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Kundenrezensionen

5,0 von 5 Sternen
7

am 9. September 2014
Dieses Buch ist nicht ausschließlich ein Bergsteigerbuch - wenn auch die Ereignisse rund um die Nanga Parbat Expeditonen im Jahr 1934 sehr genau und packend erzählt werden. In erster Linie erzählt dieses zeitgeschichtliche Buch vom Leben zweier Menschen, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten: Hier Hermann Hoerlin, Bergsteiger, Wissenschaftler, Arier, da Käthe Tietz, kommunikativ, an den Künsten interessiert und Halbjüdin.
Basierend auf 400 Liebesbriefen der beiden rekonstruiert Bettina Hoerlin das Leben ihrer Eltern im Deutschland der 30er Jahre. Sie erzählt von Risiken und Mut, vom politischen Druck, der schließlich zur Auswanderung der beiden nach Amerika führt. Von Ausgrenzung und Anfeindung selbst in Übersee. Und von der Kraft der Liebe, die den Umständen trotzt.
Dieses Buch berührt, betrifft und macht dankbar. Absolut lesenswert!
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am 19. Mai 2014
Private Geschichten erzählen um damit Geschichte, die Vergangenheit, zu erklären. Das beeindruckende Leben zweier Menschen in der Nazi-Zeit. Er: Bergsteiger, Wissenschaftler, Arier. Sie: Kunstinteressiert, gerne im Mittelpunkt stehend, bestens vernetzt, Jüdin. Das vorliegende Buch: Eine unglaubliche Fundgrube zahlloser Details: beeindruckend, beklemmend, aufrüttelnd.

Die Ereignisse am Nanga Parbat 1934, dem so genannten "Schicksalsberg" der Deutschen. Eine Jüdin in der Reichkanzlei, in Berlin, der Machtzentrale Hitlers. Der Antisemitismus, beide direkt und unmittelbar davon betroffen. Deshalb Flucht, Emigration, ein neues Leben in den Staaten. Doch auch dort: Verdächtigungen, Anschuldigungen, die Vergangenheit ...

Ein bemerkenswertes Buch. Absolut lesenswert.
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am 10. Juni 2014
Das Buch Courage - Im Schatten des Nanga Parbat 1934 ist nicht nur für Freunde des Bergsteigens ein sehr lesenswertes Buch. Es erzählt auf Grundlage von 400 Liebesbriefen sehr detailliert das außergewöhnliche Leben zweier starker Persönlichkeiten im Schatten des Nationalissozialismus. Hermann Hoerlin, einer der besten Bergsteiger seiner Zeit, verliebt sich kurz nach der Machtergreifung Hitlers in die Halbjüdin Käthe Tietz Schmid,einem Mitglied der damaligen intellektuellen Szene Münchens. Der zunehmende politische Druck veranlasst beide, über eine Zukunft außerhalb Deutschlands nachzudenken. Insbesondere Käthe nutzt ihre persönlichen Kontakte, die weit ins Innere von Hitlers Schaltzentrale reichen, um für eine Eheschließung und eine anschließende Ausreise nach Amerika zu kämpfen. Aber auch dort erleben sie anfänglich Ausgrenzung, Anfeindung und Ablehnung.

Die Autorin Bettina Hoerlin, die Tochter von Käthe Tietz und Herman Hoerlin, hat ein sehr einfühlsames Buch über das Leben ihrer Eltern geschrieben. Beide Elternteile werden als außergewöhnliche Menschen dargestellt, die es trotz aller Widrigkeiten geschafft haben, ihre Liebe bis zum Lebensende zu bewahren. Die persönliche Lebensgeschichte ist nicht nur angereichert mit politischem Hintergrundwissen, sondern auch mit interessanten Informationen über die damalige Bergsteigerszene. Vor allem zu Beginn des ersten Teil des Buches geht die Autorin ausführlich auf das Bergsteigerleben ihres Vaters ein. Erwähnt werden u.a. die Peru-Expeditionen, seine Freundschaft mit dem Tiroler Bergsteiger Erwin Schneider und seine Teilnahme an der Internationalen Himalaya-Expedition 1930 zum Kangchendzönga. An der von den Nationalsozialisten ersehnten und erhofften Erstbesteigung des Nanga Parbat 1934 mit zehn Toten nahm Hoerlin aus persönlichen Gründen nicht teil, und lernte so - als Berater des Presseteams - Käthe Tietz Schmid kennen und lieben.
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am 31. Oktober 2014
Die Lebensgeschichte von Hermann Hoerlin und Käthe Tietz ist eine faszinierende, berührende und auch inspirierende Geschichte.
Hermann Hoerlin war nicht nur einer der ersten großen Höhenbergsteiger, er war auch ein erfolgreicher Physiker und ein liebender Ehemann und Vater. Bettina Hoerlin, seine Tochter, beschreibt anhand der vielen Briefe ihrer Eltern die Zeit des Nationalsozialismus in Deutschland beeindruckend, oft fast beklemmend. Man nimmt aus diesem Buch mehr Geschichtsunterricht aus dieser Zeit mit, als man in der Schule vermittelt bekam und auch wahrscheinlich heute nicht mehr vermittelt bekommt. Trotzdem aller Widrigkeiten und Schrecken verlief das Leben der beiden positiv, nicht zuletzt wegen ihrer Liebe zueinander und ihrem starken Willen.
Eine gut zu lesende Biographie zweier Menschen, die man gerne weiterempfiehlt - nicht nur Bergsteigern!
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am 30. Mai 2014
5 Sterne für diese außergewöhnliche Liebesgeschichte, die allen Mut machen sollte. In einer so schwierigen Zeit unter derart widerlichen Verhältnissen so zu kämpfen, wie es diese beiden Menschen gemacht haben, sollte uns allen zeigen, dass es sich lohnt, für seine Ideale einzustehen und diese auch einzufordern. Ein wichtiges Buch, gerade in einer Zeit, die immer mehr ins rechte Eck abzudriften droht.
Das Buch ist leicht zu lesen und schafft es, den Spannungsbogen aufrechtzuerhalten.
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am 2. Juni 2014
Interessant ist das Buch nicht nur wegen der persönlichen Geschichte und damit erzeugten Betroffenheit, sondern auch, weil auch immer wieder die Rolle des Alpinismus und auch der alpinen Vereine in der Zeit des Nationalsozialismus eingebunden werden. Man hat das Gefühl, dass die "gesamte" Geschichte erzählt wird - auch die des DAV und OeAV.
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am 8. Mai 2014
Das Buch erzählt die Lebensgeschichte von Hermann Hoerlin, der einst den Höhenrekord im Bergsteigen inne hatte und an zahlreichen Expeditionen teilnahm und Käthe Schmid, seiner großen Liebe, die er dann auch heiratete. Der Physiker Hoerlin arbeitet in den 30er Jahren an der Universität und erlebt hautnah den Umsturz in Deutschland mit. Seine spätere Frau ist Halbjüdin und nur unter großen Mühen können sie in die USA auswandern und dort ein neues Leben beginnen. Es ist nicht in erster Linie ein Bergsteigerbuch, obwohl die Ereignisse der Nanga Parbat Expeditionen hautnah berichtet werden, wo es ja zahlreiche Tote gab, es ist in erster Linie eine packend erzählte Lebensgeschichte zweier Menschen die durch eine große Liebe verbunden waren. Die Tochter fand nach dem Tod zahlreiche Briefe und konnte an Hand der Briefe diese Lebensgeschichte nachvollziehen.
Ein absolut lesenswertes Buch, da berührend und interessant. Man hat den Eindruck, dass die Ereignisse in den 30er Jahren tatsächlich authentisch erzählt werden.
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