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am 30. Oktober 2007
1977: Neil Young sammelt einige der besten Songs seiner Karriere (u.a. Powderfinger" und Like A Hurricane") für eine LP mit namens Chrome Dreams und veröffentlicht sie - nicht. Die meisten der Songs tauchen in den folgenden Jahren auf, verteilt auf diverse andere Alben, teilweise neu aufgenommen.
2007: Neil Young stösst im Zuge der Recherchen für sein Archivprojekt auf diverse unveröffentlichte Songs (keine von Chrome Dreams), spielt sie neu ein, fügt einige neue hinzu und veröffentlicht das ganze als Chrome Dreams II.
Dass diese Sammlung naturgemäss stilistisch etwas uneinheitlich wirkt, wird durch die auf fast allen Nummern spielende exzellente Band (Ben Keith, Rick Rosas, Ralph Molina) ebenso kompensiert wie durch die Güte der ausgebuddelten und einiger der neuen Songs. Zu ersteren gehört vorallem Youngs bester unveröffentlichter Song überhaupt, das legendäre Ordinary People" (1988), eine für das nie erschienene 2. Bluenotes Album This Note's For You Too" geplante 18-Minuten Nummer mit viel Gitarre, Bläsern und Vignetten aus dem harten Stadtleben der späten 80er. Nicht ganz so mitreissend wie einige Live-Versionen der 88er Tour, und mit Keyboards, auf die man gerne verzichtet hätte, aber eine wichtige Bereicherung von Youngs Songkatalog. Dies gilt auch für Boxcar" (vom zugunsten von Freedom unveröffentlichten Times Square Album), etwas weniger für das nur nette Beautiful Bluebird" (ursprünglich für das eher missglueckte Countyprojekt Old Ways vorgesehen).
Von den neuen Songs stechen vorallem 3 erstaunlich wilde Gitarrenrocker hervor, die soundmässig irgendwo zwischen Eldorado und Ragged Glory liegen: Spirit Road", Dirty Old Man" und vorallem das souveräne 14-minütige No Hidden Path", das an Crazy Horse-Highlights wie Love To Burn" anschliessen kann. Schön auch das schlichte Schlusslied The Way" zu dem der Chor (ein von Young nicht immer glücklich eingesetztes Element) ausnahmsweise mal wirklich gut passt und mit dem diese faszinierend abwechslungsreiche Platte besinnlich ausklingt.
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am 31. Oktober 2007
Es sei mal dahingestellt, wie sinnig der Titel "Chrome Dreams II" ist. "Chrome Dreams I" hat es ja offiziell nie gegeben, und diejenigen, die den Bootleg ihr eigen nennen dürfen, werden sich sicherlich an dieser Rarität freuen. Aber einen richtig engen Bezug zwischen beiden Alben gibt es für mein Dafürhalten jedoch nicht. Aber egal.

"CD II" ist ein tolles Album geworden, jeder Track was Besonderes und insgesamt ein aufregender Streifzug durch das Schaffen des Meisters. Die beiden Stand-Out Tracks sind natürlich die Mammut-Werke "No Hidden Path" und "Ordinary People". Erst genannter Song ist mit gut 14 Minuten das zweitlängste Werk, das Neil Young bisher veröffentlicht hat. Es steht in der großen Tradition von "Cowgirl in the Sand", "Down by the River", "Love and only Love" sowie "Love to Burn". Eine phantastische Gitarre mäandert durch den Song und man verliert jedes Zeitgefühl. Wie hieß es damals im "Musikexpress" doch so schön, als Ragged Glory 1990 herauskam:

"Seine archaischen Soli glühen neben den Harmony Vocals wie schmelzendes Glas. Es gibt nichts vergleichbar Bewegendes, Aufwühlendes und Abgeklärtes." Besser kann man "No Hidden Path" nicht bechreiben.

Und dann gibt es da noch "Ordinary People" – der Heilige Gral der unveröffentlichten Neil Young Songs. Er spielte das nur ein paar Mal 1988 mit den Bluenotes, und seitdem ranken sich Legenden und Geschichten um dieses Meisterwerk. Als ich es 1990 dann endlich auf einem Bootleg das erste Mal hörte, war ich von den Socken: Zum einen, wie großartig dieser Song war, zum anderen, warum dieser Song nicht veröffentlicht worden war. Jahre vergingen, als geneigter Fan wartete man auf die Archives und hoffte zunehmend ungeduldig, dass "Ordinary People" endlich veröffentlich würde. Aber nichts geschah, und "Ordinary People" schlummerte unveröffentlicht im Keller.

Doch nun ist es endlich so weit, und alle Menschen, die nur einen Schimmer von Sympathie für Neil übrig haben, sollten sich schleunigst diesen Song anhören. Ergreifend, bewegend, dynamisch. Was bei jedem anderen Musiker zu einem leicht peinlichen Moralstück geworden wäre, gerät Neil Young zu einem epischen Kampf zwischen "Gut" und "Böse". Mehr will ich gar nicht dazu sagen, denn anhören geht über studieren.

PS: Wer doch einmal die Gelegenheit haben sollte, die Original-Live-Versionen von 1988 zu hören, sollte sich das nicht entgehen lassen, da hier Gesang und insbesondere Bläser noch druckvoller rüber kommen.
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am 28. Oktober 2007
1976/77 hat Neil Young an "Chrome dreams" gearbeitet. Die Qualität der hierfür aufgenommenen songs verlieh diesem Werk in der Fangemeinde einen Kultstatus, den kaum eine andere unveröffentlichte Platte bis heute jemals erhalten hat. Einige Stücke waren später dann doch - wenn zum Teil auch in geänderten Versionen - auf anderen Longplayern zu hören: "Too fare gone", "Country home", "Like a hurricane", "Sedan Delivery", "Look out for my love" und "Powderfinger" sind hiervon sicherlich die bekanntesten.

Jetzt, 30 Jahre nach dem Nichterscheinen von "Chrome dreams", haut der gute alte Neil "Chrome dreams II" heraus. Es ist keine Neuaufnahme der sagenumwobenen Schallplatte von 1977. Es ist aber ein gelungener Versuch, mit einer komplett anderen Tracklist den Geist von "Chrome dreams" einzufangen. Obwohl nur bislang unveröffentlichte Stücke auf diesem Album enthalten sind, stellt diese CD doch eine tolle Rückschau auf sein bisheriges 40jähriges musikalisches Schaffen dar.

Die Neue von Neil Young beginnt gleich mit 3 alten songs:

Das wunderschöne "Beautiful bluebird" stammt von der ebenfalls nie veröffentlichten ersten Fassung des Country-Albums "Old ways" aus 1983 (2 Jahre später wurde unter gleichem Titel eine komplett andere und völlig überproduzierte Country-Schallplatte herausgegeben). "Beautiful bluebird" hätte auch einen guten Platz auf "Silver and gold" gefunden, dessen Titel-Track ja ebenfalls vom unveröffentlichten "Old ways" stammt.

Weiter gehts mit dem beliebigen "Boxcar". Hierbei handelt es sich um einen leicht country-angehauchten Tonights the night-Outtake, der auch unter dem Titel "The Passenger" bekannt sein dürfte. Stilistisch hätte es jedoch eher auf "Hawkes & doves" als auf "Tonights the night" gepasst.

Danach gehts los! "Ordinary people!. Mehr als 18 Minuten vom langsamen Bass, der im Hintergrund abrockenden Gitarre, einem tollen Schlagzeug und den eindringlichen Bläsern getragen Blues-Rock-Nummer, die Neil Young schon 1988 mit den Blue Notes auf seiner "Sponsored by nobody"-Tour zum Besten gegeben hat und sicherlich auch eine Bereicherung für das Album "This notes für you" gewesen wäre.

"Shining light": Schnulzig, aber wunderschön. Musikalisch - wenn überhaupt - mit dem Album "Prairie wind" oder den leisen Stücken von "Are you passionate?" vergleichbar.

Auch das überflüssige "The believer" erinnert stark an die leisen Stücke von "Are you passionate?".

Die mehr als 6 rockigen Minuten von "Spirit road" erinnern etwas an sein "Life"-Album, hätten aber auch auf "Freedom" oder "Ragged glory" einen würdigen Platz gefunden.

Danach folgt "Dirty old man": Mirrorball is back!

Hätte Neil das "Comes a time"-Album heute aufgenommen, würde es klingen wie das sich anschließende "Ever after". Eine schöne Country-Ballade ("I love to see you smiling...").

Danach fast 15 Minuten "No hidden path". Tolle Gitarren. Eingängige Melodie. Vergleich? "Landing an Water" oder "Life"? Nein, besser! "Freedom?" Ja möglicherweise, aber wirklich so gut? Wenn ich ein Vergleich vornehme müsste, dann höchsten mit "Change your mind" von "Sleeps with angels". Ja, dieser Vergleich geht o.k.

Zum Schluss "The way". Für mich kann es sich nur einen Versuch handeln, den hübschen aber lächerlichen Abschluss von "Living with war" zu wiederholen. Dieser Walzer mit Kinder- und Frauenchor versprüht pure Weihnachtsbaum-Romatik.

Chrome Dreams II: Kein Konzept-Album, sondern abwechslungsreich und frisch. Mit wenigen Tiefen, die aber nicht stören, und vielen Höhen. Ein schönes Album: für andere, die Neil Young kennen lernen möchten, und natürlich zuerst für einem selbst.
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am 30. Oktober 2007
1977: Neil Young sammelt einige der besten Songs seiner Karriere (u.a. Powderfinger" und Like A Hurricane") für eine LP mit namens Chrome Dreams und veröffentlicht sie - nicht. Die meisten der Songs tauchen in den folgenden Jahren auf, verteilt auf diverse andere Alben, teilweise neu aufgenommen.
2007: Neil Young stösst im Zuge der Recherchen für sein Archivprojekt auf diverse unveröffentlichte Songs (keine von Chrome Dreams), spielt sie neu ein, fügt einige neue hinzu und veröffentlicht das ganze als Chrome Dreams II.
Dass diese Sammlung naturgemäss stilistisch etwas uneinheitlich wirkt, wird durch die auf fast allen Nummern spielende exzellente Band (Ben Keith, Rick Rosas, Ralph Molina) ebenso kompensiert wie durch die Güte der ausgebuddelten und einiger der neuen Songs. Zu ersteren gehört vorallem Youngs bester unveröffentlichter Song überhaupt, das legendäre Ordinary People" (1988), eine für das nie erschienene 2. Bluenotes Album This Note's For You Too" geplante 18-Minuten Nummer mit viel Gitarre, Bläsern und Vignetten aus dem harten Stadtleben der späten 80er. Nicht ganz so mitreissend wie einige Live-Versionen der 88er Tour, und mit Keyboards, auf die man gerne verzichtet hätte, aber eine wichtige Bereicherung von Youngs Songkatalog. Dies gilt auch für Boxcar" (vom zugunsten von Freedom unveröffentlichten Times Square Album), etwas weniger für das nur nette Beautiful Bluebird" (ursprünglich für das eher missglueckte Countyprojekt Old Ways vorgesehen).
Von den neuen Songs stechen vorallem 3 erstaunlich wilde Gitarrenrocker hervor, die soundmässig irgendwo zwischen Eldorado und Ragged Glory liegen: Spirit Road", Dirty Old Man" und vorallem das souveräne 14-minütige No Hidden Path", das an Crazy Horse-Highlights wie Love To Burn" anschliessen kann. Schön auch das schlichte Schlusslied The Way" zu dem der Chor (ein von Young nicht immer glücklich eingesetztes Element) ausnahmsweise mal wirklich gut passt und mit dem diese faszinierend abwechslungsreiche Platte besinnlich ausklingt.
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am 29. Oktober 2007
Neil Young von seiner besten Seite. Nach "Living With War": einr zornigen Abrechnung mit Bush und Co. und "Prairie Wind" einem ruhigen, warmen, uramerikanischen Werk jetzt das: Neil Young wie aus Zeiten von "American Stars'N Bars" und "On The Beach". Boxcar und Ordinary People - Klassiker des Bootlegs "Old Nightmares" - endlich in Studioqualiät. Bläser, endlich wieder Neil's rotzige Gitarre und das alles in epischen 18 Minuten Länge. Politisch engagiert in "Dirthy Old Man", Poetisch in "Old Way". "Bluebird" getragen von Mundharmonika und sanftem Banjospiel. Eine Offenbarung und eine Liebeserklärung an alles was es neben der Les Paul von Neil noch zu hören gibt.

Nachdem "Chrome Dreams" Mitte der 70-iger einer künstlerischen Laune geopfert wurde, ist das die Reinkarnation dieses als Bootleg veröffentlichten Albums. Selten war er in den letzten Jahren so ehrlich, so klar und unverwechselbar zu hören. Das Album ist eine gelungene Überraschung und eine Rückkehr zu den Wurzeln von Neil's Musik. Einfach nur genial, komplex - ein Meisterwerk.
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am 7. Mai 2013
Das Album rockt und ist typisch fuer den bekannten Sound mit schwellenden Gitarren und durchgaengigen Beats, sowie Ausfluegen in die Country-Ecke. Solide, macht Laune, mit sehr hohem Wiedererkennungswert - ein schoener Streiffzug durch das Young-Universum. Man muss nicht immer auf die Texte hoeren - Shinning Light ist so ein Beispiel. Schoenes Lied, doch sobald man auf den Text hoert rollen Augen und Zehennaegel gleichermassen.
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am 14. März 2008
Ich mag diesen verrückten Kanadier! Er hat mich so oft mit seinem musikalischem (und politischen) Hakenschlagen überrascht, dass es immer noch und immer wieder spannend bleibt, was denn nun als nächstes kommt.

Zur CD: Das sind zwar alles Songs, die ursprünglich für andere Alben konzipiert wurden, aber es ist tatsächlich keine Zweitverwertung von schwächeren Songs. Die meisten hätten auch sehr gut, ohne irgendeinen Qualitätsabfall, auf den regularen NY CDs erscheinen können. Vor allem: es ist für mich eine echte Überraschung dabei. Dass Neil Young absolut furiose lange Songs schreiben kann, weiss man spätestens seit "Cortez the killer", in diese Reihe passt auch "Ordinary people". 18 Minuten (sic!) Neil Young at his best + wirklich schöne Bläser, dass wären schon mal locker 5 Sterne. Und dann die Überraschung: "The believer": Der Urgrossvater des Grunge-Rock spielt ein ebenso triviales wie schönes Pop-Stück ein. Hätte ich nie für möglich gehalten, aber er kann es.

Hynotisch auch das vorletzte Stück, "No hidden path", mit dem inzwischen typischen Neil-Young-Gitarrensound. Warum dann nur vier Sterne? Eine wirklich gute Scheibe, aber eben auch mit schmalzigen Folkstücken zwischendurch ("The way"). Trotzdem, die Anschaffung lohnt sich.
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Was ist denn das? Wahnsinn! Wahnsinn! Wahnsinn! Unser Neil ist back, und wie! Nach etlichen unsäglich schlechten Platten hatte ich ihn endgültig aufgegeben. Ich, der ihn seit 1966, damals noch mit Buffalo Springfield, vergötterte, wollte einfach nicht mehr glauben, dass der Mann, der legendäre Platten auf den Markt brachte und damit die Musikszene nicht unerheblich beeinflusste, noch mal an seine alte Klasse anknüpfen kann. Ob alleine, mit Crosby, Stills und Nash oder seiner fantastischen Backinggroup Crazy Horse, die auch hier wieder mit von der Partie sind, er war in den letzten 40 Jahren eine absolute Lichtgestalt in der Musikszene. Man erinnere sich nur an Werke wie Harvest, After The Goldrush, On The Beach, Zuma, Everybody Knows This Is Nowhere, Mirror Ball, Rust Never Sleeps um nur einige wichtige zu nennen. Da kommt er doch jetzt mit über 60 Jahren daher und knallt uns ein epochales Meisterwerk mit solch einer Wucht in die Gehörgänge, das man fast verrückt wird vor lauter Freude. Aufgepasst: Chrome Dreams II ist ein Meisterwerk mit derselben Güte, Energie und Aussagekraft wie die oben genannten Platten. Und das ist so gut wie einmalig in der Geschichte der Rockmusik. Normalerweise bringt ein Künsteler, wenn er denn noch lebt, bzw. Musik macht in diesem Alter, ein so genenntes Alterswerk heraus. Was denn auch so klingt. Aber solch ein Kraftwerk habe ich noch von niemanden in diesem Alter gehört. Und es klingt frisch, als wäre es ein Debütalbum, ähnlich wie Everybody Knows This Is Nowhere. Man höre sich nur die beiden langen Monsterstücke Ordinary People 18:13 Min !!! und keine Sekunde Langeweile, und No Hidden Path 14:30 an. Bläserattacken, Gitarrensoli, Gitarrenfeedbacks at its best. Crazy Horse spielen natürlich wieder kongenial, darüber braucht man auch keine großen Worte verlieren, denn groß sind sie selbst. Auch die akustischen Stücke sind wunderschön. Beautiful Bluebird und Boxcar würden hervorragend auf Harvest passen ohne auch nur eine Sekunde lang aufzufallen. Das letzte Stück The Way klingt wie ein Kinderlied, wunder-, wunderschön! Überlegt mal wie lange der gute Neil jetzt schon Musik macht, ähnlich wie Bob Dylan. Er ist neben Bob und Van Morrison die einzig noch lebende Musiklegende und wenn er immer wieder mit solchen Meisterwerken überrascht, darf er ruhig noch 50 Jahre weiter machen. Neil du bist der Größte! Holt euch diese CD und hört euch richtig satt, bis die Ohren glühen und immer weiter,immer weiter. Sie wird nicht langweilig!
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am 25. Oktober 2007
normaler Neil Young für normale Leute? Ja und Nein. Wie viele "alte" NY Platten enthält auch Chrome Dreams 2 ein buntes Kontrast-Programm von Country bis Hard Rock. Auffällig ist die Produktion, die Dank Rick Rosas m.E. deutlich akzentuierter ist als sonst, die einzelnen Instrumente sind klarer getrennt und deutlicher als bei den letzten Crazy Horse Scheiben. Gerade auch der Bass hat deutlich mehr Raum für Melodien. Ansonsten haben die "Volume Dealers" (Produzenten Neil und Rick) den Volume Regler, z.B. verglichen mit der El Dorado EP, sehr zurückhaltend bedient.

Die Songs nehmen einen mit auf eine Zeitreise, es fängt an mit den Siebzigern, der Backing Track von Bluebird klingt sehr nach "Out on the weekend", der Boxcar ist direkt beim Southern Pacific aus den Achtzigern abgekuppelt worden. Ordinary People hat den schleppenden Rhythmus von Words, hebt dann aber ab und nutzt auch die neueren Highlights des NY-Universums wie Bläsersätze, Solo-Trompete und Heavy Gitarre. Danach geht es munter weiter, Piece of Crap und anderes winkt von Ferne ... als vorletzter und modernster Song kommt für mich das Highlight No Hidden Path, die Art von Musik die ich von den Volume Dealers erwartet hätte.

Falls sich das etwas negativ anhört - ist nicht so gemeint - andere Interpreten kopieren sich mit jeder CD, wenn "good old Neil" nach 20 Jahren mal wieder "den Zug rausläßt", finde ich das mehr als ok.

Überrascht haben mich die Texte, es geht zwar nicht mehr um den Irak-Krieg, aber verglichen mit früheren NY songs sind die Texte doch weniger "introvertiert" sondern doch mit deutlich mehr Engagement für die "Ordinary People". Vielleicht ist Engagement das falsche Wort, aber er beobachtet und kommentiert, nicht als wilder Rundumschlag wie in Rocking in the free world oder eher subtil wie im Thrasher, sondern ruhig und eindringlich.

Die zum Doppelpack gehörende DVD enthält übrigens alle Songs in hochauflösendem Stereo, ich habe noch keine Zeit für einen Vergleich gehabt, aber bei der sehr sauberen Produktion könnte man tatsächlich hier noch Verbesserungen hören. Die Songs werden von einer Bilderfolge mehr oder weniger rostiger Autos bzw. Autobleche untermalt (Regie B.Shakey), nett, aber die Bandmaschine oder der Plattenspieler haben mir besser gefallen ;-) Dazu noch alle lyrics in lesbarer Form, leider nicht als Untertitel abrufbar, und ein paar Photos. Nicht viel, aber der Mensch freut sich - und für die 5 Euro mehr auf jeden Fall lohnenswert!

Insgesamt ist Chrome Dreams endlich(?) auch mal wieder eine "Einstiegsdroge" in das Neil Young Universum, gute Songs und eine gute Mischung - und zumindest damit schließt die CD nahtlos an z.B. American Stars and Bars oder Zuma an.
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Seit 1969 gab es, mit ganz wenigen Ausnahmen, jedes Jahr ein neues Album von Neil Young. So überraschend war die Veröffentlichung von Chrom Dreams 2 also nicht. Aber ja - der Titel - der sorgt schon für Irritationen. Wie auch Homegrown, Human Highway u.a. verworfene Projekte gab es auch nie offiziell ein Chrome Dreams 1. Als Bootleg allerdings schon. Was auch für die ersten drei Stücke von Teil 2 gilt. Ordinary People! Bereits 1988 mit den Bluenotes bei Konzerten gespielt und einer der größten Schätze jeder Neil Young Bootleg-Sammlung. Das endlich zu veröffentlichen und dann auch noch in DVD-Tonqualität - darauf hatte ich mich fast so sehr gefreut, wie auf die ursprünglich für diesen Herbst angekündigte 8 CD/2 DVD-Box Archives Teil 1, die hoffentlich die erste Single von Neil The Sultan/Aurora enthalten wird, auf der Young zwar nicht singt, aber zumindest Gitarre spielt.
Ordinary People ist für dieses Album das, was Cortez the killer, für Zuma war - ein Song, der so stark ist, das der Rest dagegen verblasst. Selbst diese Version von Ordinary People, die im Vergleich zum Original von 1988 doch etwas verwässert klingt. Neil hat den Song überarbeitet, der Einsatz von Gitarren ist gelungen, das Umstellen der Strophen und das Austauschen von Wörtern gefällt mir allerdings weniger gut. Aber warum nicht? Noch schöner wäre ein Single von Ordinary People, mit dem Original als A-Seite und der altersmilden Version vom Album als B-Seite.

Die DVD reisst nicht zu Begeisterungsstürmen hin! Ein Surround-Remix und eine DVD-Audio wäre schöner gewesen. Als Extras gibt es die Fotos aus dem Booklet und die Songtexte zu sehn. Während der Musik verrosten vor den Augen des Betrachters amerikanische Autos. Rust never sleeps - ein Lieblings- und Dauerthema im Werk von Neil Young. Auch eine Metapher für das Älter-und Kraftloserwerden.

Das Auffälligste an diesem Album, neben Ordinary People (18:13 Minuten) ist No Hidden Path, wegen seiner Länge von 14:31 Minuten und The Way wegen des Kinderchors. Die ersten drei Lieder sind die besten. Ist Neil also mit den Jahren gerostet? Mal sehn was das 2008er Album dazu zu sagen hat.
Wem die Vorgänger Prairie Wind und Living with war gefielen, dem wird auch Chrome Dreams 2 Freude machen. Bisher blieb Neil in diesem Jahrzehnt ein wirklich großes Album schuldig.
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