Das kommt wohl jedem, der in einem großen Unternehmen arbeitet bekannt vor:
Es schüttet sinnfreie Arbeitsanweisungen, die niemand liest.
Keiner weiß so richtig, was er eigentlich tut und schon gar nicht warum, stellt aber keine Fragen. Frei nach der Trueman Show, die hier auch ein wenig geistiger Pate ist: Realität ist das, was uns geboten wird.
Alle sind hoffnungslos überfordert und stehen unter großem Zeitdruck, haben aber jede Menge Zeit für Donuts und Intrigen und leiden am Burnout Syndrom.
Die Führungsetage schwebt über den Wolken, trifft wirtschaftliche Entscheidungen, bei denen wahllos Leute auf die Straße fliegen, die für den Vorstand höchstens noch Zahlen sind.
Endlose Meetings die unzählige Stunden verbrennen und zu nichts führen, außer dass sich verwirrte Mitarbeiter energisch über unwichtige Details in die Haare bekommen, anstatt sich der echten Problematik anzunehmen.
Mittleres Management, das höchstens noch dazu zu gebrauchen ist, Anträge zu unterzeichnen, wirre Reports zu analysieren und in Telefonkonferenzen ihre fachliche Unzurechnungsfähigkeit zu präsentieren.
Der totale Wahnsinn! Könnte dieser Methode sein? Sind wir vielleicht tatsächlich, ohne es zu wissen, Teil eines Experiments, das nur dazu dient, Unternehmensstrukturen zu erforschen und zu optimieren? Ich hatte immer eher vermutet, von einem hinterfotzigen Comedykanal beobachtet zu werden.
Ohne Details der Handlung zu verraten ist es das im groben, worum es in Chefsache geht.
Das Thema fand ich sehr interessant, das Buch leider nur mäßig. Das liegt hauptsächlich daran, dass es für dieses Thema nicht lustig genug geschrieben ist, da hatte ich mehr erwartet, denn das Thema hätte genügend Fleisch für bissigen Humor.
Empfehlen kann ich das Buch aber trotzdem jedem, der in einem Dschungel von Firma oder gar in einem Konzern in die Mühle tritt, denn das ist schon ziemlich nahe dran.
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Chefsache: Roman Taschenbuch – 2. Oktober 2006
von
Tamara Rapp
(Herausgeber),
Max Barry
(Autor),
Friedrich Mader
(Übersetzer)
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Max Barry
(Autor)
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Seitenzahl der Print-Ausgabe400 Seiten
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SpracheDeutsch
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HerausgeberHeyne Verlag
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Erscheinungstermin2. Oktober 2006
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Abmessungen13.6 x 3.3 x 20.8 cm
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ISBN-103453810643
-
ISBN-13978-3453810648
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Produktinformation
- Herausgeber : Heyne Verlag (2. Oktober 2006)
- Sprache : Deutsch
- Taschenbuch : 400 Seiten
- ISBN-10 : 3453810643
- ISBN-13 : 978-3453810648
- Abmessungen : 13.6 x 3.3 x 20.8 cm
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Amazon Bestseller-Rang:
Nr. 416,238 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
- Nr. 42,772 in Literatur (Bücher)
- Kundenrezensionen:
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Produktbeschreibungen
Pressestimmen
"Wer jemals in einer größeren Firma gearbeitet hat, oder vorhat, das zu tun, der sollte "Chefsache" lesen. Selten hat ein Autor die Schrecken der so genannten Unternehmenskultur und Führungsstrategien von Vorgesetzten so genau aufgedröselt wie Barry." (Süddeutsche Zeitung )
"Eine vergnügliche und kompromisslose Abrechnung mit dem Kapitalismus." (Handelsblatt )
"(...) so spannend, dass man es in einem Zug durchlesen muss und am nächsten Tag aus Fleiß ein Meeting verschläft." (Süddeutsche Zeitung )
"Eine vergnügliche und kompromisslose Abrechnung mit dem Kapitalismus." (Handelsblatt )
"(...) so spannend, dass man es in einem Zug durchlesen muss und am nächsten Tag aus Fleiß ein Meeting verschläft." (Süddeutsche Zeitung )
Klappentext
»Beißender Humor, umglaublich komisch.«
People
People
»Barry entlarvt die wahren Geheimnisse und Lügen der Unternehmenskulturen mit messerscharfer Präzision.«
New York Times
»Barry ist großartig darin, die Qualen der Trostlosigkeit und das Absurde der Arbeitswelt darzustellen.«
Douglas Coupland, New York Times Book Review
Über den Autor und weitere Mitwirkende
Max Barry verbrachte die besten Jahre seines Lebens im Darmtrakt von Hewlett-Packard, wo er heimlich an den Recherchen für dieses Buch arbeitete. Es ist sein dritter Roman nach "Fukk" und dem Bestseller "Logoland", der von der "New York Times" zu einem der besten Bücher des Jahres erkoren wurde. Max Barry wurde am 18.März 1973 geboren und lebt in Melbourne Australien. Er ist ein Full-Time-Autor, hält sich aber an einen strikten Dresscode, achtet darauf, dass sein Schreibtisch stets aufgeräumt ist und beschränkt persönliche Telefonate auf maximal zwei Minuten.
Kundenrezensionen
4,5 von 5 Sternen
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16 globale Bewertungen
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Spitzenrezensionen
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Rezension aus Deutschland vom 26. Oktober 2012
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Verifizierter Kauf
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Nützlich
Rezension aus Deutschland vom 11. Februar 2016
Verifizierter Kauf
Völlig unverständlich, dass dieses Meisterwerk nur noch gebraucht zu erhalten ist & es keine Neu-Auflage gab!
Wer den Irrsinn in Groß-Unternehmen und Behörden verstehen will, sollte Barry unbedingt gelesen haben!
Wer den Irrsinn in Groß-Unternehmen und Behörden verstehen will, sollte Barry unbedingt gelesen haben!
Rezension aus Deutschland vom 1. September 2008
Verifizierter Kauf
Das "Omega-Management-System" gilt als Standard für moderne Unternehmensführung, weshalb sich der frische Universitätsabsolvent Stephen Jones ein entsprechendes Buch kauft, bevor er seine neue Stelle beim Konzern Zephyr Holdings antritt. Jones wird allerdings kein Manager, sondern Verkaufsassistent in der Abteilung "Schulungsverkauf". Dies ist die einzige Abteilung bei Zephyr, die augenscheinlich überhaupt Geschäfte macht - verblüffenderweise mit dem Konzern selbst, denn die Schulungen werden an andere Abteilungen verkauft, die nichtsdestotrotz als "Kunden" bezeichnet werden. Dies ist längst nicht die einzige Merkwürdigkeit, mit der der neue, überdurchschnittlich clevere Mitarbeiter konfrontiert wird. Das Betriebsklima wird geprägt von kleinen Intrigen (bei denen es nicht selten um Nebensächlichkeiten wie Donuts geht), permanenten Jobverlustängsten, fortwährenden strukturellen Änderungen und einer seltsamen Ungewissheit hinsichtlich der Betätigungsfelder von Zephyr. Verkürzt gesagt: Niemand weiß, was der Laden eigentlich macht - und nur wenige interessieren sich überhaupt dafür. Jones will sich damit nicht abfinden und kommt schnell hinter das Geheimnis. Zephyr ist ein Scheinbetrieb, ein Experimentierfeld, das einer Schattenunternehmung namens Alpha dazu dient, neue Managementtechniken zu erproben - eben jene, die später Bestandteil des "Omega-Systems" werden. Bevor Jones eins und eins zusammenzählen kann, wird er von Alpha okkupiert. Fortan führt er ein Doppelleben als einfacher Angestellter im sich pausenlos ändernden Unternehmen und als Agent für Alpha. Das hat zumindest einen großen Vorteil: Er ist der zauberhaften, aber karrieregeilen Eve Jantiss sehr viel näher.
"Chefsache" mutet wie eine Satire an, zeichnet aber eigentlich ein sehr realitätsnahes Bild der Strukturen innerhalb eines Konzerns, in dem nur wenige Mitarbeiter dem Unternehmenszweck entsprechend tätig, sondern in der Hauptsache mit sich selbst beschäftigt sind, wenn sie nicht gerade mit völlig sinnlos erscheinenden neuen Managementvorgaben - insbesondere aber dem Horrorszenario "Konsolidierung" - konfrontiert werden. Die Besonderheit der Zephyr-Mitarbeiter besteht darin, keinem übergeordneten Zweck zu dienen, denn sie wissen nichts von Alpha. Jones erträgt die fortwährende Drangsalierung seiner Kollegen als Versuchskaninchen irgendwann nicht mehr und bläst zur Rebellion.
Das Buch erinnert stark an "Ganze Arbeit" des Briten Magnus Mills, der ein ganzes Unternehmensgeflecht skizziert, das völlig unproduktiv und ausschließlich mit sich selbst beschäftigt ist, wobei der große Unterschied darin besteht, dass Mills' Protagonisten darum wissen. Leider versandet Barrys Managementsatire, die er seinem ehemaligen Arbeitgeber Hewlett-Packard gewidmet hat, weil er die Handlung zu einer vermeintlichen Lösung zwingen will. Hätte er das Perpetuum Mobile überleben lassen und den distanziert-lakonischen Ton des ersten Drittels beibehalten, wäre "Chefsache" ein zynisches und sehr amüsantes Buch über den ganz alltäglichen Managementwahnsinn geworden. So ist es das leider nur streckenweise, aber amüsant ist es allemal. Und erschreckend realistisch.
"Chefsache" mutet wie eine Satire an, zeichnet aber eigentlich ein sehr realitätsnahes Bild der Strukturen innerhalb eines Konzerns, in dem nur wenige Mitarbeiter dem Unternehmenszweck entsprechend tätig, sondern in der Hauptsache mit sich selbst beschäftigt sind, wenn sie nicht gerade mit völlig sinnlos erscheinenden neuen Managementvorgaben - insbesondere aber dem Horrorszenario "Konsolidierung" - konfrontiert werden. Die Besonderheit der Zephyr-Mitarbeiter besteht darin, keinem übergeordneten Zweck zu dienen, denn sie wissen nichts von Alpha. Jones erträgt die fortwährende Drangsalierung seiner Kollegen als Versuchskaninchen irgendwann nicht mehr und bläst zur Rebellion.
Das Buch erinnert stark an "Ganze Arbeit" des Briten Magnus Mills, der ein ganzes Unternehmensgeflecht skizziert, das völlig unproduktiv und ausschließlich mit sich selbst beschäftigt ist, wobei der große Unterschied darin besteht, dass Mills' Protagonisten darum wissen. Leider versandet Barrys Managementsatire, die er seinem ehemaligen Arbeitgeber Hewlett-Packard gewidmet hat, weil er die Handlung zu einer vermeintlichen Lösung zwingen will. Hätte er das Perpetuum Mobile überleben lassen und den distanziert-lakonischen Ton des ersten Drittels beibehalten, wäre "Chefsache" ein zynisches und sehr amüsantes Buch über den ganz alltäglichen Managementwahnsinn geworden. So ist es das leider nur streckenweise, aber amüsant ist es allemal. Und erschreckend realistisch.
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