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am 31. Oktober 2001
Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Im Fotoband "Conserving", der mit riesigem Aufwand gedruckt wurde (Überformat, 6-Farb-Druck, Fadenheftung mit schwarzem Garn), findet sich ein solches Bild: der Fuß eines Opossums. Denn irgendwie sieht der mit altmodischer Flüssigpräpa-rierungstechnik haltbar gemachte Körperteil aus, als müsse er einem Menschen gehören. Tut er aber nicht, denn die Fingernägel sind lang, rund und spitz. Ein schön fotografiertes Beispiel dafür, dass Menschen -- auch in ihrer Körperform -- ganz und gar mit der übrigen lebenden Welt verbunden und verwandt sind.
"Conserving" kommt ohne jede heimlich dazwischengesteckte Geschmacklosigkeit aus. Es ist aber ein Werk, das von professionellen Fotografen hergestellt wurde, und wenn die Frankfurter Rundschau darin also „Schaulust" enteckt, sollte sie das eigentlich nicht wundern. Im Gegenteil, es ist eine naive und freundliche Lust, die Herrn und Frau Fuchs in die Präparatekammern der Institute für Anatomie, Zoologie, Pathologie sowie ein Kriminalmuseum (im Institut für Rechtsmedizin der Universität Düsseldorf) getrieben hat.
Das erste Drittel des Buches widmet sich beispielsweise ausschließlich Fischen. Weiter geht es mit Schneehasen, Riesenkuglern und Seidenreihern, bis zuletzt auch der Mensch an der Reihe ist.
Zu diesem letzten Buchdrittel kann jeder meinen, was er will -- es bringt jedoch erstmals in solcher Ausführlichkeit und, wirklich ohne Effekthascherei, Präparate aus ihren gläsernen Gräbern ans Licht. Der Kommentar eines Lesers, der nachdenklich meinte, dass der Gesichtsausdruck der konservierten Ungeborenen friedlicher sei als der aller Lebenden, die er bislang getroffen hätte, illustriert das.
Ein anderes Buch mit Präparaten (Gould JS, Wolff Purcell W, Finders, Keepers: Eight Collectors, W. W. Norton, ISBN 0393030547, DM 57,97) beschäftigt sich übrigens, bei minimalen bildlichen Überschneidungen (aus der Anatomie der Universität Leiden), mit der Geschichte des Präparate-Sammelns und bringt sie in einen schönen Zusammenhang mit den früheren Naturali-enkabinetten oder einfach der puren Freude am Sammeln, die sich reiche Menschen einst gönnten. "Finders, Keepers" ist zum Lesen gemacht, "Conserving" zum Staunen. Falls Sie die Bilder einmal noch größer dargestellt sehen möchten, können Sie eine Ausstellung besuchen, die unter anderem bereits durch die Universität Zürich und die Charité gewandert ist. Auch auf dem aktuellen Rammstein-Cover ("Mutter", Motor Universal, ASIN B00005AAFS, EUR 17,89) findet sich ein Motiv aus dem Buch.
Leider haben die eigentlich vernünftigen Verleger von Conserving den ansonsten gottlob unkommentierten, ganzseitigen Fotos von Fuchs & Fuchs eine schwer erträgliches Einleitung der Kunstkennerin Jana Marko vorangestellt. Dieser Teil des Bildbandes ist der einzige, der nicht in meiner Bibliothek konserviert, sondern mit Lineal und Skalpell sauber herausgetrennt der Vergänglichkeit anheimgefallen ist. (Mark Benecke in: SeroNews)
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am 18. Juli 2016
Habe schon länger mit dem Kauf dieses Bildbandes geliebäugelt und jetzt endlich zugegriffen. Habe es nicht bereut: Die Bilder sind von hervorragender Qualität und sehr großformatig. Man kann sich also auch viele Details ansehen. Regt zum Nachdenken über Leben und Tod an. Sehr zu empfehlen!
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VINE-PRODUKTTESTERam 19. September 2002
„Alles, was sich an diesem Ort befindet, ist tot, seit langem vergangen - und dennoch hat es sich eine gewisse Schönheit bewahrt. Manchmal weiß man gar nicht, ob das Objekt tot oder lebendig ist!" Geo Fuchs beschreibt mit diesen Worten anschaulich ihre Eindrücke während der Arbeit und die Fotografien vermitteln tatsächlich diesen Eindruck: anscheinend lebendige Gesten von Gliedmaßen, anscheinende Mimik im Antlitz von Tier und Mensch - und doch sind es tote Objekte. Fische, Seesterne und Seepferdchen in Glaszylinder gezwängt, von abstrakter Schönheit in leuchtenden Orange-, Mattsilber- und bleichen Blautönen begegnen dem Betrachter doppelt konserviert im Gefäß und im Bild. Akkurat platzierte abgetrennte Pfoten einer Siamkatze, Bärentatzen, Vogelembryonen, das Auge einer Meerkatze, Fuchs und Waldkauz bevölkern die Bilderwelt, in fremder Flüssigkeit konservierte Tiere - und die Schlange verschlingt den Frosch, fixiert im Augenblick. Der Mensch selbst tritt uns in Momentaufnahmen seiner Entwicklung gegenüber: als Embryo, als Baby, als junger Mann und alte Frau - Gesichter toter Menschen nicht ohne Ausdruck oder Persönlichkeit. Medizinische Präparate menschlicher Strukturen, Missbildungen und Verstümmelungen oder tätowierte Hautstücke erzählen im fotografischen Portrait von längst vergangenem Leben. Die unmittelbare Wirkung der Conserving-Bilder ist schwer zu beschreiben. Daniel und Geo Fuchs ist ein einzigartiger, tief berührender Bilderzyklus der Sterblichkeit gelungen, der von der Vielfalt und Schönheit des Lebens kündet.
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am 24. Januar 2001
"Conserving" ist eines der schönsten Bücher, die ich je gesehen, gekauft und besessen habe. Superästhetische Aufnahmen, die Phantasie, Auge und Gehirn gleichzeitig animieren. Man kann sich diese Bilder immer und immer wieder ansehen. Ein noch ausführlicheres Vor- oder Nachwort wäre schön gewesen. Ich hoffe sehr, daß es irgendwann einen zweiten Band gibt, denn das ist ein Buch, von dem man einfach mehr haben möchte. Wenn Gunter van Hagens seine präparierten Leichen präsentiert, wirkt das manchmal effekthascherisch oder kitschig, in diesem Buch ist alles Kunst: wunderbares Licht, völlig neue Perspektiven, und alles vermittelt eine große Achtung vor den conservierten Objekten. Ich bin völlig begeistert, und obwohl ich eigentlich kein Fan von Fotobänden bin, wußte ich sofort, als ich das Buch sah: das wollte ich haben haben haben!
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am 2. August 2014
Wunderschöne Fotos und ansprechende Präsentation!

Das Buch eröffnet Einblicke in die Welt der konservierten Belegexemplare von Museen etc. und ist hoch interessant - nicht zuletzt durch die Darstellung vieler Makros und Detailaufnahmen.

Lohnenswert!
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