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Chaos mit System: Die sieben Säulen des Niedergangs Gebundene Ausgabe – Illustriert, 16. Juni 2011

3,7 3,7 von 5 Sternen 3 Sternebewertungen

Liebe/r Leser/in,

wir leben in einer Welt der Gegensätze:

Wir wissen immer mehr - und immer weniger, damit anzufangen.
Wir wundern uns, was alles schiefgeht und wissen nicht, was wir dagegen tun können.
Wir handeln immer irrationaler und wünschen uns Verlässlichkeit.
Wir wollen uns eigentlich selbstverwirklichen und sehnen uns doch nach Geborgenheit.
Wir loben die Freiheit und sind Gefangene eines komplexen Systems von Abhängigkeiten.
Wir wissen, dass die Welt komplex ist und suchen nach immer einfacheren Lösungen.
Wir halten uns für aufgeklärt und lassen uns unser Denken und unsere Moral von fragwürdigen wissenschaftlichen, wirtschaftlichen und weltanschaulichen Experten diktieren.
Wir huldigen dem Fortschritt und sind längst im Niedergang begriffen.
Wir suchen Ordnung und wir finden Chaos, schlimmer noch:

Chaos mit System
Dieses Buch greift die Irritationen des modernen Menschen auf, beschreibt was in unserer schönen neuen Welt so alles schiefgeht, während es zu erklären versucht, warum all das schiefgeht, besser: schiefgehen muss. Denn hinter den scheinbaren Missgeschicken steckt ein fatales System, stecken
Die sieben Säulen des Niedergangs,
auf denen letztlich der Zerfall der Zivilisation, wie wir sie kennen, lastet.

Diese traurige Erkenntnis liegt nicht so offensichtlich vor uns, wie es ihrer Bedeutung gemäß wäre. Sie versteckt sich stattdessen in den Antworten auf unzählige Fragen des Alltags, denen dieses Buch nachgeht. Beispielsweise:
Warum stimmt der Wetterbericht viel seltener als geglaubt und behauptet wird?
Warum werden die Manager immer teurer, aber gleichzeitig inkompetenter?
Warum werden seit mehr als hundert Jahren flächendeckend Häuser gebaut, in denen keiner wohnen möchte?
Warum steht keiner mehr auf, wenn ein Gebrechlicher den vollen Bus besteigt?
Warum sollen wachsende Aufgaben von immer weniger Arbeitenden und Führungskräften bewältigt werden?
Warum werden die Antworten auf immer kompliziertere Fragen immer einfacher?

Ich nähere mich brennenden Fragen und Thesen mittels einer Vielzahl alltäglicher Beispiele und vermittele dabei nach und nach ein Gefühl für die hinter allem wirkenden übergeordneten Strukturen. Ohne die üblichen Katastrophenszenarios von Atomkraft bis Klimakatastrophe zu bemühen erfahren Sie so, warum Ihnen in Ihrer Haut so zunehmend unwohl ist. Der Lektor des fertigen Manuskripts sagte im Anschluss: „Ich sehe die Welt jetzt mit anderen Augen.“ Genau dies ist der Zweck des Buches, das aber auch humorvoll und verständlich geschrieben unterhalten soll. Wenn die Welt schon untergeht, müssen wir ja nicht automatisch auf Spaß und Freude verzichten.

Worum geht es also? Es geht um die Unbeherrschbarkeit sich sprunghaft vergrößernden Wissens, für die die gegenwärtige Krise der Weltwirtschaft und der Weltanschauungen nur ein Beispiel ist. Es geht um den Verlust des Erfahrungswissens, um Globalisierung, um die Virtualisierung der Wirklichkeit und das Versagen bisher erfolgreicher Weltbilder. Und es geht um ausufernden Individualismus, um die Unfähigkeit mit zuviel Freiheit zu leben, um Dekadenz sowie um gefährliche Fehlinterpretationen von Humanismus, Aufklärung und Toleranz. All dies zusammen führt nämlich zu einer Umkehrung gesellschaftlicher Evolutionsprozesse und mündet in einem Kollaps der für das Überleben notwendigen Kooperation.

Die Beschreibung dieser Zusammenhänge wird nie zu abstrakt, orientiert sich immer an der Realität und bemüht sich um eine klare, sachbezogene Sprache. Graphische und inhaltliche „Spielelemente“ wie lustige Merksätze und vertiefende Textkästen lockern das Buch ebenso auf, wie respektlose Bemerkungen und Sprachspielereien. Die einzelnen Säulen - also die Großkapitel - können unabhängig voneinander gelesen werden, nehmen aber immer wieder aufeinander Bezug und weben so ganz nebenbei ein Bild komplexer Wirklichkeit. Entgegen gängiger linearer Denk- und Schreibweisen, wird hier bewusst eine „kybernetische“ Methode praktiziert, die über die Verflechtung vieler einfacher Faktoren intuitive Wahrnehmungen und Erkenntnisse auf einer übergeordneten Ebene ermöglicht.

Das Buch ist nicht links oder rechts, es ist auf einem radikalen Kurs der Mitte. Trotz eines offensichtlichen Fehlens von Alternativen zum Untergang hat es dabei dennoch eine positive Grundhaltung. Sie werden bemerken, dass Sie mit Ihrer Verunsicherung nicht alleine stehen und dass diese Verunsicherung berechtigt ist, obwohl die Mechanismen des Niedergangs Ihnen suggerieren, alles sei in bester Ordnung. Immer wieder werden Sie beim Lesen mit Vorschlägen konfrontiert, wie der negativen Entwicklung hinhaltender Widerstand geleistet und wie das menschliche Denken für die neuen Herausforderungen optimiert werden kann. Und weil der Glaube an absolute Wahrheiten als wesentliches Kriterium für den Niedergang beschrieben wird, provoziert das Buch auch die Hoffnung, ich könnte mich im Ausmaß der Katastrophe vertan haben und wir könnten gemeinsam doch noch die Kurve kriegen.

Die unzähligen Anzeichen des Zusammenbruchs werden in einem die Sinne schärfenden Fundament, vier eher konkreten und zwei eher philosophischen Kapiteln, zusammen eben den ‚Säulen des Niedergangs’, gebündelt. Die Säulen stehen für:

den fatalen Glauben an die alleswissende Wissenschaft
die schädliche Herrschaft des ganz großen Geldes und seiner ‚Reform’bestrebungen
die unaufhaltsame Deformation der kulturtragenden Apparate
den bedrohlichen Zerfall der Werte, die das Zusammenleben regulieren
sowie den irrigen Glauben an das Primat des Individuums und seines „freien Willens“
den Mangel an geistiger Klarheit durch unzureichende Strukturen des Denkens
das fehlende Engagement, sich den Fehlentwicklungen entgegenzustemmen.


In den letzten beiden Säulen werden auch die positiven Qualitäten gezeigt, die dem Niedergang entgegengesetzt werden können. Dies gipfelt in der Vorstellung der evolutionären Notwendigkeit, zu kollektivem Denken und Handeln zu kommen, das weit über die Fähigkeiten der Summe individueller Bemühungen hinausgeht. Nur mit einem solchen Zusammenschluss - so die dann doch noch positive Botschaft - könnten vielleicht die Herausforderungen des neuen Komplexen Zeitalters gemeistert werden.

Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Dr. Konrad Kustos, beziehungsweise derjenige, für den dieses Pseudonym steht, lebt in Berlin, wo er 1954 auch geboren wurde. Als Kind kleinbürgerlicher Eltern, aber aufgewachsen im Arbeiterbezirk Neukölln wurde ihm das Vermitteln unterschiedlicher Weltsichten sozusagen in die Wiege gelegt. Die Sozialisation in den 70er Jahren und das Leben in einer durch Ideologien geteilten Stadt mag seinen Freiheitsdrang und die Konfliktfreudigkeit gegenüber Autoritäten und eingefahrenen Denkweisen befördert haben. Dr.Konrad KustosIn seiner Jugend widmete er sich der Astronomie und der utopischen Literatur auf der Suche nach den großen kosmischen Wahrheiten, nur um daraus zu lernen, dass die Wahrheiten nicht im großen Ganzen, sondern in der Summe kleinster Erkenntnisse hier vor Ort zu finden sind. Kustos studierte Germanistik, Geografie und Publizistik an der Freien Universität und promovierte über das Spannungsfeld zwischen Unterhaltungsliteratur und Literaturliteratur. Persönliche Schicksalsschläge lehrten ihn gleichzeitig die Demut vor der Gewalt der natürlichen und gesellschaftlichen Prozesse, die das menschliche Leben bestimmen. Viele Jahre arbeitete er als Journalist in leitenden Positionen bei großen Berliner Tageszeitungen. Der Schwerpunkt seiner publizistischen Arbeit lag bei der Architektur und dem Aufbau der neuen Hauptstadt nach der Wende von 1989. Als roter Faden durch seine Arbeit zieht sich die Verteidigung des Normalbürgers gegen elitäre Denkweisen sowie der Versuch, Ideologien zu enttarnen. Da der Niedergang auch vor der Medienlandschaft nicht haltmachte und Kustos dort immer mehr zum Spielball kontraproduktiver Interessen zu werden drohte, zog er sich aus dem Berufsleben zurück und begann dieses Buch zu schreiben. Trotz der darin beschriebenen fatalen Entwicklungen ist er bis heute ein bedingungsloser Optimist geblieben, der die Analyse des „Chaos mit System“ auch als Signal zur vielleicht noch möglichen Umkehr versteht. Gleichzeitig sieht er sich heute als unabhängiger Beobachter und Freigeist, der die Freuden dieser Zivilisation genießt, solange das noch möglich ist.

Produktinformation

  • Herausgeber ‏ : ‎ COPO; 1. Edition (16. Juni 2011)
  • Sprache ‏ : ‎ Deutsch
  • Gebundene Ausgabe ‏ : ‎ 464 Seiten
  • ISBN-10 ‏ : ‎ 3000346449
  • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3000346446
  • Kundenrezensionen:
    3,7 3,7 von 5 Sternen 3 Sternebewertungen

Informationen zum Autor

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Konrad Kustos
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Kundenrezensionen

3,7 von 5 Sternen
3,7 von 5
3 weltweite Bewertungen

Spitzenrezensionen aus Deutschland

Rezension aus Deutschland vom 20. April 2015
Der Autor Konrad Kustos hat keine Cyberwaffen im Computer, sondern er wirbt für kybernetisches, also vernetztes Denken. Fast alle Sachverhalte werden in den herrschenden Medien und auch in unserem Denken stark vereinfacht und auf die Maße einer Flunder flachgebügelt. Vernetzungen mit anderen Problemen nehmen wir nur unzureichend wahr. Nebenwirkungen des Handelns überraschen uns deshalb immer wieder. Kustos zeigt an vielen Beispielen, daß in einer komplex gewordenen Welt - oder war sie schon immer unübersichtlich? - der menschliche Geist nicht immer den Weitblick hat, um die verwirrende Wirklichkeit zu erkennen. Er konstatiert eine mittlere Informationskatastrophe, in der der Geist billig und die Botschaft flach ist. Dagegen hilft kybernetisches, also vernetztes Denken. Es arbeitet unter Rückgriff auf unterbewußte Fähigkeiten intuitiv und kann komplexe Zusammenhänge mit für praktische Zwecke ausreichender Genauigkiet abbilden.
Besonders amüsant das Kapitel über die Architektur. Die klassische Moderne sei wie ein Singvogel, der sich auf einen Dauerton beschränkt. Der wahre Künstler sei in der Lage den Stadtbewohner künstlerisch zu erreichen: über eine Orientierung an der kybernetisch gewachsenen Tradition. Und nicht über das Dogma des allgegenwärtigen rechten Winkels.
10 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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Rezension aus Deutschland vom 28. November 2015
Weltuntergangspropheten haben ja eigentlich immer Konjunktur. Besonders konservativ-verschwörungstheoretische Denker (man verzeihe mit diesen putzigen Widerspruch in sich) verorten die Kultur bevorzugt ganz unten, beinahe am Boden, kurz vor dem Aufschlag - im schönsten Niedergang eben. Das ist nichts Neues, und der Rede eigentlich nicht wert. Dass der Niedergang aber neuerdings auf Säulen daherkommt, ist mindestens sprachlich originell - so, als würde man von den "Sieben Gruben der Himmelfahrt" sprechen oder den "Sieben Stützpfeilern des Zusammenbruchs".
Witzig auch, dass hier von einem "Chaos mit System" die Rede ist. Chaos, habe ich im Duden nachgeschlagen, bedeutet "völliges Durcheinander", "System" dagegen Ordnungsprinzip. Wir hätten es demnach mit einem streng geordneten völligen Durcheinander zu tun.
Mit der Sprache hat es der Autor schon mal nicht.
Und was den Inhalt angeht ... nun ja; da heißt es in der Vorrede:
"Warum stimmt der Wetterbericht viel seltener als geglaubt und behauptet wird? Warum werden die Manager immer teurer, aber gleichzeitig inkompetenter?" Diese Fragen bewegen uns natürlich alle. Kicher. Der Niedergang des Wetterberichts ist mir tatsächlich entgangen. Stimm aber: Früher wurde doch über Wochen die exakte Tröpfchenanzahl des Regens in Husum vorhergesagt - wer mag das heute sabotieren? Ich vermute: der Niedergang!
Ich selbst halte mir (anders als der Autor, wie ich vermute) keinen Manager; Manager kosten mich also gar nichts - konkurrenzlos günstig.Daher nur aus Neugier: Wo auf der Inkompetenzskala stehen denn "die Manager"? Alle Manager? Weltweit? Auch die Turkmenischen? Oder nur die deutschen? Oder die in Deutschland? Und warum wären genau die von Inkompetenzerhöhungsgrippe befallen?
Ich verleihe dem Buch ein Sternchen, weil ja bald Weihnachten ist. Möge dieses Sternchen dem Dichter leuchten und ihm Glück und Wohlstand bringen.
6 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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Rezension aus Deutschland vom 27. September 2016
Das ist es, was ein Troll ist: Alle Bücher, und das sind viele, werden von „SF-Kritik“ niedergemacht, außer die von einigen Kumpels. Am Niedermachen der anderen wird das eigene Selbstbewusstsein aufpoliert. Warum hat Amazon keinen Algorithmus wie andere Portale, der systematische Abwerter enttarnt und ausschließt? Hier, im Falle Konrad Kustos, funktioniert das jedenfalls so: Schon der Titel des Buches „Chaos mit System“ wird als sprachliche Fehlleistung benannt, ohne zu bemerken, dass es sich um ein bewusstes Oxymoron handelt. Ausgerechnet bei Kustos, einem der sprachmächtigsten Autoren, die mir in der letzten Zeit untergekommen sind. Auch der Rest der „SF-Kritik“ (wieso eigentlich SF? In der Liste der Verrisse findet sich kaum ein SF-Buch) an Kustos geht an dessen Buch völlig vorbei. Beispielsweise ist dort ein wesentlicher Punkt die Kritik an Verschwörungstheorien und deren Methoden, was bei SF-Kritik dazu führt, „Chaos mit System“ als Verschwörungstheorie zu „entlarven“. Entlarvend hingegen die völlige Vermeidung von inhaltlicher, argumentativer Kritik beim Rezensenten, stattdessen schon im Stil Selbstbepinselung um ihrer selbst willen. Das hat das geniale Buch von Kustos nicht verdient und bestätigt letztlich in einem speziellen Fall seine Thesen vom allgemeinen Niedergang.
13 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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