Hier klicken May Hier klicken Jetzt informieren Book Spring Store 2017 Cloud Drive Photos Learn More TDZ Hier klicken Mehr dazu Mehr dazu Shop Kindle AmazonMusicUnlimited longss17

Kundenrezensionen

4,8 von 5 Sternen
4
4,8 von 5 Sternen
5 Sterne
3
4 Sterne
1
3 Sterne
0
2 Sterne
0
1 Stern
0
Format: Taschenbuch|Ändern
Preis:26,49 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime

Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel

Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 21. Juni 2011
Die Großmeister-Serie des Quality Chess Verlags ist bekannt dafür, dass hier Großmeister-Autoren eine saubere Arbeit abliefern, indem sie den gegenwärtigen Stand der theoretischen Entwicklung abbilden. Teils werden Abspiele mit eigenen Neuerungen bereichert, so dass der Leser das Gefühl hat, einen Zug voraus zu sein. Das alles betraf vor allem die beiden Mammut-Werke von Boris Avruch (1.d4).

Wie ist verglichen dazu 'The Caro-Kann' von Lars Schandorff einzuordnen und zu bewerten?

Nun, Schandorff geht keine Kompromisse ein. Was er an Antworten auf die verschiedenen Abspiele anbietet sind bisweilen ausgereifte Pfade. Die tritt er entsprechend tief und breit aus und der Leser erhält dadurch ein modernes, verlässliches Repertoire. Immer wieder, insbesondere wenn Neuerungen angeboten werden, wird deutlich, dass Schandorff nebenher leistungsstarke Schachprogramme laufen ließ. (Schade: oft bleibt es bei den Neuerungen bei der Nennung eines Zuges.)

Dennoch hat der Meister an verschiedenen Stellen nicht gewissenhaft gearbeitet. Ich glaube nicht, dass ich als Schachamateur ein besseres Stellungsverständnis habe als ein GM, deshalb muss ich davon ausgehen, dass Schandorff wissentlich diese methodischen und analytischen Unsauberkeiten eingebaut hat.

Dazu zwei Beispiele:

Beispiel 1:
Auf Seite 121ff. zitiert der Autor die alte Partie Gelfand - Karpov, Sanghi Nagar 1995 aus dem Vor-Computer-Zeitalter.

1.e4 c6 2.d4 d5 3.e5 Lf5 4.Sf3 e6 5.Le2 c5 6.Le3 cxd4 7.Sxd4 Se7 8.0'0 Sbc6 9.Lb5 a6 10.Lxc6+ bxc6 11.c4 Dd7 12.Sc3 dxc4 13.Sa4 Sd5 14.Sxf5 exf5

Hierzu schreibt er 'Thank God, it's not as bad as it looks'.
Das stimmt wohl, wenn man der Partie bis zum Schluss folgen würde. Ein kritischer Weißspieler würde aber der Fernpartie Skorna - Motyka in der Fussnote zum 15. Zug folgen, wo der Schwarzspieler eine Stellung mit Strukturschwäche und passiven Türmen verteidigen muss. Diese geht zwar remis aus, aber ohne Computer-Einsatz in einer praktischen Partie ist diese Stellung perspektivlos und schwer zu spielen.

Beispiel 2:
Auf Seite 18 geht es um Abweichungen von der klassischen Hauptvariante.

1.e4 c6 2.d4 d5 3.Sc3 dxe4 4.Sxe4 Lf5 5.Sg3 Lg6 6.S1e2 e6 7.Sf4 Ld6 8.c3 Sf6, 9. h4

Der Zug 8.c3 wird brandaktuell in der Großmeisterpraxis diskutiert. Schandorffs Antwort
9... Lxf4 10.Lxf4 h6 gilt als vorteilhaft für Weiß nach 11. Db3. So weit kommt der Autor aber nicht, weil er diese hochmoderne Variante bereits nach 10 Zügen abbricht. Das ist indiskutabel, vor allem, wenn man bedenkt, dass Emms, Houska, Palliser diese Variante in ihrem Buch 'Dangerous weapons - The Caro-Kann', nahezu zeitgleich erschienen, ausgiebig als weiße Waffe ausgewiesen haben.

Was bleibt zu diesem Buch zu sagen, das zwar vom Ansatz her vielversprechend ist, aber einige handwerkliche Fehler beinhaltet?

Verglichem mit dem, was der Markt an Büchern hergibt, wird Schandorff sicherlich zu einem Referenzbuch für Caro-Kann-Spieler. Dennoch glaube ich, hätte der Autor sauberer arbeiten müssen. Daher einen Punkt Abzug!
0Kommentar| 18 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 6. Januar 2012
Ein Mangel an Caro-Kann Büchern scheint zurzeit ja wohl nicht zu bestehen. Insb. beeindruckte mich zuletzt die Ausführlichkeit der Panow-Angriff-Monographie von Karpov/ Podgaets. Nach Houska legt nun der dänische GM Schandorff eine Repertoirebuch vor, und ich finde, es ist ihm hervorragend gelungen.
Zunächst überzeugt die Aktualität und die Gründlichkeit der Recherche; so findet man alle wichtigen Bücher, und zwar nicht nur im Literaturverzeichnis, sondern sie werden auch wirklich eingearbeitet. Zum zweiten ist das Buch m. E. sehr tief in der Analyse und beschäftigt sich sehr ausführlich mit den gewählten Abspielen.
Dies gilt insbesondere für das Endspiel in der 'Sc6-Variante im Panow-Angriff, dem der Autor ein ganzes Kapitel widmet. Er schließt sich dem allg. Urteil an, dass Schwarz nicht schlechter steht. Es überwiegen Analysen mit kurzer weißer Rochade. Interessant m. E. die Ideen mit Schwarz, den Ba7 zu opfern, um mit beiden Türmen die zweite Reihe zu erobern, und man hat gute Kompensation.
Auch ausführlich das stark diskutierte scharfe Abspiel der Vorstoßvariante 3.e5 Lf5 4.Sc3 e6 5.g4, in der leider die (m. E. nicht minderwertigere) Nebenvariante 6.-f6 nicht mitbehandelt wird.
Ein weiterer Schwerpunkt ist das 4.-Lf5-Abspiel auf 3.Sd2/Sc3.
Jedoch auch in den Nebenvarianten wird ein hoher Ausführlichkeitsgrad erreicht (höher als bei Houska), z. B. in der Variante 3.f3, wo ich mir statt des scharfen 3.-de4: nebst Lg4 doch ein paar unspektakulär-solide Alternativen gewünscht hätte.
Insgesamt ein ausführliches und gründliches Werk mit hohem Gebrauchswert für diejenigen, die sich für die ausgewählten Varianten begeistern können. Auch die Kombination Theorie- und Partieteil überzeugt, wie auch Schreibstil und Layout.
0Kommentar| 4 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 28. April 2011
Seit der Verbesserung der Computer gilt die Regel: Je neuer ein Schachbuch ist, desto besser die Analysen. Zumal wenn es von einem Großmeister geschrieben ist.

"Caro-Kann" von Lars Schandorff aus der Reihe "Grandmaster Repertoire" halte ich für ein exzellentes Buch. Die Repertoire-Bücher haben natürlich den Vorteil, dass sie tiefer in die Analyse gehen, da sie nur ausgesuchte Varianten (in diesem Fall aus schwarzer Sicht) behandeln. Nachteilig könnte sein, dass zahlreiche Varianten überhaupt nicht angesprochen werden, nach dem Motto: Was soll ich über Sachen reden, die ich gar nicht spiele? Wer also wissen will, was außer dem, was Schandorff spielt, noch möglich ist, muss auf andere Quellen zurückgreifen, etwa die zwei Bücher von Karpov/Podgaets ("Closed System" und "Panov Attack").

Wie sieht das Repertoire von Schandorff aus?

- auf 3.Sc3 empfiehlt er die Hauptvariante mit 3.- de 4.Sxe4 Lf5
- auf 3.ed cd 4.c4 (Panov) empfiehlt er die Hauptvariante mit Sf6, Sc6 und Lg4, woraus das sog. "Caro-Kann-Endspiel" resultiert; das Kraut mit Db3 und Dxb7 (ihr wisst Bescheid)
- bei 3.e5 gibt Weiß die Pace vor, so dass man sich danach richten muss; natürlicherweise gibt Schandorff 3.- Lf5

Das sind so die Schwerpunkte des Buches. Wer diese Varianten spielt, braucht das Buch. Wer natürlich Sachen wie g6 gegen Panov spielen will (was z.B. Seirawan gut spielte), wird bei Schandorff nichts finden. Das ist der angesprochene Nachteil der Repertoire-Bücher.

Das Buch ist mit 240 Seiten übersichtlich gehalten. Schandorff spricht alles an, was es an weißen Antworten auf sein Repertoire gibt, verzettelt sich aber nicht in Variantenbäumen. Das macht ihn - neben der Güte der Analyse - zu einem guten Autor. Manchmal streut er auch einen Witz ein. Besonders beeeindruckt hat mich die Analyse zum "Caro-Kann-Endspiel". Er analysiert das bis zum Turmendspiel. Das ist dann wirklich State of the Art. Daraus resultiert eine klare Kaufempfehlung meinerseits.
22 Kommentare| 11 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 16. September 2013
Eines der besten Bücher, da man einfach und schnell die Eröffnung lernen kann!
Mit den entsprechenden Übungsaufgaben wird das erlernte direkt geprüft.PRIMA!
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden