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Kundenrezensionen

3,0 von 5 Sternen
3
3,0 von 5 Sternen

am 11. Oktober 2017
Zunächst eine Bemerkung zum Druckbild: Die Anmerkungen stehen nicht unten an der Seite, sondern mitten im Text, so daß sie teilweise Sätze unterbrechen. Bei Worttrennungen (mitten in der Zeile und am Zeilenende) fehlt meist der Trennungsstrich. Man merkt, daß der Text umformatiert, aber nicht neu eingerichtet wurde: Manchmal bleibt eine halbe Zeile leer, obwohl der Satz nicht zu Ende ist. Die Kapitelangaben sind zum Teil im Fettdruck, zum Teil nur im Großdruck hervorgehoben. Ein Inhaltsverzeichnis und Seitenzahlen fehlen. Zwischen den Kapiteln gibt es keine Leerstellen.

Der Inhalt des Buchs ist schwer zu beurteilen, da Mark Twain sogar in seinen autobiographischen Manuskripten flunkert und übertreibt. Wenn er dort schrieb, daß seine Frau ihm erst glaubte, wenn jemand anders seine Aussage bestätigte - wie wahr ist das? In der von Charles Neider thematisch zusammengestellten Autobiographie von Twain kommt Christian Science nicht vor. Das muß allerdings nichts heißen. Vielleicht hat er ja tatsächlich mit Christian Scientists gesprochen, wenn auch die Heilung seiner Knochenbrüche nach einem Sturz von einer 75 Fuß hohen Klippe (also ca. 22,50 m) durch Christian Science desto erfundener klingt, je weiter man liest.

Was soll man davon halten, wenn Twain in seiner Autobiographie meint, gegenüber Satan sei er freundlich eingestellt gewesen? Natürlich steckt die Barmherzigkeit seiner Mutter dahinter, die Satan für einen Sünder wie alle anderen hielt. Als Twain um einen Pfefferkuchen betete, funktionierte das nur einmal - er bekam ihn durch eine Gelegenheit zu stehlen. Sein Gewissen empfand Twain als Quälgeist. Er glaubte an die Vorsehung, war ein starker Raucher, wehrte sich gegen Verleumdungen durch Totschweigen, betrog einen Hypnotiseur, log ungeniert, erzählt einen prophetischen Traum, der später in der physischen Welt eintraf, hielt alle Amerikaner für unehrlich und korrupt, war ein Gewohnheits- und Grundsatzlügner, hielt es für eine Ehrensache, alle Schulden, die andere ihm aufgelastet hatten, zurückzuzahlen, empfand Mitleid für alle Menschen, gab seiner Tochter Unterricht im Lügen, damit sie ihre kranke Mutter belügen konnte (natürlich nur zu ihrem "Besten").

Die Biographie von Twain hilft also nicht bei der Beurteilung seines Buchs über Christian Science. Es ist unklar, was er nun glaubte und was nicht. Falls er zur Religion ein positives Verhältnis hatte, war die Umsetzung seines Glaubens zumindest widersprüchlich. Von der Lehre Mary Baker Eddys scheint er nichts verstanden zu haben. Daß er von der spirituellen Bedeutung ihrer Terminologie nichts wußte, räumte er ein. Er behauptete sogar anhand von Stilanalysen, sie hätte ihr Hauptwerk "Science and Health" nicht selbst geschrieben. Dabei berücksichtigte er die hohe Zahl der Bearbeitungen und den Umstand, daß die 4. Auflage (1884) von Wiggins überarbeitet wurde, zu wenig oder gar nicht.

Gut an dem Buch ist Twains Kritik an den kultischen Auswüchsen, die die Jünger von Mary Baker Eddy zelebrierten, und an den Statuten, mit denen Mary Baker Eddy sie zu disziplinieren hoffte. Daß er Mary Baker Eddy unterstellte, sie habe nach Macht und Geld gestrebt, muß man vor dem Hintergrund lesen, daß Twain von seinen Verlegern betrogen wurde. Aber man muß auch im Blickfeld behalten, daß er eine Vortragstournee für einen Raubzug hielt. Er behauptet, er habe nichts absichtlich falsch interpretiert, doch an diesem Satz kommen Zweifel auf, wenn man ein paar Seiten später liest, im Vorwort der 1. Revision von "Science & Health" (1883) seien kein halbes Dutzend Sätze zu finden, deren Bedeutung so klar sei, daß man sie mit eigenen Worten wiedergeben könne.

Fazit: Von Twain liest man besser die Geschichten über Tom Sawyer und Huckleberry Finn, bei denen mehr wahr ist, als man denkt, als sein Buch über Christian Science, bei dem unklar ist, welcher Teufel ihn da geritten hat.
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am 14. Oktober 2015
This book was written in fits and starts over the years and it shows. Parts of it are very funny but here Mark Twain doesn't know when to stop. Long after the reader has got the message he goes on and on repeating himself and his humour becomes almost vitriolic.
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am 10. Oktober 2013
Fundiert recherchiert, differenziert bewertet und wie von Mark Twain zu erwarten geistreich, witzig und treffend geschrieben. Eine amüsante Pflichtlektüre für jeden, der sich mit Christian Science auseinander setzen möchte.
Uneingeschränkt zu empfehlen.
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