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Der Club: Roman. Ausgezeichnet mit dem Silberschweinpreis 2017 für das beste Debüt auf der lit.Cologne Gebundene Ausgabe – 28. Februar 2017
- Seitenzahl der Print-Ausgabe240 Seiten
- SpracheDeutsch
- HerausgeberKein & Aber
- Erscheinungstermin28. Februar 2017
- Abmessungen12 x 1.5 x 18 cm
- ISBN-103036957537
- ISBN-13978-3036957531
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Produktbeschreibungen
Pressestimmen
»Das schmale, aber vielschichtige, von überraschenden Wendungen geprägte Buch kombiniert Kriminalgeschichte und Gesellschaftsporträt.« --Frankfurter neue Presse
»Takis Würger erzählt von Sex und Verbrechen im noblen Cambridger Pitt Club: ungerührt und doch sanftmütig, mit Gespür für den Zeitgeist.« --Frankfurter Allgemeine Zeitung
»Es gibt nur wenige echte Schriftsteller. Ich glaube, Takis Würger ist einer.« --Thomas Glavinic
Klappentext
Buchrückseite
Über den Autor und weitere Mitwirkende
Produktinformation
- Herausgeber : Kein & Aber; 4. Edition (28. Februar 2017)
- Sprache : Deutsch
- Gebundene Ausgabe : 240 Seiten
- ISBN-10 : 3036957537
- ISBN-13 : 978-3036957531
- Abmessungen : 12 x 1.5 x 18 cm
- Amazon Bestseller-Rang: Nr. 316,249 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
- Nr. 135 in Boxen (Bücher)
- Nr. 394 in Kampfsport & Selbstverteidigung allgemein (Bücher)
- Nr. 464 in Lexika, Hand- & Jahrbücher des Sports (Bücher)
- Kundenrezensionen:
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Hans war schon immer ein Aussenseiter, einer der nirgends dazu gehörte. Als Weise wächst er in einem Internat für Jungen auf, einzig sein Hobby das Boxen verleiht ihm etwas Glück im Leben. Eines Tages lädt ihn seine Tante nach England ein. Doch das Treffen hat einen Hintergedanke. Hans soll in Cambridge studieren und Mitglied im berühmt berüchtigten Boxclub Pittclub werden. Hans' Tante vermutet das bei dieser Studentenverbindung nicht alles mit rechten Dingen zugeht und braucht Hans als Spion. Was passiert hinter den verschlossenen Türen des Pittclubs? Kann Hans dies herrausfinden? Und wendet er sich tatsächlich gegen die Freunde die er in diesem Club macht?
MEINE MEINUNG
Der Debüt Roman von Takis Würger. Ich habe von ihm ja schon Stella gelesen und war sehr begeistert. Demnach hatte ich natürlich hohe Erwartungen an 'Der Club' und wurde nicht enttäuscht. Der Klappentext erinnerte mich stark an das Theaterstück POSH von Laura Wade, das einigen durch die Verfilmung THE RIOT CLUB bekannt sein dürfte. Das behandelte Thema ist in beiden Werken das gleiche: zwielichte Studentenverbindungen der Englischen Spitzenuniversitäten und ihre schändlichen Taten. Das es sich hierbei nicht um Fantasie handelt und tatsächlich solche Clubs im wahren Leben gibt, beweist der britische Bullingdon Club.
Würgers Schreibstil ist für mich einmalig - er benutzt eine sehr direkt Sprache, schreibt kein Wort zu viel. Was er sagen will, das sagt er. Er schreibt sehr präzise. Mir gefällt es das er sich auf die Wesentlichen Dinge konzentriert und nicht zu sehr abschweift. Bei ihm geht es einzig und allein um seine Geschichte.
Auch die Charaktere werden nicht großartig beschrieben, doch ihre Wesenszüge sind deutlich in Handlungen, Gedanken und Worte zu begreifen. Im Buch bekommen wir mehrere Perspektiven zu lesen, allen voran von Hans und seiner Tante Alex, sowie von Charlotte und Josh - zwei Freunde auf der Uni. Keiner der Charaktere sticht durch einen klaren Charakterzug hervor - sie haben alle ihre Schwächen, aber auch alle ihre guten Seiten. Im Laufe des Buches müssen wir uns oft fragen was genau denn böse ist und was gut oder überhaupt: wann ist denn jemand böse und wann gut? Was ist falsch und was ist richtig?
Hans ist ein stiller Junge und später ein stiller junger Mann. Er beobachtet die Welt und ist sehr klug. Als er in der Schule gemobbt wird, fängt er an zu boxen um sich verteidigen zu können. Aus dem Sport wird seine Leidenschaft, die ihn immer begleitet und somit auch später in den Pittclub bringen. Hans sehnt sich nach einem Platz wo er hingehört. Nachdem seine Eltern sterben ist er alleine, das seine Tante ihn ins Internat gibt anstelle ihn bei sich wohnen zu lassen verletzt ihn sehr. Seine suche nach Geborgenheit und Freundschaft hat scheinbar ein Ende als er im Pittclub aufgenommen wird. Zum ersten mal im Leben fühlt er sich aufgehoben, fühlt er sich besonders. Er wird geschätzt und hat Freunde. Ihm kommen Zweifel ob er diese Freunde wirklich verraten sollte. Ausserdem entwickelt er ein schlechtes Gewissen weil er ständig lügen muss. Er beginnt sich zu fragen ob es wirklich richtig ist das falsche zu tun um das richtige zu erreichen. Was genau ist überhaupt richtig oder falsch? Sehr pregnant fande ich den folgenden Satz:
Ich hasste diesen Club, aber ich war jetzt jemand.
Es zeigt die schwierige Lage in der Hans sich befindet. Plötzlich hat er alles was er jemals wollte, plötzlich wollte jeder so sein wie er. Sollte er das wirklich alles wieder aufgeben?
Auch die anderen drei Protagonisten sind weder schwarz noch weiß.
ALEX scheint sehr klug und emphatisch zu sein. Sie möchte den Pittclub zerstören weil dieser schlechte Dinge tut die gestraft gehören. Doch hinter der Fassade macht auch sie viele Fehler und Handlungen die nicht besser sind als die Geschehnisse im Pittclub.
CHARLOTTE ist das klassische Opfer in dem Buch. Ein wunderschönes und kluges Mädchen dem ein großes Unrecht getan wurde. Verständlich das sie Gerechtigkeit will. Doch ist es wirklich Gerechtigkeit oder viel eher Rache? Am Schluss verliert sie ihre Rolle des Opfers und wird auf gewisserweise genau das Gegenteil - denn auch sie macht Fehler und auch ihre Handlungen haben negative Konsequenzen.
JOSH wird am Anfang an als 'Bad Boy' dagestellt. Er vertritt die Rolle des Bösen. Er ist reich und verwöhnt und glaubt das er alles verdient was er nur möchte. Seine Wahrnehmung ist verzerrt und er tut tatsächlich viele schlimme Dinge, doch auch er hat eine andere Seite. Eine gute Seite. So fühlt auch er sich trotz des Geldes und den Sozialenstatus einsam und sehnt sich nach einen wahren Freund. Als er Hans kennen lernt glaubt er endlich einen solchen Freund gefunden zu haben und tut alles für eine gute Freundschaft.
Kommt es nicht genau darauf an im Leben? Einen Menschen seinen besten Freund nennen zu können?
Ich war wirklich beeindruckt über diesen subtilen Kampf zwischen Richtig und Falsch, Gut und Böse. Er spricht aus jeder Seite hervor und ist für mich das wahre Thema des Buches.
Das Ende ist wirklich ziemlich dramatisch und hat mich sowohl geschockt, als auch mitgenommen. Eine Wendung die ich überhaupt nicht hab kommen sehen. Generell ist der Spannungsbogen im Buch sehr hoch und wird stetig gesteigert. Nicht allein deswegen weil man wirklich nicht ahnt worauf es hinausläuft. Wie man das Ende aufnimmt ist dabei einem selber überlassen und man muss auch hier selber nachdenken wer nun schuldig, wer unschuldig ist. Was gerechtfertigt war und was eben nicht. Es gibt - wie im echten Leben auch - hier kein schwarz oder weiß. Und genau das ist es was das wirkliche Leben so schwer macht.
FAZIT
Das Buch regt zum nachdenken an, denn auch in der heutige Zeit ist dieses Thema genau so aktuell wie brisant. Ich fand es gut das der Leser gefordert wird sich selber ein Bild zu machen, selber mal nachzudenken. Es ist eine schöne Abwechslung und ich hätte gerne mehr solcher Bücher. Ich kann dieses Buch jedem empfehlen der bereit ist seine Komfortzone zu verlassen und beim Lesen mal mehr möchte als nur in eine Fantasywelt getragen zu werden.
Aus folgenden Gründen gebe ich in diesem Fall vier Sterne:
Die Sprache ist unauffällig, aber gleichzeitig markant und professionell erarbeitet. Dieses Buch hat mehr Substanz, als es zu haben beansprucht.
Die Sprache ist schnell und in die Zukunft gerichtet in dem Sinn, dass ständig etwas beschrieben wird, dass dem Leser noch nicht klar vor Augen steht.
Alle Personen, Orte und sonstigen Handlungselemente sind sehr eng miteinander verwoben. Alles ist dicht und passt gut zusammen. Der sensible und gleichzeitig harte Sprachstil passt unmittelbar zu Handlung.
Leicht unfreiwillig komisch ist, dass dieses Buch unter dem Deckmäntelchen eines Krimis segelt. So einen Umweg muss man als Autor halt heutzutage nehmen, um für Literatur einen Verleger zu finden. Ein Teil der Leser wird deshalb enttäuscht werden.
Ich lese das Buch jetzt gleich noch ein zweites Mal, denn ich werde mir für meinen nächsten Roman eine Scheibe davon abschneiden.
Ich fand, dass Würger durchaus Talent zur Charaktererschaffung hat, was man gerade bei Alex gemerkt hat und auch der ein oder anderen Person in dem Buch, aus deren Perspektive wir hier lesen dürfen. Insgesamt fand ich jede Perspektive für sich interessant, die eine mehr, die andere weniger. Man spürte die Unterschiede der Menschen, aber gleichzeitig hatte jede Sicht und somit jedes Kapitel eine leicht bedrückte sowie seltsame Stimmung. Irgendwie war man immer etwas fad und immer etwas auf der Hut. Es war eine mir nicht bekannte Atmosphäre, die dieses Buch für mich ausstrahlte, aber genau das kann man positiv anmerken, da das Buch zumindest eine Atmosphäre vermitteln konnte und somit eine Dichte hatte. Wenn man die Thematik des Buches mag (Kriminalfälle, Boxen, etc.), dann wird man mit diesem Buch Eins werden können, praktisch zerfließen. Dies konnte ich nicht zur Gänze, aber ich hatte eine leise Ahnung davon verspürt und das war sehr spannend.
Letztendlich fand ich mich mit der Thematik nicht ganz zurecht und auch mit den Charakteren konnte ich in den meisten Fällen nicht sonderlich sympathisieren, aber es war ein gutes Buch, das man durchaus lesen kann, wenn einem der Sinn danach steht. Ich bin aber der Überzeugung, dass da noch Luft nach oben besteht. Bin gespannt, was Würger noch so auf den Markt bringen wird.









