Fashion Sale Hier klicken Neuerscheinungen Cloud Drive Photos Erste Wahl Learn More saison Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Summer Sale 16

Kundenrezensionen

3,2 von 5 Sternen
177
3,2 von 5 Sternen
Format: DVD|Ändern
Preis:11,28 €+ 5,00 € Versandkosten
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 29. Juni 2010
Nachdem ich mir die Rezensionen durchgelesen habe, dachte ich zunächst das ist ein Film für Coen-Fans. Er soll ja zu langatmig sein, wenig lustige Szenen beinhalten und obendrein sollen die Schauspieler nur eine durchschnittleiche Leistung abgeben. Nach dem Amazon-Angebot habe ich mir den Film dann doch bestellt...

Zur Story möchte ich jetzt nichts viel schreiben - es wurde ja schon alles ausführlich wiedergegeben. Nur so viel: Es geht um Menschen, die mit ihrem Leben nicht zufrieden sind und mehr erreichen möchten aber auf grandiose Weise daran scheitern. Die Charaktere beeinflussen sich dabei gegenseitig und stolpern nichtsahnend dem (recht ironischen) Höhepunkt entgegen. Die CIA ist auch mit im Spiel, hat aber wie alle Beteiligten wenig Ahnung vom Geschehen. Das ist der eigentliche Kern des Films: Jeder glaubt seinem Ziel näherzukommen, bezahlt einen hohen Preis dafür und hinterher kann Niemand genau sagen was eigentlich passiert ist. Der Film nimmt sich Zeit, dem Zuschauer die einzelnen Beteiligten näherzubringen ohne zu sehr ins Detail zu gehen. Gegen Ende wird es recht dramatisch und das Geschehen wird aus der Sicht der CIA auf den (humorvollen Höhe-) Punkt gebracht.

Der Humor ist recht trocken und ironisch, daher sollte man keine "running gags" erwarten, und auch keine aufgesetzen lustigen Szenen. Der Film lebt eher von Situationskomik und dem naiven, nicht gerade weitsichtigen Verhalten der beteiligten Personen. Wer darüber lachen kann, der kann hier eigentlich nichts falsch machen. Ich würde den Humor am ehesten mit "Dänische Delikatessen", "Flickering Lights" oder "Adams Äpfel" vergleichen. Ganz so blutig wird es aber nicht :-)

Zur schaulspielerischen Leistung kann ich nur sagen: Genial! Absolut jeder Schauspieler, ob prominent oder nicht, überzeugt hier mit einer realistischen Darstellung des jeweiligen Filmcharakters. Keine Rolle hat aufgesetzt gewirkt, stattdessen hatte ich das Gefühl, dass die Schauspieler voll in ihrer Rolle aufgehen.

Die Bild- und Tonqualität ist absolut in ordnung. Keine Referenz aber sehr gut.

Fazit: sehr gelungene, genial besetzte, trocken-ironische Komödie!
0Kommentar| 42 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
"I'm not here representing Hardbodies."
"I know what you represent. You represent the idiocy of today."
"I don't represent that, either."

Ein solcher Wortwechsel zwischen einem ertappten Einbrecher, der eigentlich in einem Fitneßstudio arbeitet, und einem erbosten Mann im Bademantel mit einer geladenen Waffe in der Hand, lässt eine langgehegte Hoffnung Gewißheit werden: Die Coens sind wieder in gewohnter Form, und "No Country for Old Men" war nicht nur ein nochmaliger glücklicher Ausrutscher nach zwei bemitleidenswert schlechten Filmen. Aber die Männer, die uns den Dude geschenkt haben, hätten ohnehin eine Menge Kredit von uns verdient.

Die Handlung von "Burn After Reading" ist anfangs ebenso wirr wie die von "The Big Lebowski" - wenngleich weniger temporeich, also Geduld! -, nur laufen am Ende alle Schicksale, deren Zeuge wir hier werden, zusammen. Da ist zum einen der bedauernswerte CIA-Analyst Osbourne Cox (John Malkovich), der mit der fadenscheinigen Begründung, er habe eine zu starke Neigung zum Alkohol, aufs Abstellgleis geschoben werden soll. In einem tobsuchtartigen Anfall von Stolz kündigt er seinen Dienst und beschließt, unter den mißbilligenden Augen seiner vollkommen kaltherzigen Gattin Katie (Tilda Swinton), die sich längst mit dem Gedanken an eine Scheidung trägt, seine Memoiren zu schreiben. Katie hat eine Affäre mit einem ehemaligen Leibwächter aus dem Finanzministerium, Harry Pfarrer (George Clooney), und lässt sich von ihrem Anwalt dahingehend beraten, alle Dokumente, darunter, von ihr unbemerkt, auch die Memoiren, vom PC ihres Mannes zu kopieren, um ihn nachher richtig über den sprichwörtlichen Tisch ziehen zu können. Leider verliert die Sekretärin des Anwalts die Diskette im Fitneßstudio Hardbodies, wo sie dem vollkommen unterbelichteten Mitarbeiter Chad Feldheimer (Brad Pitt) und seiner Kollegin Linda Litzke (Frances McDormand) in die Hände fällt, die glauben, ihnen sei "heißer Geheimdienstscheiß" beschert worden. Da Linda unbedingt einige kostspielige Schönheitsoperationen über sich ergehen lassen möchte und Chad ein ausgemachter Tropf ist, beschließen sie, Cox zu erpressen - und das typische Coen-Verhängnis nimmt seinen Lauf.

Der Film ist zum einen eine bissige Satire auf Politik und Geheimdienst, was vor allem in der Rahmenhandlung deutlich wird, in der u.a. Sledge-Hammer-Darsteller David Rasche brilliert. Zum anderen, und das ist meiner Meinung nach viel interessanter, ist er eine bewegende und absurde Tragödie. Da ist beispielsweise die so oft enttäuschte und dabei so oberflächliche Linda, die für ihren Traum von der OP die Menschen, denen sie wirklich etwas bedeutet, zu Grunde richtet, da ist der unglücklich in Linda verliebte Ted - mit leisen, bedächtigen Tönen gespielt von Richard Jenkins -, der eine wahrscheinlich interessante Lebensgeschichte zu erzählen wüsste, die aber ungehört bleibt, weil sich niemand für sie interessiert, und da ist Osbourne Cox, mit dem ich eigentlich am meisten mitfühlen konnte. Ausgemustert und zum alten Eisen geworfen, an seiner Seite eine wahrhaft widerliche Frau, muss er sich nun, zwangsweise im Ruhestand, die Frage nach dem Sinn seines Lebens stellen, und er schreibt, mehr schlecht als recht, seine sicherlich unbedeutenden Memoiren. Es ist wahrhaft kein Wunder, dass Cox an der Welt verzweifelt und sich als Opfer einer Verschwörung von Idioten wahrnimmt. Auch in diesem Film schaffen die Coens es, dass sich der Zuschauer trotz der Skurrilität der Figuren sehr stark für sie erwärmen kann - wie etwa in der Schlußszene von "The Big Lebowski".

Dieser Film erzählt mit sprühenden Dialogen und genialen Einfällen von der recht eigentlichen Sinnlosigkeit des Lebens, die immer dann eine Chance hat, uns zu fressen, wenn wir zu sehr an unseren Plänen und Wünschen haften, anstatt einfach mal à la Dude abzuwarten.

Auch die schauspielerischen Leistungen der Darsteller überzeugen, wobei hier vor allem Brad Pitt zu nennen ist, dessen kindischer Chad sich krampfhaft bemüht, gangstermäßig rüberzukommen, dabei aber mit dem Fahrrad zur Geldübergabe fährt. Chapeau!

Kurz gesagt, mit "Burn After Reading" sind die Coens wieder in Topform.
88 Kommentare| 31 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 12. Juli 2009
Die Coen Brüder starten einen Frontalangriff auf die Schönheitindustrie, die Machtlosigkeit eines von Terrorangst geprägten Überwachungsapparates und zeigen Clooney und Pitt nebenbei noch selbstironischer als je zuvor!

Story:
Ausgangspunkt der Story ist die Entlassung (bzw. Kündigung) des CIA-Analysten Osbourne Cox (Malkovich), dessen Frau Katie ihn mit dem ehemaligen Personenschützer Harry (Clooney) betrügt. Harry seinerseits betrügt neben seiner eigenen Frau gleich auch noch seine Geliebte und versucht seine Männlichkeit zusätzlich durch Internetdates aufzupolieren. Eines seiner Dates (Linda - Frances McDormand) ist sich gerade der Vergänglichkeit ihrer Optik bewusst geworden und versucht alles, um dieser Erkenntnis durch Schönheitsoperationen zu entfliehen. Lindas Kollege Chad (Pitt) - ein Zeitgenosse der einfachen Art - ist nur an einer Sache interessiert - seiner Fitness. Durch Zufall gelangen Linda und Chad an vermeintlich geheime Aufzeichnungen des CIA-Analysten Cox und starten einen haarsträubenden, dilettantischen Erpressungsversuch...
Soviel zur Vorgeschichte - die Story mag für manche komplex erscheinen, jedoch ist sie ohne Inhaltsschwächen aufgebaut und liefert die Erklärung für die Absurdität der folgenden Szenen!

Kritik:
Die Coen Brüder liefern mehr ab als eine Komödie: Burn after reading ist eine gnadenlose Abrechnung mit der Schönheitsindustrie und eine Bankrotterklärung für den Überwachungsapparat der USA. Die schlechten Kritiken bei Amazon kann ich mir nur so erklären: Die Rezensenten haben innerlich zu früh mit dem Film abgeschlossen. Die Story mit ihren vielen Handlungssträngen braucht sehr lange um endlich ins Rollen zu kommen und verliert dabei bestimmt den ein oder anderen ungeduldigen Zuschauer, der auf Filme wie American Pie steht...

Fazit: genial-abgedrehte Story, toller Schnitt, selbstironische Schauspieler in Perfektion und skuriler Humor zum niederkniehen.

Nichts für Fans von: American Pie, Scary Movie, Party Animals...
Für alle Fans von: Being John Malkovich; Adaption; Confessions of a dangerous mind...
33 Kommentare| 91 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 500 REZENSENTam 4. Oktober 2009
Man liest eigentlich nur, dass die Coen Brüder Regie führen und Brad Pitt, George Clooney und John Malkovich mitspielen und weiß eigentlich schon, dass der Film nur ein Hit werden kann. So zumindest bei "Burn after Reading - Wer verbrennt sich hier die Finger".
Zugegeben: Der deutsche Titel ist nicht gerade der Bringer, aber die Story bleibt die gleiche: Man nehme etwas CIA, ein wenig schlechte Eheführung (das gleich 2 mal!), eine Prise unglückliche Liebe, einige absolute Volldödel (absolut genial gespielt von Brad Pitt!), dazu noch ein bisschen Intrige und Erpressung sowie mehrere Handlungsstränge die sich gegenseitig ergänzen und fertig ist eine geniale intelligente Komödie, die nicht besser hätte ausfallen können. Der herrliche Mix aus Satire, sowie Polit- und Agententriller lässt die Story dabei zu keiner Sekunde zu banal oder zu albern wirken, denn sowohl für eine amüsante Unterhaltung als auch Spannung ist allseits gesorgt.
Das Bild auf der Blu-ray ist eigentlich ganz ordentlich. Zwar kann man sich auf eine durchweg sehr gute Bildschärfe, sowie gute Kontraststärke und kräftige Farben freuen, aber ab und ist dennoch ein leichtes Rauschen im Hintergrund zu vernehmen. Fällt aber nur auf, wenn man sich konzentriert, sprich: wer sich voll der Geschichte hingibt, wird dies eigentlich gar nicht wirklich bemerken!
Zum Ton: Freude für jeden HD Liebhaber, denn die Deutschen haben hier eine starke DTS-HD MA 5.1 beigefügt, die zwar bei Komödien weniger beansprucht wird, wenn dann klingt es wirklich ganz ordentlich.
An Bonusmaterial hat man nicht gespart. Zur Referenz langt es zwar nicht ganz, aber in diesem Fall ist man mit den obligatorischen Trailern (das erwarte ich eigentlich bei jedem Film), 3 starken und lustigen Featurettes, einem Making of, einigen coolen Interviews, einem B-Roll, als auch einer animierten Bildergalerie, auf die man aber auch hätte verzichten können.
Unterm Strich bleibt eine wirklich lohnenswerte Blu-ray, die für viel Unterhaltung sorgt. "Burn after Reading" dürfte Fans inteligenter Komödien keineswegs enttäuschen!

Special Features (70 Minuten)
- Trailer (Deutsch und Englisch)
- Making of "Burn after Reading"
- B-Roll
- 3 Featurettes: "Finding the Burn", "DC Insiders Run Amuck" und "Welcome Back, George"
- Interviews
- Animierte Bildergalerie

Schauspieler:
Brad Pitt, David Rasche, Frances McDormand, George Clooney, John Malkovich, Richard Jenkins, Tilda Swinton
Regisseur: Ethan Coen, Joel Coen
Prod.Land/Jahr: U.S.A. 2008
Kategorie: Komödie, Krimi
Altersfreigabe: FSK Freigegeben ab 12 Jahren
Spieldauer: 96 Minuten
Veröffentlichung: 27.03.2009
Tonformat:
Deutsch DTS-HD MA 5.1
Englisch DTS-HD MA 5.1
Bildformat: HD-Widescreen 16:9, 1.85:1
0Kommentar| 11 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 23. Februar 2016
Den Film zu rezensieren ist schwer, denn hinter einer verrückten Story steckt ein Feuerwerk hintersinnigen Humors, gepaart mit Gesellschaftskritik.
Darüber jetzt hier zu phrasieren, würde zu weit führen.

Die Liste der Stars ist lang - und die Zusammenstellung ist brillant. Malkovich, Clooney, Pitt, Swinton und viele andere machen ihre Sache gut.
Ah, gleich am Anfang des Films kam mir ein Gedankenblitz: "Sledge Hammer!"

FAZIT:

Eine herrliche, smarte, intelligente Komödie, geistvoll, feinsinnig, überraschend und mit klasse Schauspielerbesetzung, der man mit einem Dauergrinsen zuschauen kann. Die Story ist cool und lustig und überraschend.

Kein Film für Durchschnitts-Couchpupser.

Der Schluss ist total schräg. Es sind nur ein paar Sätze - ich habe herrlich gelacht.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 14. Juni 2009
Selten so gelacht und doch verzweifelt, über die morbide Sicht der Coen Brüder. Das Motto des Films ist: Alle sind Loser, die CIA ist ein Haufen Idioten und planloser Dummköpfe, die Gier und Verblödetheit amerikanischer Menschen ist unübertroffen. Wo Fargo ein ähnliches Thema erzählt (Verrohung, Abgestumpftheit, Gier, Dummheit) ist Burn After Reading im Leben der "normalen" Menschen angekommen. Wo Malkovich als geschasster CIA Agent nach Rauswurf von seiner (ekelhaft gut!) gespielten Frau (Tilda Swinton) in der Yacht seine (Fernseh-) Aerobics macht und sich dabei zum unbesiegbaren Kämpfer hochschaukelt, George Clooney seine merkwürdige Maschine im Keller zimmert, Pitt als grenzdebiler Trainer im Auto wartend zu Popmusik herumzuckt, all das sucht seinesgleichen auf Zelluloid.

Wer diesen Film besser nicht sehen sollte: Kinogänger, die denken, dass hier ein stramm erzählter Actionfilm kommt, der mit einer Haupthandlung und maximal zwei parallelen Schauplätzen erzählt wird. Die Coen-Brüder bedienen hier ihr eigenes Publikum, das sich aus den unterschiedlichen Erzähltempi, den Dialogen und der sehr guten schauspielerischen Leistung füttert.

Empfehlenswert!
11 Kommentar| 31 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 14. Februar 2016
Ein schöner amüsanter Film, bei dem einem vor Augen geführt wird, was passieren kann, wenn man sich der Paranoia hingibt. Es dauert etwas, bis die Zusammenhänge sich dem Zuschauer eröffnen, aber dann wird es ein stimmiges, aber dennoch schmunzelnd absurdes Bild. Macht Spaß! :)
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 13. April 2009
Was ist das markante eines Coen-Films? Die skurrilen Charaktere, eine völlig absurde Geschichte und der trockene, bitterböse Humor der Coens. Burn After Reading bildet da keine Ausnahme.

Es geht etwas tröge los, die Handlungsstränge sind scheinbar lose miteinander verknüpft. Da ist der CIA-Analyst Cox (Malkovich), der wegen eines Alkoholproblems seinen Job verliert. Seine Frau (Swinton), eine eiskalte, geltungssüchtige Ärztin, hat längst die Scheidung bei ihrem Anwalt in Auftrag gegeben und hat eine Affäre mit einem Regierungsbeamten im Finanzministerium namens Pfarrer (Clooney), der an Paranoia leidet. In den unfreiwilligen Ruhestand versetzt, schreibt Cox seine Memoiren. Die Sicherheitsdisk geht in einem Fitnessstudio verloren und gerät in die Hände von zwei absoluten Freaks (Pitt, McDormand). Diese vermuten geheimes Material auf der Disk und beschließen Cox zu erpressen. Das Chaos nimmt seinen Lauf.

Der schwarze Humor der Coens ist sehr schwer zu rauszulesen. Cox beispielsweise ist einer jener bürokratischen CIA-Analysten, die durch falsche Dossiers Fehlentscheidungen der Bush-Administration zu verantworten hatten und hier auf die Schippe genommen werden. Man braucht ein bisschen Gespür für den Ärger der Amerikaner über das Washingtoner Establishment und den gesamten Geheimdienstapparat. Viele Gags erklären sich erst Minuten später (Malkovichs "What the f?ck"). Manche kommen so unterschwellig böse heraus, dass man sie fast überhört. Beispielsweise als Cox am Telefon erpresst wird und seine Frau meint, wer denn für diese besch... Memoiren auch noch Geld bezahlen soll. Der Film setzt der Idiotie ein Denkmal. Eine Ansammlung dummer Leute, die aus Desinformation heraus Dummes tun. Jeder betrügt Jeden und ist am Ende selbst der Betrogene. So läuft der Film auf ein grandioses Finale zu, in dem dann alle durchdrehen. Eine glückliche Hand hatten die Coens wieder mal beim Cast. Grandios ist Pitt als grenzdebiler Fitnesstrainer. Besser kann man einen Freak nicht geben. Clooney nimmt sich wohl als paranoider Schürzenjäger selbst auf die Schippe. Swinton lässt ob der Eiseskälte jeden männlichen Zuschauer die Adern gefrieren. Und Malkovich ist wieder nahe am Abgrund. Sensationell sind auch die kleinen Nebenrollen. JK Simmons und David Rasche ("Sledgehammer") stellen quasi als ranghohe Geheimdienstbeamte mit viel schwarzem Humor das Versagen der CIA dar. Alle Darsteller skizzieren wunderbar die Skurrilität ihrer Figuren.

Es ist ein typischer Coen-Film. Neues wird diesmal nicht geboten. An No Country For Old Men reicht er nicht ran. Die Farce ist dennoch ein witziger Trip durch eine völlig irre Welt. Die 90 Minuten vergehen sehr schnell, der Humor ist versteckt, man muss sich als Zuseher Mühe geben.
0Kommentar| 21 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 11. Juli 2009
... hieß ein Spruch aus der Studentenbewegung.
In "Burn after Reading" stauen sich kleine und große private Probleme der Protagonisten von unerwiderter Liebe über kaputte Ehen oder Altersfrustration zu einem komplexen Wirrwarr auf. Da ein Ex-Geheimdienstmann den Stein ins Rollen bringt, sorgen die Techtelmechtel und Kleinbetrügereien für Tote und beinahe internationale Verwicklungen...

Ein typischer Coen-Film, vielleicht sogar einer ihrer Besten. Das anfangs recht klare Schema (Geheimdienstmann verliert Datei mit Autobiografie, wird erpresst) zerfällt bald in ein komplexeres Geflecht, bei dem der Zuschauer der einzige ist, der den Überblick behält - so ist man es von den Coens gewohnt. Aus egoistischen Motiven und Sehnsüchten richten die Protagonisten mehr oder weniger unbeabsichtigt den größtmöglichen Schaden an, aus dem am Ende (fast) niemand unbeschadet herauskommt - das macht den Reiz von "Burn after Reading" aus. Die Charaktere sind großartig ausgearbeitet; mit ihnen tobt sich eine Top-Riege der mittelalten Hollywood-SChauspieler von George Clooney über Brad Pitt bis Tilda Swinton aus. Am großartigsten sind aber die beiden Szenen mit Nebendarsteller J.K. Simmons als CIA-Vorsitzender mit "Scheiß-Drauf"-Haltung. Mehr soll nicht verraten werden - wieder mal ein toller Coen-Film mit den üblichen Trademarks, aber sogar etwas eingängiger als "Fargo" oder "No country for old men".
0Kommentar| 14 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 8. Mai 2009
Chad (Brad Pitt) und Linda (Frances McDormand) arbeiten im Fitnessstudio, wo sie eines Tages eine CD mit "heißen" Geheimdienstinformationen finden. Da Geld natürlich ein knappes Gut ist, beschließen die beiden, den Eigentümer der CD, einen gewissen Osborne Cox (John Malkovich), zu erpressen. Der Ex-Agent hat aber weit mehr auf der Pfanne, als die beiden Vorturner, und zugleich keinen Schimmer, wieso es überhaupt eine CD mit seinen Aufzeichnungen gibt. Schon bald entbrennt ein immer schneller drehender, blutiger Reigen paranoider Washingtoner Agenten und Möchtegern James-Bonds...

"Burn After Reading" beginnt unendlich langsam - wie eine Lawine - steigert sich der Film stetig in ein kaum noch zu überblickendes, blutiges Geflecht aus Lug und Betrug, Gier, Lust, Angst und anderen unmenschlichen Eigenheiten, gepaart wird das ganze noch mit reichlichen skurrilen Höhepunkten. Folglich ein echter Coen - dieser "Burn After Reading"-Film.

Die durchweg prominente Besetzung liefert dabei ein absolut unterhaltsames Schauspiel. Allen voran sicherlich der hirnlose Brad Pitt, den ich seit Snatch - Schweine und Diamanten nicht mehr besser gesehen habe oder einen herrlich versoffenen George Clooney mit komischen Essgewohnheiten und Ticks, die ihn zum Mittelpunkt jeder Party machen würden ;o)Dazu kommt eine wunderbar fiese Tilda Swinton oder einen J. K. Simmons als brüllender CIA-Abteilungsleiter. Die komödiantische Performance der Darsteller ist einfach fantastisch.

Für manchen entpuppt sich sicherlich die Handlung als kleines Manko, denn dieser ist die volle Aufmerksamkeit zu widmen, um diesem WirrWarr von Intrigen und falschen Fährten folgen zu können, um auch noch am Ende die Handlung nachvollziehen zu können. Somit bin ich auch noch ein wenig hin und her gerissen, ob sich "Burn After Reading" 4 oder 5 Sterne verdient hat. Ich entscheide mich eher für 4 Sterne, denn dieser Film ist weder ein Thriller noch eine Komödie, er liefert viele Fragen und gute, wie auch schlechte Antworten . Er ist einfach einer dieser Coen-Filme bei denen man nicht weiß, was einen erwartet. Aber eines ist garantiert - beste Unterhaltung. Nur leider war sie hier für meinen Geschmack phasenweise etwas zu, nennen wir es "komisch" ;o)
33 Kommentare| 19 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

Haben sich auch diese Artikel angesehen

7,99 €
7,49 €
5,28 €

Benötigen sie kundenservice? Hier klicken