find Hier klicken Jetzt informieren PR CR0917 Cloud Drive Photos UHD TVs Learn More TDZ Hier klicken Mehr dazu Hier Klicken Storyteller AmazonMusicUnlimited AmazonMusicUnlimited Fußball longSSs17

Kundenrezensionen

4,5 von 5 Sternen
79
4,5 von 5 Sternen
Format: Taschenbuch|Ändern
Preis:9,95 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 12. Mai 2013
Berlin 1893: Carl Friedrich von Humboldt, der vermeintlich illegitime Nachkomme des legendären "Wissenschaftsfürsten" Alexander von Humboldt, rüstet zu einer Expedition nach Südamerika. Ein Fotograf und Abenteurer ist im Hochland der Anden verschollen, allerdings nicht ohne Hinweise auf eine geheimnisumwitterte Stadt in den Wolken zu hinterlassen. Der eigenwillige Carl Friedrich will Mann und Stadt aufspüren, wofür er eine illustre kleine Schar von Reisenden um sich sammelt: seine gebildete, aber noch etwas weltfremde junge Nichte Charlotte, die haitianische Heilkundige Eliza sowie den Berliner Straßenjungen Oskar. Gemeinsam gilt es, der US-amerikanischen Konkurrenz Herr zu werden und Humboldts Ruf als großem Reisenden, Entdecker und Erfinder alle Ehre zu machen.

Die Grundidee ist wirklich knackig, vor allem für ein Buch auf der Schwelle zwischen Jugend- und Erwachsenenliteratur. Abenteuer, Weltreise, versunkene Kulturen, Strapazen, Gefahr und Heldentaten, angesiedelt im 19. Jahrhundert, für das die Welt noch weit mehr Geheimnisse bot als für unser heutiges. Das Ganze nun gewürzt mit fantastischen Elementen. Da musste ich mitgehen. Fünf von fünf Sympathiepunkten vorab.

Gleichwohl, so frisch wie anfangs gehofft geht es nicht zur Sache bei der Clique aus dem kaiserlichen Deutschland. Ich finde die Anlaufphase sehr lang. Die Geschichte um Oskars erste Begegnung mit Humboldt ist nett, doch die Figuren, besonders Humboldt selbst, bleiben mir zu lange blass. Man reist natürlich auf dem Seeweg von Europa nach Peru, was Thiemeyer leider kaum eine Zeile wert ist, stattdessen wird ca. 100 Seiten in Berlin herumgehangen und erst einmal viel geredet, um die Charaktere vorzustellen. Zu ihrer Wirkung trägt das wie gesagt nicht recht bei, sieht man von Oskar ab. Eine temporeiche, fesselnde Erzählung sieht anders aus. Und weiter: Die Gegenspielerin Humboldts hat zwar ein eigenes Profil, führt sich aber aus platt konstruierten Gründen schlichtweg hysterisch auf. Eine kleine Feindschaft zum Protagonisten hätte man geschickter aufbauen können.

Aber es wird besser! Als die Entdeckung Gestalt annimmt und die Bedrohung ebenso, wird Thiemeyers Stil deutlich flüssiger. Mit einem Wort, es kommt Stimmung auf. Die Helden finden ihre Hochform, der Autor schreibt ihnen gute Ideen auf den Leib. Als nach dem Finale die Truppe wieder in Berlin aufläuft, ertappte ich mich dabei, dass ich mich durchaus auf eine Fortsetzung freute. Eine Spritztour zu den Quellen des Nils oder eine zünftige Rauferei mit orientalischen Piraten, so viele Möglichkeiten...

Fazit: Für mich ist "Die Stadt der Regenfresser" nicht der umjubelte Meilenstein unter den Abenteuerbüchern, aber dennoch ein ganz anständig gelungenes Buch mit einer Grundidee, die viel Potenzial verspricht. Dem Verfasser ist zu wünschen, dass er sich zukünftig noch richtig warm schreiben möge.
0Kommentar| 3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 22. März 2017
…die ziehen einen voll und ganz in ihren Bann. Dies gelang den Anfängen der Panem- und Eragon-Reihen und selbstverständlich den wohl meisten bekannten Harry Potter Romanen. In die Reihe dieser und einiger weniger weiterer Bücher darf sich nun auch dieses Werk über die Reise zu den Regenfressern einreihen.

Nach einem gescheiterten Diebstahlversuch des Berliner Straßenjungen Oskar an dem Forscher und Entdecker Humboldt engagiert letzterer ihn als seinen Diener und Begleiter für die abenteuerliche Reise ins Reich der Regenfresser im fernen Südamerika. Mit von der Partie sind Humboldts kluge und hübsche Nichte Charlotte und die exotische Heilkundige und Assistentin von Humboldt mit dem Namen Eliza, nicht zu vergessen natürlich Kiwi Wilma, die allein durch Worte süß und knuddelig erscheint, wie es sonst nur Filme schaffen. Überhaupt hat man während des Lesens das Gefühl, eher einen Film zu sehen als bloß Worte aufzunehmen, so abenteuerlich und fantasievoll gestaltet Thiemeyer die von ihm geschaffene Welt und wohl alleine dem Umstand seiner deutschen Herkunft ist es geschuldet, dass uns dieses Buch nicht in einem Popcorn-Blockbuster im Stil bereits genannter Werke begegnet ist.

Unbedingte Leseempfehlung, das einzige was man danach noch machen möchte, ist ein weiteres Abenteuer mit den so wunderbar gezeichneten und interessanten Figuren zu erleben.
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 21. Mai 2016
Carl Friedrich von Humboldt ist ein illegitimer Sprössling des berühmten Forschers Alexander von Humboldt - zumindest behauptet er dies. Von Humboldt hat es sich zur Aufgabe gemacht, seinem Vater nachzueifern und dessen nicht abgeschlossene Expeditionen zu vollenden. Der junge Oskar Wegener - ein Straßenkind und Dieb - stößt durch Zufall auf von Humboldt, der ihm daraufhin das Angebot macht, für ihn zu arbeiten und an einer Expedition teilzunehmen. Zusammen mit von Humboldt, dessen Nichte Charlotte und der haitianischen Voodoopriesterin Eliza macht sich Oskar nun auf nach Peru, um dort die legendäre Stadt der Regenfresser zu finden. Bald merken sie, dass sie Plan einer uralten Prophezeiung sind.
Außerdem werden sie von Valkrys Stone verfolgt, die noch eine Rechnung mit von Humboldt offen hat.

Mein erstes Buch von Thomas Thiemeyer und ich habe Blut geleckt. Man wird in das Peru 1893 verfrachtet und mitten in eine abenteuerliche Geschichte geschmissen, die vor Fantasie und historischen Elementen nur so strotzt.
Durch die so tolle Unterhaltung habe ich auch gleich zum zweiten Teil "Der Palast des Poseidon" gegriffen.

Oskar, der sich mit kleinen Diebstählen über Wasser hält, war mir gleich von Anfang an sympathisch. Er hat eine sehr offene, direkte Art, weiß aber auch im richtigen Moment damit hinterm Berg zu halten. Für seine Freunde tut er alles und er weiß, dass er als Expeditionsmitglied in von Humboldts Gruppe eine zweite Chance erhält, die er auch ergreift, um sich ein besseres Leben zu ermöglichen. Seine kluge Art hilft ihm dabei natürlich sehr.

Auch Charlotte, die Nichte von Humboldts, wächst einem sehr ans Herz. Ihr forsches Auftreten imponiert nicht nur Oskar und so entwickelt sich schnell eine Freundschaft zwischen den beiden Jugendlichen.
Mit Eliza, einer haitianischen Voodoopriesterin kommt dann der fantasylastige Teil ins Spiel. Ihr Spezialgebiet ist die Telepathie und dies ist natürlich von großem Vorteil.

Von Humboldt bleibt auch geheimnisvoll, was aber daran liegt, dass er verschlossen ist und gerade Oskar gegenüber, der sich natürlich fragt, warum von Humboldt gerade ihn für seine Dienste ausgewählt hat.

Ich mag den Schreibstil des Autors. Beim Lesen habe ich gar nicht gemerkt, wie die Zeit vergeht und war auch in Rekordzeit durch.
Das Buch hat alles, was ein gutes Buch eben braucht. Die Protagonisten sind allesamt sehr sympathisch, selbst die "bösen" Charaktere wachsen einem ans Herz. Im richtigen Moment gibt es Aha-Effekte, gefolgt von "Oha" und "Och nee". Das macht eine richtig gute Geschichte aus. Und die Lust auf den nächsten Band steigt um ein Vielfaches.

Ich hatte vor längerer Zeit schon, das Hörbuch zum ersten Teil gehört (Rezension HIER) und war hier schon total begeistert von der Geschichte. Die nächsten Teile möchte ich jetzt jedoch lesend verschlingen, um mich intensiver mit Oskar, Charlotte, von Humboldt und Eliza auseinandersetzen zu können.

Fazit:
Spannung pur mit sympathischen Figuren und einer mitreißenden Geschichte.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 17. September 2009
Berlin im April 1893: Das Leben Oskar Wegeners verläuft eigentlich ganz passabel. Der 16jährige Berliner verdient sich sein Geld als Taschendieb und kommt durch besonders clevere Tricks einigermaßen über die Runden. Eines Tages gelingt es ihm, einen sehr düster wirkenden Mann zu bestehlen, doch Oskar merkt schnell, dass der Fremde ihm folgt. Gerade als er glaubt, ihn abgehängt zu haben, taucht der Mann plötzlich aus den Schatten der Häuser auf und betäubt den Jungen mit einem seltsamen weißen Pulver, bevor der sich überhaupt wehren kann. Als Oskar Stunden später erwacht, ist er gefesselt. Ein Gefangener im Haus des Fremden!
Schnell jedoch wird klar, das Oskar nicht eine harte Strafe für seinen Diebstahl erwartet. Bei seinem Entführer handelt es sich um Carl Friedrich Donhauser, der sich selbst von Humboldt nennt, und der Sohn des berühmten Forschers Alexander von Humboldt sein will. Carl Friedrich ist ebenfalls Forscher und möchte, dass Oskar ihn auf eine Expedition in die Anden begleitet, wo er nach dem sagenumwobenen Volk der Regenfresser suchen will.

"Die Stadt der Regenfresser" ist der Auftakt der vielversprechenden Reihe "Chroniken der Weltensucher" und das erste Jugendbuch des Autors. Wie man es bereits aus seinen Thrillern kennt, versteht er es auch hier, bereits mit dem Prolog zu fesseln.
Bildhaft beschreibt Thiemeyer die Reise seiner so unterschiedlichen Protagonisten, fast kann man die Hitze Perus spüren und den seltsamen Geruch der Ukhu Pacha, riesigen und vor allem gefährlichen Insekten, wahrnehmen. Seine Charaktere hat der Autor ebenfalls sehr komplex erschaffen. Sie entwickeln sich im Laufe der Geschichte weiter und zeigen so bereits ihre Stärken, aber auch ihre Schwächen. Geheimnisse, Begabungen und Emotionen kommen nach und nach ans Licht, wodurch die Geschichte an Tiefe gewinnt und eine große Nähe zum Leser entsteht. Schnell fiebert man mit den fünf Gefährten mit, immer deren Verfolger im Blick, die hier jedoch nicht die Schurken sind, sondern ein weiterer wichtiger Aspekt der Story.

Wer Thiemeyers Bücher kennt, weiß, dass er gern Fakten mit Fantastischem vermischt und auch hier ist er seinem Stil treu geblieben. Neben Abenteuer und historischem Wissen, wartet die Story mit kuriosen Erfindungen wie zum Beispiel dem Linguaphon auf. Es gibt fliegende Schiffe zu bestaunen, chemische Waffen, die zur damaligen Zeit kaum denkbar waren und die Ukhu Pacha, mörderische Insekten, erinnern an Filme wie "Alien". Eine spannende Mischung, die beste Unterhaltung bietet.
Besonders fällt natürlich auch die liebevoll gestaltete Optik des Buches auf. Das Cover auf dem Buchumschlag, gezeichnet vom Autor selbst, passt mit seiner nostalgischen Note perfekt zum abenteuerlichen Inhalt ebenso wie die silberne Prägung auf dem Einband und das farblich passende Lesebändchen. Eine alte Windkarte der Erde schmückt die inneren Buchdeckel und die Encyclopedia Humboldtica, eine Art Glossar, ist ebenfalls zu finden. Es ist nicht zu übersehen, wie viel Liebe zum Detail auf und zwischen den Buchdeckeln steckt.

"Die Stadt der Regenfresser" ist definitiv ein Lesehighlight in diesem Herbst, das nicht nur der Zielgruppe von Jugendlichen ab 12 Jahren ein tolles Leseerlebnis bereiten wird. Eine rundum tolle Story, die mich von Anfang an sehr gefesselt hat. :-)
0Kommentar| 27 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 15. August 2012
Ich bin der Typ Leser, der so gut wie nie etwas in einer Bücherei ausleiht, da ich alle Bücher gerne in meinem Regal stehen haben möchte. Keine Ahnung wieso es bei diesem hier anders war, jedenfalls hat meine Mutter das aus der Bücherei mitgebracht und ich hab aus Jucks angefangen zu lesen. Und schwubs war ich drin im Abenteuer.

Abenteuer-Romane habe ich davor noch nie gelesen, doch das wird sich nach diesem Buch höchstwahrscheinlich ändern. Denn dieses Buch hier habe ich förmlich verschlungen. Thiemeyer's Schreibstil ist flüssig zu lesen und diese Welt, die er beschreibt, einfach nur toll. Mit wundervollen Worten schafft er es, dass ich mich in diese Welt hineinvesetze und hautnah im Abenteuer dabei bin. Die vielen Ideen, die der Autor in dieses Buch packt, wurden alle wunderbar umgesetzt und er verpackte Historik zusammen mit neuartigen Geschöpfen und andere Dingen in einen einzigartigen Roman.

Alle Charaktere sind klasse skiziert, haben ihre Ecken und Kanten und sind schnell in mein Herz eingezogen. Ich bin schon furchtbar gespannt, was sie noch so erwarten wird.
0Kommentar| 4 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
.... auf deine eigene Reise... so sang es einst die Band PUR und an genau diesen Song musste ich denken, als ich zu dem Chroniken der Weltensucher griff. Und ich bin ihrem Ruf gefolgt und habe ein wunderbares Abenteuer erleben dürfen.

Der kleine Oskar ist ein Taschendieb, wie er im Buche steht. Mit seinen Diebstählen finanziert er seinen Lebensunterhalt und genau dieser Job bringt ihn eines Tages scheinbar in Gefahr, als er nach dem Portemonnaie von Carl Friedrich von Humboldt greift, der behauptet, der Sohn des Naturforschers Alexander von Humboldt zu sein. Wie von Geisterhand wacht er nach dem Diebstahl nämlich in dessen Haus auf, doch statt einer Bestrafung erhält Oskar ein Angebot von Carl Friedrich, das er nur schwer abschlagen kann.

Und so begeben die beiden sich, samt Charlotte, der Nichte von Carl Friedrich, auf die abenteuerliche Reise nach Peru, um die Stadt der Regenfresser zu finden und zu erkunden. Doch sie sind nicht die einzigen Forscher, die den Weg dorthin suchen. Parallel zu den Erlebnissen von Oskar und seinen Freunden wird auch die Geschichte des verschwundenen Fotografen Harry erzählt, der von seinen Arbeitskollegen gesucht wird und die sich ebenfalls auf ein riesiges Abenteuer einlassen.

Dies ist der erste Teil einer Trilogie und das einzige, was mich nun traurig macht, ist die Tatsache, dass ich noch ca. ein halbes Jahr warten muss, bis ich den zweiten Teil in Händen halten darf. Dieses Buch hat mich sehr an meine Kindheit erinnert, in der ich oft heimlich mit der berühmten Taschenlampe unter der Bettdecke, bis spät in die Nacht mit Oliver Twist, der roten Zora und wie sie alle hießen, große Abenteuer erlebt habe. Denn obwohl es eigentlich als Jugendbuch deklariert ist, kann man es durchaus in meinem Alter (40) lesen. Ich fühlte mich zurückversetzt in die Kinderzeit, in der man selber auf der Suche nach Abenteuern war und es galt, Dinge zu erforschen und zu entdecken.

Von der ersten Seite an hat mich dieses Buch gefesselt und ich freue mich, dass der Autor seine Ideen niedergeschrieben hat. Ich kenne bisher kein weiteres Buch von Thomas Thiemeyer und soweit ich recherchiert habe, ist dies auch sein erster Ausflug in die Jugendbuchliteratur. Ich kann nur sagen: Dieser Ausflug ist ihm mehr als geglückt! Der Schreibstil ist spannend und ich habe mich in dem Buch 'zu Hause' gefühlt, denn selbst die Stimmung des 19. Jahrhunderts konnte ich bei jeder Seite spüren.

Wer das Abenteuer sucht und neue Welten entdecken und erforschen möchte, den bitte ich darum: Komm mit mir ins Abenteuerland!
0Kommentar| 11 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
VINE-PRODUKTTESTERam 26. August 2011
Teil 1 von bisher 3 erschienenen Bänden über den Erben von Alexander von Huboldt und seine fantastischen Reisen.
----------------------------------------------------------------------------------------------------------
Worum geht's?
Der junge Taschendieb Oskas schlägt sich mehr schlecht als recht durch sein schwieriges Leben in den Straßen Berlins. Einzig seine Büchersammlung, Abenteuer von weiten Reisen und unbekannten Kulturen, hält ihn aufrecht. Nie hätte er sich erträumt, dass er eines Tages selber auf solch eine abenteuerliche Reise begeben könnte.
Eines Tages beklaut er einen außergewöhnlichen Mann: Carl Friedrich Donhauser, der sich selbst als illegetimen Sproß des großen Forschers Alexander von Humboldt bezeichnet. Statt ihn zu bestrafen, lädt Humboldt Oskar ein, ihn auf eine besondere Reise zu begleiten. Denn Huboldt besitzt Informationen, dass Tief im peruanischen Dschungel eine Stadt auf Entdeckung wartet - eine besondere Stadt. Eine Stadt in den Wolken, umgeben von Flugschiffen und unbekannter Technik.
Eine spektakuläre Reise beginnt...
----------------------------------------------------------------------------------------------------------
Was mir besonders gefallen hat?
Am positivsten ist mir eigentlich eine kleine Sache aufgefallen: Thiemeyer kommt ohne die, mittlerweile schon obligatorische, Gewaltorgie voller ausgerissener Gedärme und zerplatzter Schädel aus. Eigentlich stirbt so gut wie niemand in dem Buch. Kampfszenen kommen im Stil der guten, alten Bus Spencer Filmen mit Karate und ein paar kräftigen Faustschlägen aus.

Desweiteren erinnert das Buch sehr an Klassiker wie "20.000 Meilen unter dem Meer" und "Oliver Twist". Thiemeyer greift zurück auf die altbewährten und in letzter Zeit leider etwas untergegangenen Abenteuerklassiker. Die Gruppe von ungleichen Gefährten macht sich auf die klassische Art auf den Weg, ein unglaubliches Abenteuer zu bestehen.

Die Hauptprotagonisten sind liebevoll ausgearbeitet, im ersten Band jedoch noch etwas undurchsichtig.
Humboldt Beweggründe sind noch sehr verschleiert.
Oskar, der pfiffige Gassenjunge, der schwer an Oliver Twist erinnert, ist der größte Sympathieträger des Buches. Gewitzt und bauernschlau, steht er Humboldt treu zur Seite und rettet die Abenteurer aus manch kniffliger Situation.
Eliza ist noch ebenso undurchsichtig und nimmt nur eine Nebenrolle ein. Über ihren Hintergrund erfährt man noch sehr wenig.
Charlotte, verwöhnte, reiche Nichte des Abenteurers, sucht das Abenteuer ebenso wie ihr Onkel. Belesen und intelligent, möchte sie endlich die echte Welt kennen lernen.
----------------------------------------------------------------------------------------------------------
Einen kleinen Stern Abzug gibt es für den leider doch recht vorhersehbaren und gradlinigen Verlauf der Geschichte. Leider vermisse ich ein paar unvorhersehbare Wendungen.
----------------------------------------------------------------------------------------------------------
Die Auflage ist wirklich klasse! Der Einschlag ist liebevoll gestaltet und ganz toll gearbeitet. Im Inneren findet man eine alte Weltkarte und alte Abbildungen von Windrosen. Im Regal macht sich das Buch wirklich sehr gut!
----------------------------------------------------------------------------------------------------------
Fazit:
Durchaus lesenswert! Thiemeyer knüpft an eine alte Tradition des Schreibens an und entführt uns im Stil von "Indiana Jones" in unbekannte Gefilde. Lesenswert und schön anzuschauen! Ist seinen Preis durchaus wert!
----------------------------------------------------------------------------------------------------------
Noch ein paar Facts:
Erscheinungsjahr: 2009
Seitenanzahl: 447
Bisher erschienene Bände: 3
0Kommentar| 3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 17. September 2009
Der junge Oskar ist ein ganz normaler Taschendieb im Berlin des Jahres 1893. Doch dann versucht er, Carl Friedrich Donhauser, der sich selbst für einen illegitimen Sohn Humboldts hält, zu bestehlen. Das ändert sein Leben grundlegend. Denn statt ihn zu bestrafen, macht Humboldt ihm ein fantastisches Angebot: Oskar soll ihn auf eine Forschungsreise begleiten. Und so beginnt ein Abenteuer, dass sie in die peruanischen Anden führt, auf der Suche nach dem sagenumwobenen Volk der Regenfresser.

Ich war gespannt, was bei diesem Buch auf mich zukommt, denn Abenteuerbücher waren eigentlich bisher nicht mein Genre gewesen. Aber falls alle so sind wie dieses hier, dann sollte ich das ändern!
Das Buch überzeugt schon auf den ersten Blick mit einer wundervollen Aufmachung. Liebevoll gestaltet macht es Lust, gleich mit den Lesen zu beginnen. Und das lohnt sich!

Von Anfang an hat mich dieses Buch in seinen Bann gezogen. Es ist in einem unglaublich anschaulichen Stil geschrieben, der einen richtig in die fremde Welt eintauchen lässt. Dabei ist die Geschichte spannend und witzig und die Hauptpersonen alle sehr interessant und sympathisch. Oskar, den frechen wissbegierigen Taschendieb muss man einfach gern haben. Humboldt selbst ist immer wieder für Überrachungen gut, seine Nichte Charlotte wird im laufe des Buches immer netter, die Haushälterin Eliza ist äußerst geheimnisvoll, und der heimliche Held des Buches ist ein Kiwi, Humboldts Haustier, das auf der Expedition natürlich nicht fehlen darf.

Schon lange hat mich kein Buch mehr so begeistert, es gehört auf jeden Fall zu meinen Jahreshighlights. Ich hoffe, dass ich die Truppe noch auf vielen Expeditionen begleiten darf. Es gibt schließlich noch viel zu entdecken auf der Welt!
0Kommentar| 56 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 13. Mai 2012
"Canon del Colca", las Oskar. "Dreitausend Meter."
"Die tiefste Schlucht der Erde", sagte Humboldt. "Zumindest, wenn man den Landvermessern trauen darf. Der Canon ist das Ziel unserer Reise."
"Peru", sagte Oskar. "Was wollen Sie denn dort?"
"Es gibt eine Legende in dieser Gegend", sagte Humboldt und wandte sich seinem Arbeitstisch zu. Er öffnete eine Schublade und fing an, darin herumzuwühlen.
"Alte Schriften berichten von den so genannten Regenfressern. Es heißt, sie seien mächtige Zauberwesen, denen es gelungen sei, die Fesseln der Schwerkraft zu zerschneiden und wie Vögel den Himmel zu beherrschen."
(S.51)

Die Geschichte der Abenteurer beginnt im Berlin des 19. Jahrhunderts. Der Straßenjunge und Taschendieb Oskar Wegener hat sich für seinen nächsten Diebstahl den falschen ausgesucht: Carl Friedrich von Humboldt. Angeblich ein unehelicher Sohn von Alexander von Humboldt.
Doch anstatt Oskar der Polizei zu übergeben macht Carl Friedrich ihm ein Angebot: Oskar soll sein Diener werden. Doch das ist noch nicht alles, er soll gemeinsam mit Carl Friedrich, Eliza, einer weißen Voodoo-Priesterin, Humboldts Nichte Charlotte und dem Kiwi Wilma auf eine Expedition nach Peru gehen. Auf der Suche nach den Regenfressern...

Wahnsinn - was für ein Buch. Irgendwie bin ich immernoch ziemlich geflasht.Bis jetzt habe ich ja wirklich weniger Abenteuerromane gelesen, weil ich einfach dachte, dass mir dieses Genre überhaupt nicht liegt, aber Thomas Thiemeyer hat mich mit "Die Stadt der Regenfresser" vom Gegenteil überzeugt.

Thiemeyers Schreibstil ist angenehm und sehr flüssig zu lesen. Er beschreibt die Handlungsorte und Ereignisse detailgetreu und schafft es der Geschichte mit seinen Worten Leben einzuhauchen und Tiefe zu verleihen.
Die Beschreibungen sind wirklich gelungen, egal ob es sich um Humboldts Haus samt Forschungslabor, die Reise durch Peru oder auch die Stadt in den Wolken handelt.

Ebenfalls versteht der Autor es die Spannung konstant auf einem Level zu halten. Immer wieder treffen wir auf neue interessante Charaktere, Abenteuer und überraschende Wendungen. Zum Verschnaufen bin ich bei diesem Buch wirklich nicht gekommen und habe es in zwei Tagen verschlungen.

Faszinieren und bezaubern konnten mich auch die Charaktere. Carl Freidrich von Humboldt, Eliza, Charlotte und Oskar sind unverwechselbare Charaktere mit interessanten Hintergründen und Lebensläufen. Wobei, da kommt bestimmt noch einiges in den Folgebänden, denn Herr Thiemeyer hat sein gesamtes Pulver noch nicht verschossen.
Und ich erhoffe mir, dass die Beziehungen der Protagonisten zueinander noch etwas vertieft werden, denn sowohl Oskar und Charlotte, als auch Carl Friedrich und Eliza scheinen sich sehr gerne zu haben.
Wilma, die kleine Kiwi-Dame, darf aber auch nicht vergessen werden - ich habe sie in mein Herz geschlossen und hoffe, dass auch sie in den nächsten Abenteuern wieder dabei ist.

Jetzt heißt es für mich noch warten, denn ich habe "Die Stadt der Regenfresser" als Taschenbuchausgabe gelesen, und werde aus optischen Gründen jetzt auch noch auf die Taschenbuchausgaben von "Der Palast der Poseidon" und "Der gläserne Fluch" warten.

Wenn ihr spannende Abenteuer mit liebevoll ausgearbeiteten Charakteren liebt, kann ich euch die "Chroniken der Weltensucher" nur ans Herz legen!
11 Kommentar| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 23. Oktober 2012
Wer, wie manche, ein Abenteuerroman aussucht und dabei Geister, Zombis oder Hexen erwatet wird "natürlich" enttäuscht sein. Denjenigen empfehle ich John Sinclair.
Dieses Buch bildet während man spannenden Spaß hat. im September habe ich mir den 1. Jake Djones (Die Hüter der Zeit.)zugelegt. Ich habe nach einer Geschichte mit Zeitsprüngen o.ä. gesucht.Ich fand das Thema im Genre Abenteuer. Vorweg. Ich war begeistert wie spannend Geschichte und Historie verknüpft wurden.
Dann wollte ich den 2. Teil sofort weiter verschlingen aber leider ist es noch lange nicht auf dem Markt. Was nun?
In der Buchhandlung sprach mich das Cover "Chroniken der Weltensucher" sofort optisch sehr an. Ich dachte, als Überbrückung wirds ausreichen. Da hatte ich es aber sehr unterschätzt. Von Anfang an war die helle, einfache Sprache wie ein Elixier das mich fesselte. Spannung wird hervorragend aufgebaut und kreativ zum Höhepunkt geführt. Raffinierter Humor und Menschlichkeit wird gekonnt eingebracht. Und lernen kann man auch was dabei. Für mich: Perfekt!

Und das Beste: Es gibt bereits 4 Folgen auf dem Markt.;-)
0Kommentar| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden