Der CASO VC10 lag preislich im Rahmen, die Rezensionen sind gut, also habe ich zugeschlagen.
Dieses Gerät wirkt schon optisch und haptisch ganz anders, als das Discountergerät. Es ist eine andere Liga. Die Bedienung ist leicht. Man legt die Folie oder Tüte ein, drückt den Deckel runter, bis er einrastet und dann hat man drei Knöpfe. "Schweißen", "Vakuum und Schweißen" und "STOP".
Das Vakuum ist recht kräftig. Bei manchen Lebensmitteln sollte man die Stop-Taste nutzen, bevor es zu Matsche vakuumiert wird, wie z.B. Himbeeren, aber bei den meisten Dingen passt es. Das Ergebnis ist nicht schlechter, als in der Metzgerei oder an der Fischtheke.
Neben einigen Beuteln, wird noch eine Ersatzdichtung mitgeliefert. Darüber hinaus haben ich mir Folienrollen von Culivac bestellt, mit denen das Gerät super arbeitet und die recht gunstig sind.
Sous vide ist nun gar kein Problem mehr und bei gefrorenen Dingen habe ich auch keine Anlagerungen dieser blöden Eiskristalle mehr, die Fleisch und Gemüse so häßlich machen. Auch bei manchen Dingen im Kühlschrank lohnt es sich zu Vakuumieren. Ich kaufe z.B. gerne Suppengrün auf Vorrat und wenn ich schon mal am schnippeln bin... Vakuumiert hält es locker 2 Wochen durch und mit der nächsten Suppe muss man es nicht so eilig haben. Fleisch ist besonders dankbar. So kann man auch mal ein paar Kilo Rinderhüfte zerlegen, einen Vorrat einschweißen und in die Truhe packen ohne Angst zu haben, dass es nach dem Auftauen unappetitlich aussieht. Am Video hat mir Amazon die letzten Sekunden abgeschnitten. Es fehlt der Satz "Ganz interessant ist, dass Dinge, wie Sellerie oder Äpfel, die sehr schnell braun werden, im Vakuumbeutel ihre Farbe behalten."
Natürlich ist nicht alles Sonnenschein. Wie bei jedem Stück Technik kann einmal etwas schief gehen und das Ergebnis ist nicht so, wie man es sich wünscht. Dass die Schweißnaht in den Rand der Tüte gehen soll ist klar. Darünber hinaus ist es extrem wichtig, dass die Folie dort, wo geschweißt wird, sehr sauber ist. Einer meiner Favoriten ist mariniertes Gemüse (sous vide), das relativ viel Feuchtigkeit enthält, in der sich viele gehackte Kräuter, Pfeffer und ähnliches befinden. Beim Einfüllen kleckert man und beim Vakuumieren wird gerne Feuchtigkeit hochgezogen. Da ist es ganz schnell passiert, dass sich ein Partikel genau in die Schweißnaht setzt. Es tritt zwar keine Feuchtigkeit aus, aber nach kurzer Zeit, zieht die Tüte wieder Luft. Man muss schon sehr genau hinsehen, um den Punkt zu finden, aber er ist immer da, wenn das passiert. Die Lösung ist recht einfach. Ich habe mir angewöhnt bei allem, was feucht ist, eine zweite Schweißnaht direkt oberhalb der ersten zu setzen. Damit ist das Problem gelöst.
Da frage ich mich ernsthaft, wie ich bisher ohne einen Vakuumierer existieren konnte?
Das Gerät hat viele gute, aber auch einige schlechte Bewertungen. Etwa ein Viertel davon bezieht sich auf glasklare, technische Mängel, die offenbar bei einigen, alten Geräten aufgetreten sind. Der Rest ist auf Bedienungsfehler zurückzuführen. Manch einer legt die Folie auf den Ansaugstutzen und wundert sich, warum nichts passiert. Andere versuchen mit diesem Stutzen die Folie irgendwie anzustechen. Wieder andere versuchen Flüssigkeiten zu vakuumieren und wundern sich darüber, dass die Brühe in der Pumpe landet. Besonders viele versuchen normale Gefrierbeutel oder sogar Chipstüten zu verschweißen. Ganz wichtig ist also die Bedienungsanleitung zu lesen. Nicht weniger wichtig ist es, geeignete Beutel zu nutzen und auch nur geeignete Lebensmittel zu vakuumieren.
Eine Bitte noch:
Eine Bewertung der Rezension hilft mir, die Qualität meiner Beurteilungen zu verbessern und anderen Lesern beim Auffinden relevanter Informationen und damit auch bei ihrer Kaufentscheidung. Falls Sie aber meine Meinung nicht teilen können, freue ich mich dennoch über Kommentare dazu.















