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Cool it!: Warum wir trotz Klimawandels einen kühlen Kopf bewahren sollten (Hardcover Fiction) Gebundene Ausgabe – 1. Februar 2008
| Bjørn Lomborg (Autor) Finden Sie alle Bücher, Informationen zum Autor und mehr. Siehe Suchergebnisse für diesen Autor |
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Alle reden davon, dass wir die Erderwärmung bekämpfen müssen. Doch mit der grassierenden Klima-Hysterie schaden wir uns nur selbst, warnt Bjørn Lomborg. Anstatt Milliarden in den Klimaschutz zu pumpen, sollten wir uns genau überlegen, welche Probleme sich zum Wohl der Menschheit tatsächlich lösen lassen.
Bjørn Lomborg, ehemaliges Greenpeace-Mitglied, leugnet weder den Klimawandel noch die Tatsache, dass wir ihn selbst verursacht haben. Doch selbst mit einer schnellen und drastischen Reduzierung des CO2-Ausstoßes würden wir die Folgen der Erderwärmung nur um einige Jahre hinauszögern können. Vielen Menschen, vor allem in den Entwicklungsländern, wäre damit jedoch nur wenig geholfen. Lomborg plädiert dafür, das Geld, das zurzeit in den Klimaschutz wandert, effektiver zu investieren: etwa in die Bekämpfung von Epidemien oder in den Hochwasserschutz. Vor allem sollten wir uns darauf besinnen, dass unser oberstes Ziel nicht die Verringerung von Treibhausgasen ist, sondern die Verbesserung der Lebensbedingungen möglichst vieler Menschen. »Do good« statt »Feel good«!, lautet Lomborgs Appell in seiner scharfsinnigen Streitschrift, die vielen Klima-Apokalyptikern nicht gefallen wird.
• Der eloquente und streitbare Autor zählt laut »Time Magazine« zu den 100 einflussreichsten Menschen der Welt
• Eine intelligente Provokation, die lieb gewonnene Gewissheiten in Frage stellt und intensive Debatten nach sich ziehen wird
- Seitenzahl der Print-Ausgabe272 Seiten
- SpracheDeutsch
- HerausgeberDeutsche Verlags-Anstalt
- Erscheinungstermin1. Februar 2008
- Abmessungen14.3 x 3 x 22.2 cm
- ISBN-103421043531
- ISBN-13978-3421043535
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Produktbeschreibungen
Pressestimmen
"Kurz, prägnant, pointiert und leicht verständlich. Wer „Cool it“ liest, gewinnt einen Überblick, über die Übertreibungen im Klimadiskurs und über die sonstigen Probleme der Welt. (…) Lomborg zeigt die Muster dieser „choreographierten Panikmache“, wie er es nennt. Das Publikum bekommt übertriebene und emotional gefärbte Behauptungen serviert. Es werden immer nur die schlimmen Folgen des Klimawandels herausgepickt. Gut, dass es Kritiker wie Bjørn Lomborg gibt, die dieses verzerrte Bild korrigieren." (Deutschlandradio Kultur)
"„Cool it“ – das kommt gut." (Die Zeit)
Klappentext
Wall Street Journal
»Endlich ein Buch, das die Klimahysterie richtig beleuchtet. Lomborg öffnet uns damit die Augen, er untersucht akribisch genau die Auswirkungen des Klimawandels und bietet Lösungswege an. Ein außergewöhnliches Buch - genau zur richtigen Zeit und überaus nützlich.«
John Naisbitt, Autor von »Megatrends«
"Kurz prägnant, pointiert und leicht verständlich. Wer "Cool it" liest, gewinnt einen Überblick, über die Übertreibungen im Klimadiskurs und über die sonstigen Probleme der Welt. (...) Wir opfern dem Klimagott ein Zentrum der Artenvielfalt. Gut, dass es Leute wie Lomborg gibt, die diesem Irrsinn widersprechen."
Literarische Welt
Über den Autor und weitere Mitwirkende
Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.
Die globale Erwärmung ist in jüngster Zeit als größte Krise in der Geschichte der menschlichen Zivilisation bezeichnet worden. Während ich dies schreibe, erobern entsprechende Artikel die Titelseiten von Time und Newsweek und dominieren die Nachrichten in aller Welt. Angesichts dieses Ausmaßes an ungebremster Verzweiflung mag es vielleicht überraschend -und vielen Menschen sogar unangemessen - erscheinen, wenn jemand ein Buch schreibt, das mit Blick auf die grundsätzlichen Zukunftsfragen der Menschheit einen optimistischen Grundton anschlägt.
Es steht außer Frage, dass die Menschheit in den vergangenen Jahrhunderten für eine erhebliche Zunahme des Kohlendioxidanteils in der Erdatmosphäre gesorgt und zu einer weltweiten Klimaerwärmung beigetragen hat. Fragwürdig dagegen ist, dass die einzig mögliche Antwort auf dieses Problem in Hysterie und überhasteten, überzogenen und zu einem nie gekannten Preis erkauften CO2-Einsparprogrammen zu bestehen scheint. In einer Welt, in der Milliarden von Menschen in Armut leben, in der Millionen an eigentlich heilbaren Krankheiten sterben und in der diese Leben gerettet, das gesellschaftliche Zusammenleben gefestigt und die Umweltbedingungen verbessert werden könnten - und zwar zu einem Bruchteil der Kosten -, ist ein solches Vorgehen besonders bedenklich.
Die Erwärmung der Erde ist ein komplexer Sachverhalt. Niemand - weder Al Gore noch die führenden Wissenschaftler der Welt, am allerwenigsten ich selbst - behauptet, alles darüber zu wissen und alle Lösungen zu kennen. Aber wir müssen auf der Grundlage der verlässlichsten Daten handeln, die wir von den Natur- und Sozialwissenschaften bekommen können. Der Titel dieses Buches steht für zweierlei: Die erste und auch naheliegende Bedeutung ist, dass wir unser Wissen und unsere Ressourcen auf die wirksamste Weise einsetzen müssen, um das Problem der globalen Erwärmung langfristig in den Griff zu bekommen. Die zweite Bedeutung bezieht sich auf den derzeitigen Stil der Diskussion. Gegenwärtig wird jeder, der sich nicht für die radikalsten Lösungen des Problems der globalen Erwärmung einsetzt, wie ein Aussätziger behandelt, als verantwortungslos bezeichnet und für eine potenzielle Marionette der Erdöllobby gehalten. Ich behaupte dagegen, dass dieser Stil nicht die besten Rahmenbedingungen für eine Debatte über ein so schwerwiegendes Problem bietet. Ich glaube außerdem, dass die meisten Debattenteilnehmer gute und ehrbare Absichten hegen. Wir alle wollen uns für eine bessere Welt einsetzen. Wenn wir dieses Ziel erreichen wollen, brauchen wir im Ringen um die besten Lösungsmöglichkeiten allerdings eine gemäßigtere Sprache. Schon in der Vergangenheit haben wir stets gut daran getan, besonnen über die Fragen der Zukunft nachzudenken. Wohldurchdachte Argumente bei der Arbeit an unserer Zukunft waren der Grund für unsere Erfolge in der Vergangenheit. Von dieser Besonnenheit sollten wir auch heute Gebrauch machen.
Wenn es uns gelingt, gelassen zu bleiben, wird unsere Gesellschaft am Ende des 21. Jahrhunderts wahrscheinlich weniger von Tod, Unglück und Elend geprägt und dafür gefestigter sein. Den Menschen wird mehr Wohlstand zuteil werden, sie werden bisher ungekannte Lebenschancen geboten bekommen, und dies in einer sauberen und gesunden Umwelt.
Eisbären: Die heutigen Nachfahren der Kanarienvögel im Kohlenbergwerk?
Unzählige Politiker verkünden, dass sich die globale Erwärmung zum wichtigsten Problem unseres Zeitalters entwickelt hat. Die Europäische Union bezeichnet sie als »eines der bedrohlichsten Probleme, mit denen wir es gegenwärtig zu tun haben«. Der ehemalige britische Premierminister Blair empfindet sie als »wichtigstes Problem«. Bundeskanzlerin Angela Merkel hat dem Klimawandel sowohl bei den Verhandlungen der G8-Staaten als auch im Rahmen der deutschen EU-Ratspräsidentschaft 2007 höchste Priorität eingeräumt, und der italienische Ministerpräsident Romano Prodi hält den Klimawandel gar für eine echte Bedrohung des Weltfriedens. Bewerber für das Amt des US-Präsidenten, vom Republikaner John McCain bis hin zur Demokratin Hillary Clinton, legen in dieser Frage tiefe Besorgnis an den Tag. Verschiedene Koalitionen von US-Bundesstaaten haben regionale Initiativen ins Leben gerufen, die sich mit dem Klimawandel beschäftigen, und Arnold Schwarzenegger, der republikanische Gouverneur Kaliforniens, hat daran mitgewirkt, dass ein Gesetz verabschiedet wurde, demzufolge die globale Erwärmung im Staat Kalifornien höchste Priorität erhielt. Und natürlich hat Al Gore diese Botschaft in seinen Vorträgen wie auch in dem mit einem Oscar ausgezeichneten Film Eine unbequeme Wahrheit mit großem Nachdruck verkündet. Bei einem Hearing des US-Kongresses zum Klimawandel beobachtete ich im März 2007, während ich selbst noch wartete, bis die Zeit für meine Stellungnahme kam, wie Al Gore seine Thesen vor Politikern vortrug. Mir wurde dabei klar, dass er sich um die Zukunft des Planeten ernstlich große Sorgen macht. Und mit diesen Sorgen ist er nicht allein. Unmengen von Büchern warnen uns, dass wir einen »Siedepunkt« erreicht haben und einen »Klimakollaps« erleiden werden. Eines dieser Bücher behauptet sogar, dass wir die »letzte Generation« sein werden, weil »die Natur sich für den Klimawandel rächen wird«. Experten, die einander zu übertreffen suchen, sprechen sogar davon, dass wir in nur vierzig Jahren in mittelalterliche Verhältnisse zurückfallen und einen Zusammenbruch unserer Gesellschaft erleiden würden, wenn wir unseren Lebensstil nicht massiv und mit drakonischen Maßnahmen verändern.
Die Medien decken uns dementsprechend mit immer noch dramatischer klingenden Geschichten über unser sich stetig verschlimmerndes Klima ein. Die Zeitschrift Time veröffentlichte 2006 einen Sonderbericht über die globale Erwärmung und hämmerte dabei dem Leser schon auf dem Titelbild die furchterregende Botschaft mit repetitiver Strenge ein: »Seien Sie besorgt. Seien Sie sehr besorgt.« In dem Artikel wurde behauptet, dass das Klima zusammenbreche und dass dies die Menschen sowohl global betreffe (durch das hierdurch ausgelöste Chaos in der Biosphäre) als auch individuell (durch gesundheitliche Folgen wie Hitzschläge, Asthma und ansteckende Krankheiten). Das herzzerreißende Titelbild zeigte einen einsamen Eisbären, der auf einer schmelzenden Eisscholle dahintreibt und vergeblich nach dem nächsten Stück Eis Ausschau hält, das ihm Halt bieten könnte. Time prognostizierte, dass die Eisbären wegen der globalen Erwärmung »nach und nach ertrinken« und irgendwann einmal aussterben würden.
Übers Eis dahintrottende Eisbären sind wunderschön anzusehen. In Grönland, das staatsrechtlich gesehen zu meinem Heimatland Dänemark gehört, gelten sie als Symbol des Stolzes. Der Verlust dieses Tieres wäre eine Tragödie. Aber die wahre
Geschichte des Eisbären ist lehrreich. Auf vielerlei Art schließt sie das umfassendere Problem, das sich mit den Sorgen um den Klimawandel verbindet, mit ein: Sobald man einen kritischen Blick auf die Zahlen und Fakten wirft, fällt die ganze Geschichte in sich zusammen.
Al Gore zeichnet ein ähnliches Bild wie Time und berichtet: »Laut einer neueren wissenschaftlichen Studie sind in jüngster Zeit zahlreiche Eisbären durch Ertrinken ums Leben gekommen. Solche Fälle waren in der Vergangenheit sehr selten.« Der World Wildlife Fund warnt allen Ernstes davor, dass die Eisbären bis zum Jahr 2012 die Fortpflanzung einstellen und auf diese Weise innerhalb von weniger als einem Jahrzehnt funktionell aussterben könnten. In der markigen WWF-Erklärung heißt es: »Eisbären werden ein abgeschlossenes Kapitel der Naturgeschichte sein, eine Tierart, die unseren Enkelkindern nur noch in Büchern begegnet.« Die britische Tageszeitung Independent vermerkt, dass der Temperaturanstieg es »mit sich bringt, dass Eisbären in ihrer arktischen Heimat ausgelöscht werden. Man kann sie dann nur noch im Zoo besichtigen«.
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Produktinformation
- Herausgeber : Deutsche Verlags-Anstalt; 2. Edition (1. Februar 2008)
- Sprache : Deutsch
- Gebundene Ausgabe : 272 Seiten
- ISBN-10 : 3421043531
- ISBN-13 : 978-3421043535
- Abmessungen : 14.3 x 3 x 22.2 cm
- Amazon Bestseller-Rang: Nr. 659,787 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
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B. Lomborg zeigt mit Hilfe vieler Fakten, wie sich unser Denken in Bezug auf die globale Erwärmung verengt und zur Folge hat, dass wir völlig falsche Schlussfolgerungen ziehen. So werden bei einer allgemeinen Erwärmung im Sommer mehr Menschen sterben, doch im Winter überleben noch wesentlich mehr. So steigen die Schäden durch Stürme in den letzten Jahren, doch liegt dies vor allem daran, dass immer mehr in Regionen gesiedelt wird, die von Unwettern betroffen werden können. Untersuchungen zeigen, dass Stürme, die zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts über die amerikanische Ostküste hinweg zogen unter Berücksichtigung der heutigen Besiedelung größere Schäden verursacht hätten, als die Stürme der letzten Jahre.
Das Buch ist spannend zu lesen. Beinahe auf jeder Seite finden sich Argument, die im Widerspruch stehen zu dem, was uns die Medien und die Politiker beinahe täglich ins Gesicht schreien.
Dies ist schon Grund genug das Buch zu lesen. Darüber hinaus regt es an, darüber nachzudenken, warum sich die Politik so verhält. Es ist natürlich leichter zu behaupten, dass ein Menschheitsproblem gelöst wird, als sich konkret mit der Verarmung ganzer Bevölkerungsgruppen in Deutschland zu beschäftigen. Die Arbeitslosigkeit wird zu einer Marginali,e wenn es um die Menschheit geht.
Das Buch ist nicht nur leicht lesbar geschrieben, sondern beinhaltet zusätzlich noch ein sehr ausführliches Quellenverzeichnis, das für eigene Recherchen als Basis dienen kann.
Wer von sich in Anspruch nimmt, dass er erst nachdenkt, bevor er eine Position einnimmt, muss diese Buch gelesen haben. Wer jedoch wie Mark Lynas der Meinung ist, dass die Leugnung des Klimawandels zur Straftat erklärt werden muss, weil dies letztlich ein Verbrechen gegen die Menschheit sei, wird mit großer Wahrscheinlichkeit von diesem Buch überfordert sein und sollte seine Zeit nicht mit dem Lesen dieses Buches vertun.
Bjørn Lomborg, der Autor des besprochenen Bestsellers und Direktor des Kopenhagener Consensus Center", ist weit davon entfernt, diese Gefahr in den Mittelpunkt seiner Betrachtungen zu stellen. Auch bestreitet er weder die Tatsache des Klimawandels, noch leugnet er, daß menschliches Handeln zumindest einen Teil zur gegenwärtig beobachteten Erderwärmung beiträgt. Er warnt allerdings eindringlich davor, in irrationale Erwartungen zu verfallen, was die Möglichkeiten angeht, diese Entwicklung (die keinswegs ausschließlich negative Konsequenzen hat!) zu beeinflussen oder gar umzukehren. Insofern er sich also von der Behauptung distanziert, Menschen wären in der Lage, erfolgreich Gott zu spielen, ist seinen Ausführungen mit Sicherheit zu folgen.
Lomborg konzentriert sich in seinem Buch auf die Untersuchung von Ursache und Wirkung - auf eine pragmatische Antwort auf die Frage, welche Maßnahmen die besten gewünschten Ergebnisse bringen - und betritt damit das Parkett der Ökonomie, ohne diese Tatsache explizit auszusprechen. Eine konkrete Antwort auf die Frage, wer seine Ideen finanzieren soll, findet sich in seinem Werk leider nicht. Wir sollten...", uns muß es (...) wert sein...!" einzelne Individuen oder deren selbst gewählten Präferenzen kommen in dem Buch leider nicht vor. Ein durch und durch kollektivistischer Ansatz also...
In konsequent utilitaristischer Manier untersucht der Autor Kosten und Nutzen verschiedener Maßnahmen zur Weltverbesserung und widmet dabei insbesondere dem Kyoto-Protokoll und dessen möglichen Nachfolgeregelungen breiten Raum. Die Konzentration aller Aufmerksamkeit und vor allem: aller verfügbaren Mittel auf eine Reduktion des Ausstoßes von CO2 hält er für höchst problematisch. Die Menschheit wäre eben nicht ausschließlich mit dem Problem Klimawandel" konfrontiert. Auch Fragen der Ernährung einer ständig wachsenden Zahl von Erdbewohnern, der Bekämpfung bestimmter, besonders für die Entwicklungsländer bedeutender Erkrankungen (wie Malaria oder Aids) oder eines wirksamen Katastrophenschutzes dürften nicht aus den Augen verloren werden.
Die Reduktion von Treibhausgasen dürfe keinesfalls zum Selbstzweck erhoben werden. Allein die davon ausgehenden Gefahren wären relevant. Also z. B. die prophezeite Häufung von Wetterkatastrophen (etwa das Auftreten von Zyklonen oder Fluten) und der damit verbundene Verlust an Menschleben. Wenn aber die Rettung von Menschenleben das vorrangige Ziel wäre, müßte, so Lomborg, angesichts knapper Ressourcen, der optimalen Einsatz der Mittel angepeilt werden. Kurz: es wäre jenen Maßnahme der Vorzug zu geben, die mit dem geringsten Einsatz an Mitteln die meisten Menschen retten!
Der Autor erstellt zu diesem Behufe eine anschauliche Tabelle, in welcher er mögliche Maßnahmen, sowie deren Kosten und Nutzen einander gegenübergestellt. Fazit: das von den lautstärksten Klimaapokalyptikern - allen voran vom verhinderten US-Präsidenten Al Gore - als Wundermittel angepriesene Kyoto-Protokoll weist eine katastrophal schlechte Kosten-Nutzen-Relation auf. Anders ausgedrückt: mit jeder alternativen Strategie wäre der Welt besser gedient.
Jenen, die die Forderung erheben, den Kampf gegen den Klimawandel zum primären, wenn nicht sogar zum einzigen Ziel zu erheben - sogar ein Weltkrieg gegen den Klimawandel" wurde bereits propagiert, und zwar wegen der von ihm ausgehenden, schwerwiegenden Konsequenzen für künftige Generationen - hält er das praktische Argument entgegen, daß knappe Mittel optimal eingesetzt werden müßten. Keine Gesellschaft käme auf die Idee, 100% des BIP in die Gesundheitsvorsorge zu investieren - weil eben auch andere Ziele (Bildung, Straßenbau, Kultur, etc.) von Bedeutung wären.
Der Autor verwendet einigen Raum darauf, sämtliche gängigen Parolen hauptberuflicher Weltuntergangspropheten zu zerlegen: vom Aussterben der Eisbären über den meterhohen Anstieg der Meeresspiegel bis zu den gerne beschworenen Dürrekatastrophen. Sein Befund: die an die Wand gemalten Katastrophenszenarien basieren durch die Bank auf selektiv verarbeiteten Daten; der angestrebten Botschaft zuwiderlaufende Informationen werden allzu oft schlicht ausgeblendet. Von einer Redlichkeit der Wissenschaft(er) ist da also weit und breit wenig zu sehen. Beinahe alle scheinen dem Motto zu frönen: der Zweck heiligt die Mittel (was einige in erfrischender Offenheit auch aussprechen...).
Die weitgehende Abhängigkeit der Wissenschaft von staatlichen Mitteln ist eine traurige Tatsache. Der unabhängige Privatgelehrte ist Geschichte. Die Knechtschaft des Wissenschaftlers unter dem Bonzen garantiert, daß bevorzugt der Nomenklatura dienstbare (also der Regulierungswut des Politbüros zuträgliche) Forschungsergebnisse präsentiert werden...deprimierend!
Daß Menschen nach einem guten Leben" streben, zu dem auch materieller Wohlstand gehört; daß dieser von der Produktion abhängt; daß letztere (solange alternativen Energieformen nicht in ausreichendem Maße zur Verfügung stehen) unausweichlich mit Schadstoffemissionen einhergeht, wird m. E. zu wenig deutlich.
Dennoch: bei allen Einschränkungen handelt es sich um ein interessantes Buch und eine originelle Alternative zur gängigen Katastrophenliteratur zu diesem brandaktuellen Thema.
