss gebracht hat und deswegen bringe ich hier meine einzige Kritik an.

Ebenso gelungen ist die Protagonistin Kristina. Ihre Geschichte wird in der Ich-Perspektive erzählt und verschafft so jedem Leser Zugang zu Ihrer Psyche. Man kann Ihre Zweifel und Probleme nachvollziehen und auch ihren Absturz kann man so hautnah miterleben.
An vielen Stellen war ich traurig, weil ich als Außenstehende die falschen Entscheidungen sehen konnte, die sie immer wieder getroffen hat. Am liebsten wollte man sie bei den Schultern packen und ihr sagen, dass sie aufhören soll mit den Drogen.

Gerade für Jugendliche ist dieses Buch besonders interessant. Die Story ist dramatisch, abschreckend und brutal direkt. Somit hat das Buch also auch einen Lerneffekt.

Aber natürlich empfehle ich das Buch auch allen erwachsen Lesern.

Bewertung: 4/5 Punkte
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 15. Oktober 2014
könnte das Buch auch heißen.

Eckdaten:

Titel & Orginaltitel: Crank
Autor: Ellen Hopkins
Erscheinungsjahr: 2010 (2004 im engl. Orginal)
Preis: 14€
Verlag: Carlsen
Altersempfehlung: ab 14
Reihe: Ja (2. Glass, 3. Fallout)
Vorweg nur eine kleine Warnung: lest das Vorwort bitte erst NACHDEM ihr das Buch gelesen habt, denn darin ist ein Riesenspoiler enthalten.

Cover:
Auf schwarzem Hintergrund steht das Wort "Crank" welches sich aus einem Pulver zusammensetzt. Es scheint sich hier bei um Crystal Meth zu handeln.

Das hier wird keine 'richtige Rezension, denn um das Buch bzw. seine Wirkung auf mich angemessen zu beschreiben, fehlen mir schlicht und einfach die Worte.
Wir lesen nicht nur die Geschichte von Kristina sondern erleben sie mit.

Das Buch ist in Versform geschrieben, ähnlich wie In Liebe, Brooklyn. Doch während das Buch von Lisa Schroeder im Prinzip eine normale Geschichte ist (wenn auch eine schöne), nur etwas anders geschrieben, kann man durchaus sagen, dass Hopkins die Versform zu wahren Kunst erhoben hat:

"Ihr wollt also alles über mich wissen. Wer

Ich bin

Welche Zufallsbegegnung
von Pinsel und Leinwand erschuf

Das Gesicht,

das ihr seht? Warum
hasste ich das Mädchen

im Spiegel

so sehr, dass ich es entstellte,
in eine Fremde verwandelte,

oder auch nicht. "

Seite 1 aus "Crank"

Aber nicht nur die Arbeit der Autorin ist genial sondern, auch die des Übersetzers.

Inhalt:
Wir erleben wie gesagt, die Geschichte von Kristina, eine ehemalige Einserschülerin, aus der eine Süchtige wird. Sie lebt mir ihrer älteren Schwester & ihrem Halbbruder bei ihrer Mutter und ihrem Stiefvater. Ihren Vater hat sie seit ca. 8 Jahren nicht mehr gesehen, soll aber 3 Ferienwochen bei ihm verbringen. Dort kommt sie auch das erste Mal mit Drogen in Verbindung und entwickelt 'Bree' eine Art Alter Ego. Sie nennt sich dort Bree und verliebt sich in ihren Nachbarn Adam. Auf die Frage ob sie denn nun Kristina sei oder Bree antwortet sie (frei nach meinem Gedächtnis): Kristina ist die Person, die ich bin und Bree, die die ich gerne wäre. Fast unnötig zu sagen, dass ihr Vater kein guter Einfluss für sie ist, denn er dröhnt sich selbst mit Drogen zu.

Zurück bei ihrer Mutter schafft sie es nicht vom Monster, wie sie die Drogen nennt wenn zu kommen. Dass sie sich zu wenig beachtet fühlt und wie ein Fremdkörper in ihrer Familie tut sicherlich sein übriges. Sie stürzt ab, gerät an die falschen Leute und kann nur noch an die nächste Line denken. Der Abstieg scheint unaufhaltbar zu sein.
Erschreckend und vor allem verstörend ist es für den Leser dies mitzuerleben, doch jederzeit authentisch und in gewisser Weise nachvollziehbar. Ich kann zum Inhalt leider nicht viel mehr schreiben ohne zu Spoilern. Nicht nur was Kristinas Abhängigkeit mit ihr macht sondern auch die Auswirkungen auf ihre (gesamte) Familie werden sehr gut dargestellt.

Der Hintergrund:
Ellen Hopkins hat gewissermaßen ihr Erlebnis mit ihrer Tochter verarbeitet, die ebenfalls von Crystal abhängig wurde. Diese Tatsache, macht das Buch um Kristina nur noch ergreifender und jetzt wird klar, warum man beim Lesen so empfindet. Die Autorin hat ihr Herzblut reingesteckt und das merkt man jedem einzelnen Wort an. Laut Hopkins besteht "Crank" zu 60% aus wahren Begebenheiten.
Beim Schreiben der Rezension komme ich nicht umhin meine Bewertung nach oben zu korrigieren, merke ich jetzt doch wie sehr das Buch mich bewegt.

Fazit:
Seit Forbidden, welches eines meiner Highlights '12 war hat mich kein Buch mehr so verstört & gepackt. Trotz der schrecklichen Ahnung das alles nur weiter auf einen schrecklichen Höhepunkt zusteuert, konnte ich "Crank" nicht mehr aus der Hand legen. Das Buch sollte m.E als Schullektüre hier in Deutschland eingesetzt werden (in den USA ist dies an einigen Schulen bereits der Fall). Eine große Leseempfehlung meinerseits, jedoch mit der Warnung, dass das Buch sicherlich nicht jedermann Sache ist. Der Nachfolger "Glass" wartet bereits auf mich.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 29. Januar 2014
Crank- Eigentlich braucht man nicht mehr zu sagen. Der Titel trägt die komplette Geschichte.

Es geht darum, wie einfach es ist, abzurutschen.
, wie einfach es ist, an die falschen Menschen zu geraten.
, wie einfach es ist, sich in den falschen Mann zu verlieben.
, wie einfach es ist, abhängig zu werden.

Kristina ist ein normales Mädchen. Gut, ihre Familie ist nicht wirklich "normal", aber im Anblick der Gesellschaft noch relativ normal. Sie sehnt sich jedoch noch Liebe, Zuwendung, Geborgenheit. Und das ist es, warum sie in den Drogensumpf zieht. Sie fühlt sich zu den falschen Menschen hingezogen, bei den falschen Menschen geborgen. Ihre Mutter eine Eisprinzessin, ihr Vater ein Junkie.
Natürlich ist es jetzt vorschnell zu sagen, dass jedem Teenie so etwas passieren kann. Dennoch ist es gerade im Alter von 16 eine schwierige Phase der Selbstfindung, in der Irrungen und Wirrungen dazu gehören, in der Jugendliche auch mal an einem Joint ziehen, um zu wissen, was daran so toll sein soll. Doch Kristina will mehr, sie will alles.

Die Geschichte ist einfach sehr spannend und durch das offene Ende ist es möglich, seinen eigenen Gedanken freien Lauf zu lassen.

Dieses Buch ist geeignet, in der Jahrgangsstufe 11 oder 12 gelesen zu werden. Es ist sicher keine einfache Aufgabe als Lehrkraft, dieses Buch aufzuarbeiten. Aber ich denke, dass dieses Buch viel mehr transportieren kann als ein klassisches Werk, welches 200 Jahre alt ist (im Bezug auf Lebensentwürfe.)
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

Haben sich auch diese Artikel angesehen

12,99 €
12,99 €
8,49 €

Brauchen Sie weitere HilfeHier klicken