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Burn after Reading - Wer verbrennt sich hier die Finger? [Blu-ray]

3.2 von 5 Sternen 177 Kundenrezensionen

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Produktinformation

  • Darsteller: Brad Pitt, George Clooney, John Malkovich, Frances McDormand, Tilda Swinton
  • Regisseur(e): Ethan Coen, Joel Coen
  • Format: PAL
  • Sprache: Deutsch (DTS-HD 5.1), Englisch (DTS-HD 5.1)
  • Untertitel: Deutsch
  • Region: Alle Regionen
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
  • Anzahl Disks: 1
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
  • Studio: Universum Film GmbH
  • Erscheinungstermin: 26. März 2009
  • Produktionsjahr: 2008
  • Spieldauer: 96 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.2 von 5 Sternen 177 Kundenrezensionen
  • ASIN: B001O3AI1S
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 8.355 in DVD & Blu-ray (Siehe Top 100 in DVD & Blu-ray)
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

"Burn after reading - Nach dem Lesen vernichten!" So müsste eigentlich die Anweisung für die Lektüre der Memoiren des suspendierten CIA-Agenten Ozzie Cox lauten. Doch daran denken die Fitness-Trainerin Linda Litzke und ihr gutaussehender jedoch etwas dümmlicher Kollege Chad Feldheimer natürlich nicht im Traum, als sie zufällige eine CD mit dem offensichtlich brisanten Manuskript in einer der Umkleidekabine ihres Studios finden. Die beiden wittern das ganz große Geschäft mit den geheimen Staatsaffären. Ausgerechnet die Liebesaffären des Beamten Harry Pfarrer behindern ihren Erpressungsversuch. Schon bald ist den Amateur-Erpressern eine ganze Horde diverser Geheimdienste auf den Fersen. Zu allem Übel kommen dann auch noch die Russen ins Spiel...

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Nach dem finsteren Geniestreich No Country for Old Men mag Burn After Reading vielleicht etwas banal wirken, aber nur wenige Filmemacher verstehen es wie Joel und Ethan Coen, das Triviale zur Kunst zu erheben. Basierend auf Stansfield Turners Burn Before Reading beginnt die komisch verwickelte Handlung damit, dass die CIA den Analysten Osborne Cox (John Malkovich) auf die Straße setzt. Cox weiß nichts davon, dass sich seine Frau Katie (Tilda Swinton, die sich auf ihre Rolle in Michael Clayton bezieht) mit dem verheirateten US-Marshall Harry (George Clooney, Swintons Co-Star aus Michael Clayton, der hier spielt wie in Syriana) trifft. Um dem Geheimdienst eins auszuwischen, arbeitet Cox an seinen Memoiren. Durch einen Zufall geraten die Fitnessclub-Angestellten Linda (Frances McDormand) und Chad (Brad Pitt in einer Angeberrolle wie bei Johnny Suede) in den Besitz der CD-ROM und versuchen, den angenervten Alkoholiker damit zu erpressen. Linda, die intensives Internet-Dating betreibt, will das Geld für eine Schönheitsoperation verwenden, weiß aber nicht, dass ihr Chef Ted (Richard Jenkins aus The Visitor) sie genau so mag, wie sie ist. Obwohl das irgendwie nach einem eigenen Remake von The Big Lebowski klingt, fokussieren die Coen-Brüder dieses Mal ihre Energie auf die Unmengen an Unsicherheiten der klassischen Midlife-Crisis – mit der Ausnahme von Chad, der zu verkrampft ist, um solche Befürchtungen zuzulassen, was zur lustigsten Darstellung in Brad Pitts Karriere bislang führt. Wenn „Lebowski“ der Film war, mit dem sich die Coen-Brüder an den Film Noir annäherten, drücken sie bei Burn After Reading solchen paranoiden Thrillern wie Der Staatsfeind Nr. 1 oder Die Bourne-Identität ihren unwiderstehlich absurden Stempel auf. --Kathleen C. Fennessy

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Kundenrezensionen

Top-Kundenrezensionen

Format: Blu-ray
Nachdem ich mir die Rezensionen durchgelesen habe, dachte ich zunächst das ist ein Film für Coen-Fans. Er soll ja zu langatmig sein, wenig lustige Szenen beinhalten und obendrein sollen die Schauspieler nur eine durchschnittleiche Leistung abgeben. Nach dem Amazon-Angebot habe ich mir den Film dann doch bestellt...

Zur Story möchte ich jetzt nichts viel schreiben - es wurde ja schon alles ausführlich wiedergegeben. Nur so viel: Es geht um Menschen, die mit ihrem Leben nicht zufrieden sind und mehr erreichen möchten aber auf grandiose Weise daran scheitern. Die Charaktere beeinflussen sich dabei gegenseitig und stolpern nichtsahnend dem (recht ironischen) Höhepunkt entgegen. Die CIA ist auch mit im Spiel, hat aber wie alle Beteiligten wenig Ahnung vom Geschehen. Das ist der eigentliche Kern des Films: Jeder glaubt seinem Ziel näherzukommen, bezahlt einen hohen Preis dafür und hinterher kann Niemand genau sagen was eigentlich passiert ist. Der Film nimmt sich Zeit, dem Zuschauer die einzelnen Beteiligten näherzubringen ohne zu sehr ins Detail zu gehen. Gegen Ende wird es recht dramatisch und das Geschehen wird aus der Sicht der CIA auf den (humorvollen Höhe-) Punkt gebracht.

Der Humor ist recht trocken und ironisch, daher sollte man keine "running gags" erwarten, und auch keine aufgesetzen lustigen Szenen. Der Film lebt eher von Situationskomik und dem naiven, nicht gerade weitsichtigen Verhalten der beteiligten Personen. Wer darüber lachen kann, der kann hier eigentlich nichts falsch machen. Ich würde den Humor am ehesten mit "Dänische Delikatessen", "Flickering Lights" oder "Adams Äpfel" vergleichen. Ganz so blutig wird es aber nicht :-)

Zur schaulspielerischen Leistung kann ich nur sagen: Genial!
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Von Tristram Shandy TOP 1000 REZENSENT am 3. Juni 2009
Format: DVD
"I'm not here representing Hardbodies."
"I know what you represent. You represent the idiocy of today."
"I don't represent that, either."

Ein solcher Wortwechsel zwischen einem ertappten Einbrecher, der eigentlich in einem Fitneßstudio arbeitet, und einem erbosten Mann im Bademantel mit einer geladenen Waffe in der Hand, lässt eine langgehegte Hoffnung Gewißheit werden: Die Coens sind wieder in gewohnter Form, und "No Country for Old Men" war nicht nur ein nochmaliger glücklicher Ausrutscher nach zwei bemitleidenswert schlechten Filmen. Aber die Männer, die uns den Dude geschenkt haben, hätten ohnehin eine Menge Kredit von uns verdient.

Die Handlung von "Burn After Reading" ist anfangs ebenso wirr wie die von "The Big Lebowski" - wenngleich weniger temporeich, also Geduld! -, nur laufen am Ende alle Schicksale, deren Zeuge wir hier werden, zusammen. Da ist zum einen der bedauernswerte CIA-Analyst Osbourne Cox (John Malkovich), der mit der fadenscheinigen Begründung, er habe eine zu starke Neigung zum Alkohol, aufs Abstellgleis geschoben werden soll. In einem tobsuchtartigen Anfall von Stolz kündigt er seinen Dienst und beschließt, unter den mißbilligenden Augen seiner vollkommen kaltherzigen Gattin Katie (Tilda Swinton), die sich längst mit dem Gedanken an eine Scheidung trägt, seine Memoiren zu schreiben. Katie hat eine Affäre mit einem ehemaligen Leibwächter aus dem Finanzministerium, Harry Pfarrer (George Clooney), und lässt sich von ihrem Anwalt dahingehend beraten, alle Dokumente, darunter, von ihr unbemerkt, auch die Memoiren, vom PC ihres Mannes zu kopieren, um ihn nachher richtig über den sprichwörtlichen Tisch ziehen zu können.
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Format: DVD
Die Coen Brüder starten einen Frontalangriff auf die Schönheitindustrie, die Machtlosigkeit eines von Terrorangst geprägten Überwachungsapparates und zeigen Clooney und Pitt nebenbei noch selbstironischer als je zuvor!

Story:
Ausgangspunkt der Story ist die Entlassung (bzw. Kündigung) des CIA-Analysten Osbourne Cox (Malkovich), dessen Frau Katie ihn mit dem ehemaligen Personenschützer Harry (Clooney) betrügt. Harry seinerseits betrügt neben seiner eigenen Frau gleich auch noch seine Geliebte und versucht seine Männlichkeit zusätzlich durch Internetdates aufzupolieren. Eines seiner Dates (Linda - Frances McDormand) ist sich gerade der Vergänglichkeit ihrer Optik bewusst geworden und versucht alles, um dieser Erkenntnis durch Schönheitsoperationen zu entfliehen. Lindas Kollege Chad (Pitt) - ein Zeitgenosse der einfachen Art - ist nur an einer Sache interessiert - seiner Fitness. Durch Zufall gelangen Linda und Chad an vermeintlich geheime Aufzeichnungen des CIA-Analysten Cox und starten einen haarsträubenden, dilettantischen Erpressungsversuch...
Soviel zur Vorgeschichte - die Story mag für manche komplex erscheinen, jedoch ist sie ohne Inhaltsschwächen aufgebaut und liefert die Erklärung für die Absurdität der folgenden Szenen!

Kritik:
Die Coen Brüder liefern mehr ab als eine Komödie: Burn after reading ist eine gnadenlose Abrechnung mit der Schönheitsindustrie und eine Bankrotterklärung für den Überwachungsapparat der USA. Die schlechten Kritiken bei Amazon kann ich mir nur so erklären: Die Rezensenten haben innerlich zu früh mit dem Film abgeschlossen.
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