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Der Club der unverbesserlichen Optimisten: Roman (insel taschenbuch) Taschenbuch – 20. Mai 2012

4.5 von 5 Sternen 17 Kundenrezensionen

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Selbst wer noch nie einen Fuß in den Jardin du Luxembourg gesetzt hat, wird diesen zwischen Melancholie und ›élan vital‹ changierenden Roman mit Gewinn lesen.«
Rainer Moritz, DIE WELT 14.05.2011

»Ein ungemein facettenreicher Roman. Einerseits ein Familiendrama, andererseits ein sehr politisches Buch, das in vielerlei Schicksalen gleich mehrere politische Katastrophen des 20. Jahrhunderts spiegelt. … Die Faszination des Heranwachsenden Michel für die intellektuelle Dichte und historische Tiefe der Gespräche im Optimisten-Club teilt der Leser sofort – und kann sich an einem vorzüglichen Epochenporträt berauschen.«
Sebastian Blottner, kultiversum.de 19.05.2011

»Guenassias Roman, in Frankreich mit dem Prix Goncourt des Lycées ausgezeichnet, ist ein sensibler Bericht über das jugendliche Erwachen in einer politisch turbulenten Zeit und ein facettenreiches Porträt der französischen Nachkriegsgeneration.«
Anke Breitmaier, Eßlinger Zeitung 18.06.2011

»Der Club der unverbesserlichen Optimisten ist vieles: ein süffig geschriebener Entwicklungsroman, der Roman einer Familie, in der die Risse nicht mehr zu kitten sind, aber auch ein eminent politisches Buch. ... Eine seltene Kombination: lehrreiche Lektüre, unterhaltsam dargeboten.«
Andrea Bollinger, Basler Zeitung 03.06.2011

»Die Weltgeschichte wird in diesem spannenden, vielstimmigen und immer wieder berührenden Buch auf ihre Konsequenzen für den einzelnen Menschen hin abgeklopft. So werden die hohlen Versprechungen der Ideologen unweigerlich genauso entlarvt wie die irrsinnig leichte Verführbarkeit so vieler Zeitgenossen.«
Christoph Vormweg, Deutschlandfunk 28.07.2011

»Was für ein Buch! Pralle 686 Seiten - und keine möchte man missen. ... Kluge Sätze reihen sich wie von selbst aneinander, ohne Kalender-Weisheits-Charakter zu haben. Ein schlicht ganz großer Wurf gelingt Guenassia aber bei der - in der dritten Person vorgenommenen - Beschreibung der Charaktere.«
Martin Münzberger, Wilhelmhavener Zeitung 05.08.2011

»Der Franzose Jean-Michel Guenassia hat mit Der Club der unverbesserlichen Optimisten den Roman einer Epoche vorgelegt. Er schildert die intellektuelle Welt der Pariser Nachkriegsjahre.«
Thomas Laux, Neue Zürcher Zeitung 29.10.2011

»Für junge Menschen sollte das Buch Pflichtlektüre an den Schulen sein. Es ist ein anstößiger Roman - er verursacht Denkanstöße.«
Günther Wettlaufer, magazin-forum.de 01.08.2012

»Ein grandioser Roman, der bis zu den letzten der fast 700 Seiten auch sprachlich begeistert.«
n-tv 19.10.2012

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Jean-Michel Guenassia, geboren 1950 in Algier, lebt in Paris. Er war einige Jahre Anwalt und schreibt heute für Fernsehen und Theater.

Die Veröffentlichung des Clubs der unverbesserlichen Optimisten, sein spätes Debüt als Romancier, erregte in Frankreich großes Aufsehen. Mit diesem Buch hat Guenassia den »Roman einer Generation«, die »melancholische Chronik einer Adoleszenz« geschrieben. Der Club der unverbesserlichen Optimisten hat sich in Frankreich über 300.000 Mal verkauft und wurde von der französischen Kritik hoch gelobt. 2009 wurde der Roman mit dem Prix Goncourt des lycéens ausgezeichnet, dessen Jury aus 1.500 französischen Gymnasiasten besteht, 2010 erhielt er den Preis der Leser der Zeitschrift Notre Temps. Auch in Deutschland wurde der Club von Lesern und Kritik gleichermaßen begeistert aufgenommen.

Jean-Michel Guenassias zweiter Roman erscheint 2013 im Insel Verlag.

Eva Moldenhauer, 1934 in Frankfurt am Main geboren, ist seit 1964 als Übersetzerin tätig. Sie übersetzt Literatur und wissenschaftliche Schriften französischsprachiger Autoren ins Deutsche, u.a. von Claude Simon, Jorge Semprún, Marcel Mauss, Mircea Eliade, Gilles Deleuze und Lévi-Strauss. Sie wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet: 1982 »Helmut-M.-Braem-Preis«, 1991 »Celan-Preis«.


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Top-Kundenrezensionen

Format: Gebundene Ausgabe
Der Roman beginnt mit einem Ende, der Beerdigung eines der ganz Großen, Jean-Paul Sartre, im Jahr 1980. Michel Marini nimmt daran teil und begegnet dort einem Bekannten aus alten Zeiten. Das ruft Erinnerungen hervor, über die Michel als Ich-Erzähler dieses Romans berichtet.
Die Handlung setzt im Jahr 1959 ein, Michel feiert seinen 12. Geburtstag. Der Leser begleitet ihn durch die Zeit des Erwachsenwerdens. Er stammt aus gut situiertem Haus, die Eltern betreiben ein sich stetig vergrößerndes Handelsunternehmen. Die Mathematikprüfungen besteht Michel nur bei Anwesenheit seines Banknachbarn, kurz gesagt, auf sich allein gestellt versagt er, dagegen sind seine Leistungen beim Kickern kaum zu übertreffen. Den heimischen Diskussionen über schulische Leistungen überdrüssig, begleitet Michel seinen älteren Bruder Franck immer häufiger zum Kickern ins Bistro 'Balto'. Durch eine von ihm bislang nicht beachtete Tür gelangt er in ein Nebenzimmer, in dem sich eine illustre Gesellschaft von Emigranten aus dem Ostblock, Igor, der ehemalige Arzt aus Leningrad, Tibor, der homosexuelle Schauspieler aus Ungarn und Leonid, der einstige sowjetische Pilot, aber auch die intellektuelle Elite wie Jean-Paul Sartre und Joseph Kessel zum Schachspielen, Diskutieren, Erinnern, Philosophieren und nicht zuletzt zum Trinken treffen und den "Club der unverbesserlichen Optimisten" bilden. An ihrer optimistischen Weltsicht können auch ihre oftmals schlechten Erfahrungen und ihre derzeitig schwierige Situation nichts ändern. In eingefügten Rückblenden erfährt der Leser von einem auktorialen Erzähler, warum die einstmals erfolgreichen Leute als fast mittellose Emigranten in Paris gestrandet sind.
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Format: Gebundene Ausgabe
Wer nur eine oder zwei Seiten liest, um einen Eindruck zu erhalten, wie das Buch geschrieben ist, der wird sich wundern. Fraglich nur, ob Bewunderung oder Verwunderung (und damit Langeweile, weil man sich so was ganz anderes erhofft hatte). Es sollten schon einige Seiten testweise gelesen werden. Zwar schreibt J.-M. G. gleichbleibend interessant, doch ist es wohl auch ein "spezieller Stoff", der behandelt wird.
Auf den Inhalt möchte ich hier nicht näher eingehen, die Rezensionen der Zeitungen und Portale sowie die andere Kundenrezension fassen den Inhalt perfekt zusammen.

Ich erinnere mich, dass ich die ersten hundert Seiten (ungefähr) selber noch nicht ganz überzeugt war, obwohl ich diese gerne gelesen hatte und weiterhin interessiert blieb. Von nun an kam es einer Sucht gleich, die nächsten Seiten zu lesen.
J.-M. G. hat nicht nur inhaltlich wunderbar Abwechselung eingebracht, sondern hat auch mit der Systematik, die Kapital bis zum lezten Drittel abwechselnd von seinen beiden Lebensmittelpunkten zu erzählen, eine schöne und fesselnde Art gefunden, um uns Lesern das Interesse zu erhalten.

Seine Schreibweise und vor allem die Eindrücklichkeit, mit der er seine Empfindungen an den Leser weitergibt, ist hervorragend. Hilfreich ist es zwar schon, wenn man beispielsweise den Jardin du Luxemburg kennt, den dortigen Medici-Brunnen neben der Palastanlage und...und...und, oder die umliegenden Straßen, die er erwähnt. Wer es jedoch nicht kennt, dessen Interesse könnte geweckt sein, das Buch zu lesen und vielleicht in Anschluss zu überprüfen, ob sich die Beschreibungen decken mit den eigenen, die man bei einem Parisbesuch im Arrondissement St.-Germain / Montparnasse gewinnt.
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Format: Gebundene Ausgabe
Der vorliegende Roman des 1950 geborenen Jean-Michel Guenassia, der nach seinem Erscheinen in Frankreich 2009 großes Aufsehen erregte und seinen Autor quasi über Nacht zu einem der angesehensten Schriftsteller Frankreichs machte, entführt seine Leser in die Zeit des Existenzialismus.

Ort der Handlung ist das Paris ab Ende der fünfziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts, wo der Existenzialismus, nicht nur durch Sartre geprägt, seine Hochphase hatte. Der Erzähler des Buches ist der zu Beginn des Buches zwölfjährige Michel, in dem Guenassia, wie ich vermute, viele autobiographische Erfahrungen verdichtet hat.

Michel stammt aus einer wohlhabenden Familie, sein Vater ist ein erfolgreicher Geschäftsmann. Doch als sein Bruder im Zusammenhang des Algerienkriegs wegen Mordes angeklagt wird, legt sich ein Schatten über die ehedem heile Familie.

Michel sucht im "Balto", einem Bistro, Ablenkung. Dort trifft er auch im Hinterzimmer auf den "Club der unverbesserlichen Optimisten". Männer sind das, die trotz aller ihrer privaten und politischen Katastrophen Optimisten geblieben sind. Kantige und außergewöhnliche Figuren begegnen ihm dort , beeindruckende Menschen, mit denen Michel die nächsten fünf Jahre seines Lebens viel Zeit verbringen wird, von deren Geschichten und Schicksalen er hören wird und deren intellektuellen Feingeist er nicht bewundern lernen wird, sondern von dem er auch für sein eigenes Leben lernt. Emigranten aus dem Ostblock, verfolgte und enttäuschte Kommnisten sind es hauptsächlich, die sich täglich im "Balto" treffen, von alten Zeiten erzählen, die aktuelle Lage einschätzen, philosophieren und Schach miteinander spielen.
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