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  • Kundenrezensionen

Kundenrezensionen

3,1 von 5 Sternen
3


am 17. Januar 2011
Leider baut Robert B. Parker, Gott hab ihn selig, im Alter immer mehr ab und verkommt zu einem Märchenonkel. Die Idee, Spensers Jugend aufzuhellen ist ja an sich interessant, die Umsetzung ist aber sowohl vom Umfang als auch der Erzähltiefe nicht mehr als trivial, so was nannte man früher Groschenroman und wurde in Heftform am Kiosk verkauft. Hier wird mit dickem Papier und großen Lettern der Eindruck eines Taschenbuches vorgetäuscht, welches man allerdings in ein bis zwei Stunden durch hat.

Die Kapitel mit den Abenteuern des jungen Spenser sind dabei nicht mal so schlecht, aber trotzdem kann Parker auf die ermüdenden Unterhaltungen zwischen Spenser und Susan nicht verzichten, ansonsten hätte es das Heftchen wohl nicht mal auf 100 Seiten geschafft. Die entsprechenden Kapitel habe ich quergelesen, sie führen zu nichts und töten jede aufkeimende Spannung, obwohl sie vermutlich als Stilmittel gerade das Gegenteil erreichen wollen.

Die sog. "Aktion" beschränkt sich überwiegend auf ein, zwei Nasenstüber unter jugendlichen Raufbolden, eigentlich selbst für ein Kinderbuch zu zahm. Die pädagogisch wertvollen Dialoge und Botschaften will man im Grunde hier auch nur am Rande hören, bilden aber den Kern der Geschichte, gähn.

Wenn Parker noch dazu gekommen wäre, hätte er vermutlich irgendwann auch noch einen psychotherapeutischen Pseudokrimi aus der Sicht Susan Silvermans geschrieben, mir graust es gerade nur bei dem Gedanken.

R.I.P.
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am 3. April 2011
Woher kam Spenser und wie wurde er zu dem Privatdetektiv, den wir kennen und den Susan Silverman liebt? Hier erzählt sein Schöpfer diese Geschichte und ein einschneidendes Erlebnis: Wie der 14-jährige Spenser seine Freundin Jeannie vor ihrem betrunkenen Vater Luke rettete. Aber warum tat er das?

Dieser Jugendkrimi für 15-Jährige wurde offensichtlich für Fans von Parkers berühmtem Privatdetektiv Spenser geschrieben. Aber man braucht Spenser, den Erwachsenen, nicht zu kennen, um Spenser, den Jungen, interessant finden zu können. Spenser junior erinnert ein wenig an "Huckleberry Finn", so etwa beim Flussabenteuer, aber die Figuren sind weitaus weniger bizarr als bei Mark Twain.

Dennoch ist die oben erwähnte Episode ebenso spannend durch ihre Action, wie Spensers Umgang mit den Frauen, etwa Jeannie und ihrer Mutter, sinnlich und prickelnd ist. In beiden Fällen muss Spenser jr. sich auf sein eigenes Urteils- und Handlungsvermögen verlassen. Die drei "Väter" (Spenser ist mutterlos) spielen keine Rolle, nur ihre Lehren. Und deren Gültigkeit wird stets auf die Probe gestellt.

Die dritte Episode betrifft die Auseinandersetzung zwischen Anglos und "Mexikanern" (Spics, wie in "West Side Story"). Spenser soll sich entscheiden, welche Seite im Recht ist und sich dafür entscheiden. Da er jedoch vielfach gelernt hat, dass Regeln nur individuell gelten und nur im Kontext, erklärt er sich für neutral - und schützt einen Mexikanerjungen. Dafür gibt's Haue. Mit der geliebten Psychologin Susan Silverman, die das alles erzählt bekommt, sinniert der alte Spenser über die Rechtmäßigkeit seines damaligen Handelns.l

Ich habe dieses Büchlein, das in einer großen Schrifttype gedruckt ist, in nur wenigen Stunden gelesen. Für Jungs hält es einige Actionszenen bereit, für Leser jeden Alters etliche Lehren über Urteilsvermögen in kniffligen Situationen. Wer will, kann mit Schülern im "Ethik-Unterricht" darüber diskutieren, ob sich Spenser des Mordes an Luke Haden durch sein Handeln schuldig gemacht hat oder nicht.
Eine Person fand diese Informationen hilfreich
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am 26. Mai 2010
Leider kann man ihn das nicht mehr fragen, aber mir kommen während der Ereignisse im Buch doch manchmal Zweifel, ob das Verhalten und die Antworten des Protagonisten tatsächlich von einem 12 bis 14-jährigen Jungen stammen können.
Abgesehen davon ist es eine klassische Spenser Lektüre mit ein wenig Literatur, ein wenig Philosophie und einer gehörigen Portion Action.
2 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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