Facebook Twitter Pinterest
Gebraucht kaufen
EUR 0,47
+ EUR 3,00 Versandkosten
Gebraucht: Sehr gut | Details
Verkauft von MEDIMOPS
Zustand: Gebraucht: Sehr gut
Kommentar: Von Europas Nr.1 für gebrauchte Bücher und Medien. Gelesene Ausgabe in hervorragendem Zustand.
Möchten Sie verkaufen?
Zur Rückseite klappen Zur Vorderseite klappen
Hörprobe Wird gespielt... Angehalten   Sie hören eine Hörprobe des Audible Hörbuch-Downloads.
Mehr erfahren
Dieses Bild anzeigen

Café Berlin Taschenbuch – 6. Januar 2006

4.4 von 5 Sternen 14 Kundenrezensionen

Alle Formate und Ausgaben anzeigen Andere Formate und Ausgaben ausblenden
Preis
Neu ab Gebraucht ab
Gebundene Ausgabe
"Bitte wiederholen"
EUR 0,35
Taschenbuch
"Bitte wiederholen"
EUR 0,01
Taschenbuch, 6. Januar 2006
EUR 0,47
7 gebraucht ab EUR 0,47

Die Spiegel-Bestseller
Entdecken Sie die Bestseller des SPIEGEL-Magazins aus unterschiedlichen Bereichen. Wöchentlich aktualisiert. Hier klicken
click to open popover

Hinweise und Aktionen

Es wird kein Kindle Gerät benötigt. Laden Sie eine der kostenlosen Kindle Apps herunter und beginnen Sie, Kindle-Bücher auf Ihrem Smartphone, Tablet und Computer zu lesen.

  • Apple
  • Android
  • Windows Phone

Geben Sie Ihre Mobiltelefonnummer ein, um die kostenfreie App zu beziehen.

Jeder kann Kindle Bücher lesen — selbst ohne ein Kindle-Gerät — mit der KOSTENFREIEN Kindle App für Smartphones, Tablets und Computer.



Produktinformation

Produktbeschreibungen

Amazon.de

Seit dem 16. Dezember 1941 versteckt sich Daniel Saporta auf dem Dachboden eines großen Berliner Mietshauses. Die Nazis verfolgen ihn, weil er Jude ist und er verbringt sein Leben mit dem Warten auf seinen ergebenen Freund Lohmann, der ihn mit Neuigkeiten aus der Außenwelt versorgt und natürlich mit Essensvorräten, soweit er diese auf dem Schwarzmarkt auftreiben kann. Ab und zu einmal eine Zeitung, mehr Abwechslung gibt es nicht. So fängt Daniel an, ein Tagebuch zu schreiben und erzählt zwei Geschichten: Zum einen, wie alles begann, zum anderen beschäftigt er sich mit den Nöten und Sorgen seines selbstgewählten Gefängnisses.

Daniel Saporta stammt aus Damaskus und gehört zu den sephardischen Juden. Sein Vater führt in der Levante ein großes Gewürzhandelshaus und hat in Berlin Geschäftsfreunde. Diese laden den jungen Daniel mit seinen 17 Jahren zu einem Besuch ein. Daniel, ein gewandter junger Mann, der fließend arabisch, französisch, hebräisch, italienisch und natürlich deutsch spricht, arbeitet als Experte im Gewürzhandel der Gechäftsfreunde mit.

Er beschreibt in seinem Tagebuch die Zeit der Weimarer Republik sehr treffend, Berlin im Jahre 1928, als die ganze Stadt brodelt, die nationalsozialistischen Strömungen allerdings schon deutlich bemerkbar sind. Als Eigentümer eines orientalischen Nachtclubs macht sich Daniel Saporta 1929 selbstständig. Während in den 30er Jahren offiziell schon Juden verfolgt werden, ändert Daniel seine Identität, gibt sich als franco-treuer Spanier aus und bewirtet in seinem Etablissement weiterhin hohe Nazi-Funktionäre, die sich ganz besonders von seinen orientalischen Tänzerinnen angezogen fühlen.

Durch einen zufälligen Kontakt im Orient-Exress lernt Daniel den Leiter des Pergamon Museums, Dr. Steinbuch, kennen, von welchem er unfreiwillig in Widerstands-Aktionen hineingezogen wird. So fährt Daniel Saporta im Auftrag von Dr. Steinbuch nach Sarajevo, wo er offiziell neue Tänzer für seinen Nachtclub engagieren will. In Wirklichkeit aber hat er die Aufgabe, in die Kreise der Waffen-SS und der Ustascha einzudringen, um geheime Informationen zu beschaffen. Nur unter großer Gefahr für sein Leben gelingt es ihm wieder nach Berlin zu gelangen. Doch kaum zurück wird er denunziert und muss in sein Versteck auf dem Dachboden fliehen.

Café Berlin ist der erste Roman des Autors Harold Nebenzal. Auch wenn die historischen Fakten aus der Zeit der Weimarer Republik und des Dritten Reiches hinlänglich bekannt sind, hat der Autor die Gabe, durch sein ganz genaues Hinsehen auch kleinste Details zu beobachten und ins Bewusstsein zu rufen, wie es der Leser auf diese Art und Weise noch nicht erfahren hat.

Zugleich erzählt Harold Nebenzal mit einer geradezu überschäumenden Lust von der levantinischen Kultur und dem Leben der sephardischen Juden im Orient. Es gelingt ihm damit ungewöhnlich plastisch Zeitgeschichte vor den Augen des Lesers lebendig werden zu lassen. Spannend recherchiert ist die NS-Politik auf dem Balkan und ihr Verhältnis zu den Arabern und dem Irak. Ganz nebenbei vermitteln diese historisch verbürgten Schilderungen für den derzeitigen Jugoslawien-Konflikt gute Hintergrundinformationen.

Harold Nebenzals erster Roman hat all das, was einen brillanten Roman ausmacht: Einen spannenden Plot, interessante Charaktere und exzellent verarbeitete Geschichtskenntnisse. --Manuela Haselberger -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Pressestimmen

»Tatsächlich findet sich in Harold Nebenzals Café Berlin keine langweilige Seite.« Süddeutsche Zeitung

Alle Produktbeschreibungen

Welche anderen Artikel kaufen Kunden, nachdem sie diesen Artikel angesehen haben?

Kundenrezensionen

Top-Kundenrezensionen

Format: Taschenbuch
1930: "Alles war im Smoking oder Abendkleid: die große Gesellschaft wie der Pöbel, Ehefrauen, Mätressen, Huren, Transvestiten, Spieler, Zuhälter und der Polizeipräsident persönlich".
1943: Daniel Saporta versteckt sich vor den Nazis und schreibt seine Erinnerungen - als achtzehnjähriger Sproß einer jüdischen Händlerdynastie wird er aus Damaskus nach Berlin geschickt, muß einen Kulturschock verdauen und sattelt mit nonchalanter Anpassungsfähigkeit vom Gewürzhändler zum Nachtclubimpresario um. Statt nach der Machtergreifung der NSDAP in den Orient zu flüchten, verwandelt er sich in den Spanier Salazar, einen scheinbar glühenden Faschisten, dessen Halbweltclub bei den Herrschenden höchst beliebt ist. Daniel spielt ein gefährliches Spiel, er spioniert für die Gegner Deutschlands und riskiert seine große Liebe und sein Leben...

Harold Nebenzal erzählt atmosphäresatt aus einer Zeit, die zwischen existentieller Not und hemmungsloser Lebensgier schwankt. Die Erzählung jongliert mit Kontrasten und Ambivalenzen: Daniels Weg vom alten, blumigen (aber auch grausamen) Orient ins scheinbar zivilisierte Deutschland; stramme Nazis, die sich für Monstrositätenkabinetts und orientalische Huren begeistern; Daniels Tanz auf dem Vulkan zwischen Egotrip, Selbsterhaltung und moralischem Anspruch, sein nagendes Gewissen wegen derer, die um seines Erfolges und Überlebens willen auf der Strecke geblieben sind.

Das Buch liest sich spannend und facettenreich; Handlung und Charaktere sind sehr differenziert - insbesondere bedient der Autor nicht etwa das Klischee "Amerikaner schreibt über Nazideutschland"!
Lesen Sie weiter... ›
1 Kommentar 15 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein Feedback senden...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte erneut versuchen
Missbrauch melden
Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
Zum Inhalt des Buches:

Die Handlung beginnt in Berlin Ende der dreißiger Jahre und es dreht sich zuerst alles um das Nachtleben in Berlin mit seinen Bars, Clubs und Cabarets. Einer der beliebtesten Clubs, auch für hochrangige Nazis, ist der orientalische Kaukasusclub. Der Betreiber des Clubs ist der Jude Daniel Saporta, allerdings gibt sich dieser als Spanier aus. Er bietet seinen Gästen neben erstklassigen Speisen und Getränken, vor allem exotische Bauchtänzerinnen die er zumeist aus dem arabischen Raum nach Berlin holt, aber auch schwarze amerikanische Saxophonisten und sogar einen Chor aus Havanna.
Nachdem er die Tänzerin Samira für Spionagezwecke auf gewisse Nazigrößen ansetzt, die in seinem Club verkehren und seine Fassade schließlich auffliegt, muss der Jude Saporta untertauchen und versteckt sich mit Hilfe eines seiner treusten Angestellten in einer engen ungeheizten Dachkammer. Dort schreibt er seine Erinnerungen an diese glanzvollen Berliner Nächte nieder.

Mein Fazit:

Ein durchaus interessanter Roman, der mich von der Aufmachung ein bisschen an die Tagebücher der Anne Frank erinnert. Eigentlich ist es ja auch gar kein richtiger Roman, sondern ehr eine Art Tatsachenbericht in Tagebuchform. Trotzdem ganz interessant geschrieben, auch wenn der Autor aus meiner Sicht ein bisschen viel zwischen den verschiedenen Zeiträumen und Erlebnissen hin und her springt.
Das Nachtleben im damaligen Berlin der 30iger und 40iger Jahre beschreibt der Autor sehr gut und auch die Ereignisse rund um den Großmufti von Jerusalem, Hadsch Mohammed Amin El-Husseini, worüber ich bisher nur in dem Roman „Der rote Reiter“ von Udo Röbel gelesen hatte, fand ich unheimlich interessant.
Lesen Sie weiter... ›
Kommentar Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein Feedback senden...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte erneut versuchen
Missbrauch melden
Format: Gebundene Ausgabe
So verrückt es klingt, so möglich klingt die verrückte Romanhandlung auch. Ein gutaussehender gewitzter 17jähriger sephardischer Jude kommt 1929 aus Damaskus ins Berlin am Vorabend der Weltwirtschaftskrise und macht dort Furore mit einer dollen Neuigkeit, wie man sie noch nicht einmal im Berlin der zwanziger Jahre gekannt hat: einem edlen Etablissement ganz im Stil des Vorderen Orients, an dem kein Pascha etwas auszusetzen gehabt hätte, mit allem Drum und dran, echten orientalischen Bauchtänzerinnen und obendrein Portiers, deren Karriere einstmals am russischen Zarenpalast begonnen hatte. Ein letztes Mal geben sich im "Klub Kaukasus" die letzten Reste der Roaring Twenties die Ehre; hier trifft sich, was auf sich hält -- im Gästebuch finden sich u.a. die Namen von Emil Jannings, Gottfried von Cramm, Max Schmeling, Jan Kiepura und Joseph Goebbels in seltener Eintracht... Das klingt vielversprechend nach Schelmenroman, und das Versprechen wird eingelöst. Aber zurück zum Roman:

1933 kommen die Nazis, und alles wird anders. So absurd es auch klingt, aber dass auch der Kaukasus Klub peu à peu zum Edelbordell für NS-Größen verkommt, das setzt Daniel Sapora mehr zu als alle Politik. Dass man in Deutschland die Geschichte der Juden nicht so richtig kennt, nichts von den Sepharden weiß, dass er unter seinem neuen Namen Daniel Salazar locker als Spanier durchgeht, dank leidlichen Spanisch-Kenntnissen und Franco-Porträt im Büro, das lässt ihn in bester Marranen-Tradition lange in seiner eigenen Wirklichkeit leben. Und dann ist da sein engster Mitarbeiter und Freund, der unerschütterliche Lohmann. Mit allen Wassern gewaschen, bewegt Lohmann sich im Kiez wie der Fisch im Wasser.
Lesen Sie weiter... ›
Kommentar 4 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein Feedback senden...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte erneut versuchen
Missbrauch melden

Die neuesten Kundenrezensionen


Ähnliche Artikel finden