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am 24. Juni 2017
"Byzantium" stellt eher das Drama als den Horror in den Vordergrund, es geht darin relativ unblutig zu. Im Grunde geht es um einen Mutter-Tochter-Konflikt, jedoch der etwas anderen Art, da beide Protagonistinnen mehr als 200 Jahre alt sind.
Die Mutter beschützt ihre Tochter (ohne, dass diese von der Bedrohung weiß) vor den Vampiren der Bruderschaft, die es auf ihr beider Leben abgesehen haben, da Vampire ihrer Auffassung nach nur männlich sein sollen. Dies bedingt eine andauernde Flucht und somit ein ständiges Weiterziehen der beiden Frauen, dessen die Tochter im Laufe der Jahrzehnte/Jahrhunderte überdrüssig geworden ist.
Ohne zwei starke Darstellerinnen könnte dieses Konstrukt nicht funktionieren, aber Regisseur Neil Jordan wurde in Gemma Arterton und Saoirse Ronan fündig, beide spielen ihre so gegensätzlichen Rollen erstklassig.

In diesem Vampirfilm fand ich ein Detail recht interessant, das ich vorher in keinem anderen Film dieser Art gesehen hatte: Die Vampire hier, die auch als "soucriant" bezeichnet werden (Wikipedia schreibt hierzu: "The soucouyant or soucriant in Dominica, Trinidadian and Guadeloupean folklore ... is a kind of witch vampire."), haben keine Fangzähne, die sie in ihre Opfer schlagen können, um es auszusaugen, sondern einen sehr spitzen, dornartigen Daumennagel, der sich bei Bedarf aus dem sonst normal großen Daumennagel herausbildet. Diese Nagelspitze wird dann tief in eine Ader des Opfers gebohrt und das herauslaufende Blut getrunken. Tageslicht macht ihnen übrigens nichts aus, und sie dürfen - wie in "True Blood" - ein Haus erst betreten, wenn sie eingeladen wurden.

Mir hat der Film gut gefallen - Freunde der eher "blutigen Gangart" in einem Vampirfilm dürfte er aber weniger ansprechen.
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am 31. März 2017
"Byzantium" wiederlegt das gängige Vorurteil, dass Vampirfilme keinen Tiefgang haben. Weder Kitsch, noch hoch sequenzielle Action, sondern melancholischer Tiefgang wird hier geboten.

Clara (Gemma Arterton, die Hexenjägerin aus "Hänsel und Gretel")) schlägt sich als Prostituierte durch, um sich und ihrer sensiblen Tochter Eleanor (Saoirse Ronan) einen Unterhalt zu ermöglichen. Doch die beiden werden von einer mysteriösen Bruderschaft verfolgt. Sie fliehen vom Plattenbau der Großstadt in den beschaulichen Küstenort Hastings mit seinen Meerespromenaden und Seevögeln.

Dort angekommen reißt sich Clara den alleinstehenden Erben des Hotels Byzantium unter den Nagel und wandelt das altvaterische Gästehaus in ein Bordell um, während sich Eleanor in einen Leukämie-kranken Jungen verliebt.

Soweit deutet noch nichts auf eine Vampirgeschichte hin. Erst in Rückblenden kommt zum Vorschein, wie Clara zur Untoten wurde, was es mit einem kargen Felseneiland bzw. der bereits erwähnten Bruderschaft auf sich hat.

Die beiden Hauptdarstellerinnen füllen ihre Rollen überzeugend aus, und die Regie zeigt deutlich die Handschrift von Altmeister Neil Jordan.
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am 12. Dezember 2017
Handlung:

Die beiden Vampire Eleanor und ihre Mutter Clara werden seit über 200 Jahren gejagt und sind daher regelmäßig auf der Flucht.
Während Clara nach vorne schauen will, hat es Eleanor satt dauernd zu fliehen und will endlich sesshaft werden und ein normales Leben führen.

Eines Tages landen sie in einem kleinen britischen Seebad und finden in dem runtergekommenen Hotel Byzantium ein neues Zuhause.
Aus dem muffigen Hotel wird ein Bordell, doch das verweilen an einem Ort bleibt nicht unbemerkt und eine Bruderschaft heftet sich an die Fersen der beiden Vampire...

Technisches:

Das Bild ist gestochen scharf und die Farben sind kontrastreich, allerdings spielt der Film oft in der Nacht.
Die Vertonung ist gelungen und die Synchronsprecher leisten gute Arbeit, die Dialoge passen.
Schauspielerisch kann man nicht meckern, aber es sticht auch niemand wirklich hervor.
Blutig oder gar brutal wird es nicht im Film.
Der Film ist recht logisch aufgebaut was die Handlung und die Charaktere betrifft.

Fazit:

Ruhiges Vampir-Drama von Mutter und Tochter, welcher seine Längen hat und sich dadurch schon in die Länge zieht. Man darf auch keinen Horror oder etwas Action erwarten, es bleibt gemächlich und kommt ewig nicht in Fahrt.
Nicht schlecht, aber auch nicht besonders gut als das der Film in Erinnerung bleibt.
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am 27. September 2017
Typischer Fall von "auf den Trailer reingefallen". Irgendwie wurde einem im Trailer mehr versprochen. Selbst meine Frau, welche sich den Film ausgesucht hatte, meinte dann in der Mitte "wollen wir etwas anderes schauen?". Der Film zieht sich wie Kaugummi, die Story kommt nicht klar rüber und "Action" gibt es auch keine. Man wird einfach hinterhergeschleift ohne zu wissen um was es geht. Und ja ähm, für Vampire sind die Damen recht "langweilig".
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am 5. Dezember 2017
sehr atmosphärisch und endlich mal ein bisschen ein anderer Vampirfilm wie man sie so kennt.
Eine spannende Geschichte mit guten Schauspielern, absolut sehenswert
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am 26. September 2015
So was wünschte ich mir endlich mal aus Deutschland, statt der ewigen Mediziner- und Polizeifilme bzw. -Serien oder 08/15 Komödien
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am 27. Oktober 2013
Ein Film gesehen auf dem Fantasy Film Fest Stuttgart in der Orginalversion, darauf bezieht sich auch meine Rezension.

Erzählt wird die Geschichte von Clara und Ihrer Tochter Eleanor (Gemma Arterton und Saoirse Ronan) die auf der Flucht vor einer geheimnisvollen Bruderschaft in einem verfallenen britischen Seebad stranden. Clara und Eleanor sind seit 200 Jahren Vampire, wie Sie dazu geworden sind wird in einigen Rückblenden erzählt.
Bald finden sie Unterschlupf im heruntergekommenen Hotel Byzantium das Clara nachden sie den Besitzer um den Finger gewickelt hat in ein gut laufendes Bordell verwandelt. Eleanor versucht derweil ein normales Leben zu führen und verliebt sich dabei in einen jungen Hotelangestellten.

Der Film wird von den beiden Hauptdarstellerinnen mühelos vorangetrieben, allen voran eine überragend spielende Gemma Arterton (war nie besser und schöner), dabei steht Ihr Saoirse Ronan in kaum etwas nach. Dazu sind sämtliche weiteren Rollen sehr gut besetzt.

Die Handlung hat Tiefgang und ist nicht ohne Anspruch aber sehr gut umgesetzt, vor allem wird die melancholische Grundstimmung sehr gut eingefangen. Der Film lebt auch von seinen sehr kraftvollen und wuchtigen Bildern (ein echter Augenschmaus). Ergänzt wird der Film durch tolle Kostüme, Maske, Ausstattung usw. wobei sich alles auf einem sehr hohen Niveau befindet.

Nach Interview mit einem Vampir ist das der zweite Film von Neil Jorden mit diesem Thema, möchte diesen aber als deutlich gelungener (erwachsener) bezeichnen, darüber hinaus wäre es nicht gerecht ihn einfach als Vampirfilm zu bezeichnen, er ist weitaus mehr.

Kein kurzweiliges Popcorn-Kino aber wie geschaffen für Freunde toller Bilder und einer anspruchsvollen Story, ich weiß zwar nicht ob er bei uns nochmal auf Deutsch läuft aber er hätte es verdient.

Unbedingt anschauen.
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am 4. September 2016
STORY:
Clara (Gemma Arterton) und ihre Tochter Eleanor (Saoirse Ronan) sind Vampire.
Immer wieder müssen die Beiden ihren Aufenthalt wechseln, und können nirgends wirklich Wurzeln schlagen, damit niemand ihres Geheimnisses gewahr wird.
Während die exaltierte Clara den Lebensunterhalt durch Prostitution und Diebstahl verdient, und kein Problem mit dem Töten hat, es sogar genießt, ist die musisch begabte Eleanor still und zurückgezogen, und nährt sich nur von Menschen, die sich ihr Ableben wünschen.
Wann immer es sie und ihre Mutter an eine neue Stätte führt, schreibt sie ihre Geschichte nieder, und wirft sie anschließend fort.
Nach einem weiteren Ortswechsel, finden die Zwei im Byzantium, einer einst prächtigen, nun heruntergekommenen Pension ohne Gäste, welche einem gutherzigen Freier Claras gehört, eine neue Bleibe.
Eleanor trifft den todkranken Schüler Frank, und zum ersten Mal entwickelt sie zarte Gefühle für einen Menschen. Aber niemand darf von ihrer wahren Natur erfahren...
ANMERKUNGEN:
1993 lieferte Regisseur Neil Jordan mit INTERVIEW MIT EINEM VAMPIR einen der besten Vampirfilme überhaupt. 2012 nahm er sich mit BYZANTIUM erneut des Themas an.
Viele vergleichen die beiden Filme, aber das ist eigentlich nicht ganz fair. War INTERVIEW eine mit Top-Stars wie Pitt, Cruise und Banderas besetzte, 60 Millionen Dollar teure Großproduktion, so ist BYZANTIUM ein kleiner Film, der weniger als 10 Millionen gekostet hat. Und als solchen sollte man ihn auch bewerten.
Einige Parallelen gibt es durchaus. Im Grundton und der Erzählweise. Auch einige Dialoge erinnern an den modernen Klassiker.
Dennoch ist BYZANTIUM absolut eigenständig, und erzählt eine interessante Geschichte.
Die beiden Frauen befinden sich dauerhaft in einer Art Schwebezustand. Sie existieren, leben vor sich hin, ohne dass irgendetwas wirklich eine Bedeutung hat.
Während Clara scheinbar gut damit zurechtkommt, gärt unter Eleanors stiller Fassade der immer stärkere Wunsch aus dieser Existenz, diesem Gefängnis ohne Gitter, auszubrechen.
Neben diesem eigentlich klassischen Mutter-Tochter-Konflikt, sind die Unterdrückung und Ausbeutung der Frau in einer von Männern dominierten Welt ein Thema.
In Rückblenden (eine weitere Parallele zu INTERVIEW MIT EINEM VAMPIR) entfaltet sich nach und nach die tragische Vergangenheit.
Dazu die Frage, ob und wann die Wahrheit die bessere Option ist, und ob die Wahrheit überhaupt einen Zuhörer findet und gehört werden will. Eine Liebesgeschichte, und natürlich der übersinnliche Überbau.
Vielleicht hat Jordan versucht etwas zu viel in dieses Werk zu packen, und vielleicht kommen die angesprochenen Thematiken alle ein klein wenig zu kurz. Das ist allerdings Jammern auf hohem Niveau.
BYZANTIUM ist ein beeindruckender Film geworden. Grandiose Bilder, die nicht sofort ersichtliche Substanz der Story, die ruhige, elegische Art des Erzählens (die einige Ignoranten als langweilig bezeichnen), und fantastische Schauspieler, heben das Vampirdrama weit über den Durchschnitt.
Gemma Arterton, sonst oft in Babe-Rollen zu sehen, überrascht durch vielschichtiges Spiel, und die mit reichlich Talent gesegnete Saoirse Ronan ist ohnehin über jeden Zweifel erhaben. Die Nebenrollen sind ebenfalls durch die Bank hervorragend besetzt.
FAZIT:
Ein leicht feministisch angehauchtes Mutter-Tochter-Drama plus ernsthafter Liebesgeschichte, im Gewand des Vampirhorrors. Oder so ähnlich. ^^
Das muss man auch erstmal hinbekommen.
Ich habe den Film genossen, und kann ihn nur weiterempfehlen.
Manchen werden Action und Blutfontänen fehlen, aber für diese Klientel ist BYZANTIUM auch nicht gemacht.
Harten Horror (den ich auch liebe) findet man woanders.
Ich vergebe gute 4 Sterne.
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TOP 1000 REZENSENTam 30. März 2017
Neil Jordan (*1950) ist Wiederholungstäter. Schon mit »Interview mit einem Vampir« (1994) hat er sich im Vampirfilmgenre versucht, und das – trotz Tom Cruise – durchaus mit Erfolg. Auch andere Stoffe aus den Bereichen Mystery, Fantasy und Märchen schienen Jordan zu liegen – man denke nur an den Klassiker »Zeit der Wölfe« (1984).

Doch Jordan dreht nicht einfach nur Genrefilme. Er mag es, die Genreelemente in weiterreichende Perspektiven zu rücken. Im Fall von »Byzantium« (2012) ist ihm so etwas wie ein feministischer Vampirfilm geglückt. Nun sollte sich in aufgeklärten Zeiten erstens ohnehin niemand über das Attribut ›feministisch‹ aufregen, und er sollte zweitens bei einem Neil-Jordan-Film keine Moralpredigt erwarten.

Es beginnt mit zwei Frauen, die gemeinsam in einer tristen Plattenbauwohnung leben. Eine der beiden, die expressive Clara (Gemma Arterton), arbeitet in einem Bordell. Eines Tages wird sie verfolgt. In der Wohnung tötet sie den Verfolger in einem recht brutalen Akt. Die andere Frau, Eleanor (Saoirse Ronan), ist zurückhaltender und sanfter. Ihre vampirischen Bedürfnisse stillt sie ausschließlich an alten Menschen, die mit ihrem Leben ohnehin abgeschlossen haben.

Da die beiden Vampirfrauen mit den gegensätzlichen Temperamenten nicht mehr in ihre Wohnung zurück können, fliehen sie in einen kleinen Küstenort, ein heruntergekommenes Seebad. Sie finden Unterkunft in einem halb verfallenen Hotel namens ›Byzantium‹, das Clara schnell zu einem neuen Bordell umfunktioniert.

Bald stellt sich heraus, dass das Seebad auch der Ort ist, an dem die Geschichte der beiden weiblichen Vampire vor ungefähr 200 Jahren ihren Anfang nahm. Und auch die Geschichte ihrer Verfolgung durch eine Vampir-Bruderschaft führt in jene Zeit zurück. Es entsteht eine Situation, in der sämtliche Konflikte einer (gewaltsamen) Auflösung zustreben.

Jordan macht das, was er wirklich gut kann: Er bettet das Phantastische in eine handfeste soziale Wirklichkeit ein. Dadurch gewinnt das Ganze ungemein an Bodenhaftung und Glaubwürdigkeit. Arterton und Ronan machen ihre Sache vorzüglich, insbesondere Gemma Arterton hat ersichtlich Spaß daran, im Unterschied zu vielen ihrer sonstigen Rollen mal richtig die Sau rauszulassen.

In einem der Featurettes, die als Extras begegeben sind, bemerkt Jordan, dass er mit sehr knappem Budget arbeiten musste. Diese Beschränkung fällt jedoch über weite Teile des Films nicht auf, nur dort, wo CGI zum Einsatz kommt (vor allem bei den Szenen auf der Insel), wirken die Effekte auffallend ›gemacht‹.
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am 5. Januar 2014
"Byzantium" ist ein sehenswertes Drama im Vampirgewand. Die Story ist gut und man legt hier sehr viel Wert auf die Charaktere. Die Hauptcharaktere werden von Saiorse Ronan und Gemma Arterton vielschichtig und mit emotionaler Tiefe dargestellt. Saoirse Ronan spielt die unschuldige Vampir-Tochter sehr solide und Geamma Arterton ist als anrüchige Vampirhure definitiv einen Blick wert. Die Bildsprache ist beeindruckend, man wird hier mit tollen Bildern versorgt und auch sonst hat der Streifen einige starke Momente vorzuweisen. Der langsame Erzählfluss macht die Geschichte jetzt zwar nicht zwingend packend und irgendwie fehlt hier auch etwas der letzte Biss, aber es wird zu keiner Zeit langweilig und der Film bleibt immer interessant und sehenswert.

"Byzantium" ist ein gut gespieltes und schön bebildertes Vampirdrama.

7 von 10
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